„Die radioaktive Verseuchung des Meerwassers vor der havarierten japanischen Atomanlage Fukushima steigt. AKW-Betreiber Tepco teilte mit, in aktuellen Meerwasserproben seien 110 Becquerel des radioaktives Jods 131 pro Kubikzentimeter festgestellt worden. Diese Zahl liege 2800 Mal höher als der gesetzliche Grenzwert.

Am selben Ort seien am Dienstag das 600-fache und am Mittwoch das 1000-fache registriert worden. Das berichtete der Fernsehsender NHK. Die Atomsicherheitsbehörde wies Tepco an, seine Kontrollen zu verstärken, um eine mögliche Belastung des Pazifiks abzuklären.
Abpump-Aktion soll beendet werden

Zudem will Tepco nach eigenen Angaben das Abpumpen schwachradioaktiven Wassers ins Meer stoppen – offenbar unter dem Eindruck der Proteste von Nachbarstaaten. Zuvor hatte sich China besorgt über eine radioaktive Belastung geäußert und genauere Informationen verlangt. „Wir hoffen, das Japan sich gemäß internationalem Recht verhalten wird und effektive Maßnahmen anwenden wird, um die Meeresumwelt zu schützen“, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

In China wurden in zehn Fällen bei Schiffen, Flugzeugen und Warenlieferungen erhöhte Strahlenwerte gemessen. Auch Südkorea hatte Japan dafür kritisiert, das Ablassen des radioaktiven Wassers nicht angekündigt zu haben.“

Quelle: tagesschau.de
http://www.tagesschau.de/ausland/japanerdbeben114.html

//