Momentan findet man zumindest bei mir im Großraum Köln/Bonn Plakatreihen „Mut ist ….“ von MISEREOR. Ein Plakat beschäftigt sich mit Problemen der Kleinfischer.

Kleinfischer im Kampf gegen die Armut

Die Küstenfischer auf der Philippinen-Insel Mindanao kommen oft mit leeren Netzen zurück. Die Gründe sind vielfältig: Piraten stehlen ihre bescheidenen Fänge oder die Motoren ihrer kleinen Boote auf hoher See. Die Schleppnetze der großen Trawler und der illegale Einsatz von Dynamit beim Fischfang haben die Fischbestände dezimiert. Viele Laichgründe an den Ufern wurden durch Rodung von Mangrovenwäldern vernichtet und der Klimawandel hat die Korallenriffe, den natürlichen Lebensraum vieler Meerestiere, zerstört.

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In den Provinzen Lanao del Norte und Zamboanga del Sur leben 40 Prozent Muslime. Die schwierige Situation der Armen wird durch Spannungen zwischen den Religionsgemeinschaften zusätzlich belastet. Doch die Fischer haben erkannt, dass sie ihre Interessen nur gemeinsam vertreten können. Unter der Federführung von LAFCCOD, dem regionalen Zentrum der Kleinfischer, arbeiten 12 Basisorganisationen mit aktiver Unterstützung der Diözese Iligan und den muslimischen Ältestenräten in den Gemeinden zusammen. Das Ergebnis: Christen und Muslime aus 10 Fischergemeinden haben eine gemeinsame Interessenvertretung aufgebaut und verschaffen 13.000 Menschen Gehör bei den Behörden. Ein wichtiger Erfolg: Polizeiboote kontrollieren jetzt die Küstenabschnitte. Die Übergriffe auf die Fischer sind zurückgegangen und die Raubfischerei sowie der illegale Einsatz von Dynamit beim Fischfang konnten erheblich eingeschränkt werden.

Quelle und mehr:
http://www.misereor.de/projekte/mut-zu-taten/kleinfischer-kaempfen-gegen-die-armut.html

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