Moskau verbietet Robbenjagd im Weißen Meer

Moskau, Russland – Die russische Regierung gab heute ein
komplettes Verbot der Jagd auf Sattelrobben, die weniger als ein Jahr
alt sind, im Weißen Meer bekannt. Der IFAW (Internationaler
Tierschutz-Fonds) hat mit seinen Kampagnen in Russland, Kanada und
der EU gegen kommerzielle Robbenjagden maßgeblich zu dieser
Entscheidung beigetragen.

 

Ende Februar hatte das russische Fischereiministerium verkündet,
die Jagd nur auf sogenannte Whitecoats zu verbieten, das sind Tiere,
die bis zu elf Tagen alt sind. Außerdem war die Jagd weiterhin im
Zeitraum vom 10. März bis 1. Mai erlaubt, also zur Hauptjagdzeit. Die
heutige Ankündigung des Ministers für natürliche Ressourcen und
Ökologie, Yuriy Trutnev, setzt der Robbenjagd nun tatsächlich ein
Ende.

 

„Das blutige Robbenschlachten, das Töten wehrloser Tiere, das man
nun wirklich nicht „Jagd“ nennen kann, ist jetzt in Russland verboten
– wie in den meisten entwickelten Ländern. Es ist ein ernsthafter
Schritt für die Erhaltung der Biodiversität in Russland,“ so Minister
Trutnev.

 

„Wir sind begeistert, dass die russische Regierung ihr Versprechen
einlöst, sich für den Schutz der Sattelrobben einzusetzen,“ sagt Dr.
Ralf Sonntag, Leiter der europäischen Robbenkampagne des IFAW.
„Russland hat offenbar die Zeichen der Zeit erkannt, während sich
Kanadas Politiker weiterhin über die weltweite Opposition gegen die
Robbenjagd hinwegsetzen und an einer Jagd festhalten, die nicht
einmal mehr rentabel ist. Kanada muss die Jagd nun endlich auch
verbieten.

 

Der Widerstand gegen die Robbenjagd hatte in Russland im letzten
Jahr massiv zugenommen. Trutnev dankte den NGOs und der
Öffentlichkeit für ihren andauernden Einsatz für ein Verbot der
russischen Robbenjagd.

 

IFAW – International Fund for Animal Welfare

Quelle: https://www.presseportal.de/pm/15641/1372199

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