Schiffsemissionen sind eine bedeutende Schadstoffquelle. Sie belasten die Küstenregionen und das Klima. Um die Schadstoffe zu reduzieren, wurden für die Nord- und Ostsee Schutzgebiete (SECA) eingerichtet. Diese müssen nun ausgedehnt und endlich mit umweltfreundlicheren Treibstoffen befahren werden. Dagegen positionieren sich derzeit Reedereien. Sie wollen weiter mit billigen Treibstoffen fahren. Mit dem Fachgespräch sollen Wege für eine europaweite und globale Ausdehnung der Schutzgebiete erörtert werden.

Global und europaweit wird seit langem über die Einbeziehung des Schiffsverkehrs in ein Klimaschutzregime nachgedacht. Bisher ist der Schiffsverkehr von Klimaschutzvereinbarungen ausgeklammert, obwohl er einen größeren Anteil an klimaschädlichen Emissionen ausstößt als beispielsweise der Flugverkehr. Die EU-Kommission will einen Vorschlag unterbreiten, in welcher Form sie den Schiffsverkehr in den Klimaschutz einbeziehen möchte. Hierfür werden verschiedene Konzepte diskutiert. In der Diskussion sollen diese Möglichkeiten debattiert und weiter entwickelt werden.

Vor allem Innovationen in der Antriebstechnik können die Schifffahrt umweltfreundlicher machen. Die meisten Schiffe fahren derzeit noch mit Rückständen aus Raffinerien als mobile „Müllverbrennungsanlagen“. Was müssen Politik und Wirtschaft leisten, um neue Treibstoffe wie verflüssigtes Erdgas (LNG), dieselelektrische Antriebe oder neue Konstruktionsformen marktfähig zu machen?
Diskutieren Sie mit!

Quelle und mehr Informationen:
http://www.gruene-bundestag.de/cms/termine/dok/381/381562.html

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