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Das Meer und seine Bewohner geraten immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft.
Nachrichten über unseren Umgang mit den Meeren sind oft erschreckend, aber es gibt auch Lichtblicke, die Ansporn sind, umzudenken.

Wale und Delfine sollen besser vor Unterwasserlärm geschützt werden

Wale und Delfine sollen besser vor Unterwasserlärm geschützt werden. Beschlossen wurde diese Schutzmaßnahme auf der 10. Vertragsstaatenkonferenz der “Bonner Konvention zum Schutz wandernder wildlebender Tierarten”, die gestern in Bergen/Norwegen zu Ende ging.

Hierzu aus der Pressemitteilung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit folgendes Zitat:
“Von deutscher Seite wurde in Bergen ein Resolutionsvorschlag zum Schutz von Walen und Delfinen vor Unterwasserlärm über die Europäische Union in die Konferenz eingebracht und von der Konferenz angenommen. In der Nordsee aber auch in anderen Meeren entsteht Lärm u.a. durch das Rammen von Fundamenten für Windkraftanlagen in den Meeresboden sowie durch Schiffsverkehr. Das Hörvermögen der Wale und Delfine wird hierbei gefährdet. Der deutsche EU-Vorschlag, der der Weltgemeinschaft den Einsatz lärmmindernder Techniken empfiehlt, erhielt von allen Seiten Zustimmung.” …

Quelle und mehr: http://www.meeresakrobaten.de/2011/11/besserer-schutz-fuer-wale/

Meeresbiologe stellt Haie als gejagte Jäger vor

Meeresbiologe stellt Haie als gejagte Jäger vor

Sie können besser riechen, sehen und hören als Menschen und sie verfügen zudem noch über einen elektrischen Sinn, der sogar menschliche Herztöne unter Wasser registriert. Haie, die seit 450 Millionen Jahren als hoch angepasste Lebewesen die Ozeane durchstreifen, sind faszinierende Meeresbewohner und dennoch bedroht.

Am Sonntag, 27. November, stellt der Hamburger Meeresbiologe und Umweltjournalist Onno Groß den Raubfisch im Natureum Niederelbe, Neuenhof 8, genauer vor. Aktuelle Ergebnisse aus der Forschung stehen im Mittelpunkt seines Vortrags mit Beamerschau „Haie – gejagte Jäger“, der um 14.30 Uhr beginnt…..

Quelle und mehr: Hamburger Abendblatt

Siehe auch: http://www.facebook.com/deepwave.org#!/event.php?eid=141466495960842

Informationen über die Anfahrt zum Natureum Niederelbe:
http://www.natureum-niederelbe.de/index.php?option=com_wrapper&view=wrapper&Itemid=114

Wie kaufen Sie Ihren Fisch?

Eine Neue Website der Europäischen Kommission informiert über nachhaltigen Fischkonsum

Wie kaufen Sie Ihren Fisch?

Wir müssen jetzt handeln, um das Leben in unseren Meeren zu schützen. In unseren Meeren gibt es immer weniger Fische. Der Grund: Überfischung. Die Lage ist ernst, aber nicht ausweglos.

Wir alle müssen Verantwortung tragen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass es wieder mehr Fische in unseren Meeren gibt.

http://www.deinenfischwaehlen.eu/

Gewinnspiel – Testen Sie Wissen

http://deinenfischwaehlen.eu/de/quiz

Düstere Aussichten für weiße Bären

Düstere Aussichten für weiße Bären

Hannes Jaenicke: „Jagd gibt Eisbären den Rest“

Jeder weiß es: Den Eisbären schmilzt der Lebensraum weg. Wissenschaftler befürchten, dass die Eisbärbestände bis 2050 allein aufgrund des Klimawandels um 70 Prozent zurückgehen werden. Bisher wenig bekannt ist, dass der „Ursus Maritimus“ zusätzlich gefährdet ist, weil jedes Jahr Hunderte Eisbären abgeschossen werden – ganz legal. Auf diese Bedrohung weist der Umweltaktivist und Schauspieler Hannes Jaenicke in einem Spot hin, mit dem er die Arbeit der Umweltorganisationen OceanCare und Pro Wildlife unterstützt. „Unbegreiflich, dass Regierungen weiterhin die Jagd auf eine vom Aussterben bedrohte Art genehmigen“ sagt Jaenicke. Er fordert die kanadische Regierung auf, endlich die Jagd auf den bedrohten „König der Arktis“ zu verbieten.

Wissenschaftler und Artenschützer sehen schwarz für die Zukunft des weißen Bären: Höchstens 20 000 bis 25 000 Tiere gibt es weltweit noch. Mit dem Abschmelzen des Packeises verlieren Eisbären Kinderstube und Jagdrevier. In Kanada sind sieben der 13 Eisbärpopulationen bereits dezimiert – dennoch werden für diese Bestände weiterhin Abschussquoten vergeben. Mit einem neuen Videoclip wollen der Schauspieler und die Artenschutzorganisationen auf diesen Missstand hinweisen. Ziel ist es, dass die kanadische Regierung endlich handelt und Trophäenjäger und Fellhändler diese aussterbende Art nicht mehr jagen dürfen.

40 000 Euro für einen Eisbärenabschuss

Ungeachtet des schwindenden Lebensraumes vergeben vor allem Kanada und Grönland weiterhin Quoten für den Abschuss von Eisbären. Tierschützer schätzen, dass jährlich mehr als tausend dieser Tiere getötet werden, davon allein fast 700 in Kanada. Europäische Jagdreiseveranstalter bieten für etwa 40 000 Euro einen Eisbären in Kanada zum Abschuss an. Zudem boomt der Handel mit Fellen. Kanadische Auktionshäuser berichten, die Nachfrage habe stark zugenommen. Andere Länder haben die Bedrohung erkannt und bereits Schutzmaßnahmen ergriffen. „Norwegen verbietet längst die Jagd auf die letzten Eisbären. Und die USA, früher Hauptabnehmer für Eisbärtrophäen aus Kanada, verbieten seit 2008 die Einfuhr dieser bedrohten Art. Doch Trophäenjäger aus Europa dürfen in Kanada weiterhin Polarbären töten, wenn sie nur genug zahlen“, sagt Daniela Freyer von Pro Wildlife.

Weiter zurückgedrängt wird der Eisbär auch, weil die schmelzende Arktis nun für Ölfirmen attraktiv wird: Es locken gewaltige Öl- und Gasvorkommen. „Es sieht schlecht aus für den König der Arktis“, sagt Sigrid Lüber von OceanCare. „Wollen wir diese Art erhalten, bedarf es eines umfassenden Jagdverbotes und einer strikten Regulierung sämtlicher menschlicher Aktivitäten in der Arktis. Alles andere ist zu wenig.“

Der Online-Spot zum Schutz des Eisbären ist zu sehen unter: http://www.youtube.com/watch?v=la1XUUuZ29A&feature=youtu.be

Wer an die kanadische Regierung appellieren möchte, die Jagd auf Eisbären einzustellen, kann dies über eine gemeinsame Aktion von OceanCare und Pro Wildlife tun:
http://www.prowildlife.de/Protestaktion_2

OceanCare und Pro Wildlife bedanken sich bei Hannes Jaenicke und der Filmproduktionsfirma TANGOFILM für die kostenlose Produktion des Eisbären-Clips.

Weitere Informationen und Bilder in höherer Auflösung erhalten Sie bei:

Pro Wildlife e.V.
www.prowildlife.de

NGOs begrüßen EU-Vorschlag für besseren Haischutz

Deutsche Umwelthilfe und die Shark Alliance begrüßt EU-Vorschlag für besseren Haischutz

Europäische Kommission will Finning-Verbot verschärfen – DUH ruft Europäisches Parlament und EU-Ministerrat auf, der Neuregelung zügig zuzustimmen – Auch die Bundesregierung soll sich aktiv für umfassenden Haischutz stark machen

Die Europäische Kommission hat heute in Brüssel einen Vorschlag zur Änderung der EU-Finning-Verordnung präsentiert, in dem sie für ein ausnahmsloses Verbot der grausamen Praxis eintritt. Die Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH) begrüßt das Vorgehen gegen das brutale Abschlachten von Haien. Beim so genannten Finning trennen die Fischer die für den Handel kostbaren Haiflossen unmittelbar nach dem Fang an Bord ab und entsorgen die übrigen Tierkörper im Meer. Millionen von Haien fallen nach Angaben der Weltnaturschutzunion (IUCN) jährlich dieser Praxis zum Opfer, die innerhalb der EU-Fischerei noch immer weit verbreitet ist und oft ungeahndet bleibt. Die Haiflossen sind vor allem in Asien begehrt und zählen dort als Hauptzutat der Haiflossensuppe zu den wertvollsten Fischereierzeugnissen. Einer der wichtigsten Exporteure ist die EU, mit Spanien an der Spitze.

Die DUH befürwortet die vorgeschlagene Neuregelung: „Durch die Nachfrage nach Haifischflossen kommt es zu einem enormen Aderlass bei diesen an der Spitze der Nahrungskette stehenden Beutegreifern mit unabsehbaren Folgen für das ökologische Gleichgewicht in den Meeren“, sagt Ulrich Stöcker, Leiter der DUH-Naturschutz-Abteilung. „Die verpflichtende Anlandung von Haien im Ganzen ist nicht nur eine Forderung von Meeresschützern und Wissenschaftlern, sondern die langjährige Empfehlung zahlreicher internationaler Gremien, von der IUCN über das Europäische Parlament bis hin zu den Vereinten Nationen. Wir fordern das Europäische Parlament und den EU-Ministerrat auf, diesem längst überfälligen Kommissionsvorschlag zuzustimmen.“

Die Kommission will die in einigen Mitgliedstaaten vorhandenen Sondergenehmigungen abschaffen, die es Fischern gestatten, Haiflossen auf See abzutrennen und Körper und Flossen getrennt voneinander anzulanden. So soll das Finning-Verbot künftig bei sämtlichen von EU-Fischereifahrzeugen oder in EU-Gewässern gefangenen Haien greifen. Da vor allem spanische Fischer über Sondergenehmigungen verfügen, wird von der spanischen Fischerei-Industrie und der Regierung in Madrid der größte Widerstand erwartet.

Die Annahme des Kommissionsvorschlags erfolgt erst nach einem ordentlichen EU-Gesetzgebungsverfahren. Die Meeresschutz-Expertin der DUH, Nina Wolff, betont die Rolle Deutschlands in diesem Prozess: „Die Verantwortung der Bundesrepublik liegt nicht allein darin, dem Kommissionsvorschlag zuzustimmen. Die Bundesregierung muss darüber hinaus ihren Einfluss für einen umfassenden Haischutz geltend machen, damit die vorgeschlagenen Verschärfungen des Finning-Verbots die notwendige Unterstützung einer kritischen Masse von Mitgliedstaaten finden.“ Als Mitglied der Shark Alliance hat sich die DUH in den vergangenen Monaten nachdrücklich dafür eingesetzt, das Finning-Verbot der EU von einer der weltweit schwächsten in eine ökologisch nachhaltige und effektive Regelung umzuformulieren. Zuletzt wurde im Rahmen der European Shark Week eine Petition mit einem Aufruf an Bundesagrarministerin Aigner gestartet, für die Schließung der Schlupflöcher im Finning-Verbot und gegen den Raubbau an Haibeständen einzutreten.

Hintergrund:

Als oberste Räuber sind Haie wichtiger Bestandteil der Meeresökosysteme. Die Überfischung ihrer Bestände hat weit reichende Auswirkungen nicht nur auf die zunehmend geschwächten Populationen, sondern auch die Artenzusammensetzung und das biologische Gleichgewicht der Meere. Nach Erkenntnissen der IUCN werden ca. 80 Haiarten in europäischen Gewässern befischt, ein Drittel der gefangenen Haiarten sind durch Überfischung gefährdet. Das Finning von Haien trägt zur Überfischung ihrer Bestände bei. Aufgrund ihrer späten Geschlechtsreife und der niedrigen Reproduktionsraten erholen sich Haie nur schwer von Überfischung.

Der Europäische Hai-Aktionsplan (KOM (2009) 40 endg.) sieht rechtliche und fischereipolitische Maßnahmen zur Erhaltung der Haibestände vor. Er bezieht sich auf einen Internationalen Aktionsplan der FAO von 1999 (IPOA SHARKS), der die Erhaltung und Bewirtschaftung der von der Gemeinschaftsflotte dezimierten Haibestände sicherstellen soll. Ziel ist unter anderem die Stärkung des Finningverbots, aber auch eine Anpassung der Haifänge an die verfügbaren Ressourcen und Schutzmaßnahmen für gefährdete Bestände. 2003, als laut der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) die Haifänge (inklusive Rochen und Seekatzen) ihr weltweites Maximum erreichten, erließ der Rat der Europäischen Union die Verordnung Nr. 1185/2003 über das Abtrennen von Haifischflossen an Bord von Schiffen, auch EU-Finning-Verordnung genannt. Die Verordnung verbietet das Abtrennen von Flossen aller Hai- und Rochenarten an Bord von Schiffen in EU-Gewässern und an Bord von EU-Schiffen weltweit. Doch mit einer speziellen Fangerlaubnis können die Mitgliedsstaaten ihren Fangschiffen das Abtrennen von Flossen toter Haifische an Bord erlauben, ebenso das Anlanden von Flossen und Körpern in unterschiedlichen Häfen.

Die Deutsche Umwelthilfe hat die Aktionen der Shark Alliance für die zügige Formulierung eines überarbeiteten Finning-Verbots durch die Europäische Kommission unterstützt und sich im Rahmen einer EU-weiten Konsultation zur Änderung der Finning-Verordnung im Februar 2011 für einen umfassenden Schutz der Haie und eine Ganzkörperanlandung ausgesprochen.

Weitere Informationen zum Finning unter www.haiwoche.de und www.sharkalliance.org.

Die Pressemitteilung der Europäischen Kommission finden Sie unter: http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1384&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

Pressekontakt:

Ulrich Stöcker
Leiter Naturschutz
Deutsche Umwelthilfe e. V. (DUH)
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin
Tel.: 030 2400867-0, E-Mail: stoecker@duh.de

Dr. Nina Wolff
Meeresschutz-Expertin
Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH)
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin,
Tel.: 030 2400867-0, Mobil: 0151 10844768, E-Mail: wolff@duh.de

Zum Weltfischereitag: WWF verleiht internationalen Preis für Schlaue Fischereitechnik

WWF Rotbarsch entkommt Barotrauma / Zum Weltfischereitag: WWF verleiht internationalen Preis für Schlaue Fischereitechnik

Anlässlich des Weltfischereitages am Montag den 21. November fordert der WWF, die Fischerei umweltverträglicher zu gestalten und stellt die Gewinner des internationalen Wettbewerbs „Schlaue Netze“ vor. Die Umweltorganisation prämiert die Entwicklung von innovativen Fischereimethoden aus aller Welt, die Umweltschäden wie unerwünschten Beifang reduzieren.

Der mit 30.000 US-Dollar dotierte Hauptpreis geht in diesem Jahr an den Kapitän eines japanischen Thunfischfängers. Seine Erfindung verringert den Beifang von Seevögeln in der Langleinenfischerei auf Thunfisch um bis zu 89 Prozent. Mit zusätzlichen Gewichten lassen sich die mit Ködern bestückten, mehrere hundert Meter langen Fischerleinen tiefer unter der Wasseroberfläche ausbringen. Damit sind die Haken für die gefährdeten Albatrosse und anderen Seevögel auf ihrer Jagd nach den Ködern außer Reichweite. Bis zu 300.000 Seevögel fallen derzeit weltweit pro Jahr der Langleinen-Fischerei zum Opfer.

„Wir müssen die negativen Auswirkungen des Fischfangs eindämmen, damit unsere Meere lebendig bleiben“, sagt Karoline Schacht. „Der WWF-Wettbewerb fördert gute und vor allem praktische Ideen zutage, die für Profifischer und Freizeitangler anwendbar sind.“

Mit 10.000 US-Dollar wurde eine Erfindung prämiert, die Beifangschäden in der Freizeitangelei reduziert. Aus verschiedenen Gründen muss der Angler gefangenen Fisch wieder freisetzen, nämlich zu kleine oder zu viel gefischte Tiere. Der sogenannte SeaQualizer erhöht die Überlebenschancen von in tiefem Wasser lebenden Fischen wie Rotbarsch und Red Snapper, wenn sie freigelassen werden, indem er die Symptome von Barotrauma verringert. Da sich die Schwimmblase der Fische ausdehnt, wenn sie nach oben gezogen werden, erhöht sich der Auftrieb der Fische. Die freigesetzten Fische können deshalb nicht in die Tiefe zurückkehren und verenden zumeist an der Oberfläche. Die von einem Team aus Florida erfundene Vorrichtung ermöglicht es dem Angler, Fische in ihrer angestammten Wassertiefe statt an der Oberfläche freizusetzen. Der SeaQualizer kann bei vorherbestimmtem Wasserdruck auslösen und in Abhängigkeit von Tiefe und Fischart die Überlebensrate um ca. 50 Prozent steigern. „Der Angelsport zieht oft überfischte Arten wie Rotbarsch und Red Snapper in Mitleidenschaft und hat auf manche Bestände beachtliche Auswirkungen“, so Schacht weiter. In den USA stammten 2002 vier Prozent der Gesamtanlandung von Meeresfisch aus der Freizeitangelei. Betrachtet man nur die gefährdeten Fischbestände, waren es sogar 23 Prozent der landesweiten Fänge.

Der dritte ebenfalls mit 10.000 US-Dollar dotierte Preis leistet einen Beitrag zum Schutz von bedrohten Meeresschildkröten, die oft als Beifang in Fischernetzen verenden. Stellnetze werden mit Fischereileuchten ausgerüstet, so dass Meeresschildkröten die beleuchteten Netze umschwimmen. 60 Prozent weniger Schildkröten gingen während der Testphase ins Netz, ohne dass die Fangerfolge von Fisch sich verringerten. Stellnetzfischerei – die Fischerei mit feststehenden Netzen – gehört zu den Methoden der Küstenfischerei und ist weltweit verbreitet. Eingereicht wurde die prämierte Idee von einem Team des Ocean Discovery Instituts der Universitäten San Diego und Hawaii. Den Wettbewerb SmartGear, zu Deutsch „Schlaue Netze“ hat der WWF zum fünften Mal durchgeführt. 74 Teilnehmer aus 31 Ländern reichten ihre Vorschläge ein. Die Gewinner hat eine unabhängige Jury aus Wissenschaftlern, Fischern, Ingenieuren, Vertretern der Fischereiindustrie und der Umweltverbände ausgewählt. Die Preise wurden am 17. November in Seattle überreicht.

Fotos erhältlich unter www.wwf.de/presse
Weitere Informationen unter http://www.smartgear.org/

Streit um Fischereiabkommen

ND-Europa: EU-Marokko-Fischerei

Streit um Fischereiabkommen

Europa-Abgeordnete kritisieren Vereinbarung zwischen EU und Marokko

Sowohl der Haushalts- als auch der Entwicklungsausschuss des Europaparlaments haben dem federführenden Fischereiausschuss jetzt mehrheitlich empfohlen, das Protokoll zum Partnerschaftsabkommen zwischen der EU und Marokko abzulehnen.

Hintergrund aller »Fischereipartnerschaftsabkommen« mit der Europäischen Union ist die Tatsache, dass die hochmoderne und hochsubventionierte EU-Flotte die eigenen Meere bereits weitgehend leer gefischt hat und dort nicht mehr »wirtschaftlich« arbeiten kann. Allerdings hat der Vertrag mit Marokko eine Besonderheit: Er bezieht die Gewässer der von Rabat besetzten Westsahara mit ein, und zwar ohne dass die kolonisierte Bevölkerung jemals nach ihren Wünschen oder gar ihrer Zustimmung befragt worden wäre. Das Abkommen ist also ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht, wie bereits der Juristische Dienst des EU-Parlaments in seinem Gutachten im Sommer 2006 unmissverständlich festgestellt hat.
Ganzer Text…

https://www.neues-deutschland.de/artikel/211345.streit-um-fischereiabkommen.html

Fischbestände retten – für eine konsequente Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

Fischbestände retten – für eine konsequente Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik

In einer aktuellen Stellungnahme zur anstehenden Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) spricht sich der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) für grundlegende Reformen aus. SRU‑Mitglied Prof. Dr. Manfred Niekisch warnt eindringlich: „Es ist ein echter Kurswechsel erforderlich, um ein nachhaltiges Fischereimanagement auf den Weg zu bringen.“ Die EU steht in der Verantwortung, den Raubbau an den Fischbeständen und der Meeresumwelt zu stoppen. Der Vorschlag, den die EU-Kommission im Juli dieses Jahres zur Reform der GFP vorgelegt hat, geht aus Sicht des SRU bereits in die richtige Richtung. Allerdings bestehe in einigen Bereichen noch erheblicher Nachbesserungsbedarf.

Ziel der Europäischen Fischereipolitik sollte nach Meinung des SRU sein, die Fischbestände dauerhaft auf möglichst hohem bzw. gesundem Niveau bewirtschaften zu können. Dies bedeutet, den Beständen die Möglichkeit zu geben wieder auf eine Größe zu wachsen, die eine maximale Produktivität zulässt. Damit wäre eine Abkehr von einer bisher lediglich an der Verhinderung von Bestandszusammenbrüchen orientierten Fischereipolitik verbunden. Für eine solchermaßen nachhaltige Fischereipolitik ist es unumgänglich, die Übernutzung der europäischen Fischbestände zu stoppen. Die Fangquoten sollten ausschließlich auf der Basis verbindlicher, naturwissenschaftlich begründeter Grenzen festgelegt werden. Diese müssen präzise in die Grundverordnung zur GFP aufgenommen werden. Bei der Festlegung der Fangquoten muss nach Aussage des SRU der Vorsorgegedanke zum Tragen kommen, d. h., es bedarf angesichts vieler Unsicherheiten über die Bestandsentwicklung hinreichender „Sicherheitsabstände“. Das von der EU-Kommission vorgegebene Ziel, eine Bestandsgröße anzustreben, die langfristig einen größtmöglichen Dauerertrag gewährleistet, ist generell positiv zu bewerten. Da es aufgrund von Abhängigkeiten zwischen den Fischbeständen aber unwahrscheinlich ist, dass für alle Bestände diese Größe erreichbar ist, sollte zusätzlich festgelegt werden, welche prozentuale Entnahme von der Bestandsbiomasse auf keinen Fall überschritten werden darf.

Neben der Überfischung ist weiterhin der hohe Beifang von Jungfischen und kommerziell uninteressanten Fischarten ein ungelöstes Problem. Ein Großteil dieser Fische wird wieder über Bord geworfen und verendet. Damit geht er dem Fischbestand und dem Ökosystem verloren. Dazu Prof. Dr. Karin Holm-Müller vom SRU: „ Beifang, der einfach ins Meer gekippt wird, unterläuft alle Bemühungen, durch Fangquoten ein nachhaltiges Fischereimanagement zu erreichen. Diese Praxis muss umgehend beendet werden.“ Deshalb begrüßt der SRU das von der EU-Kommission vorgeschlagene Rückwurfverbot. Dieses darf aber entgegen dem Kommissionsvorschlag nicht auf wichtige kommerzielle Arten begrenzt sein, sondern muss schon allein der Kontrollierbarkeit wegen alle Fischarten umfassen. Ein solches Verbot wäre ein wichtiger Anreiz für die Fischer, Maßnahmen zur Vermeidung des Beifangs zu ergreifen. Darüber hinaus ist es aus Sicht des SRU aber auch erforderlich, weitergehende Maßnahmen zum Schutz der Meeresökosysteme vor den Fischereiaktivitäten zu ergreifen. Dies betrifft sowohl technische Vorgaben für möglichst umweltschonende Fangtechniken wie auch die konsequente Implementierung von Meeresschutzgebieten. Die Ausweisung von Schutzgebieten ist dabei nötig, aber bei weitem nicht ausreichend, sie müssen auch entsprechend gemanagt werden. Zu einem wirksamen Schutz gehören nach Meinung des SRU auch Zonen in den Schutzgebieten, in denen keinerlei menschliche Aktivitäten zulässig sind.

Eine Grundbedingung für den Erfolg einer Reform der GFP ist der Abbau der durch Subventionen gestützten Überkapazitäten in den Fischereiflotten. Einige Länder, einschließlich Deutschland, haben ihre Flotten bereits deutlich reduziert. Andere Flotten sind hingegen immer noch weit größer als es für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände zulässig ist. Die Überkapazitäten schaffen wiederum wirtschaftlichen Druck, höhere Fischereiquoten festzulegen als ökologisch vertretbar ist, führen zu illegalen Fangaktivitäten und zum Export der Überfischungsproblematik in Nicht-EU-Staaten, beispielsweise in westafrikanische Länder. Letzteres gefährdet die Ernährung und das Einkommen der dortigen Küstenbewohner. „Um diese Probleme zu beheben, ist es deshalb erforderlich, für die einzelnen Fischereien verbindliche Kapazitätsgrenzen festzulegen“, betont Professor Niekisch. Die im Reformvorschlag der EU-Kommission festgelegten Grenzen liegen nach Meinung des SRU deutlich zu hoch, um eine wirksame Kapazitätsreduktion zu bewirken.

Die aktuelle Stellungnahme „Fischbestände nachhaltig bewirtschaften – Zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik“ ist auf http://www.umweltrat.de/SharedDocs/Downloads/DE/04_Stellungnahmen/2011_11_Stellung_16_Fischbestaende.html verfügbar.

………………………………

Der SRU berät die Bundesregierung seit 1972 in Fragen der Umweltpolitik. Die Zu­sammensetzung des Rates aus sieben Universitätsprofessorinnen und ‑professoren verschiedener Fachdisziplinen gewährleistet eine wissenschaftlich unabhängige und umfassende Begutachtung, sowohl aus naturwissenschaftlich-technischer als auch aus ökonomischer, rechtlicher und politikwissenschaftlicher Perspektive.

Der Rat besteht derzeit aus folgenden Mitgliedern:

Prof. Dr. Martin Faulstich (Vorsitzender), Technische Universität München

Prof. Dr. Heidi Foth (stellv. Vorsitzende), Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Christian Calliess, Freie Universität Berlin

Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Universität Flensburg

Prof. Dr. Karin Holm-Müller, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Prof. Dr. Manfred Niekisch, Goethe-Universität und Zoologischer Garten Frankfurt

Prof. Dr. Miranda Schreurs, Freie Universität Berlin

Was beim Thunfischfang wirklich passisiert…

Was beim Thunfischfang wirklich passisiert…
zeigt dieses – etwas zwAR kryptische – Video, aber es sind Originalaufnahmen!

http://www.greenpeace.org.nz/tunavideo/

Ein Helikopter-Pilot der Thunfischindustrie in Neuseeland konnte seine Beobachtungen nicht mehr mit seinem Gewissen vereinbaren und dieses Video abgegeben. Der Film wurde auch im neuseeländischen Fernsehen gezeigt.

Die Firma Sealord behauptet weiterhin es gäbe keine Probleme mit Beifang. Das Unternehmen ist zu 50% in Maori Besitz und einer japanischen Firma.

Von Sealord’s Internetseite:

„Sealord’s global net spans seven continents and we deliver $500 million worth of seafood to people in more than 60 countries each year. We employ around 1,100 people throughout New Zealand and more than 400 people around the world.

The people of Sealord consider ourselves guardians of our seas and marine life. We are a proactive supporter of New Zealand’s world-class quota management system that ensures Kiwis and people around the world can enjoy New Zealand fish today knowing it is a sustainable asset that is being protected for future generations. “

Welch Hohn!

EU-Parlament spricht sich gegen Piratenfischerei aus

EU-Parlament spricht sich gegen Piratenfischerei aus

Illegal fishing: call for international action to save fish stocks

To protect law-abiding EU fishermen and to preserve biodiversity of the world’s oceans, the EU must promote international action to fight illegal fishing, including stepping up inspections at sea, closing markets to illegal seafood and imposing sanctions on negligent states, says resolution voted by Parliament on Thursday.

Because two thirds of world’s oceans are beyond national jurisdiction and fish stocks and fishing fleets are highly mobile, illegal, unregulated and unreported (IUU) fishing can be effectively tackled only by international cooperation, said MEPs, stressing that the EU, as the world’s major fishing power, should play a key role in mobilising the international community to this end.

„The EU needs to do more to promote effective international cooperation to combat illegal fishing“, said rapporteur Isabella Lövin (Greens/EFA, SE) stressing that „we need to ensure that ruthless operators cannot simply change the flag of their vessels to evade their responsibilities. With many fish stocks around the world already perilously threatened, illegal fishing could be the final straw“.

An estimated 15% of world catches – between 11 and 26 million tonnes a year – come from illegal fishing. Sustainable management of marine resources is impossible unless illegal fishing is tackled, says the text.

International cooperation to halt IUU fishing

Parliament urges the Commission and Member States to press the issue in international fora and to consult major market states, such as the US, Japan and China, about developing international legal instruments, possibly under the UN auspices, to halt, prosecute and punish trade in IUU fish.

New measures should include compulsory registration of fishing vessels above 10GT (gross tonnage), development of catch-documentation schemes, compulsory use of electronic vessel monitoring systems (VMS), exchange of information on vessels activities, import controls and an agreement on closing markets to illegally caught fish.

MEPs would also like the EU to establish a register of fishing vessels authorised to fish and blacklist those that engage in illegal fishing.

The role of regional management bodies should also be strengthened.

Sanctions against negligent states

States that fail to meet their international obligations, e.g. by ensuring that vessels that fly their flags abide by the rules, should face sanctions, says the resolution.

MEPs also asked the Commission to examine the possibility of making aid from the EU’s generalised preference system conditional upon applicant countries‘ compliance with FAO and UN rules against IUU.

The Lövin resolution was passed with 491 votes in favour, 7 against and 24 abstentions.

MEPs also want aid from the EU’s generalised preference system to be conditional upon applicant countries‘ compliance with FAO and UN rules against IUU.

www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20111117IPR31725/illegal-fishing-call-for-international-action-to-save-fish-stocks

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