Übernommen aus dem Greenpeace-Blog, finde ich als Aktion gut.

Herbstferien im Ozeaneum? Mit Greenpeace?
Warum nicht, haben wir uns gesagt und sind deswegen ab Montag, dem 18. Oktober wieder einmal mit unseren ehrenamtlichen Kollegen aus Hamburg, Berlin und eventuell Bremen vor Ort, direkt im Ozeaneum. Wir wollen die Besucher für die aktuellen Meeresthemen interessieren, informieren und wenn nötig auch wachrütteln. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist schon fast wieder aus den Medien verschwunden und gerade heute lese ich, dass die US-Regierung das Verbot von Tiefseebohrungen vorzeitig wieder aufgehoben hat. Innenminister Ken Salazar hat das mit strengeren Sicherheitsauflagen für diese Vorhaben und einer besseren Überwachung begründet. Und dann der Flop in der EU: Auch EU-Energiekommissar Oettinger hat sich heute von seiner Forderung distanziert, Ölbohrungen in der europäischen Tiefsee vorerst zu stoppen. Wir wollen die Besucher überzeugen, uns mit ihrer Unterschrift zu unterstützen!

Neben diesem Thema werden wir uns auch einem regionalen Thema zuwenden, dem Verkauf von Schillerlocken an den örtlichen Fischständen im Hafen von Stralsund oder direkt neben dem Ozeaneum. Die Schillerlocke wird aus dem Bauchlappen des Dornhais hergestellt und der Dornhai ist bereits durch die zerstörerische Grundschleppnetzfischerei weltweit bedroht. Von neun Populationen sind sieben bereits vom Aussterben bedroht. Auf diesen Missstand wollen wir mit kleinen Aktionen vor Ort aufmerksam machen und die Besucher dazu bewegen, beim nächsten Fischbrötcheneinkauf auf Schillerlocke zu verzichten.

Krebs auf einem Stein im Sylter Außenriff Ja und dann haben wir noch aktuelle Informationen zu dem von Greenpeace geschaffenen Meeresschutzgebiet im Bereich des Sylter Außenriffs. Seit zwei Jahren schützen rund 40 Seemeilen westlich der Nordseeinsel Sylt von Greenpeace versenkte Felsbrocken das Gebiet vor zerstörerischer Fischerei mit Grundschleppnetzen. Peter Jonas war selbst bei der letzten Tauchexpedition mit dem Aktionsschiff Beluga II vor kurzem wieder vor Ort, um zu dokumentieen, wie sich die Unterwasserwelt durch diese Schutzmaßnahme verändert hat. Peter wird zum Thema “Steine vor Sylt” ab Montag 18. Oktober (15 Uhr) bis einschließlich Donnerstag jeden Tag Vorträge anbieten.

Wir bieten den Besuchern wieder ein buntes Programm aus Informationen und auch ab und an etwas Erholung, wenn es zum Beispiel darum geht einer Lesung beizuwohnen. Auch die kleinen Besucher werden wieder auf ihre Kosten kommen, wir bieten immer mal wieder andere Aktivitäten an, um auch die jungen Gäste für den Umweltschutz zu interessieren.

Wer also Lust und Zeit hat, der sollte zwischen dem 18. Oktober und dem 23. Oktober nach Stralsund ins Ozeaneum kommen, dort warten meine Kollegen auf interessierte Besucher und stehen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

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