Europäischer Tag der Meere:
Bundesregierung muss Meeresschutz aktiv voranbringen

Zum Europäischen Tag der Meere erklärt Valerie Wilms, Sprecherin für maritime Politik der Grünen:

Deutschland wird 2012 den Vorsitz im Ostseerat übernehmen. Leider hat die Bundesregierung bisher nicht erkennen lassen, wie sie diese Chance nutzen will – vor allem weil die Ostsee in vielen Teilen praktisch tot ist und dringend gehandelt werden muss. Der Tag der Meere wäre ein guter Anlass, hier mehr über die Absichten der Bundesregierung zu erfahren. Die Bundesregierung muss alle Kräfte bündeln.

Sofortiges Handeln ist angesagt: Eine schnelle Umsetzung der europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie von 2008 ist dringend notwendig und muss ambitioniert in deutsches Recht umgesetzt werden. Der Bundesrat muss kommende Woche bei der Verabschiedung des Gesetzentwurfes im Sinne des Meeresschutzes verantwortlich handeln. Die Richtlinie darf nicht abgeschwächt werden.

Die Meere sind weltweit immer mehr Umwelteinflüssen ausgesetzt. Eine Zunahme an Eingriffen durch Industrie, Schifffahrt, Landwirtschaft oder Fischerei ist zu beobachten, insbesondere jenseits der Schutzgebiete. Die Folgen sind absehbar: Klimawandel, Verschmutzung von Wasser und Luft sowie stetig kleiner werdende Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Die Bundesregierung muss sich auf europäischer Ebene ihrer Verantwortung für das maritime Erbe bewusst werden und den Meeresschutz aktiv voranbringen.

www.valerie-wilms.de

Mehr zum Tag der Meere unter
http://ec.europa.eu/maritimeaffairs/maritimeday/index_en.htm

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