Nord-Atlantik: Umwälzpumpe komplexer als gedacht
Starke Nord-Südunterschiede statt einheitlich reagierendem „Strömungsblock“

Der Motor der Meeresströmungen im Nord-Atlantik ist weitaus komplexer als bisher angenommen. Statt einer einzigen monolithischen „Umwälzpumpe”, die warmes Wasser nach Norden und kaltes Tiefenwasser nach Süden fließen lässt, folgen die Strömungswirbel im Nord- und Südbereich des Meeres eigenen Mustern. Das zeigt eine jetzt in „Nature Geoscience“ veröffentlichte Studie. Es gibt weder bei Temperatur, noch bei Salzgehalt oder Strömungsstärke einen einheitlichen, langfristigen Trend.

Der Nordatlantik spielt eine wichtige Rolle als Umwälzpumpe des Meeres und damit auch für die Speicherfähigkeit des Ozeans für Kohlendioxid. Denn die meridionale Umwälzzirkulation (MOC) sorgt unter anderem dafür, dass CO2-reiches Oberflächenwasser in die Tiefe gelangt und das Treibhausgas damit für längere Zeit nicht mehr direkt an die Atmosphäre abgegeben wird. Doch in den letzten Jahren wächst die Besorgnis darüber, dass sich diese Umwälzströmung durch die Erwärmung der Meere verändern und abschwächen könnte. Bisherige Studien und Modelle lieferten dazu allerdings widersprüchliche Ergebnisse – unter anderem deshalb, weil starke mehrjährige Variationen den Langzeittrend überlagern….

Quelle und vollständiger Artikel: SCINEXX

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