Alternativen zum Plastikhalm: Der beste Trinkhalm ist - keiner.

The Last Plastic Straw

The Last Plastic Straw is a project of Plastic Pollution Coalition.
Did you know? Over 500,000,000 plastic straws are used each day in the United States. In only the past twenty years, people have come to expect plastic straws in every drink, in an example of extreme waste being generated for minimal convenience. These short-lived tools are usually dropped into a garbage can with no further thought, instantly becoming a source of plastic pollution.

© Plastic Pollution Coalition

The Last Plastic Straw and Plastic Pollution Coalition are building momentum around a worldwide movement, so plastic straws become a relic of the past. In the short term, we work with our Coalition to encourage eateries to no longer automatically give plastic straws; we educate individuals to refuse plastic straws and spread the “straw free” message; and we work to change local regulation to stop this unnecessary plastic pollution.

In the long run, this collective engagement around the gateway issue of plastic straws will meaningfully shift the way individuals and businesses think about plastic pollution – and about our society’s disposable culture on a larger scale.

© Plastic Pollution Coalition

TAKE ACTION

Level 1: Make a personal commitment to say „no“ to plastic straws. Whenever ordering a drink, politely request “no straw, please.” Encourage your friends and family to take the pledge, too!

You’ve got more power than you think. Want to take your impact even further? Use your own paper, glass, bamboo, or stainless steel straw instead, and start a conversation.

Level 2: Reach out to some local eateries in your neighborhood or town and ask them to change their protocol to only serve straws upon request. Simply leave these informational cards with your bill!

Level 3: Encourage those eateries to make a change to non-plastic straw options – like paper, glass, or stainless steel – if diners do request a straw. We have a business-specific pledge for them to sign, too!

Level 4: Host a screening of STRAWS the film in your community to start a wave of change.

http://www.plasticpollutioncoalition.org/no-straw-please/

Bürgermeister von Lampedusa verbietet Plastik-Einweggeschirr

Auf den sizilianischen Inseln Lampedusa und Linosa sollen zukünftig Plastik-Einweggeschirr und Plastiktüten verboten werden, gab Salvatore Martello, Bürgermeister der Inseln im Rahmen einer Fischerei-Konferenz am 03.Juli 2018 in Palermo bekannt. Dadurch sollen die Menge von Plastikabfällen reduziert und die Mülltrennung auf der Insel vereinfacht werden und vor allem weniger Abfälle im Meer landen, die sich negativ auf die Meeresfauna und dadurch auch auf die Fischerei auswirken. Bis 31. August 2018 soll diese Verordnung durchgesetzt werden. Ihm sei klar, dass dies für die Einwohner, Touristen und Geschäftsleute eine „kleine Revolution“ sei, aber man müsse neue Verhaltensweisen im Einklang mit der Natur und für eine Verbesserung der Lebensqualität erlernen, so Martello. Außerdem sollen Fischer in Kooperation mit den Gemeinden auf See Plastikmüll sammeln und an Land abgeben können.

Kurzzusammenfassung aus dem Italienischen.
Den Originalartikel könnt ihr hier nachlesen:

http://palermo.repubblica.it/cronaca/2018/07/03/news/lampedusa_il_sindaco_vieta_la_vendita_di_piatti_e_posate_di_plastica-200752438/?ref=fbpr&refresh_ce

 

Bioplastik ist nicht immer „grün“

Bioplastik ist nicht „grün“

Gesamter Lebenszyklus genauso schädlich wie bei Erdöl-Polymeren

Plastik, das aus Pflanzenbasis hergestellt wurde, ist mindestens genauso umweltschädlich wie Kunststoffe aus Erdöl. Das zeigt sich, wenn man sowohl die Nachhaltigkeit des Materials selbst als auch den Lebenszyklus der nötigen Ressourcen berücksichtigt, kommen Forscher der University of Pittsburgh in der Fachzeitschrift „Environmental Science & Technology“ zum Schluss [1].

Zwar haben Biopolymere den Vorteil, dass sie biologisch abbaubar und weniger toxisch sind und erneuerbare Ressourcen verwenden. Was ihre Gesamtbilanz aber zunichte macht, ist die Herstellung der Ausgangsstoffe. „Die Landwirtschaft und die chemische Verarbeitung, die zur Produktion nötig sind, verschlingen ebenfalls Energie und setzen Unmengen an Düngemittel und Pestiziden in die Umwelt frei“, berichtet Studienleiter Michaelangelo Tabone.

Umwelt leidet an Produktion

Die Forscher untersuchten dazu zwölf verschiedene Polymere, die als Grundlage Zucker und Maisstärke (PLA-NW und PLA-G), Maisstängel (PHA-S), Maiskörner (PHA-G), Erdöl (PVC, PC, HDPE, PET, LDPE) oder Propengas (PP) verwenden sowie auch eine Hybridplastik, die sowohl auf Erdöl als auch Pflanzen basiert (B-PET). Zunächst analysierten sie den gesamten Lebenszyklus einer 30 Gramm schweren Kugel des jeweiligen Polymers in Hinsicht auf Umwelt, Gesundheit, Energieeinsatz, Rohmaterialien und zur Produktion nötige Chemikalien. Dann prüften sie, wie verträglich und energieintensiv das Endprodukt und dessen Abbau ist.

Jedes Bioplastik hat ihre Tücken, so das Ergebnis. Alle Biopolymere überdüngen die Gewässer und zerstören die Ozonschicht. Zwei der Maisvarianten tragen maßgeblich zur Versäuerung der Umwelt bei, jene auf Maiskörner-Basis braucht zudem beträchtliche Mengen fossiler Treibstoffe. Selbst im Vergleich der krebserregenden Inhaltsstoffe liegt Bioplastik nur im Mittelfeld. Insgesamt am schlechtesten schnitt Hybrid-Plastik ab, das laut den Forschern alle möglichen Nachteile sowohl der Erzeugung als auch der Abbaubarkeit in sich vereint.

Besser vermeiden als ersetzen

Umweltexperten sehen die Suche nach dem am wenigsten umweltschädlichen Kunststoff mit Skepsis. „Die Frage sollte bereits lauten, ob wir diese kurzlebigsten Verpackungsstoffe überhaupt brauchen“, kritisiert Markus Meissner vom österreichischen Ökologieinstitut gegenüber pressetext. Bioplastik sei derzeit noch teuer, werde jedoch von Lebensmittelketten bereits für erste Produktverpackungen verwendet. „Man ersetzt ein Einwegprodukt durch ein anderes. Den ernormen Entwicklungsaufwand dafür sollte man besser für Abfallvermeidung und Wiederverwendung einsetzen“, so der Experte für Ressourcenmanagement.

Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft 2008 hat das Ökologieinstitut mit dem deutschen Öko-Institut und der Schweizer carbotech AG die von den Veranstaltern als „umweltfreundlich“ beworbenen Getränkebecher aus Maisplastik untersucht. Die ökologische Nutzen der biologischen Abbaubarkeit ist zu vernachlässigen gegenüber dem Erzeugungsaufwand, so das Ergebnis.
pressetext.austria

LINKS [Red.]

[1] www.news.pitt.edu/news/Landis_polymers_LCA

www.klimawandel.de/Natur/bioplastik-ist-nicht-gruen.html

//