Newsletter November 2012

Liebe Freunde der Meere,

Liebe Freunde und Förderer
von DEEPWAVE e.V.!

„Eine hysterische Dramatisierung des Eisrückgangs in der Arktis – das hilft den Leuten doch nicht, es zu verstehen“. So las ich es diese Tage in amerikanischen Medien. Dabei gab es dort sicher genug Diskussionen rund um den Klimawandel angesichts des Supersturms Sandy.

Doch was in dem US-Wissenschaftsblog zwischen Experten so formuliert wurde, ist das Dilemma unserer Arbeit. Tagtäglich sammeln wir viele Informationen aus der Wissenschaft zu den Missständen im Meer – vom Verschwinden der Korallenrifffische bis hin zur Ölbohrung in der Arktis – und wenn wir ein Umdenken einfordern, ja dann sind wir weltverbesserlich oder nicht realpolitisch genug und verschrecken es mit der normalen Welt. Ist das richtig?

Aber für die in den vielen Medien noch sehr erfolgreichen Beschwichter und „Alles-ist-nicht-so-schlimm“-Agenten ist die Sache eben klar: Machen wir doch so weiter. Aber leider hält diese Wahnidee objektiv nicht Bestand: Unsere Welt verändert sich zu rasant, zu dramatisch, zu unwiederbringlich. Der blaue Planet verarmt täglich an Tier- und Pflanzenarten, verliert seinen arktischen Eispanzer und den Trinkwasservorrat in den Gletschern an Land (erneut wurde eine Minusrekord in der Eisfläche der Arktis gemessen) und wird insgesamt immer fragiler; vielleicht zu fragil, um die zunehmende Weltbevölkerung zukünftig zu sichern.

Wir von DEEPWAVE müssen solch kurzfristige Wirtschaftsinteressen auf Kosten der Natur anprangern. Wenn wir als Umweltverein eine Rolle innehaben, dann ist es doch gerade die, auf schleichende Gefahren deutlich hinzuweisen. Wenn sie nicht eintreten sollten (mir ist leider kein Fall bekannt), dann doch umso besser!

Jedoch solch eine Arbeit und der Widerspruch gegen das „business-as-usual“ sowie eine bessere Lösungssuche werden erst mit Ihrer Unterstützung möglich. Und nur mit Ihrer Spende können wir unsere ehrenamtliche Arbeit weiter durchführen: so wie derzeit die Kampagne gegen die CO2-Verklappung in der dänischen Doggerbank, die Entwicklung einer Agenda für die deutsche und europäische Fischereipolitik, unsere Treffen mit den Ministerien und durch unsere Aktionen, um mehr Menschen für den Schutz der Meere zu begeistern.

DEEPWAVE hat sich in den letzten Jahren zu einem anerkannten Partner der großen Organisationen entwickelt und unsere Stimme findet in den umweltpolitischen Debatten Gehör.
Wir danken Ihnen für Ihre weitere Unterstützung.

Herzlichste Grüße aus Hamburg, Ihr
Dr. Onno Groß
1. Vorsitzender DEEPWAVE e.V.

AKTUELLES

Plastikmüll sammeln am Elbstrand
Deepwave organisiert erneut einen Müllsammeltag in Hamburg am Sa. den 10. November am Museumshafen Övelgönne.

6 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltmeeren: so hoch ist der jährliche Zuwachs und „Plastik-Fußabdruck“ der Menschheit. Die Meeresbewohner verenden durch die Verwechslung mit Nahrung. Dabei wäre die Müllvermeidung an Stränden und Flüssen eine praktische Lösung. Und so sammeln wir in Kooperation mit „hometownglory“ erneut am Elbstrand.
DEEPWAVE Strandmülltag
hometown-glory.com/strandmuellsammeltag/

Fishshape geschafft!

1000 Menschen und mehr hatte unser Fotograf Michael Rellensmann (ein Fan von Spencer Tunicks Arbeiten) schon vor der Kamera, doch so viele hätten in der Hafencity kaum Platz gefunden. Zwischen Feierabend und Wolkenbruch war unser „Fishshape“ im Rahmen der Ocean2012-Fischwoche aber ein erfolgreiches Zeichen für den Schutz der Meere. Unser Dank geht auch an die EU-Parlamentarierin Sabine Wils für Ihr kommen und die tatkräftige Unterstützung aller Mitmachenden.

Fotos vom Event finden sich hier
www.flickr.com/photos/64068253@N00/

IUCN-Preis für MANGREEN-Leiter Dr. Balaji

Unser Mangrovenschutzprojekt MANGREEN und unser Leiter Dr. V. Balaji hat den weltweit renommierten Preis für die beste Aufklärungsarbeit im Küstenschutz von der Weltnaturschutzorganisation IUCN gewonnen.

Wir gratulieren Dr. Balaji ganz herzlichen zu diesem herausragenden CEC Chair’s Youth Award für seinen Einsatz für die Meere!

Im Jahr 2005, nach dem Tsunami, haben wir mit Mitteln der Lighthouse Foundation angefangen, in Südindien den Meeresschutz zu stärken. Aus zwei ersten Schutzgebieten wurden im Laufe der Zeit mehr und mehr Flächen mit Mangrovenwäldern, und die Küstenbevölkerung konnte zunehmend für die Nachhaltigkeit sensibilisiert werden. Mit Hilfe weiterer Spender – Eurosolar, NUE, Nolte-Stiftung, Marubis E.V.und privater Spender – konnten wir die Aufklärungsarbeit und Kampagnen weiter durchführen, denen unser Dank gilt. Durch die finanzielle Unterstüzung des BMZ konnten wir ein mittlerweile ein sehr aktives Sozial- und Umweltzentrum bauen, dass von Hunderten von Schülern, Studenten und den Dorfgemeinden genutzt wird.

Eine unglaubliche Erfolgsgeschichte, finden wir, die wir Balaji und seinem Team verdanken!

Durch die Einladung zum IUCN-Weltkongress erhoffen wir uns nun noch mehr globale Aufmerksamkeit, um das Projekt sichern und weiter ausbauen zu können. Eine Mangrovenpatenschaft hilft die Küsten in Indien zu sichern.

Mehr lesen Sie dazu bei der IUCN oder Lighthouse-Foundation
und im Mangreen-Blog mangreen.blog.de

Vormerken „Meer oder weniger“ – Die Meerestage bei Hagenbeck am 30.11 und 1.12

Weitere aktuelle Termine finden Sie auch in unserem Meeresblog

Zeigen Sie Ihr Gewissen für die Meere und machen Sie Werbung für den Ozeanschutz – Wir benötigen Ihre Unterstützung.

https://www.deepwave.org/de/aktiv-werden/spenden.html

So können Sie etwas für unsere Meere und Gewässer tun

Spendenkonto: Deepwave e.V.

Konto: 1208 116 713

Hamburger Sparkasse, BLZ: 20050550

Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.

DEEPWAVE e.V. Bei den Mühren 69a 20457 Hamburg Deutschland

www.deepwave.org ; E-Mail: info@deepwave.org Fon: 040-46856262

Impressum: DEEPWAVE v.i.d.P. Dr. O. Groß

Mehr Schutz für die Meere – Wir tun was dafür!

//