Vom 21.-23. März 2011 fand in Cadiz (Spanien) die diesjährige Konferenz der European Cetacean Society (ECS) statt. MEER stellte dort sein neuestes wissenschaftliches Poster vor, das sich mit der Langzeitentwicklung der Delfin- und Walvorkommen vor La Gomera beschäftigt. Die Ergebnisse zeigen deutliche Trends bei der Sichtungshäufigkeit gleich mehrerer Arten.

Die Untersuchung der Entwicklung der Sichtungshäufigkeiten über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren ergab, dass einige Arten in den letzten Jahren (z.T. deutlich) seltener gesehen wurden also zuvor.

Werden wir hier Zeuge einer erheblichen Verschiebung der Artenvielfalt vor La Gomera?

Verschiebung der Artenvielfalt?

Der „Negativtrend“ trifft vor allem auf Große Tümmler und Rauzahndelfine zu, für die die Ergebnisse signifikant waren (siehe Abbildung). Während bei Fleckendelfinen und Schnabelwalen kein Trend festzustellen war, ist die Häufigkeit der Sichtungen von Grindwalen in den vergangenen Jahren signifikant angestiegen. Dies erscheint zwar als ein positives Ergebnis, kann aber auch damit zu tun haben, dass die Tiere woanders (z.B. vor Teneriffa) zu stark gestört werden und La Gomera quasi zunehmend als „Ersatzlebensraum“ besiedeln….

Quelle und mehr Informationen:
http://www.m-e-e-r.de/500.1.html

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