Ein Schild mit "Stop CO2" steht auf dem Boden auf einem öffentlichen Platz vor einer Gruppe sitzender Jugendlicher.

© Keystone

Der Klimawandel wird kontrovers diskutiert. Hier werden die häufigsten Argumente der Klimaskeptiker*innen aufgeführt und dazu von den Klimaforschern Nicolas Gruber und Stefan Brönnimann Stellung bezogen.

Neue Zürcher Zeitung (NZZ) , 27.03.2019, Autorin: Gabriela Dettwiler

Mit den «Fridays for Future»-Demonstrationen hat die Klimawandeldebatte weiter an Brisanz gewonnen. Skeptiker, Leugner sowie sogenannte «Warmisten» und Alarmisten geben sich in Kommentarspalten von Social-Media-Plattformen die Klinke in die Hand. Auch die NZZ stellt bei den Diskussionen auf Facebook und in den Leserdebatten fest, dass der Klimawandel immer noch viele Fragezeichen aufwirft. Die kontroversen Reaktionen auf den jüngsten Facebook-Post der NZZ zur Klimadebatte zeigen dies exemplarisch (siehe unten). Die Streitfragen sind meist dieselben. Die Argumente der Diskussionsteilnehmer allerdings auch.

Von beiden Seiten wird die NZZ mit Vorwürfen konfrontiert: Die Klimawandel-Skeptiker werfen uns Einseitigkeit vor; die Befürworter beklagen, dass wir eine Plattform für Falschinformation bieten. Zuerst sei hier festgehalten: Für uns ist die Meinungsfreiheit ein hohes Gut, weshalb wir auf unserer Facebook-Seite und in den Leserdebatten nur in Ausnahmefällen Kommentare löschen. Wir ziehen es vor, mit Argumenten, Hinweisen und Nachfragen zu reagieren. Trotzdem haben wir uns dazu entschieden, die häufigsten und beliebtesten Argumente der Klimawandel-Skeptiker zu sammeln und mit zwei Klimaforschern zu besprechen.

Argument 1: Es gab schon immer Warm- und Kaltzeiten.

Das weitaus häufigste Argumentationsmuster stellt den Klimawandel an sich zwar nicht infrage, entproblematisiert ihn allerdings. So sei der Klimawandel keine Erscheinung der Moderne, sondern ein schon immer da gewesenes Phänomen. Das Klima habe sich immer geändert, ändere sich gerade und werde sich auch immer weiter verändern. Wir befänden uns gegenwärtig lediglich in einer «ausklingenden kleinen Eiszeit». Tatsache?

Das sagt Prof. Nicolas Gruber: «Die heutige Erwärmung unterscheidet sich von vergangenen Erwärmungen in mindestens zwei entscheidenden Punkten. Erstens ist die Rate der Erwärmung um ein Mehrfaches höher, als sie dies zum Beispiel am Ende der letzten Eiszeit war. Das hat wichtige Konsequenzen, unter anderem für Pflanzen und Tiere, die sich nicht so rasch anpassen können. Während es am Ende der Eiszeit mehr als tausend Jahre dauerte, bis die Erde um ein Grad erwärmt war, geschah dies nun in hundert Jahren. Zweitens ist die heutige Erwärmung durch den Anstieg von CO2 und anderen Treibhausgasen in der Atmosphäre getrieben, während in der Vergangenheit die Erwärmung vor allem durch Veränderungen der Sonneneinstrahlung in Gang gesetzt wurde. Verantwortlich für den Anstieg der Treibhausgase ist der Mensch.» […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Neue Zürcher Zeitung (NZZ)

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