Veranstaltungen

Weltweit werden täglich zum Thema Meer Filmfestivals, politische Treffen, wissenschaftliche Symposien, Vorträge und Strandmüllsammeltage  veranstaltet.
Hier eine Übersicht über das, was gerade geschieht.

Schatzkammer Meer – Expertentreffen der Blauen Biotechnologie

Schatzkammer Meer
Expertentreffen der Blauen Biotechnologie in Kiel

150 führende Köpfe der Marinen Biotechnologie aus ganz Europa kommen vom 9.-10. Mai in Kiel zusammen, um neue Strategien und Zukunftsperspektiven dieser innovativen Forschungsrichtung mit speziellem Fokus auf die Ostseeregion zu diskutieren. Gastgeber sind das Kieler Wirkstoffzentrum am GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und die Norgenta Norddeutsche Life Science Agentur GmbH.

Die Blaue Biotechnologie umfaßt die Erforschung und die biotechnologische Anwendung mariner Organismen und ihrer wertvollen Inhaltsstoffe. Dieses Feld bietet ein enormes Potential, um neuartige pharmazeutischen Wirkstoffen, alternative Quellen für die Bereitstellung von Nahrungsergänzungsmittel oder neue Grundstoffe für den Bereich Kosmetik zu erschließen. Daher treibt die Norgenta momentan im Rahmen des SUBMARINER Projektes die Erstellung des Masterplans Marine Biotechnologie Schleswig-Holstein voran. „Damit schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung der norddeutschen Kompetenzen in diesem Bereich und nutzen die Chancen, die uns die Marine Biotechnologie bietet“, so Dr. Hinrich Habeck, Geschäftsführer der Norgenta.

Welches Potential die Blaue Biotechnologie für den Ostseeraum hat, diskutieren Anfang Mai Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Am 9. und 10. Mai präsentieren rund 150 Wissenschaftler aus ganz Europa in der Kunsthalle zu Kiel Strategien, Projekte, Technologien, Forschungsergebnisse sowie wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmensansätze.

Die Veranstaltung unter dem Titel „SUBMARINER Blue Biotechnology Cooperation Event: New Strategies and Future Perspectives“ soll dem fachlichen Austausch der Akteure und der länderübergreifenden Vernetzung dienen und Empfehlungen entwickeln, wie im Ostseeraum im vielversprechenden Feld der Blauen Biotechnologie weitere Erfolgsgeschichten geschrieben werden können. Auf diese Weise wird ein wertvoller Beitrag für eine zukunftsfähige Entwicklung der Ostseeregion geleistet.

Nach den Worten von Schleswig-Holsteins Wissenschafts-Staatssekretärin Dr. Cordelia Andreßen sei die Biotechnologie ein wesentlicher Baustein, um das große Innovationspotential im Land stetig zu verbessern und um die gute wirtschaftliche Position gerade auch in Zeiten globaler Herausforderungen auf einem hohen Niveau halten zu können. „Wir investieren aber nicht nur in die wissenschaftlichen Einrichtungen, sondern wir arbeiten täglich daran, Ideen aus der Grundlagenforschung schnell in eine Anwendung zu bringen“, sagte Andreßen. Zentrale Partner dabei seien das Norddeutsche Maritime Cluster, das von Schleswig-Holstein ins Leben gerufen wurde, sowie die Landesinitiative „Zukunft Meer“. In diesem Sinne leiste ebenso das Expertentreffen einen wertvollen Beitrag für eine zukunftsfähige Entwicklung der Ostseeregion.

Der erste Teil der Veranstaltung gibt einen Überblick über wissenschaftliche und industrielle Aktivitäten in Europa und den einzelnen Ostseeanrainerstaaten (Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Schweden). In einem weiteren Schwerpunkt wird die Nutzung der Meeres-Ressourcen, sowohl aus dem Blickwinkel der Wissenschaft, als auch der kommerziellen Nutzung beleuchtet. Große internationale und kleine regionale Unternehmen stellen den Weg von der Entdeckung bis zur Entwicklung ihrer Produkte vor. Wissenschaftler präsentieren marine Projekte und Forschungsergebnisse u.a. im Bereich Nahrung, Kosmetik und Pharmazie.

Das Treffen macht deutlich, dass die Blaue Biotechnologie im Norden Deutschlands und im Ostseeraum großes Potential besitzt, das es zu entwickeln gilt“, meint Prof. Johannes F. Imhoff vom Kieler Wirkstoff-Zentrum. Insbesondere das KiWiZ ist hier besonders gut aufgestellt, um die mikrobiellen Ressourcen aus dem Meer zu nutzen und kann eine Führungsrolle im Ostseeraum und darüber hinaus einnehmen.

Die Veranstaltung wird gemeinsam von der Norgenta GmbH und dem Kieler Wirkstoff-Zentrum am GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel organisiert und ist Teil des EU-Projekts SUBMARINER, das zum Ziel hat, innovative und umweltfreundliche Nutzungen maritimer Ressourcen der Ostsee zu fördern. SUBMARINER wird aus dem Ostseeraumprogramm 2007–2013 der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gefördert.

Links:
www.submariner-project.eu SUBMARINER Projekt
www.geomar.de GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
www.kiwiz.org/ Kieler Wirkstoffzentrum am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
www.norgenta.deNorgenta Norddeutsche Life Science Agentur GmbH

Bundesministerin Aigner schließt sich Forderung der Bürger nach mehr Haischutz an

Treffen mit Ministerin Ilse Aigner, Nina Wolff (DUH), Heike Zidowitz (Shark Alliance) Christiane Pilz (BMELV) und Dr. Onno Groß (DEEPWAVE)

Bundesministerin Aigner schließt sich Forderung der Bürger nach mehr Haischutz an

Berlin, 8. Mai 2012: Zeitgleich mit der Debatte im Europäischen Parlament über die Perspektiven des EU-Finning-Verbots an Haien machen Naturschutzgruppen, Taucher, Wissenschaftler und andere Teile der Öffentlichkeit in Deutschland die breite öffentliche Unterstützung für den Haischutz deutlich.

Vertreter der Shark Alliance haben heute gegenüber Fischereiministerin Ilse Aigner auf die besondere Bedeutung der Haie für Deutschland und die gesamte EU hingewiesen und ein Buch vorgelegt, das an die im vergangenen Herbst im Rahmen der European Shark Week durchgeführten Aktionen und Veranstaltungen erinnert und die Zahlen zum deutschen Haifang und -handel auflistet.

„Die Menschen sind zunehmend besorgt über den Rückgang und die verschwenderische Nutzung der Haie“, sagt Heike Zidowitz, Koordinatorin der Shark Alliance in Deutschland. „Haie sind begehrt wegen ihrer Flossen, ihres Fleischs und Lebertrans. Aber sie sind für gewöhnlich langsam wachsende Tiere, die besonders anfällig für Überfischung sind aber von Fischerei-Managern zu häufig noch ignoriert werden.“

Ein besonderes Augenmerk liegt derzeit auf der laufenden Reform des EU-Verbots des Finning (bei dem die Flossen eines Hais abgeschnitten und der Körper zurück ins Meer geworfen wird). Zur Zeit befasst sich das Europäische Parlament mit einem Vorschlag der Europäischen Kommission, nach dem die gravierenden Schlupflöcher im aktuellen Verbot dadurch geschlossen werden sollen, dass jegliches Abtrennen von Haiflossen an Bord von Schiffen untersagt wird (gleichbedeutend mit der verbindlichen „Ganzkörperanlandung“ aller Haie). Sämtliche Fischereiminister der EU befürworten diesen Vorschlag – mit Ausnahme Spaniens und Portugals, die über die größten Fangflotten Europas verfügen.

Um auf die Problematik hinzuweisen, haben 165.000 besorgte Bürger aus ganz Europa, darunter mehr als 14.000 aus Deutschland, eine Petition unterzeichnet, mit der die EU-Fischereiminister dringend aufgefordert werden, den Verpflichtungen aus dem Hai-Aktionsplan der EU von 2009 nachzukommen und folgende Maßnahmen durchzusetzen:

Ein vollständiges und ausnahmsloses Verbot des Abtrennens von Haiflossen auf See

Fanggrenzen für Haie und Rochen auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen und des Vorsorgeansatzes

EU-weite und nationale Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Hai- und Rochenarten.

Bundesministerin Aigner dankte den Vertretern der „Shark Alliance“ für ihren Einsatz beim Haischutz und sagte, dass die Petition das große Interesse der Öffentlichkeit an einem wirksamen Schutz der Haibestände widerspiegele. „Haie sind nicht nur faszinierende Tiere, die seit mehreren hundert Millionen Jahren in den Meeren leben, sie spielen auch eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts. Aufgrund ihrer biologischen Eigenschaften gehören sie allerdings zu den meistgefährdeten Meeresbewohnern. Die Bestände sind sehr empfindlich gegen Überfischung. Die Bundesregierung engagiert sich deshalb sehr für Maßnahmen zum Schutz von Haien innerhalb der EU und im Rahmen von internationalen Organisationen.“

„Die Mitgliedsgruppen der Shark Alliance in Deutschland begrüßen die aktive Unterstützung von Bundesministerin Aigner für eine Politik der „Ganzkörperanlandung“ zur Verhinderung des Hai-Finnings“, fügt Zidowitz hinzu. „Ihre klare Haltung unterstreicht erneut die Führungsposition, die die Bundesrepublik im Kampf um einen verbesserten Schutz für Haie innerhalb der EU und auf der ganzen Welt innehat.“

ENDE

Hinweise für die Redaktion:

Haie in Deutschland: Die Bundesrepublik hat die Debatte um den Haischutz dank seiner anhaltenden, wegweisenden Bemühungen um den Eintrag von Dorn- und Heringshai in das Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen (CITES – Convention on International Trade in Endangered Species) weltweit vorangebracht und sich damit als verantwortungsbewusste Verbrauchernation präsentiert. Deutschland gehört auch zu den wichtigsten Befürwortern globaler Maßnahmen zum Haischutz gemäß dem Bonner Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS – Convention on Migratory Species).

Eine beliebte Spezialität auf den deutschen Fischmärkten und in an hiesigen Fisch-Ständen sind die als „Schillerlocken“ bekannten geräucherten Bauchlappen des Dornhai.

Deutschland gehörte zu den wenigen EU-Mitgliedstaaten, die sich in der Vergangenheit eine Ausnahmeregelung der EU-Finning-Verordnung zunutze gemacht und Fischer mit Sondergenehmigungen zum Abtrennen von Haiflossen auf See ausgestattet haben. 2008 hat Deutschland die Erteilung dieser speziellen Fangerlaubnisse eingestellt und damit die verpflichtende Ganzkörperanlandung aller Haie für alle Schiffe festgelegt.

Obwohl der 2009 verabschiedete Hai-Aktionsplan der EU den Weg für grundlegende Verbesserungen der Richtlinien zum Haifang und Haischutz bereitet hat, wurden viele der gemachten Zusagen bis heute nicht eingelöst. So fehlt es nach wie vor an Fanggrenzen für die von den europäischen Haifischereien am stärksten befischten Arten (Blau- und Makohai), in dem meisten EU-Staaten gelten keinerlei gesonderte nationale Schutzmaßnahmen für bedrohte Arten (wie Hammerhai und Teufelsrochen), und nach wie vor weist das EU-Finning-Verbot riesige Schlupflöcher auf, die dazu führen, dass das Finning an Haien zu häufig noch unentdeckt und ungeahndet bleibt.

Haiflossen sind die Hauptzutat für eine traditionelle und teure asiatische Suppe. Die EU, allen voran Spanien, gehört zu den weltweit größten Lieferanten von Haiflossen nach Asien. Die 2003 beschlossene EU-Finning-Verordnung untersagt zwar generell das Entfernen von Haiflossen an Bord von Fischereifahrzeugen, sieht daneben aber Ausnahmeregelungen vor, nach denen die Mitgliedstaaten ihren Fischern „spezielle Fangerlaubnisse“ erteilen können. Portugal und Spanien – die einzigen EU-Mitgliedstaaten, die diese Sondergenehmigungen bis heute nutzen – erteilen etwa 200 solcher Fangerlaubnisse an die Mehrzahl ihrer Gefrierschiffe, die in entfernten Gewässern Langleinenfischerei betreiben, und die zusammengenommen die größte Haifangflotte der EU bilden. Fischern an Bord der mit einer Sondergenehmigung ausgestatteten Schiffe ist es erlaubt, Haiflossen abzutrennen, solange der Haikörper aufbewahrt wird. Ein stark überhöhter Grenzwert für das Verhältnis von Flossen- zum Körpergewicht eines Fangs dient als Maßstab dafür, ob die angelandeten Flossen und Körper im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN könnten Fischer für jeden angelandeten Hai an geschätzten zwei oder drei Haien Finning praktizieren, ohne diesen hohen Grenzwert zu überschreiten. Dagegen ermöglicht eine Richtlinie, die die „Ganzkörperanlandung“ sämtlicher Haie verbindlich vorschreibt, neben der maximalen Durchsetzbarkeit bestehender Finning-Verbote auch eine verbesserte Erhebung artenspezifischer Informationen über die Haifangerträge, wie sie für Bestandskontrollen und Fischerei-Management unerlässlich sind.

Im November 2011 hat die EU-Kommission einen Vorschlag zur Überarbeitung der Verordnung vorgelegt, nach dem die „Ganzkörperanlandung“ sämtlicher Haie verbindlich vorgeschrieben werden soll – beruhend auf der überwältigenden Zustimmung zu dieser Option im Rahmen der vorangegangenen öffentlichen Konsultation. Am 12. März 2012 hat sich der Rat der EU-Fischereiminister für eine Annahme des Vorschlags ausgesprochen. Deutschland hat dieses Anliegen unterstützt; Spanien und Portugal haben es als einzige abgelehnt. Derzeit wird im Europäischen Parlament über das Thema beraten.

Die Shark Alliance ist ein Zusammenschluss von mehr als 120 Naturschutz-, Wissenschafts- und Freizeitorganisationen, die sich für die Wiederherstellung und den Schutz der Haibestände mithilfe verbesserter Schutzbestimmungen für Haie einsetzt. Zu den deutschen Mitgliedsgruppen gehören Deepwave e.V., die Deutsche Elasmobranchier-Gesellschaft e.V., die Deutsche Umwelthilfe e.V., die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V., Pro Wildlife e.V., Reef Check e.V. und der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. Gründer und Koordinator der Shark Alliance ist die Pew Environment Group, die Naturschutzabteilung der Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die der Überfischung der Weltmeere ein Ende setzen will.

European Shark Week: Seit nunmehr fünf Jahren organisieren die Mitglieder der Shark Alliance in Europa jeweils im Oktober in Zusammenarbeit mit Aquarien und anderen Hai-Begeisterten eine öffentliche Veranstaltungswoche mit dem Ziel, die allgemeine Wertschätzung für Haie und Maßnahmen zum Haischutz zu fördern. In Deutschland fanden anlässlich der European Shark Weeks bundesweit Veranstaltungen, Vorträge, Filmvorführungen und Ausstellungen statt. Einzelheiten unter www.europeansharkweek.org

Für weitere Informationen, Bildmaterial und Medieninterviews wenden Sie sich bitte an: Sophie Hulme, Tel: +44 (0) 7973 712 869. E-Mail: sophie@communicationsinc.co.uk

Schüler wissen Meer -„Meer im Fokus“ präsentiert sich im AEZ

Schüler wissen Meer
Das EUCC-D-Bildungsprojekt „Meer im Fokus“ präsentiert sich im Alsterdorfer Einkaufszentrum

Pressemitteilung

Hamburg – eine Stadt zwischen zwei Meeren geprägt von dicken Pötten, Ha-fenlandschaft, Elbufer und Stadtstrand, Hochwasser und Kaimauern. Da ver-wundert es nicht, dass sich SchülerInnen des Gymnasiums Hochrad Hamburg näher mit dem Element Wasser befasst und speziell Meer und Küste in den Blick genommen haben.

Als TeilnehmerInnen des von EUCC – Die Küsten Union Deutschland e. V. initi-ierten Projektes „Meer im Fokus“ setzten sich die SchülerInnen gut drei Monate mit Fragen der nachhaltigen Nutzung und Entwicklung der Meere vor ihrer Haustür auseinander.

Ziel des Bildungsprojektes ist es, das Umweltwissen der Schüler über Meer und Küste zu steigern, zum Umweltbewusstsein beizutragen und ein erstes Um-welthandeln anzubahnen. Dabei verknüpft das Projekt die praktische naturnahe Erkundung vor Ort mit der Welt der neuen Medien.
Die SchülerInnen des Gymnasiums Hochrad Hamburg setzten sich in ihrer Pro-jektarbeit mit dem Schwerpunkt Mensch und Meer auseinander und beschäfti-gen sich mit Fragen wirtschaftlicher, kultureller und sozialräumlicher Nutzung von Meer und Küste, deren Belastung und möglichen Schutzmaßnahmen. Da-für erkundeten die Jugendlichen nach einer thematischen Einführung in der Schule auf einer Exkursion ins Ostsee Info-Center Eckernförde zunächst das Brackwassermeer Ostsee. Zurück auf der Schulbank widmeten sich die Schüle-rInnen gruppenweise ausgewählten Fragestellungen und erstellten anhand des von EUCC-D entwickelten Autorensystems IKZM-D Lernen Internet-gestützte Informationsmodule.

Zum Abschluss ihrer mehrwöchigen Projektarbeit stellen die SchülerInnen am Dienstag, den 29. Mai 2012 um 18 Uhr ihre Arbeitsergebnisse im Alstertal- Einkaufszentrum vor. Die Ausstellung wird an der Treffpunktbühne im Unter-geschoss im Zeitraum 29. Mai bis zum 02. Juni stattfinden. Center Managerin Julita Hansen freut sich besonders auf die Resultate: „Die Treffpunktbühne ist Kommunikations- und Präsentationsplattform und wir freuen uns, dass wir den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Hochrad die Möglichkeit bieten können, die wochenlangen Arbeiten mit einer für die Öffentlichkeit bestimmten Ausstellung in unserem Alstertal-Einkaufszentrum krönen zu können. Zudem handelt es sich um ein sehr spannendes Thema, dass interessant für unsere Besucher sein wird.“

Das mehrfach ausgezeichnete Projekt, das u.a. „Ausgewählter Ort 2011“ der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ist, wird von der Deutschen Bundesstif-tung Umwelt, BINGO! Projektförderung und der Klara-Samariter-Stiftung geför-dert. EUCC-D kooperiert bei der praktischen Umsetzung u.a. mit der in Ham-burg ansässigen Initiative Deepwave e. V.
Weitere Informationen unter www.eucc-d.de oder www.kuestenschule.de.

Ansprechpartner

EUCC-Deutschland
Projektkoordination „Meer im Fokus“
Anke Vorlauf
Telefon: 0431/ 69 120 63
vorlauf@eucc-d.de
www.eucc-d.de

Deepwave
Telefon: 0179 1373590
info@deepwave.org
www.deepwave.org

Alstertal-Einkaufszentrum
Julita Hansen
Center Managerin
Telefon: 040/ 611 677 870
centermanagement-aez@ece.com
www.alstertal-einkaufszentrum.de

Heldenrennen 13.5 Berlin – Wer läuft für DEEPWAVE?

Bis 27. April können sich Ihre Unterstützer endlich für die Heldenrennen 2012 anmelden. Zur Erinnerung: Es ist nicht nur ein, sondern drei Spendenläufe, zu denen Ihre Organisationen Anhänger mobilisieren und Spenden sammeln kann:

Berlin (13.05.2012)
Köln (07.10.2012)
Heldenrennen München (21.10.2012)

Ihre Spendensammler laufen 6km zusammen mit allen anderen Helden und sammeln mindestens 300 € für Ihre Projekte und Anliegen. Um so viele Teilnehmer wie möglich zu mobilisieren, sollten Sie so früh wie möglich mit der Mobilisierung anfangen. In unserem Wissenszentrum finden Sie Hilfestellungen und Tools, die Ihnen helfen Ansprache und Mobilisierung von Unterstützern zu optimieren:

Viel Erfolg beim Fundraising mit dem Heldenrennen!

http://heldenrennenberlin2012.alvarum.net/

http://www.alvarum.de/deepwaveevde

Der letzte Fisch – Ein Essen mit Sterne-Köchen

Der letzte Fisch – Ein Essen mit Sterne-Köchen

Berlin, 17. April 2012. Die Deutschen lieben Lachs, Kabeljau und Co. – so sehr, dass die Eigenproduktion der deutschen Seefischerei drei Mal höher sein müsste als derzeit möglich ist, um unseren Appetit zu stillen. Statt aber unsere Nachfrage dem Angebot anzupassen, fischen wir die europäischen Meere weiter leer und werfen unsere Netze vermehrt in ausländischen Gewässern aus. Damit lösen wir das Problem nicht, sondern exportieren die Überfischung in die ganze Welt. 2012 wird Deutschland die eigenen Fänge für das laufende Kalenderjahr rechnerisch am 20. April aufgebraucht haben und auf Einfuhren angewiesen sein. Wir nennen diesen Tag Fish Dependence Day.

Um der Überfischung Einhalt zu gebieten, muss Europas Gemeinsame Fischereipolitik dringend reformiert werden. Aus diesem Grund setzen sich OCEAN2012, Slow Food Deutschland, der Evangelische Entwicklungsdienst, die Deutsche Umwelthilfe und die Lighthouse Foundation gegen destruktive Fangmethoden ein und kämpfen für eine angemessene und gerechte Nutzung gesunder Fischbestände.

In Zusammenarbeit mit der Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg möchten wir unter dem Motto „Der letzte Fisch“ auf die Überfischung der Meere aufmerksam machen. Neben einem kleinen Fischmarkt mit Fisch aus der Region und deutschen Küstengebieten wollen wir mit Ihnen an einer langen Tafel über die Zukunft der Fischereipolitik und des deutschen Fischkonsums diskutieren. Gleichzeitig können Sie die Fischgerichte der Sterneköche Alexandro Pape (Fährhaus Sylt) und Thomas Kammeier (Hugos Berlin) sowie des Fischers und Kochs Jan Meyer von der Initiative Fisch vom Kutter genießen. Wer noch nach einem Gericht für das Wochenende sucht, kann sich beim Fischkauf von den nachhaltigen Anbietern Fisch Anton, Saveur Champagne, dem Hiddenseer Kutterfisch und der Erzeugergemeinschaft Nordsee beraten lassen.

Datum: Freitag, 20. April 2012 ab 18.00 Uhr
Ort: Markthalle Neun in Kreuzberg
Eisenbahnstraße 42/43, Pücklerstraße 34, 10997 Berlin

Über Ihre Teilnahme und eine Anmeldung per E-Mail an eckold@duh.de würden wir uns freuen.
Daniel Eckold Pressesprecher, Deutsche Umwelthilfe e.V.

DEEPWAVE Newsletter April 2012

DEEPWAVE Newsletter April 2012

Unter dem Himmel des neuen Jahres
ist das Meer
Ganz still.
(Hekigodo)

(Haiko = „mach was aus mir sagt ein Haiku – oder auch spiel mit mir…“
aus: dtv- Haiku – jap. Gedichte)

Liebe Freunde der Meere,
Liebe Freunde und Förderer von DEEPWAVE e.V.!

„70 % Erdoberfläche sind mit Ozeanen bedeckt“, heißt es und durch Satelliten wissen wir „mehr über die Rückseite vom Mond als von unserer tieferen Wassererde“. Auch in die tiefsten Gräben des Meeres „sind bisher nur zwei Menschen 1960 vorgedrungen“ – bis James Cameron der Regisseur von Titanic – gerade nun im März 2012 dorthin allein vorgestoßen ist. „Den Ozean im Klimawandel zu verstehen ist schier unmöglich“, war noch die Meinung – bevor die Eisdaten und der IPCC- Klimarat uns mehr über den menschengemachten Klimawandel lehrte.

Kurz, wir müssen wohl manchmal die Dinge in unserer Kommunikation und unserem Wissen hinterfragen. Dazu zählt auch, ob unser allgemeiner Wortgebrauch ausreicht, die gegenwärtigen Veränderungen im Meer adäquat zu beschreiben. Und da tolle Bilder mehr sagen als viele Worte – gerade in Zeiten der schnellen Vermittlung über soziale Netzwerke – bin ich mir gerade unsicher, wie der Ernst von dringenden Meldungen denn auch wirklich ankommt.

Auf der einen Seite lockt da das grausame Bild von Dutzenden Schildkröten an einer Angelschnur – als Mahnmal unserer brutalen globalen Fischerei. Doch wie still fühlt es sich an im Meer ohne Schildkröten und Wale? Und auf der anderen Seite lese ich ellenlange Berichte von politischen „think-tanks“ zur bevorstehenden Rio-plus-20 Konferenz, die sich dem Schutz der Meere und Artenvielfalt verpflichtet fühlen. Ist das eine (notwendige?) Bürokratensprache, die die Dinge etwa verschleiern will? Wird da ein Feind gescholten, wo keiner verantwortlich ist, oder eine Hoffnung erschaffen, die keiner mehr einhalten will?

„Walodrom“? „Bombodrom“? Wie nennt man denn nun diese seismische Erkundung nach Erdöl in den marinen Naturschutzgebieten der Ostsee, gegen die wir Naturschutzverbände gerade protestieren. So wie die militärischen Übungsfelder an Land? Die gemeinsame Stellungsnahme, zu diesem Vorstoß der Industrie in Naturschutzgebieten nach Erdöl zu suchen, finden sie dazu auf unsere Website. Was für ein Wort umschreibt diese bestialische Lärmaktivität unter Wasser am Besten, bei dem wohl einige Schweinswale sterben werden? Unter Ihren besten Wort-Vorschlägen verlosen wir eine DVD unseres Mangrovendokumentarfilms!

„Haifining sorgt für wissenschaftliche Daten!“ oder der „7 % Anteil am Weltfang der EU-Fischerei ist im Vergleich doch unbedeutend“ – so die Wortwahl der spanischen Fischereilobby in einer APESCA Pressemitteilung für die EU (vom 20.2.1012). Sieben Prozent Anteil, bei ca. 70 Millionen toten Haien im Jahr, sind trotzdem 4,4 Millionen getötete Haie für den Chinamarkt. Ja, man muss ob der Dreistigkeit und wie unverfroren andere Industrien solche Falschmeldungen und Zahlen in den politischen Ring werfen, erschrecken. Da werden Betriebsräte missbraucht, Arbeitsplätze als Argument in Szene gesetzt oder die Familienehre der Betreibe ausgeschlachtet – alles PR-Kampagnen wie bei Knast-Hähnchen und anderswo. Klar ist dem nicht zu trauen, doch wer wettert denn noch genug dagegen?

Und doch, es gibt sie noch die ultimativen Begriffe. Titanic, Brent Spar, Deepwater Horizon, Fukushima und die Elgin-Plattform etwa – Kehrtwenden in unserem Umgang mit den Meeren, wo die technische Hybris angesichts der potentiellen Katastrophen mal aufhört (hoffentlich). Mit diesen Begriffen kann sich wieder etwas verändern – zum Guten, wenn wir es denn wollen! Und da schließt sich der Kreis, denn wenn wir Begriffe – oder die aktuellen Nachrichtenbilder – nur so als Metaphern als Konsumenten wahrnehmen und nicht ihre Bedeutung hinterfragen, bleiben wir „pitschnaß im Regen“ stehen und sind wohl bald dem Untergang geweiht- wie es der Science Fiction Autor Isaac Asimov vorhergesagt hat.

Aber: In einem klugen und sehr lesenswerten Buch des Philosophen Christoph Quarch („Und Nietzsche lachte“, Kailasch Verlag) wird diese Frage zur Bedeutung des Lebens auch so gewendet: Hinterfrage das sinnentleerende Gefasel, befreie dich von der Fessel des „Weiter so“ und suche, nein entdecke es wieder, das Ja! zur Harmonie für eine bessere Welt.

Und dem stimme ich bei: denn unsere Meere – unsere blaue Lunge und damit Garant für das Überleben des Planeten – brauchen unseren Willen und Schutz dringender denn je. Jeden Tag, mit jedem Quadratmeter Schutzgebiet und mit jedem Verzicht auf Fisch, können wir die Ozeane und unseren Planeten bewahren. Und mit jedem Hinterfragen und aktiver Teilnahme zum Meeresschutz kommen wir unserer Bestimmung zur Harmonie auf dieser Welt einen Schritt weiter.

Folgen Sie uns, und helfen Sie uns dabei.

Herzlichst, aus Hamburg Ihr
Dr. Onno Groß
1. Vorsitzender DEEPWAVE e.V.

Bleiben Sie uns treu und unterstützen Sie uns weiter beim Schutz der Meere. Allen Förderern, Unterstützern und Spendern danken wir ganz herzlich.
www.deepwave.org

AKTUELLES:

Unterschreiben Sie bitte unsere Petition zum Schutz der Antarktis:

http://www.antarcticocean.org/de

Mehr zum Schutz der Antarktis und warum Meeresschutzgebiete dort immer noch fehlen lesen Sie unter:
https://www.deepwave.org/presse.html

McPlanet.com: Vortrag Schatzkammer Ozean – Das Meer, die letzte Kolonie?

Mit der zunehmenden Konkurrenz um die knapper werdenden natürlichen Ressourcen geraten auch die Ozeane zunehmend ins Blickfeld politischer und ökonomischer Interessenskonflikte. Tatsächlich schreitet die Industrialisierung der Meere voran und auch die Privatisierung der Ressourcen nimmt zu. Damit gerät der Status der Weltmeere als „gemeinsames Erbe der Menschheit“ in Gefahr. Und die Zugriffe auf die Schätze der Meere gefährden die Ökologie des blauen Planeten. Obwohl die Ozeane von entscheidender Bedeutung sind, wird ein konsequenter Meeresschutz bis heute vernachlässigt. Der Workshop wird diesen Entwicklungen auf den Grund gehen und will Positionen
am Beispiel der Debatten um den Meeresschutz, das Meer als Gemeingut und als Rohstoffquelle herausarbeiten.

Mehr zur Veranstaltung:
http://www.mcplanet.com/programm/gesamtprogramm/einzelansicht/?tx_attacforms[attacList-tt_content-31464][id]=1306

Auch zu empfehlen der Workshop „Das Ende vom Fisch“
http://www.mcplanet.com/programm/gesamtprogramm/einzelansicht/?tx_attacforms[attacList-tt_content-31464][id]=1308

Fisch Dependance Day

Es jährt sich erneut der Tag an dem wir unseren Fisch nur durch Importe decken können…
Mehr dazu hier:

http://www.duh.de/uploads/tx_duhdownloads/Fish_Dependence_Day_Briefing_Deutsch.pdf

“Tims Fish Fight – Kampagne”

Hiermit laden wir Sie herzlichst zu dem Launch Event von “Tims Fish Fight – Kampagne” am 23. April 2012 zwischen 12.00 Uhr und 15.00 Uhr in der Scheidemannstrasse ein.

Der populäre Fernsehkoch und Lebensmittelaktivist Tim Mälzer wird symbolisch Rückwurffisch in einem mehrgängigen Menü in Form einer Präsentation kochen. Parallel spricht er über die Rückwurfproblematik. Die gekochten Speisen werden den geladenen Parlamentariern und Beteiligten zur Verkostung angeboten.

Ausserdem wird Tim verschiedene Abgeordnete zum Dialog über die Fischereipolitik auffordern. „Fish Fight“ ist ein preisgekrönter Dokumentarfilm und eine Kampagne, die gegen die Verschwendung von Fisch im Fischereigewerbe durch Rückwürfe kämpft. Jedes Jahr werden in Europa etwa eine Million Tonnen Fisch tot zurück in die See geworfen. Die Initiative will die Einführung eines Rückwurfverbots im Rahmen der Reform der EU-Fischereipolitik erwirken. In Großbritannien hat sie bereits mehr als 780 000 Stimmen für eine Petition online gesammelt (http://www.fishfight.net/) Die Kampagne beginnt nun auch auf Europas Festland große Wellen zu schlagen. “Fish Fight” plant zeitnah zu der Aktion vor dem Bundestag, weitere Aktionen in Warschau, Paris & Madrid.

Für mehr Informationen unserer Kampagne gehen Sie bitte auf die Webseite www.fishfight.de.

Wir würden uns über Ihr Erscheinen sehr freuen. Bitte bestätigen Sie Ihre
Teilnahme und teilen Sie uns mit, zu welchem ungefähren Zeitpunkt wir mit Ihrem Kommen rechnen können.
https://www.facebook.com/events/352937771419632/

Vorschau:

Mai 2012

Anfang Mai übergeben wir an Ministerin Aigner all die gesammelten Unterschriften zum Schutz der Haie…
Siehe http://europeansharkweek.elasmo.de/

Mitte Mai in Hamburg „Meer Erleben“
… eine Marum-Ausstellung zum Schutz der Meere im Alstertal Einkaufszentrum.

Außerdem: Abschlussveranstaltung der Küstenschule Gymnasium Hochrad…

Juni 2012

8.6. Weltozeantag, ja der kommt wieder am 8. Juni 2012, und wir werden spannende Aktionen veranstalten…

15.6 München: SOS – Save our Seas
One Earth – One Ocean e. V. lädt nach München zur Tagung zum Thema Plastikmüll im Ozean..
Mehr Infos unter www.oneearth-oneocean.com

Nachruf

Mit tiefer Anteilnahme müssen wir leider das Dahinscheiden unseres langjährigen DEEPWAVE- Vorstandsmitglieds und Schriftführers Kai Sasse zum März 2012 vermelden, der nach sehr schneller und heftiger Krankheit nun von uns gegangen ist. Kai war stets für den Meeresschutz aktiv bemüht und seine Ideen, die uns nun fehlen werden, bleiben noch lange bei uns und werden ins unserem Team lange weiter leben. Allen nahen Freunden von Kai wünschen wir Zuversicht und Trost in dieser schwierigen Zeit. Näheres zum Beisetzungstermin erfahren Sie unter info@deepwave.org

Besonderen Tipp:
Besuchen Sie die Tiefsee-Ausstellung in Rosenheim!
Nicht nur der Katalog ist erstklassig!
Mehr unter www.lokschuppen.de

Weitere aktuelle Termine finden Sie auch unter
http://deepwave.blog.de/?tag=veranstaltung

Zeigen Sie Ihr Gewissen für die Meere und machen Sie Werbung für den Ozeanschutz – Wir benötigen Ihre Unterstützung.

Unterstützen Sie bitte die Arbeit der Organisation DEEPWAVE e. V
So können Sie etwas für unsere Meere und Gewässer tun
Spendenkonto: Deepwave e.V.
Konto: 1208 116 713
Hamburger Sparkasse, BLZ: 20050550

Als gemeinnütziger Verein sind Spenden an DEEPWAVE e.V. voll steuerlich abzugsfähig und Sie erhalten von uns eine Spendenbescheinigung.
Wenn sie unsren Newsletter nicht mehr empfangen möchten, senden Sie bitte eine Mail an newsletter@deepwave.org

Impressum
++ Herausgeber ++
DEEPWAVE e.V.
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22337 Hamburg
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(c) DEEPWAVE e.V.

Tims Fishfight – Berlin calling

Jetzt ist die Zeit zu handeln! Die Fischereigesetze werden nur alle 10 Jahre neu verhandelt.

Nicht nur Tim Mälzer engagiert sich – zb am Monatg 23.4 vor dem Bundestag!

Helfen Sie zu einer echten Reform der Fischereipolitik!

http://www.fishfight.de/

Erlebniswelt Seestern – Bildungsplattform zur Ostsee

Trailer von Baltic Reef e.V. – Bildung und Aufklärung zur Ostsee

Es ist ein entscheidender Weg, die Menschen für den Lebensraum Meer zu sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür zu vermitteln. Aufklärung und Umweltinformationsvermittlung sind der Schlüssel zu einem nachhaltigen Umweltschutz. Die Erlebniswelt Seestern verknüpft Forschung, Bildung und Tourismus in einzigartiger Weise.

Baltic Reef schafft Schnittstellen zwischen Mensch und Meer.

www.baltic-reef.de

2. DEEPWAVE Meeres Club: Todeszonen des Ozeans

Nochmals zur Erinnerung:

2. DEEPWAVE Meeres Club: Todeszonen des Ozeans

Freitag 30. März 2012, 19:00
im Deepwave Büro
Bei den Mühren 69a, 20457 Hamburg Mitte

Liebe Freunde der Meere.

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Meeres-Club“ wollen wir uns im Jahr 2012 in neuer Form den vielen Themen „rund ums Meer“ widmen. Dabei soll es einmal ganz zwanglos und in froher Runde zugehen. Und wir wollen Zeit und Raum für eine lockere Diskussion schaffen, bei Wein und Brezeln und in einem Ambiente, in dem alle Fragen möglich sind.

Dieses Mal haben wir

Jennifer Rehren

Zu Gast mit dem spannenden Thema:

„Todeszonen des Ozeans – Meeresbewohner ersticken“

Jennifer Rehren ist Biologie-Studentin des Masterstudienganges „Marine Biology“ an der Universität Bremen.

Wir freuen uns über Ihr zahlreiches Erscheinen.

Herzlichst,
Ihr Dr. Onno Groß

Hintergund: „Todeszonen des Ozeans – Meeresbewohner ersticken“

Die Zahl der Todeszonen im Meer steigt rapide an. Bisher sind über 535 solcher Zonen bekannt und diese werden sich in Zukunft noch weiter ausbreiten. Vor allem sind zunehmend auch Küstengebiete betroffen, unter anderem, wie, 2011 entdeckt, die küstennahen Bereiche der Ostsee.

Aber was sind solche Todeszonen?
Nicht nur für uns Menschen, sondern auch für viele marine Organismen ist Sauerstoff Grundlage des Lebens. In Bereichen des Meeres in denen die Konzentration an gelöstem Sauerstoff unter 2 mg/l fällt, spricht man von sogenannten Sauerstoffminimumzonen oder auch Todeszonen. Denn hier können Meerestiere wie Fische und Krebse nicht mehr atmen. Das hat fatale Folgen, gerade dann wenn es zu einer permanenten Todeszone kommt: Ganze Biotope sind gefährdet weil ihre Bewohner abwandern müssen oder verenden. Dies kann verheerende Auswirkungen auf den gesamten Bestand haben.

Die Entstehung solcher Todeszonen kann verschiedene Gründe haben. Eine entscheidende Rolle spielt der Eintrag von Nährstoffen, wie Stickstoffe und Phosphate durch den Menschen; Jährlich landen über 1 Million Tonnen Stickstoff und rund 50.000 Tonnen Phosphat in der Ostsee. Als Folge der Überdüngung steigt das Wachstum von einzelligen Algen rasant an. Die abgestorbenen Einzeller sinken auf den Meeresgrund und werden auf ihrer Reise zersetzt. Solche Prozesse kosten Sauerstoff und es entstehen Abbauprodukte wie Schwefelwasserstoff, die für sauerstoffatmende Organismen giftig sind.

Zwar wurde der Nährstoffeintrag durch Abwässer seit den 90ger Jahren in der Ostsee und Nordsee erheblich reduziert, dennoch bedarf es weiterer Maßnahmen um die Ausbreitung dieser lebensfeindlichen Zonen zu verhindern. (Quelle J. Rehren, Universität Bremen)

English summary: Hypoxic areas in the world’s oceans are steadily increasing. Jennifer Rehren will talk about the causes and implications of the so-called “Dead Zones” in the newly launched DEEPWAVE Ocean-Club.

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