Hamburg – Im Kampf gegen den Klimawandel hoffen manche auf das sogenannte Geo-Engineering. Forscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven haben sich nun gegen ein Verfahren ausgesprochen, durch das die Ozeane mehr Kohlendioxid aufnehmen sollen.

Das Auflösen des Minerals Olivin im Wasser soll theoretisch der Ozeanversauerung entgegen wirken und gleichzeitig dafür sorgen, dass in den Meeren mehr CO2 gebunden wird. Olivin ist ein silikathaltiges, kohlenstofffreies Gestein. Die AWI-Forscher untersuchten, welche Auswirkungen die Methode auf die chemische Zusammensetzung des Wassers und die Meereslebewesen hat.

Ihr Ergebnis: Das Wasser kann zwar tatsächlich deutlich mehr Kohlendioxid aufnehmen, und gleichzeitig wachsen Kieselalgen stärker. Der Aufwand für diesen Eingriff mit Olivin wäre jedoch immens, wie die Wissenschaftler im Fachmagazin „Environmental Research Letters“ berichten.

2009 hatten Forscher des AWI die Düngung des Meeres mit Eisen untersucht, das ebenfalls das Algenwachstum verstärkt. Das Experiment im Südatlantik war auf Kritik bei Umweltschützern gestoßen. Die Ergebnisse des Versuchs waren jedoch enttäuschend. Die Algen holten nur wenig CO2 aus der Atmosphäre. …

Quelle und vollständiger Artikel:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/geo-engineering-olivin-duengung-der-meere-ist-keine-loesung-a-879016.html

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