Rohstoffe in der Arktis

Der 9-Billionen-Dollar-Schatz unter dem Eis

Die Jagd auf die Rohstoffe im hohen Norden ist in vollem Gang. Ausgerechnet der britische Ölkonzern BP will in dem sensiblen Naturraum mitmischen.

Die Zahlen sind schwindelerregend: 90 Milliarden Fass Öl könnten sich unter dem Eis der Arktis befinden. Das schätzten vor drei Jahren amerikanische Geologen im Auftrag der Regierung in Washington in einer breitangelegten Studie. Der Marktwert für diesen Rohstoffschatz beliefe sich nach dem heutigen Ölpreis auf rund 9 Billionen Dollar. In der Arktis würden demnach mehr als 20 Prozent der vermuteten noch unerschlossenen globalen Öl- und Gasvorkommen lagern.

Die Jagd auf den Schatz im Eismeer ist in vollem Gang. Ende vergangener Woche gaben der britische Ölkonzern BP und der russische Energieriese Rosneft eine weitreichende Allianz zur Ausbeutung der erhofften Öl- und Gasvorräte im russischen Teil der Arktis bekannt. Gemeinsam wollen sie in der südlichen Karasee nach Öl bohren. Rund 37 Milliarden Fass könnten dort verborgen sein, hoffen BP und Rosneft, dazu große Mengen an Erdgas. Zum Vergleich: Derzeit belaufen sich die gesamten nachgewiesenen Energiereserven von BP auf der ganzen Welt auf 18 Milliarden Fass. Bis zu den ersten Bohrungen werden allerdings noch einige Jahre vergehen.

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