Vom 21.12.2012, aber da der Tiefseebergbau schon längjährig ein Thema in diesem Blog ist, bringe ich es mit Verspätung.

Deutschland plant die Metallförderung auf dem Grund des Indischen Ozeans. Nach Informationen des SPIEGEL will sich das Bundeswirtschaftsministerium für eine halbe Million Dollar Lizenzen sichern. Geologen hatten in dem Meeresgebiet einen großen Fund von Buntmetallen gemacht.


„Das Gebiet enthält große Mengen an Buntmetallen wie Zink, Kupfer und Blei“, erklärt der Fahrtleiter Ulrich Schwarz-Schampera. Diese Metalle müssen in Deutschland derzeit weitgehend eingeführt werden. Die Geologen stießen aber auch auf Gold, Silber und Selen. Letzteres ist unter anderem ein wichtiger Stoff für die Düngemittelproduktion. Die Lizenz zur Erforschung kostet eine halbe Million Dollar.

Der Meeresboden wird als „Bergwerk“ für die Industrie zunehmend bedeutend. Für die Experten der BGR aus Hannover ist das Schürfen nach Rohstoffen im Meeresboden eine reale Chance, der rohstoffarmen Bundesrepublik wichtige Ressourcen zu sichern. In nicht allzu ferner Zukunft könnten Chip- und Stahlhersteller einen Teil ihrer Feinmetalle aus den Tiefen des Pazifiks beziehen.

15 Jahre lang sichern Erkundungslizenzen den exklusiven Zugang zu Lagerstätten, die teils Hunderttausende Quadratkilometer umfassen.

Quelle und mehr:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/rohstoffsuche-vor-mauritius-deutschland-will-schuerfrechte-beantragen-a-874278.html

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