ARD-Beitrag: Norwegen: Öko-Gefahr Zuchtlachs

Lachs zählt zu den beliebtesten Speisefischen. Norwegen ist mit einem Anteil von fast 60% der weltgrößte Produzent, es gibt fast 1000 Zucht-Anlagen; um die 400 Millionen Zuchtlachse stehen 400.000 Wildlachsen gegenüber. Die Produktion hat sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt und ist mit Erlösen von drei Milliarden Euro die größte Geldquelle neben Erdöl und Erdgas. Hauptabnehmerländer sind Frankreich, Russland und Deutschland.

Die Begleitumstände dieses Erfolgs rufen jedoch bei Umweltschützern Kritik hervor. Die Zucht erfolgt in Netzkäfigen im Meer und verbraucht viel Energie und Futter. Es gibt Probleme mit Krankheiten und Überdüngung der Küstengewässer. Die Lachse reagieren auf die künstlichen Lebensbedingungen verstärkt mit Immunschwächeerkrankungen. Die sog. Lachslaus, ein Parasit, der von Haut und Blut der Lachse lebt, bedroht dabei auch die wilden Fische. Das Europamagazin besucht eine der Zuchtanlagen und begleitet einen Umweltaktivisten, der mit Hilfe eines Mini-U-Bootes versucht, die Umweltbelastungen zu dokumentieren.

Autorin: Claudia Buckenmaier

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