Nordsee: Offshore-Windpark mit positiver Ökobilanz
„alpha ventus“ erzeugte schon im ersten Jahr umweltfreundlichen Strom für 50.000 Haushalte
Der erste deutsche Offshore-Windpark „alpha ventus“ hat schon jetzt eine positive Ökobilanz: Nach weniger als einem Jahr Betrieb hat er mit seinem Strom so viel Energie erzeugt, wie an Öl, Kohle und Gas verwendet wurde, um ihn aufzubauen und zu betreiben. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine Studie Bochumer Forscher. In Bezug auf Treibhausgasemissionen und Schadstoffe schneidet der Windpark ebenfalls um Längen besser ab als andere Kraftwerksformen.

Strom für 50.00 Haushalte schon im ersten Jahr
Das Ergebnis: Die Wissenschaftler bestätigen, dass der Windpark vor Borkum energieeffektiv arbeitet.
Die zwölf Windräder liefern pro Jahr 220 Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom und decken damit den Jahresverbrauch von gut 50.000 Haushalten. Gemessen an der für Bau und Betrieb benötigten Energie ist dies sehr viel. „Selbst unter Berücksichtigung aller erforderlichen Energie- und Materialaufwendungen für die Herstellung, den Betrieb und den späteren Rückbau erzeugt der Windpark die Kilowattstunde Elektrizität wesentlich umweltfreundlicher als der Strom, der zur Zeit aus der Steckdose kommt“, erklärt Wagner.

Nur 30 Gramm CO2 pro Kilowattstunde
Die gute Energiebilanz wirkt sich auch auf die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid aus. Während bei der Kilowattstunde Strom, die zurzeit aus der Steckdose kommt, 670 Gramm CO2 anfällt, sind es bei dem Windstrom nur 30 Gramm pro Kilowattstunde. Diese sind schon beim Bau des Windparks entstanden – der Betrieb selbst ist CO2-frei. Auch beim Ausstoß von Luftschadstoffen schneidet der Windstrom besser ab als die bisherige Stromerzeugung.

Weil der Wind nicht ständig bläst, können Windparks zwar allein den Strombedarf nicht decken. Dennoch gilt nach Ansicht der Wissenschaftler: Der weitere Ausbau der Windenergie macht den Strom-Mix umweltfreundlicher.

Quelle und vollständiger Artikel: SCINEXX

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