Seit Anfang 2010 verenden im Golf von Mexiko ungewöhnlich viele Wale und Delfine. Eine Studie zeigt nun, wie schlecht es den Meeressäugern dort wirklich geht. Der Verdacht der Forscher: Viele der Tiere leiden und sterben an Spätfolgen der „Deepwater Horizon“-Katastrophe.

Seit Anfang 2010 verenden im Golf von Mexiko ungewöhnlich viele Wale und Delfine. Eine Studie zeigt nun, wie schlecht es den Meeressäugern dort wirklich geht. Der Verdacht der Forscher: Viele der Tiere leiden und sterben an Spätfolgen der „Deepwater Horizon“-Katastrophe.

Sie nennen es ein Unusual Mortality Event, kurz UME: Es ist die amtliche Bezeichnung dafür, dass seit Februar 2010 ungewöhnlich viele Meeressäuger an den Stränden im Golf von Mexiko tot angeschwemmt werden. In Louisiana, dem am stärksten betroffenen Gebiet, erhöhte sich die Zahl der tot angeschwemmten Meeressäuger von durchschnittlich 20 in den Jahren 2002 bis 2009 auf 138 im Jahr 2010 und 159 im Jahr 2011.

Damit starben in den letzten zwei Jahren vor Lousianas Küste fast 16-mal so viele Wale und Delfine wie sonst in einem Jahrzehnt. Insgesamt liegt die Quote tot angeschwemmter Meeressäuger in der Golfregion, dessen Anrainer-Bundesstaaten sehr unterschiedlich stark betroffen sind, rund fünfmal über Normalniveau. Mit schon 37 toten Tieren bis März 2012 scheint klar, dass dieser Trend auch in diesem Jahr ungebrochen ist.

Quelle und mehr Informationen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,825044,00.html

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