Plastic Pollution - wie wir die Meere mit Plastik vermüllen und wie nicht

DEEPWAVE-Elbe-Strandmüllsammeltag 19.9.2015

Elbstrand Clean Up 19.9.2015

Machen Sie mit beim großen DEEPWAVE-Strandmüllsammeltag

Flaschen, Dosen, Kippen, Tüten, Grillreste – unsere Strände sind voll von diesem Müll. Abfall aus Glas, Aluminium, Tabak, Kohle, vor allem aber aus Plastik. Dieser Unrat verunstaltet nicht nur unsere Ufer und birgt Verletzungsgefahren, er bedroht letztlich die Ökosysteme der Meere. Denn der Strandmüll landet oft im Ozean. Hunderttausende Seevögel, unzählige Fische und Tausende Meeressäuger sterben jährlich weltweit an dieser Meeresverschmutzung. Schildkröten verfangen sich in Plastiktüten und verenden qualvoll. Albatrosse verhungern, weil ihre Mägen voll gestopft sind mit kleinen Plastikteilchen. Laut einer Studie der UNEP (Umweltprogramm der UN) befinden sich schon heute Tausende Plastikteile auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche und auf dem Meeresboden.

Das muss nicht sein! Den eigenen Müll wieder mitnehmen ist die effektivste und einfachste Lösung. Leider beachten das nur wenige. Deshalb will DEEPWAVE e.V. als deutscher Partner des „International Coastal Clean Up Day“ auf die Vermüllung aufmerksam machen und einen Teil des Elbstrands reinigen.

Das große Sammeln startet am Samstag, 19. September 2015, um 15 Uhr am
Övelgönner Museumshafen (Bus 112 von Altona oder Fähren von Landungsbrücken, sowie von Finkenwerder). Von hier beginnend, arbeiten wir uns hoch zur „Strandperle“ und evtl. weiter bis Teufelsbrück. Denken Sie bitte an feste Kleidung.
Gemeinsames Handeln ist nicht nur sinnvoll, es macht auch Spaß!

Mehr Info unter https://dev.deepwave.org
Mehr Schutz für die Meere – wir tun was dafür! Unterstützen Sie die Arbeit von Deepwave e.V., bitte auch finanziell! Spendenkonto: Deepwave e.V., Konto: 1208 116 713, HASPA, BLZ: 20050550. Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.

EU-Umweltminister stellen Weichen für weniger Plastikmüll

BUND: EU-Umweltminister stellen Weichen für weniger Plastikmüll und effiziente Kreislaufwirtschaft in Europa

Am morgigen Dienstag berät der Umweltministerrat der Europäischen Union über einen Vorschlag der Kommission zur Abfallpolitik. Dabei geht es nicht nur um ein Verbot dünnwandiger Plastiktüten, es könnten mit dem Kreislaufwirtschaftspaket auch Weichen für ein insgesamt ressourceneffizienteres Europa gestellt werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltministerin Barbara Hendricks daher in einem offenen Brief aufgefordert, den Kommissionsvorschlag zu unterstützen, und appelliert an die EU-Umweltminister, die Beseitigung von Kunststoffabfällen zu verbessern sowie die Recyclingquoten zu erhöhen. Nach dem Willen des EU-Parlamentes und dem vorliegenden Kommissionsentwurf sollen bis 2030 künftig mindestens 80 Prozent der Kunststoffabfälle in Europa sortiert, gesammelt und wiederverwertet werden. Der europäische Durchschnitt liegt zurzeit bei etwa 25 Prozent; Deutschland recycelt bereits über 42 Prozent.

„Bis 2030 können wir durch effiziente Kreislaufwirtschaft bis zu 180.000 Arbeitsplätze in Europa schaffen, 72 Milliarden Euro und 443 Millionen Tonnen Treibhausgase einsparen. Auch vor dem Hintergrund der gerade beschlossenen Energie- und Klimaziele spielt es eine große Rolle, wie wir unsere Abfallwirtschaft in Europa künftig gestalten“, sagte der BUND-Geschäftsführer Olaf Bandt. Für einige Mitgliedstaaten sei die Umsetzung des vorgestellten Kreislaufwirtschaftspaketes eine große Herausforderung. Dies sei aber kein Grund, die ambitionierten Zielsetzungen abzuschwächen oder abzulehnen.

„Deutschland muss sich als Recycling-Vorbild für starke Ziele in der EU einsetzen und die betroffenen Länder beim Aufbau der nötigten Infrastruktur beratend und finanziell unterstützen. Mittel für Anlagen zur Sammlung, Sortierung und zum Recycling von Abfällen müssen vorrangig gegenüber Verbrennungsanlagen oder Deponien sein“, sagte Bandt. Außerdem müsse der Rahmen für eine erweiterte Verantwortung der Hersteller gesetzt werden und es brauche Instrumente, um Abfall zu vermeiden, Lebensmittelabfälle zu reduzieren, Produkte wiederzuverwenden und Bioabfälle separat zu sammeln und zu verwerten.

„Vor allem Plastikmüll gefährdet zunehmend unsere Ökosysteme und unsere Gesundheit“, sagte Bandt. „Als Mikroplastik landet Kunststoff in unseren Flüssen und Meeren und gelangt dadurch auch in die Nahrungskette. Mit einem Verbot der kostenfreien Abgabe von Plastiktüten können wir diese Gefahr eindämmen. Für alle Plastiktüten muss es eine Steuer oder Gebühr geben, damit wir unseren Verbrauch reduzieren“, so der BUND-Geschäftsführer.

Das EU-Parlament hatte im Januar 2014 beschlossen, bis 2020 dünne Tragetaschen mit einer Wandstärke von unter 0,05 Millimetern in allen EU-Mitgliedstaaten zu verbieten, und die EU-Kommission beauftragt, einen Vorschlag auszuarbeiten. Nun stellen die EU-Umweltminister mit ihrer Entscheidung die Weichen, ob der Vorschlag seinen Weg als Richtlinie in die Gesetzgebungen der EU-Mitgliedstaaten findet.

http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/eu-umweltminister-stellen-weichen-fuer-weniger-plastikmuell-und-effiziente-kreislaufwirtschaft-in-eu/

Plastic nanoparticles also harm freshwater organisms

Plastic nanoparticles also harm freshwater organisms

Organisms can be negatively affected by plastic nanoparticles, not just in the seas and oceans but in freshwater bodies too. These particles slow the growth of algae, cause deformities in water fleas and impede communication between small organisms and fish. These are the results of research carried out by Wageningen University and IMARES, part of Wageningen UR, published in the latest issue of Environmental Science and Technology. It is the first time that such effects of plastic on freshwater organisms have been studied.

Plastic in the oceans (plastic soup) has been thought to seriously affect aquatic life for some time, but until now little research has been carried out into the levels and effects of plastics in the freshwater environment. ‘The main sources of plastic are on land, so it is important to also look at the effects of plastic on land’, says Professor Bart Koelmans, leader of the Wageningen University and IMARES research group. ‘We know that nanoplastic particles are released during processes such as the thermal cutting of plastics and 3D printing and when small plastic particles are abrasion by sand – a process that probably also takes place in nature.’

Koelmans and his team carry out detailed research into the effects of plastic in the aquatic environment. They have previously published articles on the presence of plastic in fish, the accumulation of toxic substances from plastic and the effects on marine organisms such as mussels and lugworms.

Kairomones
In the study into the effects of tiny plastic particles in freshwater, PhD candidate Ellen Besseling and student Bo Wang exposed water fleas to various nanoplastic concentrations. At higher concentrations, algae growth declined. Water fleas were also smaller following exposure to nanoplastics and their offspring malformed in various ways. ‘These are the first malformations that have been seen in freshwater organisms and we do not yet know how big the problem really is’, says Ellen Besseling. She believes that more research is needed into the sources, concentrations and effects of nanoplastic in water and on other organisms.

The effects were studied with and without kairomones in the water. These are chemical substances that fish emit that act as a warning for water fleas. The researchers found it intriguing that the effect of the kairomones appeared to be stronger in the presence of nanoplastic. They therefore believe that, as chemical communication is used extensively – to find a partner or food or to avoid predators such as fish – this also shows that subtle disturbances may be taking place at low concentrations that are not easy to detect using standard ecotoxicological tests but that may result in changes to the food web in exposed ecosystems over time.

Source: Nanoplastic affects growth of S. obliquus and reproduction of D. magna, Ellen Besseling, Bo Wang, Miquel Lurling and Albert A. Koelmans, Environmental Science and Technology, http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es503001d

http://www.wageningenur.nl/en/newsarticle/Plastic-nanoparticles-also-harm-freshwater-organisms.htm

Coastal Clean-up Day at the Elbe beach in Hamburg

Plastic collection day at the Elbe beach in Övelgönne – Hamburg

The Marine conservation organization DEEPWAVE is organizing its 8th coastal clean-up day and litter collection day in Hamburg.

° Litter collection day in Hamburg on the 20th September, 3pm, Museum Port
° The plastic footprint: A staggering 6 million tons yearly increase of plastic litter in the world’s oceans
° Rivers deliver the trash to the seas
° Marine creatures die horribly as they mistake this litter for nourishment
° A practical solution would be avoidance of all litter on beaches and rivers

Hamburg, 18.9.2014 – Plastic litter is is increasingly contaminating the worlds seas. The UN Environmental Authority states the increase as lying at a rate of 6.000.000 tons per year. In the Atlantic a plastic footprint equivalent in size to Germany and Poland together, consisting of human emanated waste swims around. Landfill rubbish, illegal trash disposal, fishing accessories, free-time activities on the coasts etc. all act together with the rivers as the deliverers of trash for carelessly disposed of land rub-bish.

The accumulation of plastic trash in the oceans presents an acute danger for marine species It takes 450 years for plastic to finally rot. Every year this long living material is responsible for the death of thousands of marine organisms, through choking or entanglement.

In order to draw attention to this problem, the American environmental organization Ocean Conservancy organized the first international litter collection day as long as 28 years ago.

Since then, on the 3rd Saturday in September a coastal clean up day has taken place on the beaches and rivers of the world. Everyone who wants to, can take part.

In Hamburg, the Hamburger Marine Conservation organization DEEPWAVE is organizing for the 8th time this collection event. “Land based trash which has no business in our rivers and on our beaches, eg: cigarette butts, tampons, used fireworks, injection nee-dles, and PET bottles find their way into the oceans “, explains the marine biologist Dr. Onno Groß of DEEPWAVE on the typical contents of this floating plastic litter. Carelessness in disposal is mostly responsible – people just leave their trash lying around.

Things also don’t look to good along the Elbe beaches. Nearly 25% of Elbe sand consists today of minute plastic particles, which can, through the food chain, end up within the human metabolism.

A practical point towards a solution is seen by Dr. Groß, in an awareness programme, with a connected litter avoidance strategy. “If every beach visitor were to take their trash with them, this would contribute immensely in keeping the oceans and it’s inhabitants safe. A consequential division of house rubbish and the re-cycling of plastic waste is an-other point where all can contribute. Those who to wish to take part in our yearly clean-up action are also heartily welcome”.

In the long-term the only way to solve this problem is to achieve a reduction in the world-wide production of plastics. Onno Groß see’s within this context the positive influence of the consumer, and advises: “Check out your own shopping customs and behaviour, and in future disregard over packed plastic packaged foodstuffs.

Kontakt
DEEPWAVE e.V.
E-Mail: info@deepwave.org
www.deepwave.org

Hintergrundmaterial
• www.deepwave.org / www.deepwave.org/category/plastik-in-den-meeren/
• www.oceanconservancy.org/icc

Bilder vom letzten Müllsammeltag finden sich hier:
http://www.flickr.com/photos/64068253@N00/sets/72157627700043960/

Kurzfilm zum Müllsammeltag 2007
http://www.youtube.com/watch?v=zhMLqe_YN48&feature=related
Weiteres Film- und Fotomaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

Unterstützung
Unterstützen Sie bitte die Arbeit der Organisation DEEPWAVE e. V. So können Sie etwas für unsere Meere und Ge-wässer tun.

Spendenkonto: Deepwave e.V.
Konto: 1208 116 713
Hamburger Sparkasse, BLZ: 20050550

Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.

DEEPWAVE e.V. ist gemäß Freistellungsbescheid vom 20.04.2012 des Finanzamts Hamburg für Körperschaften wegen Förderung des Umweltschutzes als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt. Vereinsregister 17656, Amtsgericht Hamburg.

Coastal Clean Up Day 20.9.2014 Hamburg

Zum 8. Mal veranstalten wir den

Coastal Clean Up Day in Hamburg

Machen Sie mit beim großen DEEPWAVE-Müllsammeltag
am Samstag 20. September 2014 ab 15 Uhr

Treffpunkt: Museumshafen Övelgönne, Hamburg

Flaschen, Dosen, Kippen, Tüten, Grillreste – unsere Strände sind voll von diesem Müll. Abfall aus Glas, Aluminium, Tabak, Kohle, vor allem aber aus Plastik. Dieser Unrat verunstaltet nicht nur unsere Ufer und birgt Verletzungsgefahren, er bedroht letztlich die Ökosysteme der Meere. Denn der Strandmüll landet oft im Ozean. Hunderttausende Seevögel, unzählige Fische und Tausende Meeressäuger sterben jährlich weltweit an dieser Meeresverschmutzung. Schildkröten verfangen sich in Plastiktüten und verenden qualvoll. Albatrosse verhungern, weil ihre Mägen voll gestopft sind mit kleinen Plastikteilchen. Laut einer Studie der UNEP (Umweltprogramm der UN) befinden sich schon heute Tausende Plastikteile auf jedem Quadratkilometer Meeresfläche und auf dem Meeresboden.

Das muss nicht sein! Den eigenen Müll wieder mitnehmen ist die effektivste und einfachste Lösung. Leider beachten das nur wenige. Deshalb will DEEPWAVE e.V. als deutscher Partner des „International Coastal Clean Up Day“ auf die Vermüllung aufmerksam machen und einen Teil des Elbestrands reinigen.

Das große Sammeln startet am Samstag, 20. September 2014, um 15 Uhr am
Övelgönner Museumshafen (Bus 112 von Altona oder Fähren von Landungsbrücken sowie von Finkenwerder). Von hier beginnend, arbeiten wir uns hoch zur „Strandperle“ und evtl. weiter bis Teufelsbrück. Denken Sie bitte an feste Kleidung.

Gemeinsames Handeln ist nicht nur sinnvoll, es macht auch Spaß!
Mehr Info unter www.deepwave.org

Mehr Schutz für die Meere – wir tun was dafür! Unterstützen Sie die Arbeit von Deepwave e.V., bitte auch finanziell! Spendenkonto: Deepwave e.V., Konto: 1208 116 713, HASPA, BLZ: 20050550. Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.

Its a Plastic World – great short movie

In my holidays I saw a secluded beach that was littered with plastic waste. I asked myself how this could be possible. Back home, I began to fathom the causes of this. The problem is that the ocean is completely polluted with plastic. A lot of plastic is washed up on beaches worldwide. This and many other bad facts led me to make my degree movie about the material plastic and its follow far-reaching.

It took weeks collecting facts, writing a story and draw a storyboard. After four months production time the movie is finished. With two excellent speakers and a nice music, made by Alexander Rösch, I’m very proud to present you “It’s a plastic world”. Many NGO’s like Greenpeace, WWF or PlasticOceans endorsed the movie und spread it too. I’m very glad for everyone who will spread the movie!!

http://itsaplasticworld.com/

Movie in German
http://itsaplasticworld.com/movie-deutsch/

UBA-Outdoorjacken-Test: Wetterschutz schädigt die Gewässer

UBA-Outdoorjacken-Test: Wetterschutz schädigt die Gewässer

Zu viele umweltschädliche Chemikalien in Outdoorjacken

Aus wetterfesten Funktionsjacken treten umweltschädliche fluorhaltige Chemikalien aus, die aus der wasserabstoßenden Schicht dieser Textilien stammen. Sie gelangen unter anderem beim Waschen in die Umwelt. In Kläranlagen werden sie nicht abgebaut und gelangen so in Flüsse, Meere und das Grundwasser und reichern sich letztlich im Körper von Mensch und Tier an. Das Umweltbundesamt ließ 15 wetterfeste Funktionsjacken und fünf Imprägniermittel auf poly- und perfluorierte Chemikalien, kurz PFC, untersuchen. Mit der Studie sollten die Emissionen von PFC aus Jacken und das damit verbundene Risiko für Mensch und Umwelt ermittelt werden. Maria Krautzberger, Präsidentin des Umweltbundesamtes:„Leider bleiben die Imprägnierungen nicht in den Jacken, sondern verflüchtigen sich in die Luft oder gelangen beim Waschen in die Kläranlagen und von dort in die Gewässer. Die Jacken geben im Vergleich zu anderen Quellen zwar relativ wenig PFC an die Umwelt ab, dennoch stellt sich die Frage, ob diese Art der Imprägnierung wirklich sein muss.“ Das Umweltbundesamt plädiert für strengere Vorschriften für PFC.
Einige Hersteller setzen bereits auf PFC-freie Imprägnierungen.

In allen 15 getesteten Jacken wurden PFC nachgewiesen, die durch Waschprozesse und Ausgasung in die Umwelt freigesetzt werden. Dort verbleiben sie eine lange Zeit, werden weltweit in der Umwelt verteilt und reichern sich in Organismen an. Für einige PFC ist nachgewiesen, dass sie die Fortpflanzung schädigen.

Poly- und perfluorierte Chemikalien (PFC) werden häufig in Jacken, Hosen oder Sportbekleidung eingesetzt, um diese wasser- und schmutzabweisend zu machen. Weltweit lassen sich diese Chemikalien in der Umwelt und in Organismen nachweisen: in Flüssen, Meeren, der Tiefsee und im Grundwasser, in unserem Blut und sogar in Eisbären. In der Umwelt werden sie nicht abgebaut, sondern mit Luft- und Wasserströmungen bis in die Arktis transportiert. Organismen nehmen PFC über die Luft, das Wasser und mit der Nahrung auf und reichern sie im Körper an. Die neue Untersuchung im Auftrag des Umweltbundesamtes zeigt, inwieweit wetterfeste Funktionsjacken zu PFC-Belastungen in der Umwelt beitragen.

Die Konzentrationen der PFC in den Jacken fallen sehr unterschiedlich aus. Sie reichen von 0,03 bis 718 Mikrogramm pro Quadratmeter Stoff (µg/m²). Es ließen sich 20 verschiedene PFC nachweisen. Davon überschritten einige eine Konzentration von 1 µg/m². Dieser Wert gilt bisher nur für die verbotene Perfluoroktansulfonsäure, PFOS als gesetzlich festgelegter Grenzwert. Bei der Bewertung anderer PFC kann man sich an diesem Grenzwert orientieren.
Erfreulicherweise wurde in keiner der Jacken PFOS oberhalb dieses Wertes gefunden. Nachweisen ließen sich dagegen höhere Konzentrationen der besonders besorgniserregenden Perfluoroktansäure, PFOA. Hier lag der Höchstwert bei 4,6 µg/m². Besonders auffällig waren die Mengen bestimmter Vorläuferverbindungen von PFOA und anderen PFC. Ihre Konzentrationen erreichten bis zu 698 µg/m². Sie dünsten schnell in die Luft aus und werden in der Umwelt zu langlebigen PFC wie PFOA abgebaut. Imprägniermittel, die ebenfalls im Rahmen dieser Studie getestet wurden, enthielten überwiegend diese flüchtigen Verbindungen. Hier wurden Werte bis zu 225 Mikrogramm pro Milliliter (µg/ml) gemessen.

Das UBA hat bereits 6 PFC als besonders besorgniserregende Stoffe für die REACH-Kandidatenliste vorgeschlagen. Besonders besorgniserregende Stoffe sollen nach der REACH-Verordnung schrittweise durch geeignete Alternativstoffe ersetzt werden, sofern diese wirtschaftlich und technisch tragfähig sind. Um die Risiken der PFC in Erzeugnissen zu minimieren, empfiehlt das UBA zusätzlich den Import solcher Erzeugnisse durch die REACH-Verordnung beschränken zu lassen. Einige Textilunternehmen sind bereits auf fluorfreie Imprägnierungen umgestiegen oder haben dies für die kommenden Jahre angekündigt.
Maria Krautzberger: „Der Wetterschutz vieler Textilien ist zu übertrieben. Hier orientieren sich die Hersteller eher an extremen Verhältnissen. Kunden sollten daher zunächst überlegen, wie stark die Produkte wirklich Wasser oder Schmutz abweisen müssen. Uns bestätigt die Studie darin, die Herstellung und den Einsatz von PFC mit der EU-Chemikalienverordnung REACH weiter zu beschränken“.

In Kürze wird Deutschland gemeinsam mit Norwegen der EU eine gesetzliche Beschränkung für PFOA und deren Vorläuferverbindungen vorschlagen. Dazu gehören auch Grenzwerte für Erzeugnisse, beispielsweise Textilien, Medizinprodukte- und Haushaltswaren.
Weitere Informationen:

Die Hochschule Fresenius in Idstein untersuchte für das UBA 15 wetterfeste Funktionsjacken und fünf Imprägniermittel. Zum Vergleich wurde auch eine Arbeitsjacke in den Test einbezogen. Bestimmt werden sollte, welche PFC und wie viel davon aus den Jacken in die Umwelt gelangen können; durch Ausgasung, Waschen und Imprägnieren. Die Jacken stammen aus verschiedenen Preissegmenten und von mehreren Herstellern. Sie wurden 2011 für den Test eingekauft. Eine Unterscheidung nach Herstellungsländern war nicht möglich, weil keine der Jacken komplett in der EU hergestellt wurde. Zusätzlich untersuchten die Chemiker Imprägniersprays und Imprägnierwaschmittel.

Bisher standen überwiegend die sogenannten „langkettigen“ PFC im Fokus von Wissenschaft und Behörden. Wegen ihrer hohen Stabilität und der Anreicherung in der Umwelt und im Körper ersetzen die fluorchemische Industrie und die Textilunternehmen die „langkettigen“ PFC zunehmend durch „kurzkettige“ PFC. Doch auch diese Ersatzstoffe verursachen Probleme: Sie sind genauso stabil, jedoch viel mobiler und gelangen so in das Grund- und das Trinkwasser. Noch gibt es keine effizienten und kostengünstigen Verfahren, sie wieder aus dem Wasser zu entfernen.

http://www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/uba-outdoorjacken-test-wetterschutz-schaedigt-die

Nordostatlantik-Anrainer beschließen Aktionsplan gegen die Vermüllung der Meere

Gemeinsam gegen die Vermüllung der Meere
Nordostatlantik-Anrainer beschließen regionalen Aktionsplan

Die Anrainerstaaten des Nordostatlantiks wollen gemeinsam gegen die Vermüllung der Meere vorgehen. Auf der OSPAR-Jahrestagung in Cascais (Portugal), die heute am 27.Juni zu Ende gegangen ist, einigten sie sich auf einen „regionalen Aktionsplan“. Das darin enthaltene Bündel an Maßnahmen soll dazu beitragen, dass künftig deutlich weniger Abfälle in den Nordostatlantik gelangen als bisher und ein Teil des bereits im Meer befindlichen Mülls entfernt wird. Zum Nordostatlantik gehört auch die Nordsee.

Verpackungsmaterialien aus Kunststoff, die über Flüsse von Land aus ins Meer gelangen, Überreste von Freizeitaktivitäten an den Stränden, aber auch herrenlose Fischereigeräte aus Kunststoff und Abfälle aus der Seeschifffahrt tragen zur Vermüllung der Meere bei und sind häufig Ursache für negative Auswirkungen auf Meereslebewesen und Seevögel.

Zu den nun beschlossenen Maßnahmen gehören unter anderem eine angemessene Entsorgung von Schiffsabfällen in Häfen, die Reduktion des Einsatzes von Mikroplastik und die Erarbeitung von Bildungsmaterialien. Darüber hinaus soll die Anwendung effektiver Reinigungsmaßnahmen ausgeweitet werden. Dazu zählt vor allem die Fishing-For-Litter-Initiative, bei der Fischer mit ihren Netzen aufgefangene Abfälle nicht wieder über Bord werfen, sondern in den Häfen entsorgen. Aus Sicht der Bundesregierung stellt zudem die geordnete Abfallentsorgung an Land eine der wesentlichen Komponenten zur Verringerung des landseitigen Eintrags von Meeresmüll dar.

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium Gunther Adler betonte: „Die ständig zunehmende Vermüllung stellt eine massive Bedrohung für unsere Meeresökosysteme dar. Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit konkreten Schritten der Bekämpfung des Mülls widmen. Der regionale Aktionsplan von OSPAR ist ein wesentlicher sichtbarer Schritt in die richtige Richtung. Wir werden nun alles daran setzen, als nächstes im Frühjahr 2015 im Rahmen der Ostseekooperation HELCOM einen regionalen Aktionsplan zu verabschieden.“

Die Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, welche den EU-Mitgliedstaaten das Ziel vorgibt, bis 2020 einen guten Umweltzustand in allen europäischen Meeren zu erreichen, benennt die Bekämpfung der Meeresvermüllung als eine ganz wesentliche Komponente. Deutschland wird europaweit als Vorreiter bei der Bekämpfung der Meeresvermüllung wahrgenommen. Bereits auf der Konferenz zum Thema Meeresmüll im April 2013, die vom Umweltbundesamt im Auftrag des Bundesumweltministeriums gemeinsam mit der Europäischen Kommission veranstaltet worden ist, wurden regionale Aktionspläne für die vier europäischen Meeresregionen beschlossen.

UBA-Präsidentin Maria Krautzberger erklärte: „Mit den regionalen Aktionsplänen der internationalen Meeresschutz-Übereinkommen haben wir eine gute Grundlage, um die Abfalleinträge in die Meere schrittweise zu verringern. Es ist jetzt wichtig, dass alle europäischen Meeresregionen zusammenwirken. Nur so kommen wir dem Ziel eines guten Zustands für alle europäischen Meere bis 2020 näher. Die Vermüllung der Meere ist eines der größten Umweltprobleme. Das Umweltbundesamt wird sich auch künftig stark für den Meeresschutz engagieren.“

Das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt waren maßgeblich an der politischen sowie fachlichen Erarbeitung des OSPAR-Plans beteiligt.
Hintergrund:

OSPAR steht für die zwischenstaatliche Oslo-Paris-Kommission. Ihre Aufgabe ist es, die Oslo- und die Pariskonvention zum Schutz des Nordatlantiks zu umzusetzen.

HELCOM steht für die zwischenstaatliche Helsinki-Kommission. Diese setzt die Helsinki-Konvention um, die den Schutz der Meeresumwelt in der Ostsee garantiert.

Die Abfallmengen in den Meeren werden derzeit auf über 100 Millionen Tonnen geschätzt. Etwa Dreiviertel davon bestehen aus Kunststoffen. Jährlich kommen derzeit bis zu 6,4 Millionen Tonnen hinzu. Etwa 70 Prozent der Abfälle sinken zu Boden, der Rest wird entweder an Strände gespült, treibt an der Wasseroberfläche oder in tieferen Meeresschichten. Durchschnittlich 13.000 Plastikmüllpartikel treiben mittlerweile auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche. In der Nordsee sollen sich allein 600.000 Kubikmeter Abfälle befinden.

http://www.bmub.bund.de/presse/pressemitteilungen/pm/artikel/gemeinsam-gegen-die-vermuellung-der-meere/?tx_ttnews[backPid]=82

Plastic Waste Causes Financial Damage of US$13 Billion to Marine Ecosystems Each Year

Plastic Waste Causes Financial Damage of US$13 Billion to Marine Ecosystems Each Year as Concern Grows over Microplastics

UNEA: Concern is growing over the threat that widespread plastic waste poses to marine life, with conservative estimates of the overall financial damage of plastics to marine ecosystems standing at US$13 billion each year, according to two reports released on the opening day of the first United Nations Environment Assembly.

The eleventh edition of the United Nations Environment Programme (UNEP) Year Book looks at ten issues flagged as emerging by previous reports over the past decade, including plastic waste in the ocean. The UNEP Year Book 2014 gives an update on each issue and provides options for action. Other areas covered include the environmental impacts of excess nitrogen and marine aquaculture, air pollution’s deadly toll, and the potential of citizen science.

Valuing Plastic, a UNEP-supported report produced by the Plastic Disclosure Project (PDP) and Trucost, makes the business case for managing and disclosing plastic use in the consumer goods industry. It finds that the overall natural capital cost of plastic use in the consumer goods sector each year is US$75 billion – financial impacts resulting from issues such as pollution of the marine environment or air pollution caused by incinerating plastic.

The report says that over 30 per cent of the natural capital costs of plastic are due to greenhouse gas emissions from raw material extraction and processing. However, it notes that marine pollution is the largest downstream cost, and that the figure of US$13 billion is likely a significant underestimate.

„Plastics have come to play a crucial role in modern life, but the environmental impacts of the way we use them cannot be ignored,“ said Achim Steiner, UN Under-Secretary-General and UNEP Executive Director. „These reports show that reducing, recycling and redesigning products that use plastics can bring multiple green economy benefits – from reducing economic damage to marine ecosystems and the tourism and fisheries industries, vital for many developing countries, to bringing savings and opportunities for innovation to companies while reducing reputational risks.“

„Our economies are still largely fossil-fuel based, with the environmental, economic and health costs hidden,“ he added. „For example, in the polar regions, scientists have recently found tiny pieces of plastic trapped in sea ice. Transported by ocean currents across great distances, these contaminated particles eventually become a source of chemicals in our food. The key course of action is to prevent plastic debris from entering the environment in the first place, which translates into a single powerful objective: reduce, reuse, recycle.“
A large and unquantifiable amount of plastic waste enters the ocean from littering, poorly managed landfills, tourist activities and fisheries. Some of this material sinks to the ocean floor, while some floats and can travel over great distances on ocean currents – polluting shorelines and accumulating in massive mid-ocean gyres.

There have been many reliable reports of environmental damage due to plastic waste: mortality or illness when ingested by sea creatures such as turtles, entanglement of animals such as dolphins and whales, and damage to critical habitats such as coral reefs. There are also concerns about chemical contamination, invasive species spread by plastic fragments, and economic damage to the fishing and tourism industries in many countries – by, for example, fouling fishing equipment and polluting beaches.

Since 2011, when the UNEP Year Book process last looked at plastic waste in the ocean, concern has grown over microplastics (particles up to 5 mm in diameter, either manufactured or created when plastic breaks down). Their ingestion has been widely reported in marine organisms, including seabirds, fish, mussels, worms and zooplankton.
One emerging issue is the increasing use of microplastics directly in consumer products, such as microbeads in toothpaste, gels and facial cleansers, the Year Book says. These microplastics tend not to be filtered out during sewage treatment, but are released directly into rivers, lakes and the ocean.

Communities of microbes have been discovered thriving on microplastics at multiple locations in the North Atlantic. This „plastisphere“ can facilitate the transport of harmful microbes, pathogens and algal species. Microplastics have also been identified as a threat to larger organisms, such as the endangered northern right whale, which is potentially exposed to ingestion through filter-feeding.
Production trends, use patterns and changing demographics are expected to cause increasing plastic use, and both reports call for companies, institutions and consumers to reduce their waste.

Valuing Plastic finds that consumer goods companies currently save US$4 billion each year through good management of plastic, such as recycling, and that there is potential for greater savings. However, plastic use disclosure is poor: of 100 companies assessed, less than half reported any data relevant to plastic.

„The research unveils the need for companies to consider their plastic footprint, just as they do for carbon, water and forestry,“ said Andrew Russell, Director of the PDP. „By measuring, managing and reporting plastic use and disposal through the PDP, companies can mitigate the risks, maximize the opportunities, and become more successful and sustainable.“

Initiatives such as the PDP and the UNEP-led Global Partnership on Marine Litter have helped raise awareness of, and begun to address, the issue. However, much more needs to be done. Recommendations for further action from the reports include:
• Companies should monitor their plastic use and publish the results in annual reports.
• Companies should commit to reducing the environmental impact of plastic through clear targets and deadlines, and innovate to increase resource efficiency and recycling.
• There should be an increased focus on awareness campaigns to discourage littering and prevent plastic waste from reaching the ocean. An application that allows consumers to check whether a product contains microbeads is already available and is expanding its coverage internationally. It can be downloaded from http://get.beatthemicrobead.org/
• Since plastic particles can be ingested by marine organisms and potentially accumulate and deliver toxins through the food web, efforts should be stepped up to fill the knowledge gaps and better understand the capacity of various plastics to absorb and transfer persistent, toxic and bioaccumulating chemicals.

„Natural capital valuation has the power to help organizations understand their environmental impacts, including pollution of the ocean,“ said Richard Mattison, Trucost Chief Executive. „By putting a financial value on impacts such as plastic waste, companies can further integrate effective environmental management into mainstream businesses. By highlighting the savings from reuse and recycling, it builds a business case for proactive sustainability improvements.“

Other issues
„Ten years ago UNEP alerted the world to the development of dead zones in coastal waters resulting from excess nitrogen seeping into the water,“ said Mr. Steiner. „That was in the first edition of the Year Book series. In the intervening period many more emerging issues have been identified, with some rising to crisis level and others showing encouraging improvement.“

„The 2014 Year Book shows how scientific endeavours and policy actions have led to innovative solutions and vital advancements,“ he added. „It reconfirms the critical role that the environment plays in maintaining and improving the health of people and ecosystems; from well-managed soils and nutrients that underpin food production to the critical role of biodiversity in protecting human health against the spread of infectious diseases. Clean air in our cities prevents the premature death and illness of millions and can save society trillions of dollars.“
The UNEP Year Book 2014 lays out the state of play in critical areas, including:
Nitrogen
First looked at in 2003 by the Year Book team, nitrogen continues to be used inefficiently as a plant nutrient in many of the world’s agricultural systems. The amount of usable nitrogen produced by humans is now about 190 million tonnes per year, greater than the 112 million tonnes created through natural processes.
As nitrogen moves through the environment, the same nitrogen atom can contribute to multiple negative effects in the air, on land, in freshwater and marine systems, and on human health. This sequence continues over a long period and is referred to as the „nitrogen cascade“.

Excess nitrogen in the environment contributes to many problems, including:
• Coastal dead zones and fish kills due to severe eutrophication (a high concentration of nutrients, which leads to excessive plant growth and oxygen deprivation). There are currently over 500 known coastal dead zones in well-studied areas of the world, whereas in 2003 only around 150 such oxygen-depleted areas were reported. Once other regions start reporting, it is estimated that 1000 coastal and marine areas will be identified as experiencing the effects of eutrophication.
• Nitrogen emissions to the air, notably those of nitrous oxide (N2O), contribute to climate change. Sometimes referred to as the „forgotten greenhouse gas“, N2O is over 300 times more effective at trapping heat in the atmosphere than carbon dioxide over a 100-year period. Human activities such as agriculture, deforestation and fossil fuel combustion are increasing the amount in the atmosphere.

Better management practices are essential for improving nitrogen use efficiency, the Year Book finds. This is the most cost-effective option for reducing nitrogen losses to the environment from agricultural sources.
According to the recent UNEP-commissioned report, Our Nutrient World, a 20 per cent improvement in global nutrient use efficiency by 2020 would reduce annual use of nitrogen by an estimated 20 million tonnes. This could produce savings of between US$50 and US$400 billion per year in terms of improvements in human health, climate and biodiversity.

Marine Aquaculture
Aquaculture production has increased since the 1950s from 650 thousand tonnes to almost 67 million tonnes, and today provides half of all fish for human consumption. Marine aquaculture production by volume grew by 35 per cent during the last decade, while production in fresh and brackish water grew by 70 and 83 per cent, respectively.

While progress has been made towards making marine aquaculture more sustainable, environmental concerns remain. Fish farms can release nutrients, undigested feed and veterinary drugs to the environment. They can also increase risks of diseases and parasites and of harmful algal blooms. In some countries, certain forms of shrimp farming have destroyed large areas of coastal habitats, such as mangrove forests.
Healthy marine ecosystems are fundamental to reaching development goals, with respect to securing food and providing jobs. Marine aquaculture’s impacts and predicted growth call for strengthened efforts towards environmentally sound development of the sector to avoid the loss of important ecosystem services.

Technical innovations, the experience and growing skills of aquaculture producers, and improved knowledge of environmental impacts and operational and governance opportunities provide hope for a sustainable marine aquaculture sector supporting a growing world population with food and livelihoods.

Air Quality
The World Health Organization (WHO) estimates that in 2012, air pollution led to around 7 million premature deaths (one out of eight total global deaths), more than double previous estimates. It is the leading cause of environmentally related deaths.

Air quality is deteriorating in most cities where there are sufficient data to make comparisons with previous years. The WHO guideline for average annual fine particulate matter is 25 microgrammes per cubic metre. Cities in low- and middle-income countries far exceed this level. For example, in Kathmandu, Nepal, particulate matter (PM2.5) levels of over 500 microgrammes per cubic metre have been measured.
The cost of air pollution to the world’s most advanced economies, plus India and China, is estimated at US$3.5 trillion per year in lives lost and ill health. In Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) countries, the monetary impact of death and illness due to outdoor air pollution is estimated to have been US$1.7 trillion in 2010. Research suggests that motorized on-road transport accounts for about 50 per cent of that amount.

In light of the high costs related to the health and environmental effects of air pollution, all countries should invest in clean air policies, the report says.
Daily global air quality indices are available on UNEP Live: http://uneplive.unep.org/theme/index/2#

Citizen Science
Citizen science, research conducted in whole or part by the public, can go beyond simple data collection to help shape fundamental questions about our world and provide intriguing answers, the report finds. It has grown in the past decade, due in part to the Internet, social media, and other technologies. Opportunities to volunteer to take part in scientific research have exploded, from analyzing cancer data to theoretical physics.

Indigenous groups can make important contributions through citizen science, including the use of traditional knowledge, to help protect resources and influence environmental policies. Data and other information generated through citizen science projects have been shown to be reliable and accurate. However, there are barriers to realizing the full potential of citizen science, which can be overcome by:
• Better coordination among scientists and project developers to make use of and collaborate with established and proven projects, in order to reduce the redundancy of projects.
• Stronger recognition of data from citizen science by scientific communities.
• Global coordination to aggregate and analyze data generated by citizen science, which would help reveal valuable information that might be useful for policymakers.

Additional information
The UNEP Year Book 2014 is published in the form of an App and can be downloaded here: www.unep.org/yearbook/2014 and uneplive.unep.org/global

Valuing plastic: the business case for measuring, managing and disclosing plastic use in the consumer goods industry can be downloaded here: http://www.unep.org/pdf/ValuingPlastic/ The report will be discussed by Richard Mattison, CEO of Trucost, at the Plasticity Forum conference in New York on 24 June 2014. Information is available here: www.plasticityforum.com

About the United Nations Environment Assembly (UNEA)
UNEA is the highest-level UN body ever convened on the environment. It enjoys universal membership of all 193 UN member states as well as other stakeholder groups. With this wide reach into the legislative, financial and development arenas, the new body presents a ground-breaking platform for leadership on global environmental policy. UNEA boasts over 1200 participants, 170 national delegations, 80 ministers and 40 events during the five-day event from 23 to 27 June 2014 at UNEP’s Headquarters in Nairobi, Kenya.

http://www.unep.org/newscentre/Default.aspx?DocumentID=2791&ArticleID=10903&l=en

Kosmetikprodukte: Biowachspartikel als Alternative zu Mikroplastik

Primäres und sekundäres Mikroplastik landet über die Nahrungskette wieder auf unserem Teller. Quelle: Fraunhofer UMSICHT/Matthias Holländer
Primäres und sekundäres Mikroplastik landet über die Nahrungskette wieder auf unserem Teller. Foto: Fraunhofer UMSICHT/Matthias Holländer

Kosmetikprodukte: Biowachspartikel als Alternative zu Mikroplastik

Mikroplastik ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Abrasionspartikel in der Zahnpasta sind nur ein Beispiel für die unterschiedlichsten Anwendungen von Mikroplastik in der Kosmetikindustrie. Doch das Material steht seit einiger Zeit in der Kritik, da es sich in der Umwelt ansammelt und häufig Schadstoffe aufnimmt, die über Umwege auch in den menschlichen Körper gelangen können. Laut IKW, dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V., möchte die Kosmetikindustrie schon in naher Zukunft auf den Einsatz von Mikroplastik verzichten. Fraunhofer UMSICHT stellt mit einem innovativen Verfahren marktfähige Alternativen her, die Forscher setzen dabei auf natürliche Materialien.

Als Mikroplastik werden kleine Plastikteilchen bezeichnet, die zwischen fünf Mikrometer und maximal fünf Millimeter groß sind. Sie begegnen uns in unserem täglichen Leben in den verschiedensten Kosmetikprodukten – vom Duschgel über Gesichtscreme bis zur Zahnpasta. Dabei werden die Gefahren, die von Mikroplastik ausgehen, seit längerem diskutiert: Über das Abwasser gelangt es in die Umwelt, wo sich an den Teilchen Schadstoffe, etwa Insektizide wie beispielsweise Dichlordiphenyltrichlorethan DDT, anlagern. Wird das Mikroplastik von Muscheln, Krebsen und anderen Meeresbewohnern gefressen, werden die Schadstoffe vom Tier aufgenommen, wo sie Entzündungen und Krankheiten hervorrufen können. Letztlich geraten die Schadstoffe so auch wieder in unsere Nahrungskette. Mikroplastik wurde schon in Honig, Trinkwasser und Bier nachgewiesen.

Mikroplastik in Kosmetik muss nicht sein

Mikroplastik gelangt auf zwei Wegen in die Umwelt: Zum einen zerfallen größere Plastikgegenstände wie Tüten oder Flaschen durch Sonneneinstrahlung und mechanische Einwirkungen. Das Mikroplastik entsteht also erst mit der Zeit, weswegen es auch als »sekundäres Mikroplastik« bezeichnet wird. Eine andere Quelle sind Produkte, in denen von vornherein Mikroplastik enthalten ist. Hier spricht man von »primärem Mikroplastik«. Die für den Peeling-Effekt in Zahnpasta, Duschgels etc. verwendeten Kleinst-Plastikpartikel aus Polyethylen PE oder Polypropylen PP werden über das Abwasser in die Meere gespült, da sie in Kläranlagen nur schwer herausgefiltert werden können.

Gegen Mikroplastik, das bei der Zersetzung von größeren Kunststoffteilen entsteht, kann zum jetzigen Zeitpunkt nur wenig unternommen werden. »Mikroplastik in Kosmetikprodukten muss jedoch nicht sein«, so der Wissenschaftler Dr. Sebastian Pörschke, der bei Fraunhofer UMSICHT zum Thema Biowachspulver und dessen Anwendungsmöglichkeiten forscht, und fügt hinzu: »Hier könnten auch alternative Werkstoffe eingesetzt werden. Sand und Nussschalen zum Beispiel oder Salze. Sand und Nussschalen wirken jedoch sehr abrasiv in den Verarbeitungsanlagen und lassen diese schnell verschleißen; und Salze sind wasserlöslich, weshalb sie nicht für alle Produkte geeignet sind.«

An einer besonders vielversprechenden Alternative auf Basis von Biowachsen wird zurzeit bei Fraunhofer UMSICHT gearbeitet. Bienenwachs, Karnaubawachs oder Candelillawachs sind nachwachsende Rohstoffe und – im Gegensatz zu Kunststoffen und Biokunststoffen – in Wasser relativ schnell biologisch abbaubar. Wir nehmen solche Wachse übrigens als Bestandteil vieler Lebensmittel, beispielsweise in Form von Überzügen von Süßigkeiten, nahezu täglich auf.

Biowachspartikel nach Kundenwunsch

Fraunhofer UMSICHT kann mit der vorhandenen Verfahrenstechnik sowohl kaltgemahlene Biowachspulver als auch Pulver mit einem Hochdruckverfahren (PGSS, Particles from Gas Saturated Solutions) herstellen. Die kaltgemahlenen Partikel entsprechen in Größe und Form dem klassischen Mikroplastik. Es handelt sich um kubisch gebrochene Partikelformen, also kompakte Partikel mit geschlossenen Oberflächen.

Die Untersuchung von unterschiedlichen Kosmetikprodukten hat ergeben, dass das enthaltene Mikroplastik häufig eine Partikelgröße von etwa 100 bis 500 Mikrometer aufweist. Für die Herstellung dieser Partikelgröße eignet sich auch das Hochdruckverfahren. Das Wachs wird aufgeschmolzen und mit überkritischem Kohlenstoffdioxid bei hohen Drücken vermischt. Fraunhofer UMSICHT verwendet Kohlenstoffdioxid, das als Abgas bei der Düngemittelherstellung entsteht. Anstatt direkt in die Atmosphäre zu gelangen, wird das Abgas auf diese Weise noch einmal sinnvoll genutzt. Die Mischung wird anschließend durch eine Düse auf Umgebungsdruck entspannt, wobei das Wachspulver entsteht – bei Fraunhofer UMSICHT bis zu 300 kg Pulver pro Stunde. Im Gegensatz zum bisher gängigen Mahlverfahren können so speziell konfektionierte Partikel produziert werden. »Je nach Kundenwunsch sind Kugeln, poröse Partikel, Mikroschwämmchen oder unterschiedliche Fasern möglich, um nur einige Beispiele zu nennen«, erklärt Pörschke.

Zurzeit wird in Oberhausen an weiteren Biowachsen wie Beerenwachs, Reiswachs oder auch Sonnenblumenwachs geforscht. Man ist sich einig, mit den pulverisierten Biowachsen zur Lösung des Mikroplastik-Problems beitragen zu können.

Die Biowachspartikel, die mit dem Hochdruckverfahren hergestellt werden, sind nicht nur auf ihre abrasive Wirkung beschränkt, sondern könnten mit einer zusätzlichen Funktion ausgestattet werden. Pörschke: »Mikroschwämme etwa könnten neben ihrer Peeling-Eigenschaft zusätzlich auch als Transportpartikel für flüssige Wirkstoffe dienen.« Denkbar sind auch Partikel, in denen eine Flüssigkeit oder ein Feststoff verkapselt sind, die bei Gebrauch gezielt freigesetzt werden.

Die Diskussion um das Thema Mikroplastik und seine vielversprechenden Alternativen bleibt spannend.
Weitere Informationen:

http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/biuz.201310497/full – Weitere Informationen über Mikroplastik

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0269749113004387 – Mikroplastik in der Tiefsee (engl.)

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0269749113001140 – Körperliche Auswirkungen von Mikroplastik auf marine Organismen (engl.)

Mikroplastik aus Peeling-Produkten (li.) und gemahlenes Karnaubawachs (re.) haben ähnliche Eigenschaften. Quelle: Fraunhofer UMSICHT
Mikroplastik aus Peeling-Produkten (li.) und gemahlenes Karnaubawachs (re.) haben ähnliche Eigenschaften. Foto: Fraunhofer UMSICHT

//