Plastic Pollution - wie wir die Meere mit Plastik vermüllen und wie nicht

Gemeinsam gegen die Vermüllung der Meere, Strände und Küsten

Machen Sie mit und veranstalten Sie Ihren eigenen „Coastal Cleanup Day“. Dabei gilt: Je besser die Planung im Vorfeld, desto effektiver wird die Sammelaktion. Folgende Punkte sollten dabei berücksichtigt werden:

* Gebietsauswahl – Informieren Sie sich vor jeder Aktion möglichst genau über das Gebiet. Besonders wichtig sind Informationen über Schutzstatus, Bebauung, Zuflüsse und Einleitungen von Landesseite sowie geografische Besonderheiten und gefährdete Tier- und Pflanzenarten.
* Genehmigung – Holen Sie bei der zuständigen Gemeinde, dem Hafenamt oder dem Wasser- und Schifffahrtsamt eine entsprechende Genehmigung für Ihre Aktion ein. In Schutzgebieten muss auch die verantwortliche Umweltbehörde informiert werden.
* Ausrüstung und Logistik – Nehmen Sie rechtzeitig Kontakt mit Ihrer Gemeindeverwaltung und dem zuständigen Abfallentsorger auf und stellen Sie sicher, dass der gesammelte Müll abtransportiert und umweltgerecht entsorgt wird. Achten Sie darauf, dass ausreichend Sammelsäcke und -behälter, Handschuhe und Greifwerkzeuge zur Verfügung stehen. Für ein qualitatives und quantitatives Müll-Monitoring, bei dem die Müllmenge genau erfasst wird, benötigen Sie zusätzlich Waagen, Taschenrechner, Maßbänder, vorbereitete Listen zum Erfassen der Abfälle und einen Fotoapparat.
* Müllerfassung – Als Standard für Müllerfassungen empfiehlt der NABU die Richtlinien des Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (OSPAR). Der Meldebogen kann von dieser Seite heruntergeladen werden.
* NABU-Informationen – Informieren Sie den NABU-Bundesverband über ihre geplanten Sammelaktionen. Das NABU-Infoblatt „Strandreinigung und Spülsaum-Monitoring“ gibt dabei nützliche Tipps und Anleitungen zur Müllerfassung.

Quelle und mehr Informationen:

Sammel- und Reinigungsaktionen. Am 25. September ist Coastal Cleanup Day beim NABU

Wenn jemand von den Lesern/Leserinnen dieses Blogs Informationen über lokale Sammelaktionen an Nord- und Ostsee hat, bitte als Kommentar zu diesem Beitrag berichten!

Samstag 18. September Elbstrandreinigungstag und “Coastal Clean Up Day Hamburg“

DEEPWAVE Newsletter Elbstrandreinigungstag

+++ Samstag 18. September Elbstrandreinigungstag und
“Coastal Clean Up Day Hamburg“

Liebe Freunde und Förderer des Meeresschutzes,

schon ist es wieder September und unser traditioneller „ELBSTRANDREINIGUNGSTAG“ steht wieder vor der Tür. Dieser ist Bestandteil des weltweiten Aktionstags „International Coastal Clean Up Day 2010“, der dieses Jahr zum 25. Mal begangen wird und an dem sich rund 1 Million Menschen beteiligen. Alle interessierten Hamburger sind herzlich eingeladen, sich an der Säuberungsaktion zu beteiligen. Wir wollen mit Ihrer Aktion auf die zunehmende Vermüllung des Elbstrandes und der Weltmeere aufmerksam machen.

Zum Hintergrund: Der Müll auf und in den Meeren ist eines der dringendsten Probleme der Welt. Weltweit sind die Plastikmüllmengen inzwischen so groß, dass sie zum Beispiel vom All aus im Pazifik registriert werden können. Jedes Jahr kostet menschlicher Abfall Tausenden von Organismen das Leben, indem sie daran ersticken oder darin verwickelt werden. Der Müll beeinträchtigt auch wichtige marine Lebensräume als Ganzes, wie die Korallenriffe und Seegrasbänke.

Ein wesentlicher Grund für die Müllmengen ist Unachtsamkeit – Menschen lassen den Müll einfach fallen. Doch der Abfall findet seinen Weg in die Ozeane. Plastikflaschen gelangen in den offenen Atlantik und der schwimmende Müll über die Ozeanströme bis in die Arktis und Antarktis. Beim Coastal-Clean-Up 2009 sammelten Umweltschützer an einem einzigen Tag an den Stränden der Welt rund 4000 Tonnen Unrat, rund 10,000,000 einzelne Abfallteile und auch wieder zahlreiche Tiere, die sich im Müll verstrickt hatten. Schätzungsweise eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische sterben jährlich weltweit an dieser Verschmutzung.

Dabei gibt es inzwischen sinnvolle Alternativen. Schon heute besteht die Möglichkeit, sich nicht zersetzendes Plastik in unserem Alltag durch Bio-Plastik aus nachwachsenden Polymeren (Mais, Kartoffeln) zu ersetzen. Dieses würde nach dem kurzfristigen Gebrauch binnen weniger Wochen zu Kompost verrotten. Reagiert haben inzwischen einige Fastfoodketten, die ihre Einwegverpackungen aus Bioplastik herstellen.

Treffpunkt Sammeln: Museumshafen Övelgönne, 15.00 Uhr
Unseren Flyer hierzu finden Sie hier zum Download.

Als persönlicher Ansprechpartner steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Onno Groß

Unterstützen Sie bitte die Arbeit der Organisation DEEPWAVE e. V.
So können Sie etwas für unsere Meere und Gewässer tun!

Spendenkonto:
Deepwave e.V.
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Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.

Mehr Schutz für die Meere: Wir tun etwas dafür – helfen Sie uns dabei!
Die gemeinnützige Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Belange der Ozeane und ihre gefährdeten Lebewesen ein. Mehr Informationen finden Sie unter www.deepwave.org.

 

Plastik: Die unterschätzte Gefahr

Von Müllstrudeln im Meer und Hormonstoffen im Blut: Wie der allgegenwärtige Kunststoff unsere Welt verändert

Doch, Plastik kann schön sein. Wenn man Tausende von Einkaufstüten aufschneidet und mit Klebeband aneinanderfügt, die Bahnen zu einem Ballon verklebt, wenn ein Ventilator das haushohe Gebilde aufbläst und Sonnenlicht durch die Folienhaut fällt, dann leuchten die farbigen Tüten wie Kirchenfenster. museo aero solar, so nennt die internationale Künstlergruppe ihre Kathedrale aus Müll, mit der sie seit 2007 um die Welt reist. In Mailand, in Lyon, in den USA und in Albanien haben Menschen Tüten dazugeklebt. Die dunklen, mit Filzstift bemalten Säcke stammen aus Medellin in Kolumbien, die mit den arabischen Schriftzeichen aus Sharjah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Jetzt wälzt sich der Ballon in Frankfurt vor dem Hangar auf dem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz. Die Morgensonne soll die Luft in der Hülle erwärmen, bis der Temperaturunterschied groß genug ist und der Ballon abhebt. Kunst aus Müll, aus dem wertlosesten, dem am weitesten verbreiteten Material überhaupt. Kaum ein Produkt verkörpert unseren verschwenderischen Lebensstil so gut wie die Plastiktüte. Im Durchschnitt wird eine Tüte acht Minuten lang benutzt, sagt Alberto Pesavento, einer der Initiatoren des museo aero solar. Acht Minuten, so lange dauert es, die Einkäufe vom Supermarkt zum Auto und vom Kofferraum in die Küche zu tragen. Und dann?

Alles, was wir brauchen
Grenzwerte, Studien, Einzelstoffe: Nicht nur Heribert Wefers, Referent beim BUND, findet diese Diskussion mittlerweile »ermüdend«. Mindestens so wichtig ist vielleicht die Frage: Brauchen wir das alles – Einwegflaschen und Trinkpäckchen, Plastikuhren und Überraschungseier, Flip-Flops und Wattestäbchen?

Sandra und Peter Krautwaschl leben mit ihren zwei Kindern in einem kleinen Ort bei Graz. Seit sie im November 2009 den Film Plastic Planet gesehen haben, machen sie einen Selbstversuch: plastikfrei leben. Über ihr Experiment, das ursprünglich nur einen Monat dauern sollte, berichten sie regelmäßig im Internet. Unter www.keinheimfuerplastik.at finden sich mittlerweile viele Tipps für den plastikfreien Alltag: Wo man Zahnbürsten aus Holz bestellen kann. Dass man Haare nicht nur mit Shampoo aus Plastikflaschen, sondern auch mit speziellen Seifen waschen kann. Zum Putzen benutzt Sandra Krautwaschl Essig und Zitronensäure und zum Duschen Lavaerde. Für drei Produkte sucht sie noch nach einem plastikfreien Ersatz: Mozzarella – anscheinend gibt es in der Umgebung von Graz kein Feinkostgeschäft, das unverpackten Büffelmozzarella führt –, Sonnenmilch und Chips.

Der Verzicht scheint der Familie gut zu bekommen. Ihr Leben sei entspannter geworden, seit sie bewusster einkaufe, schreibt Sandra Krautwaschl. Vieles, was aus Plastik besteht oder in Plastik verpackt ist, habe sich als überflüssig oder sogar schädlich herausgestellt: Bodylotions werden nicht nur in Kunststoffflaschen verkauft, sie enthalten selbst auch Weichmacher. Abgepackte Lebensmittel haben häufig lange Transportwege hinter sich. Wer loses Obst und Gemüse kauft und auf saisonale Produkte aus der Region zurückgreift, schont so zusätzlich die Umwelt.

Eine Welt ohne Plastik wird es nicht mehr geben, das wissen auch die Krautwaschls. Aber schon mit weniger Plastik wäre die Welt ganz anders. Noch schöner.

Quelle und vollständiger Artikel: Publik-Forum Nr.17 10.09.2010

NABU-Projekt „Meere ohne Plastik“

Eine aus meiner Sicht gute Nachricht. Der NABU als einer der großen deutschen Umweltschutz- und Naturschutzverbände hat in einem umfassenden Ansatz das Thema „Plastikmüll im Meer“ aufgegriffen. Das Projekt heißt „Meere ohne Plastik“.

Auszug aus der Webseite:

Projektinhalte sind die Erarbeitung zielgruppenspezifischer Informationsmaterialien und Maßnahmen zur Umweltbildung. Der NABU beteiligt sich an lokalen Reinigungsaktionen an Stränden und Ufern und unterstützt das Umweltmonitoring an der Nord- und Ostseeküste. Er setzt sich in Politik und Wirtschaft aktiv für eine bessere Abfallentsorgung in den Häfen ein und arbeitet dabei eng mit Umweltbehörden, Verbänden und Unternehmen der Abfallwirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt der NABU-Initiative steht ein Pilotprojekt zum „Fishing for Litter“ in Deutschland, Dabei können Fischer helfen, Abfälle aus dem Meer zu entfernen und in den Häfen umweltgerecht zu entsorgen. Vergleichbare Projekte werden seit Jahren erfolgreich in Großbritannien und den Niederlanden durchgeführt.

In seinem anschaulichen Informations-Faltblatt „Müllkippe Meer“ beschreibt der NABU das Müllproblem in den Ozeanen, stellt Initiativen und Organisationen vor und gibt einen Überblick über die geplanten NABU-Aktivitäten: Faltblatt „Müllkippe Meer“ (PDF)

Das Projekt verfolgt inhaltlich einen ähnlichen Ansatz wie DEEPWAVE e.V. (siehe Blogbeitrag „Plastikmeer – Meeresplastik“ und Broschüre „Meeresplastik„. Mit den zahlreichen Mitgliedern des NABU, regionalen und lokalen Arbeitsgruppen und den politischen Einflussmöglichkeiten dieser großen Organisation sehe ich ich gute Chancen, gemeinsam das Thema national und im EU-Rahmen politisch sowie lokal an vielen Orten praktisch anzugehen. Da DEEPWAVE e.V. nicht so flächendeckend wie der NABU in Deutschland vertreten ist, bieten sich jetzt für viele Interessierte neue Möglichkeiten, an dem Thema mitzuarbeiten. Letztlich läuft es auf eine einfache Logik hinaus. Jedes Stück Plastik, das nicht in der Natur landet oder am Flussufer, am Strand oder aus dem Meer entfernt wird, verbessert die Situation ein wenig.

Zum Abschluss einige Fotos, die ich vor wenigen Tagen am deutschen Ostseestrand gemacht habe. Ich hatte es mir angewöhnt, bei jedem Strandspaziergang mehrere Müllbeutel mitzunehmen und Plastik, Glasreste und Folien am Spülsaum aufzusammeln. Es war erstaunlich , wieviel eindeutig touristisch erzeugter Müll wie Bonbonpapier, Bonbontüten, Eisverpackung, Flaschen, Tüten, Plastikbecher und Metallfolie trotz sehr guter Ausstattung mit Mülleimern am Strand nach einem Tag Abstand immer wieder zu finden war. Für mich erschreckend war auch, wieviele Zigarettenkippen generell am Strand zu finden waren. Dieser Eindruck bestätigte die entsprechende Aussage im UNEP-Bericht 2009. Offensichtlich halten viele Leute den Strand für einen großen Aschenbecher. Da Zigarettenkippen giftig für Meerestiere sind, ist das noch ein besonderes Problem.

Plastikmüll ist schlimmster Meeresverschmutzer

:: Plastikmüll ist schlimmster Meeresverschmutzer

+ 25.08.2010 + Das größte Problem beim Plastikmüll ist seine relativ lange Haltbarkeit und die langsame Abbaurate. Die synthetische Polymerstruktur bleibt demnach Jahre bis Jahrzehnte erhalten.

Plastikabfall ist der schlimmste Meeresverschmutzer überhaupt. Zu diesem Schluss kommt ein US-Forscherteam im Fachmagazin Science. Die Wissenschaftler haben die Menge von Plastikabfall im Atlantik über einen Zeitraum von 22 Jahren hindurch untersucht. Ihrer Meinung nach hat die Abfallmenge in den vergangenen Jahren zwar ihren Höhepunkt erreicht, dennoch schwimmt in den Meeren immer noch zuviel Plastikabfall.

Was die Forscher allerdings am meisten interessiert hat, waren die im Meer schwebenden Plastikteilchen, die Hinweise auf die Meeresströmungen an der Oberfläche geben. „Die meisten Plastikteilchen, die wir gefunden haben, ind nicht mehr als ein paar Millimeter groß“, berichten die Wissenschaftler. Das traf auf mehr als 60 Prozent der insgesamt 6.136 Teilchen zu, die mit feinmaschigen Oberflächennetzen gesammelt wurden. Beteiligt an der Untersuchung waren neben der US-basierten Sea Education Association auch das Woods Hole Oceanographic Institution und die Unversity of Hawaii.

Genaue Mengenangaben fehlen bisher

„Meeresverschmutzung durch Plastikabfälle ist ein ernstzunehmendes Umweltproblem. Dennoch fehlen bisher jegliche Zahlen über die tatsächlichen Mengen“, so die Forscher. Das größte Problem beim Plastikmüll ist seine relativ lange Haltbarkeit und die langsame Abbaurate. Die synthetische Polymerstruktur bleibt demnach Jahre bis Jahrzehnte erhalten. Während im Pazifik zumindest in einem Teil die Plastikmüllproblematik bekannt ist, wurde das Problem im Atlantik bisher weitgehend ignoriert.

Das Forscherteam hat zwischen 1986 und 2008 insgesamt 6.000 Netze ausgelegt und mehr als 64.000 Plastikteile geborgen. Die größte Menge fiel im Jahr 1997 an. Damals konnten in einer 30-minütigen Aktion mit dem Oberflächenschleppnetz 1.069 Teilchen geborgen werden. Das entspricht einer Menge von 580.000 Plastikstückchen pro Quadratkilometer. Die anfallende Menge stand in direktem Zusammenhang mit einer Konvergenz der Oberflächenströmungen und der vorherrschenden Winde.

Wege genau verfolgbar

Mit Hilfe von Schwimmbojen konnten die Wissenschaftler den Weg des Plastikabfalls ziemlich genau verfolgen. Demnach dauert es weniger als 60 Tage bis der Müll von den Küstengewässern an der Ostküste der USA bis zu den Gebieten östlich der Bermudas wandert. Der größte Teil des Abfalls kommt mit großer Sicherheit vom Land. Zwischen 1976 und 2008 hat sich die Menge von weltweit erzeugtem Plastik verfünffacht.

„Wenn man an Deck eines Schiffes steht, sieht man relativ wenig vom Ausmaß dieses Müllstrudels, außer ein paar größere treibende Teile“, so der Filmemacher Werner Boote. Boote hat für seinem Kino-Dokumentarfilm „Plastic Planet“ den Pazifischen Müllstrudel, den Great Pacific Garbage Patch, besucht. „Doch unter der Wasseroberfläche treiben Plastikstückchen unterschiedlichster Größe und Herkunft wie bunte Konfetti. 80 Prozent des Kunststoffmülls – die UNO spricht von insgesamt weltweit jährlich rund sechs Mrd. Tonnen – gelangen über Flüsse in die Ozeane“, erklärt Boote.

Quelle: sonnenseite.com 25.08.10

Siehe auch:

Plastic Particles Permeate the Atlantic“ in Oceanus (Magazin der Woods Hole Oceanographic Institution) 20.08.10

How Bad Is the Plastic Pollution in the Atlantic?“ in Populat Mechanics vom 10.08.10

Study measures Atlantic plastic accumulation“ in BBC News 20.08.10

Kanada macht Bisphenol A zur Giftsubstanz

viellecht hilft dies den Plastikverbrauch zu senken….

Canada First Nation to Declare BPA a Toxic Substance

Canada is taking an historic step by becoming the first nation to add the chemical bisphenol A (BPA) to its official register of toxic substances.

BPA is the primary component in hard, clear polycarbonate plastics that are used in thousands of everyday consumer products such as baby bottles, CDs and DVDs, and the linings of food and beverage cans. Numerous studies have shown that BPA can cause or contribute to health problems ranging from heart disease and diabetes in adults to impaired brain and hormone development in children.

BPA is so pervasive, and present in so many products people use every day, that the chemical leaches into our food and water, and even permeates our skin. A report last week by Statistics Canada showed that 91 percent of people tested had BPA in their urine, with the highest concentrations found in children. Those results are consistent with previous studies conducted in the United States.

environment.about.com/b/2010/08/26/canada-declares-bpa-a-toxic-substance.htm?nl=1

DEEPWAVE e.V: Elbstrandreinigungstag 18.September 2010


+++ DEEPWAVE e.V. Elbstrandreinigungstag am 18.September 2010
“Coastal Clean Up Day Hamburg“
+++

Pressemitteilung

Am Samstag, dem 18.09.2010, findet erneut der traditionelle „ELBSTRANDREINIGUNGSTAG“ der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. statt. Dieser ist Bestandteil des weltweiten Aktionstage Clean up the World und dem „International Coastal Clean Up Day 2010“, der dieses Jahr zum 25. Mal begangen wird und an dem sich rund 1 Million Menschen beteiligen. Alle interessierten Hamburger sind herzlich eingeladen, sich an der Säuberungsaktion zu beteiligen. Die Umweltschützer wollen mit Ihrer Aktion auf die zunehmende Vermüllung des Elbstrandes und der Weltmeere aufmerksam machen.

Zum Hintergrund: Der Müll auf und in den Meeren ist eines der dringendsten Probleme der Welt. Weltweit sind die Plastikmüllmengen inzwischen so groß, dass sie zum Beispiel vom All aus im Pazifik registriert werden können. Jedes Jahr kostet menschlicher Abfall Tausenden von Organismen das Leben, indem sie daran ersticken oder darin verwickelt werden. Der Müll beeinträchtigt auch wichtige marine Lebensräume als Ganzes, wie die Korallenriffe und Seegrasbänke.

Ein wesentlicher Grund für die Müllmengen ist Unachtsamkeit – Menschen lassen den Müll einfach fallen. Doch der Abfall findet seinen Weg in die Ozeane. Plastikflaschen gelangen in den offenen Atlantik und der schwimmende Müll über die Ozeanströme bis in die Arktis und Antarktis. Beim Coastal-Clean-Up 2009 sammelten Umweltschützer an einem einzigen Tag an den Stränden der Welt rund 4000 Tonnen Unrat, rund 10,000,000 einzelne Abfallteile und auch wieder zahlreiche Tiere, die sich im Müll verstrickt hatten. Schätzungsweise eine Million Seevögel, 100.000 Meeressäuger und unzählige Fische sterben jährlich weltweit an dieser Verschmutzung.

Dabei gibt es inzwischen sinnvolle Alternativen. Schon heute besteht die Möglichkeit, sich nicht zersetzendes Plastik in unserem Alltag durch Bio-Plastik aus nachwachsenden Polymeren (Mais, Kartoffeln) zu ersetzen. Dieses würde nach dem kurzfristigen Gebrauch binnen weniger Wochen zu Kompost verrotten. Reagiert haben inzwischen einige Fastfoodketten, die ihre Einwegverpackungen aus Bioplastik herstellen.

Pressekonferenz und Bildmöglichkeit: Restaurant Strandperle 14:00

Treffpunkt Sammeln: Museumshafen Övelgönne, 15.00 Uhr
Unseren Flyer hierzu finden sie hier zum Download

Als persönlicher Ansprechpartner steht Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Onno Groß
Tel. 0179-5986969


Müllsammeln kann Spaß machen – Das Team im Jahr 2007

Mehr Fotos unter http://www.flickr.com/photos/64068253@N00/

Unterstützen Sie bitte die Arbeit der Organisation DEEPWAVE e.V.
So können Sie etwas für unsere Meere und Gewässer tun!

Spendenkonto:
Deepwave e.V.
Konto: 1208 116 713
Hamburger Sparkasse, BLZ: 20050550

Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.
Die gemeinnützige Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V.

Mehr Schutz für die Meere: Wir tun etwas dafür – helfen Sie uns dabei!
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Dr. Onno Groß
1. Vorsitzender
DEEPWAVE e.V.
Bei den Mühren 69 A
20457 Hamburg Telefon: 040/ 46 85 62 62
Fax: 040/ 46 85 62 63
E-Mail: info@deepwave.org
Homepage: www.deepwave.org

Plastikabfall: Müll-Mysterium auf hoher See

Quelle und Originaltext
Spiegel Online, 20. August 2010
Von Kurt F. de Swaaf

Die Weltmeere sind eine riesige Müllkippe – aberwitzige Mengen Plastikabfall schwimmen mittlerweile darin. Doch obwohl die Menschheit immer mehr Kunststoffe produziert, nimmt die Müllbelastung der Ozeane seit einiger Zeit nicht mehr zu. Forscher stehen vor einem Rätsel.

Wie groß das Problem ist, wissen die Experten der „Sea Education Association“ (SEA) ziemlich genau. Mit Planktonnetzen haben die Meeresforscher aus Woods Hole (US-Bundesstaat Massachusetts) mehr als 6100 Wasserproben im Westatlantik und der Karibik genommen. Seit 1986 tun sie das schon. Und das Ergebnis ist beängstigend: Durchschnittlich 20.000 Plastikpartikel pro Quadratkilometer Meeresoberfläche haben die Forscher eingesammelt. Die meisten davon sind weniger als zehn Millimeter groß.

An den Stränden ist vom globalen Müllaufkommen im Meer nur wenig zu sehen. Besonders hohe Konzentrationen solcher Teilchen fänden sich weitab der Küsten im Gebiet um den 30. Breitengrad, erklärt SEA-Ozeanografin Kara Law im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Computersimulationen zeigten, dass Meeresströmungen das Material dort hinbefördern.

Versuche, die Müllflut mittels Regulierungen einzudämmen, sind bislang kläglich gescheitert. Allein im Nordpazifik treibt mittlerweile Plastikabfall auf einer Fläche, die größer ist als Mitteleuropa. Allerdings nimmt die Müllmenge in den Meeren offenbar nicht zu, wie eine neue Studie von Law und ihren Kollegen im Wissenschaftsmagazin „Science“ belegt. Das überraschende Ergebnis: In den Hochseegebieten, in denen sich der schwimmende Abfall sammelt, schwanken die durchschnittlichen Partikelkonzentrationen von Jahr zu Jahr stark – doch eine dauerhafte Zunahme konnten die Wissenschaftler nicht feststellen.

Die Mengen variieren zwischen 5000 und 26.000 Teilchen pro Quadratkilometer. Frühere Einzelmessungen aus den siebziger Jahren hatten zum Teil sogar noch dramatisch höhere Werte ergeben – mit bis zu 167.000 Partikeln pro Quadratkilometer.

Die Forscher wundern sich darüber……. zum Artikel

Tag 5 Marine Litter Watch Expedition

Tag 5 Marine Litter Watch Expedition

Unser letzter Tag an Bord der Fleur de Passion beginnt ungewohnt entspannt, da das Schiff heute im Borkumer Hafen bleiben wird.
Erst am Samstag geht die Reise für die Crew nach Amsterdam zur „Sail Amsterdam“, einer Schiffsparade, die alle fünf Jahre stattfindet, weiter.
Das Team von DEEPWAVE e.V. wird die Expedition zum Thema Plastikmüll aber schon heute beenden. Bevor es zurück nach Hamburg geht, nehmen wir noch einmal Planktonproben in der Ausfahrt des Hafens. Am Mittag schließen wir unsere Forschungsarbeit mit dem Sammeln von Makroplastik am Nordstrand von Borkum ab. Auf einer Strecke von nur 100 Metern füllen wir zwei große Müllsäcke mit Plastik und Geisternetzen. Einigen Objekten sieht man an, dass sie schon eine längere Zeit im Meer verbracht haben, da sie vom Sonnenlicht ausgeblichen und durch die Einwirkung von Wind und Wasser nur noch in Teilen auffindbar sind. Hier am Strand ist der Plastikmüll besonders für die Seevögel, die das Material für Nahrung halten, gefährlich.
Wir stellen fest, dass es auch hier an mehr Initiative der Inselbewohner bedarf, um den Strand sauber zu halten.
Zurück im Büro beginnt der eigentliche Teil unserer Untersuchungen. Die gesammelten Proben müssen nun mikroskopiert und bewertet werden.
Alles in Allem war unsere Expedition sehr erkenntnisreich. Auch wenn die Sand- und Planktonproben noch nicht ausgewertet sind ist sicher, dass Plastikmüll in den Meeren allgegenwärtig ist. Keine unserer Stationen war müllfrei, eine Erkenntnis, die zum Nachdenken anregt.
Sollten jährlich weiterhin über sechs Millionen Tonnen Plastik in die Meere gelangen, so wird der Mensch die Last der Schuld für das Aussterben vieler bedrohter Arten tragen müssen.

Isabel Lissner(Geographiestudentin Universität Hamburg)

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