Mittelmeer: Invasive Arten breiten sich aus
Eingewanderte Arten bewirken Umstrukturierung der Nahrungsketten
Das Mittelmeer ist ein „Einwanderungsmeer”: Mehr als 900 fremde Arten sind in den letzten Jahrzehnten hier neu beobachtet worden. Welche Folgen dies für die einheimische Tierwelt hat, haben jetzt Forscher vier Jahre lang in der Ägäis untersucht. Sie stellten fest, dass vor allem dominant werdende Arten wie der giftige Kugelfisch die gesamte Nahrungskette der betroffenen Lebensgemeinschaften umkrempeln können. Vielerorts fehle es aber an Wissen seitens der Behörden, um die Risiken und Auswirkungen richtig einzuschätzen.

Als im Jahr 1869 der Suez-Kanal eröffnet wurde, entstand damit nicht nur eine neue Schiffsroute, sondern auch ein neues Einfallstor für Arten, die vom Roten Meer in das Mittelmeer einwanderten. Seither hat sich die Pflanzen- und Tierzusammensetzung des Meeres bereits stark verändert. Besonders in den letzten Jahren gab es regelmäßig Berichte über Funde und Beobachtungen von fremden Arten an den Küsten des östlichen Mittelmeeres. Sie haben Besorgnis darüber ausgelöst, welche Auswirkungen diese Einwanderungswelle auf die einheimischen Arten haben könnte. …

Mehr siehe im Artikel bei SCINEXX

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