Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 22:16 Uhr
Greenpeace mon Amour
Kommentar von Kapitän Paul Watson

Ich sehe, dass meine jüngste Anfrage an Greenpeace, unsere Einsätze im Südpolarmeer mit einem ihrer teuren Eisklasse-Schiffe zu unterstützen, abgelehnt wurde. Ich habe kein „Nein“ erhalten, noch habe ich ein „Ja“ erhalten, aber ich nehme an, daß die Tatsache, keinerlei Antwort erhalten zu haben, als Absage gewertet werden kann. So sieht es leider danach aus, als ob demnächst kein Greenpeace-Schiff auftauchen würde.

Ein Greenpeace-Mitarbeiter ließ einem unserer Direktoren gegenüber durchsickern, ihre offizielle interne Richtlinie sei, so zu tun, als sei Sea Shepherd nicht existent. Anscheinend hat alles, was wir tun oder sagen, nicht anerkannt zu werden. In den Kampfkünsten würde man das „Vogel-Strauß-Politik“ nennen.

Es ist wirklich ein Jammer. Ein zusätzliches Schiff hätte uns nicht nur die Stärke garantiert, den Walfang hier im Südpolarmeer bis auf 100% stillzulegen, sondern es hätte auch der ganzen Welt zeigen können, daß Umweltschutzorganisationen gespannte Beziehungen diplomatisch regeln und zusammenarbeiten können, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Ich meine, wenn eins Deiner Ziele ist, Frieden zu schaffen, ist es immer ein guter Weg, damit bei Dir zuhause anzufangen.

Greenpeace hat fünf direkte Mail-Aufrufe innerhalb fünf Wochen ausgesandt, die um Spenden für die Rettung der Wale im Südpolarmeer baten; das ist Gegenstand hitziger Diskussionen und Sea Shepherd erzeugt Schlagzeilen, also warum nicht, oder?

Ein Greenpeace-Insider teilte mir mit, daß Greenpeace schlichtweg Vorteile aus der Publicity zieht, die Sea Shepherd im Südpolarmeer herstellt, um Spenden einzutreiben für ihre sogenannte wahrhaftige Kampagne zur Rettung der Wale, die, wie ich feststellen mußte, weder im Südpolarmeer noch etwa in Japan stattfindet, sondern – verwunderlich genug – in Washington D.C.
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Vollständiger Kommentar:
http://de.seashepherd.org/news-and-media/editorial-110113-1.html

Kommentar:
Auch auf die Kommentare im Blog von GP Deutschland gibt es leider weder von GP-Funktionären noch von GP-Anhängern eine Reaktion:
http://blog.greenpeace.de/blog/2010/12/08/filmprasentation-jagdzeit-im-planetarium-hamburg/

Ich hätte es zwar vor garnicht langer Zeit als unmöglich bezeichnet, aber inzwischen hat Paul Watsons (manchmal genervte und aggressive) Einstellung gegenüber Greenpeace mein volles Verständnis.

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