Pleiten, Pech und Pannen in der Nürnberger Delfinlagune

PETA übt erneut scharfe Kritik am Tiergarten
PETA übt erneut scharfe Kritik am Tiergarten

Stand: 17. Februar 2012

Nürnberg / Gerlingen, 17. Februar 2012 ? Pleiten, Pech und Pannen: Erst neulich verkam das Einsetzen neuer Scheiben im Nürnberger Delfinarium zur Lachnummer. Nun sorgen Risse im Verbundglas des Rundbeckens für weiteren Ärger. Die Delfine müssen ins Vorführbecken umziehen, obwohl die Tiere schon längst an die Traglufthalle im Außenbecken gewöhnt werden sollten. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. wertet die technischen Schwierigkeiten als bezeichnend für die miserable Haltung der Delfine.
?Wenn die Lebensbedingungen für die Delfine nicht dermaßen traurig wären, könnte man sich über die Pleiten-Pech-und-Pannen-Nummer in der Lagune amüsieren?, so Dr. Tanja Breining, Meeresbiologin bei PETA. ?Im Nürnberger Delfinarium starben bereits weit über 30 Delfine. Die Fortpflanzung gelingt hier ebenso wenig wie die Vorbereitung eines angenehmen Winterquartiers für die Tiere.?

Die Schwierigkeiten im Nürnberger Delfinarium sind nicht nur technischer Natur. Arnie und Joker, die 2008 aus Soltau übernommen wurden, werden getrennt von den anderen Delfinen in einem Becken im alten Delfinarium gehalten und dürfen auch nicht in die Außenanlage. Der Grund hierfür ist das dominante Verhalten von Joker, unter dem nun ausschließlich Arnie zu leiden hat.
PETA kritisiert zudem die geplante Erweiterung des Delfinbestandes im Tiergarten. Gerüchten zufolge sollen weitere vier Tiere aufgenommen werden. Somit hätten die Delfine vor allem in der kalten Jahreszeit noch weniger Platz als zuvor. Gleichzeitig sollen die Verantwortlichen bereits auf der Suche nach einem neuen Delfinarium für Joker sein.

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