Meeresoffensive 2020

Weichen stellen für Mensch und Meer

MEERESOFFENSIVE 2020

Weichen stellen für Mensch und Meer

Im vergangenen Jahr sind weltweit Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um für Umwelt- und Klimaschutz einzustehen. Gemeinsam mit Umwelt-, Verbraucher- und Entwicklungs­verbänden fordern sie die Umsetzung von bereits auf vielen Ebenen klar formulierten Zielen für mehr globale Gerechtigkeit. Dem konsequenten Schutz mariner Ökosysteme und ihrer Funktionen kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Denn gesunde Meere sind essentielle Grundlage unser aller Lebensqualität und untrennbar mit Klima, Biodiversität, Wirtschaft und Gesellschaft verbunden.
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Unser Planet ist blau – die Meere bedecken rund 70 Prozent der Erdoberfläche und ihre Ökosysteme beherbergen eine faszinierende und vielfältige Artenvielfalt. Sie produzieren die Hälfte des Sauerstoffs, den wir atmen. Und sie haben seit 1970 bis zu 30 Prozent des vom Menschen emittierten Kohlenstoffdioxids und 90 Prozent der aus der Klimakrise resultierenden Wärme absorbiert. Für Hunderte Millionen Menschen weltweit haben die Meere eine entscheidende soziale und ökonomische Bedeutung. Insbesondere für ärmere Küstengemeinden, deren Existenz- und Ernährungs­sicherheit auf den natürlichen marinen Ressourcen fußt, sind intakte Meeresökosysteme lebensnotwendig. Letztlich sind alle Menschen direkt oder indirekt von der Gesundheit der Meere abhängig.
Demgegenüber führen menschliche Aktivitäten durch Ausbeutung und Verschmutzung zu Klima- und Biodiversitätskrisen mit enormen Auswirkungen auf die Meeresökosysteme. Dies wurde jüngst durch die Berichte des Weltklimarats (IPCC) und Weltbiodiversitätsrats (IPBES) in eindrücklicher Weise bescheinigt. Unsere Meere werden wärmer, saurer, sauerstoff- und artenärmer. Infolgedessen nehmen Ökosystemleistungen, Bestände und Produktivität in den Meeren fortlaufend und in dramatischer Art und Weise ab.
Obwohl zahlreiche konkrete Maßnahmenpakete auch für einen starken Meeresschutz vorliegen, findet sich deren Umsetzung und Berücksichtigung bislang kaum in politischen Realitäten wieder. Dem muss jetzt durch gezielten politischen Einsatz entgegengewirkt werden. Die deutsche Bundesregierung muss 2020 endlich die für unsere Meere wichtigen Entscheidungen treffen und beschlossene Maßnahmen umsetzen. Den Rahmen dafür geben zahlreiche nationale und internationale Prozesse.
Die unterzeichnenden Organisationen fordern gemeinsam von der Bundesregierung und den relevanten Behörden eine „Meeresoffensive 2020“, in deren Rahmen insbesondere die untenstehenden Kernforderungen noch in diesem Jahr umgesetzt werden.

Meere schützen und nachhaltig nutzen

Für gesunde und vielfältige Meere müssen marine Arten und Lebensräume effektiv und umfassend geschützt sowie Nutzungen nachhaltig gemanagt werden. Daher fordern wir von der Bundes­regierung und den zuständigen deutschen Behörden im Jahr 2020:

MS1

…, dass Managementpläne für alle Meeresschutzgebiete in den deutschen Meeren verabschiedet werden, die ein adaptives, effektives Management ermöglichen und dabei mindestens 50% der Schutzgebietsfläche aus der wirtschaftlichen Nutzung nehmen.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Adaptiv Effektiv ohne Nutzung

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

MS2

…, dass sie sich in internationalen Verhandlungen für die Etablierung eines effektiven Schutzgebietsnetzwerkes auf 30% der globalen Meeresfläche bis 2030 einsetzen, welches die Rechte der lokalen Bevölkerung wahrt und diese in die Festlegung gebietsspezifischer Schutzziele einbezieht.

Die Ozeane sind das größte zusammenhängende Ökosystem der Erde. Diesen Raum wirkungsvoll zu schützen erfordert die Anmerkung einer schier unendlichen Bewegungsfreiheit.

Netzwerk 30X30 Lokale Bevölkerung

Der Netzwerkgedanke ist ein zentraler Bestandteil sinnvollen Meeresschutzes. Denn es reicht nicht einzelne Hotspots der Biodiversität zu schützen, wenn doch der eigentliche Hotspot die vielfältigen Verbindungen, Wanderrouten und Zusammenhänge in den Meeren sind.Der Vorschlag für ein weltumspannendes Netzwerk kommt aus der Studie “30X30 A Blueprint For Ocean Protection: How we can protect 30% of our oceans by 2030” der University of Oxford, University of York und Greenpeace.Das effektive Management eines solch globalen Schutznetzwerkes kann nur gemeinsam gelingen. Wenn lokale Bevölkerungsgruppen aus eigenem Antrieb teilhaben wollen, gelingt die Umsetzung ganz von alleine.

Relevante Veranstaltung
CBD COP15  •  CCAMLR Jahrestagung

MS3

…, dass ökosystembasierte Meeres­raumordnungspläne für die deutsche ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) und die europäischen Meere erarbeitet werden, in denen eine Sicherung und Entwicklung der ökologischen Funktionen der Meere gewährleistet werden.

Fischer, Reedereien, Touristen, Energiekonzerne, die Meere stehen in großem teils sich widersprechendem Interesse vielzähliger Gruppen. Um Ordnung im Raum Meer zu schaffen braucht es daher Pläne

Ökosystembasiert AWZ europäische Meere

… welche auf einem gesunden Ökosystem beruhen sollten. Dabei ist die Natur idealerweise kein weiterer Verhandlungspartner am selben Tisch mit Ölkonzernen und Containerschiffern – sondern Grundlage aller Entscheidungen und somit, bildlich gesprochen, der Tisch selbst.

MS4

…, dass bereits beschlossene Maßnahmen umgesetzt sowie neue, konkrete und zeitgebundene Ziele und Maßnahmen vereinbart werden, welche die Erreichung des Guten Umweltzustandes (GES) im Rahmen der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) ermöglichen. Darunter fällt insbesondere die Beendigung der kumulativen Überlastung der Meere durch Maßnahmen zur Reduktion der Schadstoff und Mülleinträge ins Meer, eine Reduktion der Nährstoffeinträge sowie national wie international greifende Schallschutzkonzepte zur Eindämmung und Vermeidung von Unterwasserlärm.

MSRL GES


MSRL
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Niemand reagiert gut auf Stress …

Kumulativ

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Eine Übersicht …

Schadstoffe Müll Nährstoffe Lärm

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Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

© Mike Endres / Little Wing Photo

MS5

…, dass sie ihre Fischereimaßnahmen verbindlich an ökologischen Kriterien ausrichten, um Beeinträchtigungen durch grundberührende Fanggeräte, Beifänge und das fischereilich bedingte Töten von Seevögeln und Meeressäugern weitest möglich auszuschließen.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Beifang Grundberührend

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

Seevögel Meeressäuger

Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

MS6

…, dass das wissenschafts- und öko­systembasierte Fischereimanagement wie in der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) vorgesehen, einschließlich der rechtlich verbindlichen Vorgabe nachhaltiger Fanggrenzen auf Grundlage des höchstmöglichen Dauerertrags (MSY) bis 2020, für alle von der EU (mit-) genutzten Bestände vollständig umgesetzt wird.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

GFP MSY

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Aufgabe 1: Wenn 100 Quokkas auf einer Insel leben und ein Paar erwachsener, also mind. 2 Jahre alter Quokkas jedes Jahr 4 Quokkababys zeugt, wieviele Quokkas darf man dann maximal jagen, ohne sie auszulöschen? Ein Tipp, die Antwortet lautet nicht:
a) alle
b) mehr als die Wissenschaft empfiehlt.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

MS7

…, dass sie sich für eine grundlegende Reform der EU-Fischereikontroll­verordnung einsetzen, die eine vollständig dokumentierte Fischerei und eine wirksame Fischereikontrolle auf See einschließlich Mitteln der elektronischen Fern- und Kameraüberwachung ermöglicht.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Vollständig Wirksam Elektronisch

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

MS8

…, dass sie sich auf allen relevanten Ebenen, u.a. im Rahmen der Neuauflegung des Europäischen Meeres- und Fischereifonds und bei der Ministerkonferenz der Welthandels­organisation (WTO), entschieden dafür einsetzen, dass jegliche schädliche Fischerei­subventionen beendet werden.

Der Ozean ist ein großes zusammenhängendes Ökosystem voll unendlicher Bewegungsfreiheit. Diesen Raum zu schützen erfordert jene Freiheit anzuerkennen.

Fonds WTO Subventionen

Der Netzwerkgedanke ist ein zentraler Bestandteil sinnvollen Meeresschutzes. Denn es reicht nicht einzelne Hotspots der Biodiversität zu schützen, wenn doch der eigentliche Hotspot die vielfältigen Verbindungen, Wanderrouten und Zusammenhänge der Meere sind.
WTO Ministerkonferenz
Das effektive Management eines solch globalen Schutznetzwerkes kann nur gemeinsam gelingen. Wenn lokale Bevölkerungsgruppen aus eigenem Antrieb teilhaben wollen, gelingt die Umsetzung ganz von alleine.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

Meere in der Klimakrise stärken

Intakte marine Ökosysteme sind essentiell zur Abmilderung der Klimakrise und steigern die Resilienz unseres Planeten gegenüber ihren Auswirkungen. Um den Verlust mariner Artenvielfalt aufzuhalten und zentrale Ökosystemfunktionen als Kohlenstoff­senke und Sauerstoffproduzent langfristig zu sichern, müssen die Meere besser geschützt werden. Wir fordern von der Bundes­regierung und den zuständigen deutschen Behörden im Jahr 2020:

MK1

.., dass sie die dringend notwendigen Maßnahmen ergreifen, um ihre 2015 im Rahmen des UN-Klimaabkommens von Paris selbst gesetzten verbindlichen Ziele einzuhalten. Die Meere sind dabei nicht allein Wirtschaftsraum für den Ausbau erneuerbarer Energien. Vielmehr wirken Maßnahmen des Meeresschutzes der Klimakrise effektiv entgegen. Klima und Naturschutz müssen untrennbar miteinander verbunden werden.

Klima und Naturschutz müssen untrennbar miteinander verbunden werden. Dies ist eine unserer Hauptforderung.

Paris 2015 Erneuerbare Meeresschutz

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

MK2

…, dass sie den Ausbau mariner regenerativer Energien und assoziierter Infrastruktur unter anderem im Rahmen der Fortschreibung der Marinen Raumordnung und der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ausschließlich im Rahmen der ökologischen Belastungsgrenzen und außerhalb von Schutzgebieten vorantreiben.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

marine Energien Raumordnung EEG

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

Belastungsgrenzen Schutzgebiete

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

MK3

…, dass sie die klimarelevanten Funktionen der natürlichen, marinen Ökosysteme (z.B. Kohlenstoffsenken, Lebensraumbildner) in allen relevanten nationalen politischen Entscheidungen berücksichtigen und gegenüber anthropogenen Nutzungsinteressen bilanzieren.

Dies ist eine unserer Hauptforderung.

Funktionen mariner Ökosysteme

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.

Bilanzierung 1 und 2

Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.

Relevante Veranstaltung
Deutscher HELCOM-Vorsitz  •  MSRL

MK4

…, dass sie eine europäische Ökosystem-Wiederherstellungs-Offensive initiieren und vorantreiben, um mindestens 15% der europäischen Meere in einen naturnahen und ungestörten Zustand zu versetzen. Die Bundesregierung muss dem Wert der ‚nature-based solutions‘ in den anstehenden internationalen Prozessen z.B. dem Petersberger Klimadialog oder der UN-Klimakonferenz höchste Priorität einräumen.

Schutz der Hohen See und der Tiefsee muss sichergestellt werden

Um die Artenvielfalt und intakte Ökosysteme auf der Hohen See und in der Tiefsee zu erhalten, fordern wir von der Bundesregierung, dass sie sich im Jahr 2020 gezielt auf allen relevanten Ebenen einsetzt für:

MT1

… den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen über ein rechts­verbindliches UN-Abkommen zum Schutz der Biodiversität in Meeresgebieten jenseits nationaler Rechtsprechung, welches insbesondere die Einrichtung von effektiven Meeresschutzgebieten ermöglicht und die Durchführung von Umweltverträglich­keitsprüfungen regelt.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Adaptiv Effektiv ohne Nutzung

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

MT2

… die Ausweisung eines Meeresschutz­gebietes im antarktischen Weddellmeer durch die zuständige „Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis“ (CCAMLR).

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Weddellmeer CCAMLR

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.

MT3

…eine Verhinderung des Abbaus von marinen mineralischen Ressourcen durch Tiefseebergbau.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Verhinderung Mineralien Tiefseebergbau

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

Menschen und Meere ins Zentrum globaler nachhaltiger Entwicklung

Die Existenz- und Ernährungsgrundlagen von Milliarden von Menschen im globalen Süden sind abhängig von marinen Ressourcen und gesunden Meeren. Für die Armutsbekämpfung, eine faire Rohstoff- und Handelspolitik und nicht zuletzt den planetaren Umwelt- und Klimaschutz ist eine entwicklungspolitisch fundierte Meerespolitik unabdinglich. Die Zusammenarbeit der handwerk­lichen, nachhaltigen Fischerei und des Meeresschutzes ist zu fördern, um einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Küsten­entwicklung zu leisten. Wir fordern von der Bundesregierung im Jahr 2020:

ME1

…, dass sie sich in umwelt- und entwicklungspolitischen Konventionen (u.a. der Biodiversitätskonvention (CBD)) und Programmen für die Einführung einer partizipatorischen, transparenten Raum- und Ressourcennutzung auf See und für die Küste unter Beteiligung regionaler Gremien und der Zivilgesellschaft, insbesondere der lokalen Küstengemeinschaften, einsetzt. Der entsprechende politische Prozess muss gerecht gestaltet, dabei traditionelle Nutzungsformen bevorzugt berücksichtigt und Menschenrechte gewahrt werden.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Konvention CBD

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

Partizipatorisch Transparent

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

Gremien Zivilgesellschaft

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

traditionelle Nutzungsformen

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.

ME2

…, dass der Kleinfischerei eindeutig Vorrang beim Fischfang gewährt wird im Sinne der Richtlinie der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation zum Schutz einer nachhaltigen Kleinfischerei. Die Bundesregierung muss sich im Rahmen der Umsetzung der Richtlinie finanziell und politisch stärker als bisher engagieren und mit ihren Aktivitäten die Meeres- und Entwicklungspolitik unterstützen.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Kleinfischerei FAO SSF Umsetzung

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

ME3

…, dass der Schutz traditioneller Zugangsrechte zu Fischgründen, sowie von Land- und Beteiligungsrechten und die Ernährungssicherheit vor jeglichen Vorhaben im Rahmen der „Blue Economy“ Vorrang haben. Dafür muss sich die Bundesregierung für entwicklungspolitische Maßnahmen zur Umsetzung des SDG14 u.a. im Rahmen der UN Ocean Conference und der europäischen Meerespolitik einsetzen.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Fischgründe Rechte Ernährung

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

Blue Economy

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.

SDG14 UN Ocean Conference EU Meerespolitik

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.

Effektive Meerespolitik erfordert starke institutionelle Strukturen

Der Meeresschutz in Deutschland ist institutionell schwach aufgestellt. Es fehlt an einer gemeinsamen politischen Verant­wortung in allen Ressorts in Bund und Ländern zum Schutz und Erhalt mariner Arten und Lebensräume. Wir fordern von der Bundes­regierung und den Bundesländern vor dem Hintergrund der 2020 wegweisenden Prozesse:

MP1

…, dass der Meeresumwelt- und Meeresnaturschutz zukünftig eine zentrale Rolle in den politischen und fachlichen Entscheidungen aller Ressorts spielt.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Umwelt- und Naturschutz Ressort

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

© Wolkenkratzer / CC BY-SA

MP2

…, dass der Meeresumwelt- und Meeresnaturschutz institutionell und finanziell gestärkt und die zuständigen Behörden entsprechend ausgestattet werden, um z.B. den Verpflichtungen der MSRL, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie oder der Vogelschutzrichtlinie (Natura 2000) nachzukommen.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Institutionell Finanziell

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

MSRL FFH Vogelschutz Natura 2000

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.Ja, ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt tatsächlich Naturschutzgebiete in denen wirtschaftliche Nutzung weiterhin erlaubt ist. Und Entscheider die eine Forderung auf 50% Nutzungsfreiheit für hoch halten.XY.

MP3

…, dass sie Beschlüsse aus international verhandelten Abkommen kohärent in konkrete nationale Maßnahmen überführen und umsetzen.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

Beschlüsse Maßnahmen

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

MP4

…, dass sie im Rahmen ihres Vorsitzes bei HELCOM und der EU-Ratspräsident­schaft Themen setzen und Maßnahmen vorantreiben, die zu einem guten Zustand der Meere führen und in diesem Sinne eine progressive Verhandlungslinie einnehmen.

Meeresschutzgebiete für sich alleine zu lassen ist oft wenig zielführend. Das Erreichen festgelegter Ziele erfordert gutes, fundiert geplantes Management.

HELCOM EU-Ratspräsidentschaft

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

guter Zustand Progressiv

Wie kann ein Meeresschutzgebiet adaptiv gemanaged werden? In dem auf Veränderungen eingegangen wird (lat. adaptare, anpassen). Dies erfordert aber zwangsweise, dass man auch weiß was sich verändert, also konstante, qualitative Evaluation.Wer Gebiete schützt, die niemandem wehtun, der schützt auch nichts. Meeresschutzgebiete erfordern Planung, strikte Kontrollen und konsequentes Management um wirklich als natürlicher Rückzugsort zu funktionieren.

Danksagung

Wir danken allen, die geholfen haben dieses Forderungspapier entstehen zu lassen, allen die sich tagtäglich für die Meere einsetzen und mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass die Ozeane wieder ein Ort prall voll Leben werden können. Wir freuen uns schon auf die nächste Telko.
Außerdem danken wir allen Kollegen für ihren Rat, allen Mitgliedern und Spendern für ihre Unterstüzung und unserem Team Frewiliger, die uns zu jeder Tages- und Nachtzeit Fragen beantworten. Ohne euch wäre die erste Ausgabe dieser DEEPWAVE Sidenotes wohl niemals Realität geworden. 

Kontakt

Dieses Forderungspapier wurde nur zu einem Zweck erarbeitet: Der Umsetzung unserer Forderungen. Falls Sie als Entscheidungsträger hierzu konkrete Fragen haben, treten Sie gerne mit uns in Kontakt.

BUND • Nadja Ziebarth
DEEPWAVE • Anna Groß
Deutsche Umwelthilfe • Dr. Katja Hockun
fair oceans • Sitta Buhmann und Kai Kaschinski
Forum Umwelt & Entwicklung • Marie-Luise Abshagen
NABU • Dr. Kim Cornelius Detloff
Slow Food • Dr. Nina Wolff
WDC • Fabian Ritter
WWF • Carla Kuhmann und Tim Packeiser

Unterzeichner

Wir haben versucht einen Überblick zu schaffen und werden diesen bestmöglich aktuell halten. Setzt euch also einfach ein Lesezeichen auf diese Seite, um die Terminverschiebungen im Auge zu behalten.

Hat bereits stattgefunden

Auf unbestimmtes Datum verschoben

Findet wie geplant statt oder mit neuem Termin

Februar bis März 2020

ISA-Sitzung Part I

Die Internationale Meeresbodenbehörde (International Seabed Authority, ISA) hält im Februar und März den ersten Teil ihrer jährlichen Sitzung in Kingston, Jamaica, ab. Hierbei ist insbesondere wichtig, dass Tiefseebergbau-Regularien festgelegt werden, um den Raubbau mariner mineralischer Ressourcen zu verhindern.

23. März bis 3. April 2020
verschoben

BBNJ-Verhandlungen

Unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UN) wurde eine Regierungs­konferenz (Intergovernmental Conference on Marine Biodiversity of Areas Beyond National Jurisdiction, BBNJ) zur Erstellung rechtsverbindlicher Instrumente für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung mariner Biodiversität in Gewässern außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit einberufen. Die vierte und letzte Sitzung war für den 23. März bis 3. April 2020 geplant. Vor allem die Etablierung eines effektiven Schutzgebietnetzwerkes auf 30% der globalen Meeresfläche ist ein wichtiger Bestandteil dieser Sitzung. Hierfür kann der 30×30 Plan von Greenpeace, der gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitäten Oxford und York entwickelt wurde, als Richtlinie dienen.

27. und 28. April 2020
in Berlin
per Videokonferenz

Petersberger Dialog XI

Der Petersberger Klimadialog (benannt nach dessen erstem Verhandlungsort: dem Petersberg bei Bonn) dient als Vorbereitungs­treffen für die COP26 der UNFCCC. Die alljährliche internationale Ministerkonferenz, die 2010 von Deutschland ins Leben gerufen wurde, um eine Brücke zwischen „Handeln und Verhandeln“ zu bauen und die Koordination im Klimaschutzprozess zu stärken, steht dieses Jahr vor großen Herausforderungen. Mitten in der Coronakrise sollen hier Bündnisse für die bereits auf nächstes Jahr verschobene COP26 geschlossen werden. Die Anwesenheit von Angela Merkel setzt ein wichtiges Zeichen dafür, dass Klimaschutz trotz der Coronapandemie nicht vernachlässigt werden darf, sondern sogar an Bedeutung gewinnen kann und sollte (siehe „Green Recovery Alliance“). Eine Chance, um z.B. Blue Carbon Initiativen, also den Schutz natürlicher Kohlenstoffsenken wie der Seegraswiesen oder der Blauwale, verstärkt in inter­nationale Klima­verhandlungen einzubringen.

2. bis 6. Juni 2020
verschoben

UN Ocean Conference

Als Teil der UN-Offensive „Ocean Action“ sollte die United Nations Ocean Conference gemeinsam von den Regierungen Kenias und Portugals in Lissabon vom 2. bis 6. Juni ausgerichtet werden. Im Rahmen dieser Konferenz ist es Aufgabe der Bundesregierung sich insbesondere für eine Umsetzung des nachhaltigen Entwicklungsziels 14 (Sustainable Development Goal 14, SDG14) zur Bewahrung und nachhaltigen Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen auf Basis von Forderungspapieren wie unserer Meeresoffensive 2020 oder dem Blue Manifesto von Seas at Risk einzusetzen.

8. bis 11. Juni 2020
verschoben

WTO Ministerkonferenz

Die Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) sollte Anfang Juni ihre zwölfte Ministerkonferenz in Nur-Sultan, Kasachstan, abhalten. Dort werden auf der Basis bereits abgehaltener, informeller Treffen Entscheidungen bezüglich verschiedener Subventionen getroffen. Von besonderer Relevanz für die Meere ist die Beendigung aller schädlichen Fischerei­subventionen.

11. bis 16. Juni 2020
verschoben auf den
7. bis 15. Januar 2021

IUCN World Conservation Congress

Der ursprünglich für den 11. bis 16. Juni  in Marseille geplante Weltnaturschutzkongress (World Conservation Congress, WCC) der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) findet nun vom 7. bis 15. Januar 2021 statt. Hier treffen sich Naturschutz­expert:innen, Repräsentant:innen von Staaten und Unternehmen, indigene Völker, Wissenschaftler:innen und andere Interessenvertreter:innen, um sich über Themen des Naturschutzes auszutauschen. Auch zum Schutz der Ozeane werden aktuelle Themen diskutiert, sodass eine Agenda für die kommenden zwei Jahre aufgestellt werden kann.

29. Juni bis 3. Juli 2020
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Sitzung des IOC Vorstands

Ab dem 1. Juli 2020

Deutscher HELCOM-Vorsitz

Deutschland übernimmt am 1. Juli 2020 den Vorsitz der Helsinki-Kommission zum Schutz der Ostsee (Helsinki Commission, HELCOM) vom aktuellen Chairman Finnland. Im Rahmen der HELCOM treffen sich regelmäßig die Umweltminister:innen der Ostsee-Anrainerstaaten und erstellen unter Einbezug globaler Entwicklungen Aktionspläne (Baltic Sea Action Plan, BSAP) zu dringlichen Themen wie beispielsweise der hohen Nähr- und Schadstoffbelastung, dem Schutz der Biodiversität und der nachhaltigen Fischerei. Während Deutschland der Kommission vorsitzt, sollte es im Zuge der Überarbeitung des Aktionsplanes Themen setzen, die zu einem guten Zustand der Meere führen und eine dementsprechend progressive Position einnehmen.

Ab Juli 2020

Deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Deutschland übernimmt in der zweiten Jahreshälfte von 2020 die EU-Ratspräsidentschaft von dem aktuellen Inhaberland Kroatien. In dieser Zeit stehen unter anderem die Verhandlungen mit Großbritannien über künftige Fischereiabkommen an, die nach der Übergangsphase des Brexits Anfang 2021 in Kraft treten sollen. Deutschland trägt hierbei die zentrale Verantwortung, vergleichbare Nachhaltigkeitsstandards zur gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) der EU durchzusetzen. Zudem sollte eine grundlegende Reform der EU-Fischerei-Kontrollverordnung durchgeführt werden, die eine wirksame Kontrolle gewährleistet. Eine weitere Aufgabe ist die Umsetzung der europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL).

Juli 2020
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7. bis 16. Oktober 2020

ISA-Sitzung Part II

Die Internationale Meeresbodenbehörde (International Seabed Authority, ISA) hält nun erst im Oktober den zweiten Teil ihrer jährlichen Sitzung in Kingston, Jamaica, ab. Hierbei ist insbesondere wichtig, dass Tiefseebergbau-Regularien festgelegt werden, um den Raubbau mariner mineralischer Ressourcen zu verhindern.

17. und 18. August 2020
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7. und 8. Dezember 2020

Our Ocean Conference

Der Inselstaat Palau lädt zur diesjährigen Our Ocean Conference führende Persönlichkeiten aus Regierungen, Unternehmen, Zivilgesellschaft und Forschungseinrichtungen aus aller Welt ein, um Erfahrungen auszutauschen, Lösungen zu finden und sich zum Handeln für einen sauberen, gesunden und produktiven Ozean zu verpflichten.

25. September bis 2. Oktober 2020
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1. bis 30. September 2021

IWC Tagung

Die Internationale Walfangkommission (International Convention for the Regulation of Whaling, IWC) hält nun erst im nächsten Jahr – vom 1. bis 30. September 2021 – ihre 68. Tagung in Portorož, Slowenien ab. Insbesondere nach dem Austritt Japans aus der Kommission in 2019 muss Deutschland sich auf dieser internationalen Veranstaltung weiterhin für einen dezidierten Schutz der Wale und eine Beibehaltung des Walfang-Moratoriums aussprechen.

15. bis 28. Oktober 2020
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17. bis 30. Mai 2021

CBD COP15

Die Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD) hält alle zwei Jahre eine Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) ab. Aktuell befindet sich die CBD gemeinsam mit der Zwischenstaatlichen Plattform für Biodiversität und Ökosystem­dienstleistungen (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, IPCES) im Post-2020 Prozess. Die 15. Konferenz (COP15) findet nun vom 17. bis 30. Oktober 2020 in Kunming, China, stattfinden, um unter anderem eine transparente und partizipatorische Raum- und Ressourcennutzung der Meere unter Beteiligung lokaler Küstengemeinschaften einzuführen.

26. Oktober bis 6. November 2020

CCAMLR Jahrestagung

Die Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources, CCAMLR) tritt im Juli in die zweite Phase zur Ausweisung eines Meeresschutz­gebiets im antarktischen Weddelmeer ein. Bereits 2016 wurde ein Schutz­gebietsantrag eingereicht, um das von der UN beschlossene Ziel zu erreichen, bis 2020 zehn Prozent der Meere unter Schutz zu stellen. Bei der Jahrestagung der CCAMLR in 2019 wurde der damalige Vertrag abgelehnt. Nun besteht ab dem 29. Oktober in Hobart, Australien, die erneute Chance für eine Durchsetzung.

Quelle: PEW auf YouTube

9. bis 20. November
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1. bis 12. November 2021

UNFCCC COP26

Die vom 9. bis 20. November in Glasgow geplante UN-Klimakonferenz, die von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) ausgerichtete 26. Konferenz der Vertragsparteien (Conference of the Parties, COP26), findet nun erst vom 1. bis 12. November 2021 statt. Die UNFCC ist ein internationales Abkommen, das eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindern will. Zu diesem Ziel werden  regelmäßig Berichte über den aktuellen Zustand der Treibhausgasemissionen veröffentlicht. Auf der Basis dieser und der IPCC-Berichte hat sich Deutschland im Zuge des Übereinkommens von Paris 2015 verpflichtet, die globale Erwärmung auf möglichst unter 1,5°C zu begrenzen. Hierbei sollte vor allem der Meeresschutz als effektive Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel anerkannt und natürliche Kohlenstoffsenken wie Seegraswiesen, Kelpwälder, Mangroven und Marschen wiederhergestellt und geschützt werden (Nature-based Solutions, NbS).

Ende 2020

Guter Umweltzustand nach MSRL

Vor zwölf Jahren trat die Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (Marine Strategy Framework Directive, MSRL) in Kraft mit der Zielsetzung, Europas Meere bis zum Jahr 2020 „in einen guten Umweltzustand zu versetzen bzw. diesen zu erhalten“. Allerdings heißt es im ersten Absatz des Zustandsberichts Nordsee von 2018: „Keines der bewerteten benthischen Habitate in den deutschen Nordseegewässern ist in einem guten Zustand.“ Bis zum Ende dieses Jahres hätte Deutschland also noch Zeit, zum Beispiel kollabierte Dorschbestände in der Ostsee wieder zum Leben zu erwecken oder wirkungslose Naturschutzgebiete in der Nordsee umzustrukturieren. Die Verhandlungen zur Fortführung der MSRL  werden aufzeigen, wie Deutschland dem Nichterreichen bindender Ziele umgeht und so z.B. die geplante Umsetzung des Pariser Abkommens in neues Licht rücken.

2021 bis 2030

UN Dekade der Meeresforschung für nachhaltige Entwicklung

2017 wurde von den Vereinten Nationen für die Jahre 2021 bis 2030 die Internationale Dekade der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung (United Nations Decade of Ocean Science for Sustainable Development) ausgerufen. Ziel ist nicht nur die verstärkte Unterstützung der Forderungen der Meeresforschung, sondern die Vernetzung aller, die sich für die Erforschung, Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ozeane und ihrer Ressourcen einsetzen. Seit 2017 wird die Dekade der Meeresforschung unter dem Motto „The Ocean We Need for the Future We Want“ vorbereitet.

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