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Das Eis in der Arktis schmilzt. Nicht nur der weltweite Meeresspiegel steigt an, sondern auch die Lärmbelastung für Meereslebewesen. Der Klimawandel führt dazu, dass im Nordpolarmeer ein Zugang zu noch ungenutzten Ressourcen wie Öl, Gas und anderen Bodenschätze entsteht und das neue Schiffrouten eröffnet werden. Sowohl die Motoren der Erkundungsschiffe, als auch die sogenannten Airguns, die nach Rohstoffreserven in den Meeren suchen, fügen durch den entstehenden Unterwasserlärm den dort lebenden Walen erheblichen Schaden zu. Der Schall der Airguns ist 100 000 Mal so laut wie ein Düsenflugzeug und wird, laut einer Studie des Umweltbundesamts (UBA), auch noch in 2000 Kilometer Entfernung von Walen wahrgenommen.

ZDF, 01.05.2019, Autorin: Christine Elsner

Während das Eis im Nordpolarmeer dramatisch schnell schmilzt, steigt gleichzeitig die wirtschaftliche Bedeutung der Arktis. Denn der Zugang zu wertvollen Rohstoffen, die bislang unter dem Eis schlummerten, wird frei. Laut einer Studie der US-Fachbehörde Geological Survey lagern allein im arktischen Eismeer rund 90 Milliarden Barrel Öl – das entspricht 13 Prozent der unentdeckten globalen Ölreserven. Hinzu kommen noch mehrere Billionen Kubikmeter Gas sowie tausende Tonnen Bodenschätze.

Längst ist ein Konflikt zwischen Artenschutz und Wirtschaftsinteressen entstanden. Dabei sehen Experten der „Whale and Dolphin Conservation“ (WDC) den Artenschutz als Verlierer des Konflikts: „Das sich durch den Klimawandel zurückziehende Eis ermöglicht mittlerweile die verstärkte Ausbeutung von Öl- und Gaslagerstätten und der Meeresbewohner. Darauf haben es einige Nationen abgesehen. Leider ist die Suche nach Ressourcen und deren letztendliche Ausbeutung mit erheblichem Lärm verbunden“, so Fabian Ritter von WDC.

Mit den Auswirkungen der wirtschaftlichen Nutzung und dem damit einhergehenden Unterwasserlärm wird sich in den kommenden Tagen auch der Arktische Rat beschäftigen. Er tagt Anfang Mai in Finnland. Die Vertreter der Arktisanrainerstatten sowie internationale Wissenschaftler aus Forschung und Technik werden sich mit den Themen „Zugang zu Rohstoffen“ sowie „Schnellere Transportwege“ beschäftigen. […]

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Weitere Informationen zum Treffen und zu der Abschlusserklärung des Arktischen Rats:

https://www.deepwave.org/abschlusserklaerung-scheitert-an-den-usa/

 

 

 

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