Geophysiker des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) untersuchen von Anfang März bis Ende April 2011 mit dem deutschen Forschungsschiff SONNE natürliche Methanquellen in der Tiefsee vor Neuseelands Ostküste. Die genauere Kenntnis dieser sogenannten „cold seeps“ ermöglicht Aussagen über Prozesse im Meeresboden, über mögliche Rohstoffvorkommen, aber auch über Zusammenhänge von Rutschungen und Gashydraten.

Es blubbert und brodelt im Meer vor Neuseeland. An den Kontinentalhängen, die fast unmittelbar vor der Ostküste der Nordinsel auf bis zu 3000 Meter Tiefe abfallen, liegen zahlreiche Quellen, an denen freies Methangas als Blasenstrom aus dem Meeresboden quillt. Da unterhalb des Meeresbodens auch Gashydrate, also feste Methan-Wasser-Verbindungen, liegen, scheint das nicht verwunderlich. Doch lange nicht alle Gashydrat-führenden Kontinentalhänge zeigen diese „cold seeps“ genannten Methanquellen. Am Rande des neuseeländischen Hikurangi Tiefseegrabens zeigen die Methanquellen zudem eine sehr große Bandbreite unterschiedlicher Erscheinungsformen und unterschiedlichen Verhaltens. „Diese Variabilitäten wollen wir genauer untersuchen, denn sie können uns mehr darüber verraten, wie und warum Methanquellen am Meeresboden entstehen“ sagt Dr. Jörg Bialas vom Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR).

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