Die Tiefsee ist der Ursprung des Lebens. Wir können zum ersten Mal in unserer menschlichen Geschichte nah an sie heran. Und genau jetzt haben wir vor, das, was wir dort finden würden, zu zerstören. Wir zerstören Wissen. Wissen, das wir nie wieder rekonstruieren können.
Warum? In der Tiefsee liegen Mineralien, deren Metalle wir in unseren modernen Techniken nutzen. Was spricht dagegen, sie abzubauen? Einiges. Was, erfahrt ihr in unserer Kampagne
NO DEEP SEA MINING - NEVER
Wir haben von diesen Metallen schon mehr als genug. Niemand muss das letzte unberührte Ökosytem dieses Planeten zerstören, weder für Waffen noch für die Geräte moderner Kommunikation, noch für die Energiewende.
Alles, was auf dem Meeresboden als mögliche Ressource herumliegt, gehört uns allen. Jedem und jeder Einzelnen. Heritage of Human Kind.
Die größten Abnehmer weltweit voten für ein Moratorium und haben sich verpflichtet, keine Metalle aus der Tiefsee zu nutzen.
Das Entscheidende: Es gibt noch keinen Tiefseebergbau. Noch können wir ihn verhindern. Wie? Lasst uns über den Tiefseebergbau sprechen, solange bis er fallengelassen wird als das, was er ist. Ein Irrtum.
Die Plastikproduktion ist seit 1950 rasant angestiegen. Diese Entwicklung ist folgenschwer: jährlich landen ca 1.7 Millionen Tonnen Plastikmüll im Meer. Allein heute haben wir in Deutschland Einweg-Becher weggeworfen.
Die Verschmutzung der Ozeane ist eine massive Bedrohung für viele Arten, auch für jene, die wir gerade erst entdecken. Unzählige Tiere verwechseln den Abfall mit ihrer Nahrung und verenden qualvoll. Mikroplastik ist ebenfalls problematisch, denn es lagert sich in der Nahrungskette an. Womöglich hast auch du heute mg Plastik über die Nahrung zu dir genommen.
Seit den 1970er Jahren gehen die Eisflächen stark zurück. Dies ist vor allem an der maximalen Ausdehnung des Polareises während der Sommermonate messbar. Insgesamt schmilzt im Sommer also mehr Eis, als in den Wintermonaten gebildet wird, und die Gesamtbilanz ist negativ. Das Schmelzen von Packeis sowie Gletschern steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Erderwärmung. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass jeder von uns allein heute etwa g CO2 ausgestoßen hat.
Jedes Jahr entdecken wir fast 15.000 neue Arten auf diesem Blauen Planeten. Ob im Regenwald, Wüsten, den heimischen Wiesen oder in der Tiefsee, es gibt noch überall unentdeckte Lebensweisen. Doch einige davon werden wir nie zu Gesicht bekommen. Fast alle Arten sind durch Klimawandel, schwindende Lebensräume, Überfischung, Verschmutzung und Urbanisierung unter extremem Stress, laut dem Weltbiodiversitätsrat IPBES sind 1 Million der 8 Millionen geschätzten Arten vom Aussterben bedroht. Doch in der Tiefsee gehen wir einen Schritt weiter. Dort werden unbekannte Arten einfach als Beifang deklariert. Allein heute wurden durch deutsche Fischer kg Rotbarsch angelandet – größtenteils durch Grundschleppnetze.
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