13.12.- Fachkonsultation Meere und Gewässer in der Welternährungssicherung: Perspektiven, Potentiale und Konflikte

im J.H. von Thünen – Institut für Seefischerei in Hamburg

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Weltweit steigt seit Jahren der Fischkonsum. Die Folgen sind eine
Überfischung der meisten Bestände in den Weltmeeren. Aquakultur wird als
Alternative gesehen und ist der am schnellsten wachsende
Nahrungsmittelsektor, allerdings auch mit negativen ökologischen
Eingriffen auf die Küstengewässer. Ein beachtlicher Anteil des in Europa
konsumierten Fischs und der Meeresfrüchte stammen von den Küsten und
Gewässern der Entwicklungsländer. Den hochgerüsteten europäischen
Fangflotten sind die Küstenfischer weltweit technisch unterlegen. Die
lukrative Zucht von Fisch und Meeresfrüchten in Flüssen, Seen und an den
Küsten vertreibt Menschen von ihrem Land und hinterlässt ökologische
Wüsten und Bedarf hoher Mengen von Fischmehl.

Ähnlich wie bei der Ausbeutung anderer Rohstoffe durch die
Industrieländer entstehen Konflikte durch Nichtberücksichtigung der
Bedürfnisse und Interessen der lokalen Bevölkerung. Vor allem aber wird
durch die industrielle Fischerei vielen Menschen ihre
Ernährungsgrundlage entzogen. Fast eine Milliarde Menschen bezieht einen
großen Teil ihres Eiweißbedarfes aus dem Konsum von Fischprodukten.

Das Projekt Zukunft der Ernährung der VDW veranstaltet in Kooperation
mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) und der Heinrich Böll
Stiftung die

Fachkonsultation Meere und Gewässer in der Welternährungssicherung:
Perspektiven, Potentiale und Konflikte
am 13.12.2011 im J.H. von Thünen – Institut für Seefischerei in Hamburg

WissenschaftlerInnen und VertreterInnen der Zivilgesellschaft sind
herzlich eingeladen, einen Beitrag zur Diskussion zu leisten, die sich
vorwiegend um folgende Fragen drehen wird:

* Wie ist eine weltweite Versorgung mit Fisch auf eine nachhaltige,
konfliktfreie und faire Weise zu gestalten? Welche Bedingungen müssen
dazu erfüllt werden? Wo gibt es Auseinandersetzungen?
* Wie sollten Zugangsrechte zu Fischgründen geregelt werden, um
Konflikte friedlich bearbeitbar zu halten?
* Kann die Aquakultur einen Beitrag gegen die Überfischung
leisten? Welche Erfahrungen gibt es dazu bisher in der
Entwicklungszusammenarbeit?
* Ist eine stärkere Berücksichtigung der Fragen um Fischerei und
Auquakultur im Rahmen zukünftiger Weltagrarberichte sinnvoll?

Impulse u.a. von: Prof. Dr. Ulfert Focken (v. Thünen Institut);
Francisco Marí (EED); Prof. Dr. Jürgen Scheffran (Universität Hamburg);
Dr. Stephan Albrecht (Universität Hamburg)

Das ausführliche Programm ist ab dem 12.11.2011 verfügbar und kann unter
diesem Link abgerufen werden:
http://www.zukunftderernaehrung.org/events/fachkonsultationen/fachgespraech-fischerei.html?lang=de

Um eine formlose Anmeldung bis zum 7.12. wird gebeten an:
info@zukunftderernaehrung.org

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