Seit 2010 fördert die Bundesregierung Untersuchungen zur Entstehung von Manganknollen in einem von Deutschland für die maritime Rohstoffgewinnung gesicherten Konzessionsgebiet im Pazifik. 2015 wird eine Entscheidung über die Beantragung eines Explorationsgebiets für Massivsulfide im Indischen Ozean erwartet. Frühere Forschungen hätten aber ergeben, dass anfängliche Erwartungen, der Meeresboden könne zur Lösung der Rohstoffprobleme beitragen, deutlich überhöht gewesen seien, heißt es in der Antwort der Bundesregierung (17/8753) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/8645). Auch hätten frühere Untersuchungen ergeben, dass eine wirtschaftliche Förderung nicht möglich sei. Entscheidungen über einen möglichen Abbau nach den jetzt stattfindenden Explorationen würden erst 2021 erwartet. In die Entscheidungen würden auch Untersuchungsergebnisse zur Biodiversität einfließen. Erfahrungen über die Auswirkungen eines kommerziellen Tiefseebergbau lägen bisher nicht vor.
Zum Abbau von Manganknollen heißt es weiter, für die Wirtschaftlichkeit sei eine Fördermenge von zwei Millionen Tonnen pro Jahr erforderlich. Die Abbaufläche würde 200 Quadratkilometer pro Jahr betragen oder 0,5 Quadratkilometer pro Tag. Die Fläche von 200 Quadratkilomatern entspreche 0,26 Prozent des von Deutschland gesicherten Gebietes von 75.000 Quadratkilometern beziehungsweise 0,002 Prozent des Manganknollengürtels im Nordpazifik. Die Größe dieses Manganknollengürtels wird mit zehn Millionen Quadratkilometern angegeben.

Quelle: Deutscher Bundestag, Aktuelle Meldungen (hib), Meldung vom 12.03.2012

Den Hinweis habe ich aus der Zeitschrift Waterkant, Danke!

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