Petition zum Schutz der Schweinwale

Was Sie tun können

Schweinswale sind die einzigen in Nord- und Ostsee heimischen Wale. Sie sind durch viele Eingriffe des Menschen in ihrem Lebensraum gefährdet. Mit einer Petition soll geholfen werden.

Der international bekannte Walschützer und Oscar-Preisträger Richard O’Barry fordert deshalb gemeinsam mit Schutzstation Wattenmeer und der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger (GSM), die bedrohten Kleinwale besser zu schützen.

„Die Probleme von Delphinen und Kleinwalen sind überall auf der Welt ähnlich. Die Meeressäuger enden als Beifang in Fischernetzen oder werden unter anderem durch Unterwasserlärm bedroht“, sagt O’Barry. Schweinswale können unter Wasser die dünnen Netze nicht wahrnehmen, verheddern sich und ertrinken qualvoll. Mehrere tausend Tiere sterben jedes Jahr in der Nordsee als Beifang in den Netzen. „Es muss mehr für die Entwicklung von Fischereitechniken getan werden, die für die Schweinswale ungefährlich sind“, fordert O’Barry. Als Beispiel nannte er die Einführung sogenannter reflexiver Netze.

Schweinswale orientieren sich unter Wasser durch Schall und reagieren sehr empfindlich auf Unterwasserlärm. „Es sind über 6.000 Windkraftanlagen in der Nordsee geplant“, sagt der Biologe Ansgar Diederichs, stellvertretender Vorsitzer der Schutzstation Wattenmeer. „Der Schutz der Schweinswale bei Bau und Betrieb dieser Anlagen wird eine der größten Herausforderungen für den Schweinswalschutz in den nächsten Jahren sein.“ Er fordert, als Mindestschutz sogenannte Blasenvorhänge zur Verminderung der Schallwirkung auf die Tiere einzusetzen und zugleich noch wirksamere Technologien zu entwickeln.

Das Walschutzgebiet im Wattenmeer ist bisher das einzige in Europa. „Ein Schweinswal kümmert sich nicht um Grenzen, die von Menschen gemacht sind. Ihm ist es egal, ob er in Deutschland, Dänemark oder in den Niederlanden ist“, sagt Diederichs, stellvertretender Vorsitzer der Schutzstation Wattenmeer. „Wir brauchen ein Netzwerk von Walschutzgebieten in Nord- und Ostsee“, ergänzt O’Barry. Besonders der Ostseeschweinswal sei sehr stark in seinem Bestand bedroht. O’Barry fordert auch eine verbesserte Umsetzung der EU-Umweltgesetzgebung und eine Anpassung des deutschen Rechts (Bergrecht), damit der Schutzstatus der Schweinswale in Deutschland gewährleistet wird.

So können Sie aktiv werden
Wer sich für den Schweinswalschutz engagieren möchte, kann mit einfachen Mitteln tätig werden: Schutzstation Wattenmeer, Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger und sh:z rufen dazu auf, möglichst viele Unterschriften zusammenzubringen. Denn interessierte Bürger können mit ihrer Unterschrift den Schweinswalschutz unterstützen. Ihre Petitionen werden an die zuständigen Behörden und Politiker weitergeleitet, um eine Verbesserung des Schutzes der kleinen Wale in Nord- und Ostsee auch in den Nachbarländern zu erreichen.

Laden Sie den Petitionsbogen hier herunter

http://www.shz.de/fileadmin/redakteure/Dateien_shz.de/PDFs/Redaktion/unterschriftenliste_schweinswale.pdf

und sammeln Sie Unterschriften in Ihrer Familie, bei Nachbarn oder in Vereinen. Senden Sie den ausgefüllten Bogen dann an:

Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger
Kieler Straße 2
25451 Quickborn

oder per Fax: 04106 – 620 907

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