Der letzte Fisch – Ein Essen mit Sterne-Köchen

Berlin, 17. April 2012. Die Deutschen lieben Lachs, Kabeljau und Co. – so sehr, dass die Eigenproduktion der deutschen Seefischerei drei Mal höher sein müsste als derzeit möglich ist, um unseren Appetit zu stillen. Statt aber unsere Nachfrage dem Angebot anzupassen, fischen wir die europäischen Meere weiter leer und werfen unsere Netze vermehrt in ausländischen Gewässern aus. Damit lösen wir das Problem nicht, sondern exportieren die Überfischung in die ganze Welt. 2012 wird Deutschland die eigenen Fänge für das laufende Kalenderjahr rechnerisch am 20. April aufgebraucht haben und auf Einfuhren angewiesen sein. Wir nennen diesen Tag Fish Dependence Day.

Um der Überfischung Einhalt zu gebieten, muss Europas Gemeinsame Fischereipolitik dringend reformiert werden. Aus diesem Grund setzen sich OCEAN2012, Slow Food Deutschland, der Evangelische Entwicklungsdienst, die Deutsche Umwelthilfe und die Lighthouse Foundation gegen destruktive Fangmethoden ein und kämpfen für eine angemessene und gerechte Nutzung gesunder Fischbestände.

In Zusammenarbeit mit der Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg möchten wir unter dem Motto „Der letzte Fisch“ auf die Überfischung der Meere aufmerksam machen. Neben einem kleinen Fischmarkt mit Fisch aus der Region und deutschen Küstengebieten wollen wir mit Ihnen an einer langen Tafel über die Zukunft der Fischereipolitik und des deutschen Fischkonsums diskutieren. Gleichzeitig können Sie die Fischgerichte der Sterneköche Alexandro Pape (Fährhaus Sylt) und Thomas Kammeier (Hugos Berlin) sowie des Fischers und Kochs Jan Meyer von der Initiative Fisch vom Kutter genießen. Wer noch nach einem Gericht für das Wochenende sucht, kann sich beim Fischkauf von den nachhaltigen Anbietern Fisch Anton, Saveur Champagne, dem Hiddenseer Kutterfisch und der Erzeugergemeinschaft Nordsee beraten lassen.

Datum: Freitag, 20. April 2012 ab 18.00 Uhr
Ort: Markthalle Neun in Kreuzberg
Eisenbahnstraße 42/43, Pücklerstraße 34, 10997 Berlin

Über Ihre Teilnahme und eine Anmeldung per E-Mail an eckold@duh.de würden wir uns freuen.
Daniel Eckold Pressesprecher, Deutsche Umwelthilfe e.V.

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