Hier 2 Termine am 14. September zum Nachhaken

Podiumsdiskussion: Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – was bleibt?
Experten des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ diskutieren die Folgen

Der Untergang der Deepwater Horizon am 22. April 2010 im Golf von Mexiko hat zur zweitgrößten vom Menschen verursachten Ölverschmutzung des Meeres und der angrenzenden Küsten geführt. Doch seitdem das Bohrloch abgedichtet ist, verdrängen andere Nachrichten das Thema langsam wieder aus dem öffentlichen Bewusstsein. Dabei sind die langfristigen Folgen der Ölpest noch lange nicht absehbar. Viele Fragen zu den ökologischen, ökonomischen und rechtlichen Folgen sind nach wie vor unbeantwortet. Meeresgeologen, -biologen, -chemiker, und Wirtschaftswissenschaftler des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ haben den bisherigen Kenntnisstand zusammengefasst und diskutieren ihn im Rahmen einer

Podiumsdiskussion zum Thema
„Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko – was bleibt?“

am Dienstag, 14. September 2010
um 19:30 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)
in der Kunsthalle zu Kiel (Düsternbrooker Weg 1, 24015 Kiel).

Rede und Antwort stehen:
Prof. Dr. Tina Treude (Mikrobiologin), Prof. Dr. Friedrich Temps (Chemiker),
Prof. Dr. Jan-Hinrich Behrmann (Meeresgeologe), Prof. Dr. Lorenz Schwark (Geologe),
Prof. Dr. Martin Quaas (Volkswirt) und Dr. Matthias Haeckel (Biochemiker)

Moderiert wird der Abend von der Wissenschaftsjournalistin Angela Grosse.

und hier in Berlin

Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Schrecken ohne Ende oder neuer Drive zur Wende?

Di, 14.9.10 19 bis 22 Uhr Heinrich-Böll-Stiftung
Heinrich Böll Stiftung

Am 20. April explodierte die Bohrplattform Deepwater Horizon der Firma BP. Dies ist einer der schlimmsten Ölunfälle in der Geschichte des fossilen Zeitalters. Seither sind bereits gigantische Mengen Öl in den Golf von Mexiko geströmt – mit verheerenden Wirkungen für maritime Ökosysteme und für die Lebensgrundlage vieler Menschen in den Küstenregionen am Golf. Die Region wird noch lange unter den Folgen der Katastrophe leiden.
Dieser Vorfall schärft, besonders weil er direkt vor der Haustür der USA stattfindet, die öffentliche Aufmerksamkeit für die Risiken der Ölwirtschaft. Auch die täglichen Öldesaster in einigen Entwicklungsländern werden vermehrt zum Thema. Die leicht ausbeutbaren Quellen sind bald erschöpft, das macht risikoreiche und zerstörerische Fördermethoden in der Tiefsee, in der Arktis oder in Teersanden profitabel. Öl scheint aber bis auf Weiteres der unverzichtbare ökonomische Treibstoff der westlichen Industrienationen und zunehmend auch der aufstrebenden Industrienationen wie Indien und China zu sein. Die (westliche) Zivilisation ist (noch) süchtig nach Öl. Ist die Ölförderung bis zum bitteren Ende alternativlos? Sind Tiefseebohrungen beherrschbar? Gibt es neuen Auftrieb für Strategien „weg vom Öl“?

Die Podiumsdiskussion informiert über das Ausmaß der Ölkatastrophe und über zukünftige Entwicklungen der Ölindustrie. Außerdem ist Näheres über die Stimmung in den USA und Optionen für eine Energiewende dort zu erfahren. Experten diskutieren mit den Teilnehmer/innen darüber, ob und wie eine Abkehr von der Abhängigkeit vom Öl im Verkehr und als Rohstoff für chemische Produkte notwendig und möglich ist

Inputs:
Stephan Lutter, Meeresexperte WWF Hamburg
Stormy-Annika Mildner, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin
Heiner Mohnheim, Professor für Raumentwicklung und Landesplanung, Universität Trier
Uwe Lahl, BZL GmbH, Abteilungsleiter im BMU a.D.

Moderation:
Hermann Ott, MdB, klimapolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion

Veranstalter Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Veranstaltungs- ort Heinrich Böll Stiftung
10117 Berlin, Schumannstr.8

//