Fangquoten hui – Fischereireform pfui

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Die EU-FischereiministerInnen haben sich bei ihrer Ratssitzung in Luxemburg diese Woche auf Fangquoten für Ostseefische für 2013 geeinigt. Außerdem haben sie über künftige Subventionen für FischerInnen im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) diskutiert.

Bei den Fangquoten folgten die MinisterInnen weitesgehend den Vorschlägen der EU-Kommission und der Wissenschaft. Dieses Vorgehen wurde ausdrücklich gelobt von der Umweltstiftung WWF: „An den erhöhten Fangmengen für Hering und Sprotte gibt es aus Naturschutzsicht nichts zu auszusetzen, weil die Minister nicht über die wissenschaftlichen Empfehlungen hinausgeschossen sind“, sagte Karoline Schacht, Fischereiexpertin des WWF.
Neu war, dass die Anrainerländer der Ostsee einen gemeinsamen Vorschlag in die Diskussion einbrachten, auf dessen Basis dann die Entscheidungen gefällt wurden. Dieses Vorgehen werteten die MinisterInnen als „ein erstes Beispiel für verantwortungsvolle und erfolgreiche regionale Kooperation“.

Bezüglich der Fischereisubventionen diskutierten die MinisterInnen den Kommissionvorschlag für den Meeres- und Fischereifonds als Teil der GFP-Reform.

Modernisierungen oder Neubauten von Fangflotten sollen nach dem Willen des Ministerrats weiter subventioniert werden. Das NGO-Bündnis OCEAN2012 kritisierte diese Entscheidung scharf und warf dem Rat vor, staatliche Mittel weiterhin für die Finanzierung der Überfischung bereitzustellen und die nachhaltige Ausrichtung des Förderinstruments im Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens zu untergraben.

Quelle und mehr: DNR EU-Koordination

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