NABU-Studie zur Abfallbewirtschaftung in deutschen Seehäfen

Die internationale Seeschifffahrt ist ein Hauptverursacher von schädlichen Abfällen in den Ozeanen. Einem Bericht des Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2010 zufolge gilt dies auch für die südliche Nordsee. Eigentlich soll das MARPOL-Abkommen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation zusammen mit der EU-Richtlinie über Hafenauffangeinrichtungen für Schiffsabfälle und Ladungsrückstände den Eintrag von Plastikabfällen in die Meere verhindern.

Doch der Erfolg blieb bisher aus. Ein Grund dafür ist die völlig unterschiedliche Behandlung von Schiffsabfällen in den europäischen Häfen. Die im Oktober herausgegebene NABU-Studie untersucht die Umsetzung der europäischen Richtlinie in der Gesetzgebung der deutschen Küstenbundesländer und analysiert Unterschiede und Schwächen im Abfallmanagement von sieben deutschen Seehäfen.

Die Hauptprobleme liegen laut NABU-Studie in den uneinheitlichen Gebührenordnungen, ineffektiven Abfallbewirtschaftungsplänen, unklaren Ausnahmeregelungen und einer zu komplizierten Logistik.

Mehr zum Thema

NABU-Report: „Schlechte Noten für deutsche Häfen – Risiken“
http://www.nabu.de/meeresschutz/studie_schiffsabfaelle.pdf

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