WOZ Die Wochenzeitung

Fischzucht: Rettet die Fische – auch vor sich selbst

Die Fischbestände in den Weltmeeren sinken und sinken. Jetzt sollen Zuchttiere aus Aquakulturen den wachsenden Hunger nach Fisch stillen. Ihren bedrohten Artgenossen in der Wildnis allerdings hilft das wenig – im Gegenteil.

Von Torsten Engelbrecht

Geht die Überfischung ungebremst weiter, werden die Weltmeere in knapp vierzig Jahren leer gefischt sein. Aktuell ist bereits ein Drittel der vom Menschen genutzten Fisch- und Meeresfrüchtebestände zusammengebrochen: Die Fangmenge ist gegenüber früher um neunzig Prozent zurückgegangen. Konkrete Massnahmen zum Schutz der Fischbestände müssten jetzt einsetzen und in den nächsten Jahren wirken, wolle man die Katastrophe abwenden, schrieb der Umweltökonom Charles Perrings Mitte Oktober im Fachmagazin «Science».

Solch mahnende Stimmen dürften dazu beigetragen haben, dass sich die Weltgemeinschaft an der Biodiversitätskonferenz im japanischen Nagoya Ende Oktober darauf einigte, die Überfischung bis 2020 stoppen zu wollen. Maria Damanaki, die EU-Kommissarin für Fischerei, kündigte bereits vor der Konferenz Massnahmen gegen die Überfischung an: Sie wolle den Fischfang radikal einschränken, Gelder streichen, Kutter stilllegen und Kontrollen verschärfen.

Weiterlesen:

www.woz.ch/artikel/inhalt/2010/nr45/Kultur%20/%20Wissen/20018.html

//