Einladung zum Kaminabend:

Erhaltung der Haie in Europa und weltweit

am Donnerstag, 9. Dezember 2010, um 19:00 Uhr
in den Räumen der Deutschen Umwelthilfe,
Hackescher Markt 4, Berlin-Mitte

Sehr geehrter Damen und Herren,

von Haien geht eine große Faszination aus: Sie sind – seit über 400 Millionen Jahren auf unserem Planeten – wahre Urtiere der Meere und spielen zugleich als Top-Prädatoren eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung eines ökologischen Gleichgewichts. Heute gehören sie allerdings zu den meistgefährdeten Meeresbewohnern: Langsames Wachstum und geringe Vermehrungsdynamik machen sie besonders anfällig für Überfischung.

Angesichts dieser äußerst bedrohlichen Situation forderte die Welternährungsorganisation (FAO) bereits 1999 in einem Aktionsplan alle Fischereinationen auf, nationale und regionale Aktionspläne für den Schutz von Haien zu entwickeln. Erst im April 2009 ist der EU-Aktionsplan verabschiedet worden: auch dies ein rein politischer Rahmen, der nur durch eine konkretisierende Rechtsetzung zu einem effektiven Schutzregime werden kann. Eines der dringendsten Anliegen für die Erhaltung einer möglichst großen Vielfalt von Haien ist die Verschärfung des europäischen Finning-Verbots: Zwar ist das Abtrennen der Flossen auf See bereits heute verboten, um die häufigen Rückwürfe der flossenlosen Tierkörper ins Meer zu unterbinden. Doch weist die EU-Regelung erhebliche Lücken auf, weshalb der maßgebliche Rechtsakt – die Finning-Verordnung – aktuell überarbeitet wird.

Die DUH unterstützt im Verbund mit der Shark Alliance eine Initiative zum Haischutz in Form einer Schriftlichen Erklärung des Europäischen Parlaments, die ein EU-weites Verbot des Abtrennens von Flossen an Bord erwirken soll.

Nachdem ausgerechnet im internationalen Jahr der Biologischen Vielfalt 2010 eine Listung verschiedener gefährdeter Hai-Arten im Rahmen des Washingtoner Artenschutzabkommens (CITES) verfehlt wurde, scheint fraglich, welchen Beitrag die internationale Politik zur Stärkung des globalen Hai-Schutzes leisten wird. Vor diesem Hintergrund fragen wir: Welcher Impuls kann jeweils von der nationalen, europäischen und globalen Ebene für einen effektiven Schutz der Haie ausgehen?

Hierzu hören wir Beiträge von:

– Heike Zidowitz, Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft / Shark Alliance,
– Dr. Alexander J. Godknecht, Präsident der Hai-Stiftung (angefragt) sowie
– RDir Gerhard Adams, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Im Anschluss an eine moderierte Diskussion besteht bei einem Imbiss Gelegenheit, Gespräche in angenehmer Atmosphäre zu vertiefen. Über Ihr Kommen würden wir uns sehr freuen! Wir bitten Sie um Rückmeldung bis zum 2. Dezember auf dem beigefügtem Antwortfax oder per E-Mail an wolff@duh.de.

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