Fischereikommissarin will Rückwürfe verbieten

Donnerstag, 03. März 2011

Die EU-Kommissarin für Fischerei und maritime Angelegenheiten Maria Damanaki hat am 1. März in einer Rede auf dem erstmals stattfindenden Gipfel zu Rückwürfen im Fischfang deren Ende gefordert.

Die Kommissarin bezeichnete die Praxis als unmoralisch und als zentrale Herausforderung für die EU-Fischereipolitik. Rückwürfe machen nach Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) weltweit acht Prozent des gesamten Fischfangs aus. In manchen Fischbeständen wird bis zu 70 Prozent der gefangenen Fische wieder ins Meer geworfen.

Die EU-Kommission will Rückwürfe deshalb schrittweise im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) verbieten.Mit welchen Instrumenten sie dieses Verbot umsetzen will, ist dabei noch unklar. Eine Möglichkeit sei, anstelle der Fangmengen die Zeit, die große Fischereboote auf See verbringen dürfen, zu begrenzen. Alternativ könnte die Kommission das Quotensystem durch Quoten für den Beifang ergänzen. Zentral für beide Vorschläge wäre die Überwachung der FischerInnen mithilfe von Kameras ab einer bestimmten Bootgröße, um die Einhaltung des Rückwurfverbots zu überprüfen.

Quelle:
DNR EU-Koordination
http://www.eu-koordination.de/umweltnews/news/wasser-meere/736-fischereikommissarin-will-rueckwuerfe-beenden

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