Ökosystemgerechtes Fischen in Natura 2000-Gebieten gefordert

Die Umweltstiftung WWF hat am 27. Mai einen Bericht mit Anforderungen für ein ökosystemgerechtes Fischereimanagement in den Natura-2000-Gebieten in der Allgemeinen Wirtschaftszone der Nord- und Ostsee vorgelegt.

Darin fordern die Autoren unter anderem, mindestens 50 Prozent der Fläche jedes Schutzgebiets für die direkte Ressourcenentnahme und möglichst auch indirekte Einwirkungen zu schließen. Außerdem soll die Fischerei in den nicht von der Schließung betroffenen Teilen der Schutzgebiete langfristig vollständig auf ökologisch nachhaltigere Fischereitechniken umgestellt werden und gewisse beifangintensive Fischereimethoden saisonal und gebietsspezifisch begrenz werden.

Der sich auf die deutschen Natura-2000-Gebiete beziehende Bericht analysiert Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung für fischereiliche Maßnahmen, die das Erreichen der gebietsspezifischen Schutzziele ermöglichen sollen. Diese Empfehlungen wurden vor dem Hintergrund aller verfügbarer Informationen über die Schutzgebiete darauf untersucht, ob sie ausreichend sind, um die Schutzziele zu erreichen und daraus die Empfehlungen des Berichts abgeleitet.

WWF-Bericht „Schutz den Schutzgebieten“

Quelle: DNR EU-Koordination 01.06.2011

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