Das Gulf Coast Research Laboratory der University of Southeren Missippi in Ocean Springs ist eine der Forschungseinrichtungen, die momentan die Nachwirkungen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko („BP oil spill“) untersuchen. Die Wissenschaftler diverser Einrichtungen gehen drei wesentlichen Fragen nach:

– Wo ist das Öl geblieben / was ist aus dem Öl geworden?
– Wie / Inwieweit ist die Fischerei betroffen?
– Welche möglichen Langzeitauswirkungen gibt es?

* Where did the oil go?
* How will fisheries be impacted?
* What about potential long term implications?

Einer der Forscher des Gulf Coast Research Laboratory, Harriet Perry, erforscht seit den 1980ern „red crabs“ (deep-sea red crab, Chaceon quinquedens). Eine seiner Beobachtungs- und Fangstellen lag/liegt 12 Meilen nördlich der Bohr- und Untergangsstelle der Deepwater Horizon.

Die vor dem Unglück beobachtbaren Krabbenstände sind dramatisch zurückgegangen. Es werden nur noch geringe lebende Bestände gefunden. Aus Sicht des Forschers sehr beunruhigend ist, dass nicht nur die Krabben verschwunden (d.h. massenweise gestorben) sind, sondern offensichtlich durch Tiefsee-Isopoden („deep sea isopod, bathenomis“), im Deutschen besser bekannt als Riesenasseln ersetzt werden. (Der Link führt zu einem Wikipediaartikel mit einem beeindruckenden Foto.)

Die Forscher des Gulf Coast Research Laboratory untersuchen auch Larven von „blue crabs“ (deutsch Blaukrabben oder Blaue Schwimmkrabben). Die Krabbenforscher erhielten während des Sommers große Aufmerksamkeit, weil sie in den Larven / in Jungtieren der „blue crabs“ kleine Öltropfen gefunden hatten.

Quelle: „USM’s Gulf Coast Research Lab studying oil spill impact“ in WILOX abc13

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