News

Das Meer und seine Bewohner geraten immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft.
Nachrichten über unseren Umgang mit den Meeren sind oft erschreckend, aber es gibt auch Lichtblicke, die Ansporn sind, umzudenken.

Nach 31 Jahren – Japan nimmt kommerziellen Walfang wieder auf

Ein getöteter Wal wird mit einem Netz auf das Fischerboot geladen

© dpa

Japan steigt endgültig aus der Internationalen Walfangkommission aus. Für die Wale ändert sich dadurch nicht viel. 31 Jahre lang hat Japan offiziell keine Jagd auf Wale gemacht, aber eine Lücke in der IWC-Vereinbarung genutzt, wonach Wale zu Forschungszwecken getötet werden dürfen. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft wurden so jahrelang Tausende Wale getötet, deren Fleisch letztendlich doch zum Verzehr verwendet wurde. Nun wird auch offiziell wieder zu diesem Zweck gejagt, weil der Antrag Japans auf kommerziellen Walfang von der IWC abgelehnt wurde und diese daraufhin einfach aus der Kommission ausgetreten sind, um nicht mehr an die Vereinbarungen gebunden zu sein.

Dabei ist nicht nur in Wissenschaft und Politik inzwischen bekannt, dass Walfleisch so hochgradig mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen aus den Meeren kontaminiert ist, dass angespülte Wale als Sondermüll entsorgt werden müssen. Es gleicht also einem Skandal, dass die japanische Regierung den Verkauf von Walfleisch jetzt ankurbeln möchte, obwohl der Großteil der Bevölkerung dessen Konsum aus den unterschiedlichsten Gründen inzwischen ablehnt.

Tagesschau, 01.07.2019

Jahrelang wurden Wale von japanischen Walfängern offiziell nur zu Forschungszwecken gejagt. Nachdem das Land aus der Internationalen Walfangkommission ausgetreten ist, kehrt es zur kommerziellen Jagd zurück.

Nach 31 Jahren macht Japan in seinen Hoheitsgewässern wieder Jagd auf Wale. Heute stachen Boote aus Häfen der zwei Walfangstädte Shimonoseki und Kushiro für die ersten kommerziellen Jagden seit 1988 in See.

Grund dafür ist der Austritt Japans aus der Internationalen Walfangkommission (IWC), der nach einer sechsmonatigen Frist wirksam wurde. Zuvor kämpfte Tokio jahrelang darum, wieder kommerziell Wale fangen zu dürfen. Im September 2018 scheiterte das Land mit einem Antrag auf eine Rückkehr zum kommerziellen Walfang vor der ICW. Tokio hält die Bestände für ausreichend erholt.

In den 1980er-Jahren hatte die IWC ein Jagdverbot wegen schwindender Bestände verhängt. Japan schwenkte damals offiziell auf Walfang zu Forschungszwecken um.

Fischereibehörde legt Fangquoten fest

Tierschützer kritisieren Japans kommerziellen Walfang scharf. Japanische Walfängerverbände hingegen äußerten sich „überglücklich“ und „zutiefst bewegt“. Die Fischereibehörde teilte mit, dass die Fangquote bis zum Jahresende auf 227 Wale festgesetzt worden sei. Auf der Abschussliste stehen demnach 52 Zwergwale, 150 Brydewale und 25 Sei-Wale.

Japan will sich dabei auf seine territorialen Gewässer beschränken. Die bisherige Jagd in der Antarktis, die nach offizieller Darstellung wissenschaftlichen Zwecken diente, will das Land einstellen. Japan hatte bereits seit Jahren eine Lücke in der IWC-Vereinbarung genutzt, wonach Wale zu Forschungszwecken getötet werden dürfen. Ein Teil des Fleisches der getöteten Meeresbewohner wurde anschließend zum Verzehr verwendet, woraus Japan nie einen Hehl machte. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Tagesschau

Weitere Informationen zum Walfang:

Japan hat seinen kommerziellen Walfang wieder aufgenommen – Ursachen und Folgen

66. IWC Tagung in Slowenien: Walfang wieder auf dem Prüfstand

Nachruf auf einen Wal

 

 

 

 

Artensterben – Beispiele bedrohter Tierarten


© picture alliance/ imageBroker


© picture alliance/ Mary Evans Picture Library

Die weltweite Vielfalt der Tierarten sinkt weiter. Egal, ob an Land oder im Wasser – immer mehr Tiere sind vom Aussterben bedroht. Seepferdchen sind davon auch betroffen, deswegen können sie nur noch sehr selten in der Nordsee beobachtet werden. Der Mensch zerstört ihren Lebensraum und jagt sie, um sie getrocknet als Heilmittel zu verkaufen. Auch für den südostasiatischen Mekong-Irawadi-Delfin ist der Mensch die größte Gefahr. Der WWF geht davon aus, dass nur noch 85 Tiere am Leben sind. Sie fallen immer noch der Fischerei zum Opfer und werden mit Stellnetzen gejagt. Der Klimawandel, die Zerstörung der Lebensräume und die Wilderei geben den Tieren keine Chance.

Hier findet ihr weitere Beispiele von Tierenarten, die kurz davor sind von der Erde zu verschwinden.

Weitere Informationen über das Artensterben:

https://www.deepwave.org/nachruf-auf-einen-wal/

DWfacts_Thunfisch_2016

https://www.deepwave.org/tag-des-artenschutzes-tiefseefisch-orange-roughy/

 

 

Dramatischer Weltbericht: Menschheit tilgt die Natur von der Erde

© picture alliance/imageBROKER

Der UN-Weltbiodiversitätsrat IPBES veröffentlicht bedrückende Fakten zum Zustand der Artenvielfalt. Das Artensterben hat ein noch nie dagewesenes Ausmaß in der Geschichte der Menschheit angenommen. Jede*r muss jetzt handeln!

greenpeace magazin., 06.05.2019, dpa

Das Artensterben ist schlimm – aber mich selbst betrifft das nicht. Mit dieser Vorstellung räumen die Wissenschaftler des UN-Weltbiodiversitätsrats IPBES nun gründlich auf. In ihrem aktuellen Bericht liefern sie bedrückende Zahlen. Und machen deutlich, wie sich das Steuer noch herumreißen ließe.

Die Menschheit lässt die Natur einem umfassenden Weltbericht zufolge in rasendem Tempo von der Erde verschwinden. Dafür gebe es inzwischen überwältigende Beweise, die ein unheilvolles Bild zeichneten, warnte der Vorsitzende des Weltbiodiversitätsrates (IPBES), Robert Watson, am Montag in Paris. „Wir erodieren global die eigentliche Basis unserer Volkswirtschaften, Lebensgrundlagen, Nahrungsmittelsicherheit und Lebensqualität“, sagte er. Die Weltgemeinschaft müsse sich dringend abwenden von wirtschaftlichem Wachstum als zentralem Ziel, hin zu nachhaltigeren Systemen, hieß es.

In ihrem ersten globalen Bericht zum Zustand der Artenvielfalt reiht die Einrichtung der Vereinten Nationen beängstigende Fakten aneinander: Von den geschätzt acht Millionen Tier- und Pflanzenarten weltweit sei rund eine Million vom Aussterben bedroht. Das Ausmaß des Artensterbens war in der Geschichte der Menschheit noch nie so groß wie heute – und die Aussterberate nimmt weiter zu. Drei Viertel der Naturräume auf den Kontinenten wurden vom Menschen bereits erheblich verändert, in den Meeren zwei Drittel.

Immer wieder verdeutlichen die Autoren, dass der Verlust an Biodiversität kein reines Umweltthema ist, sondern auch Entwicklung, Wirtschaft, politische Stabilität und soziale Aspekte wie Flüchtlingsströme beeinflusst. Gravierende Folgen für Menschen weltweit seien inzwischen wahrscheinlich, warnen sie. Noch sei es nicht zu spät für Gegenmaßnahmen, erklärte Watson, „aber nur, wenn wir sofort auf allen lokalen bis globalen Ebenen damit beginnen“. Es bedürfe fundamentaler Veränderungen bei Technologien, Wirtschaft und Gesellschaft, Paradigmen, Ziele und Werte eingeschlossen.

„Die Biodiversität und die Naturgaben für den Menschen sind unser gemeinsames Erbe und das wichtigste Sicherheitsnetz für das Überleben der Menschheit“, erklärte die Argentinierin Sandra Díaz. Dieses Netz sei jedoch inzwischen bis fast zum Zerreißen belastet. Díaz, Ökologin an der Nationalen Universität Córdoba, ist neben Josef Settele vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Halle und dem brasilianischen Anthropologen Eduardo Brondízio Hauptautorin des IPBES-Berichts. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Greenpeace Magazin: https://www.greenpeace-magazin.de

 

Klimakrise in der Arktis – Wie der Lärm unter Wasser die Wale bedroht

© imago

Das Eis in der Arktis schmilzt. Nicht nur der weltweite Meeresspiegel steigt an, sondern auch die Lärmbelastung für Meereslebewesen. Der Klimawandel führt dazu, dass im Nordpolarmeer ein Zugang zu noch ungenutzten Ressourcen wie Öl, Gas und anderen Bodenschätze entsteht und das neue Schiffrouten eröffnet werden. Sowohl die Motoren der Erkundungsschiffe, als auch die sogenannten Airguns, die nach Rohstoffreserven in den Meeren suchen, fügen durch den entstehenden Unterwasserlärm den dort lebenden Walen erheblichen Schaden zu. Der Schall der Airguns ist 100 000 Mal so laut wie ein Düsenflugzeug und wird, laut einer Studie des Umweltbundesamts (UBA), auch noch in 2000 Kilometer Entfernung von Walen wahrgenommen.

ZDF, 01.05.2019, Autorin: Christine Elsner

Während das Eis im Nordpolarmeer dramatisch schnell schmilzt, steigt gleichzeitig die wirtschaftliche Bedeutung der Arktis. Denn der Zugang zu wertvollen Rohstoffen, die bislang unter dem Eis schlummerten, wird frei. Laut einer Studie der US-Fachbehörde Geological Survey lagern allein im arktischen Eismeer rund 90 Milliarden Barrel Öl – das entspricht 13 Prozent der unentdeckten globalen Ölreserven. Hinzu kommen noch mehrere Billionen Kubikmeter Gas sowie tausende Tonnen Bodenschätze.

Längst ist ein Konflikt zwischen Artenschutz und Wirtschaftsinteressen entstanden. Dabei sehen Experten der „Whale and Dolphin Conservation“ (WDC) den Artenschutz als Verlierer des Konflikts: „Das sich durch den Klimawandel zurückziehende Eis ermöglicht mittlerweile die verstärkte Ausbeutung von Öl- und Gaslagerstätten und der Meeresbewohner. Darauf haben es einige Nationen abgesehen. Leider ist die Suche nach Ressourcen und deren letztendliche Ausbeutung mit erheblichem Lärm verbunden“, so Fabian Ritter von WDC.

Mit den Auswirkungen der wirtschaftlichen Nutzung und dem damit einhergehenden Unterwasserlärm wird sich in den kommenden Tagen auch der Arktische Rat beschäftigen. Er tagt Anfang Mai in Finnland. Die Vertreter der Arktisanrainerstatten sowie internationale Wissenschaftler aus Forschung und Technik werden sich mit den Themen „Zugang zu Rohstoffen“ sowie „Schnellere Transportwege“ beschäftigen. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZDF: https://www.zdf.de/

Weitere Informationen zum Treffen und zu der Abschlusserklärung des Arktischen Rats:

https://www.deepwave.org/abschlusserklaerung-scheitert-an-den-usa/

 

 

 

Zeit der Ausreden ist vorbei

Wir zerstören unsere eigene Lebensgrundlage. Die Regenwälder verschwinden, 2/3 der Meere sind vermüllt und verschmutzt und die Todeszonen breiten sich weiter aus – jede achte Art ist vom Aussterben bedroht. Gescheiterte Strategien der Politik, profitorientiertes Wirtschaften und steigender Konsum führen dazu, dass zunächst die Lebensgrundlage der Menschen verschwindet, die sowieso schon unter Nahrungsmangel leiden, sehr arm sind oder sich ihre Lebensmittel nicht dazu kaufen. Jedoch wird es früher oder später auch die Industrieländer treffen.

Ein grundsätzliches Umdenken ist nötig.

Tagesschau, 06.05.2019, Autor: Axel Weiß (SWR)

Der Artenschutzbericht offenbart Zahlen des Grauens. Da alle bisherige Strategien scheiterten, ist ein Umdenken nötig. Sowohl die Agrarpolitik der EU muss zur Debatte stehen – als auch das tägliche Stück Fleisch.

Jetzt wurde es mal wieder ganz deutlich gesagt: Die Menschen ruinieren ihre Lebensgrundlagen – weltweit und mit ungeheurer Geschwindigkeit. Und nahezu alle Lebensräume sind inzwischen betroffen. Jede achte Art ist vom Aussterben bedroht, eine Million Arten etwa. Die Meere sind zu zwei Drittel verschmutzt, überfischt, die Todeszonen ohne jedes Leben breiten sich aus und haben jetzt schon die Fläche Großbritanniens erreicht.

Während die Regenwälder schrumpfen, hat sich die Stadtfläche – global gesehen – in nur 25 Jahren verdoppelt. Und so weiter und so weiter: Seitenlang enthält der heute veröffentlichte Bericht Zahlen des Grauens, der Vernichtung von Leben, der Verschlechterung von Lebensverhältnissen. 132 Staaten haben den Bericht des Weltrats für biologische Vielfalt abgezeichnet. Soll also keiner kommen und sagen: Oh, das wussten wir nicht. Und nun? Wie geht’s weiter?

Von gescheiterten Strategien

Der Bericht zeigt ja, dass alle bisherigen Versuche gescheitert sind, den Verlust an Vielfalt zu stoppen. Es gab ja schon einige. Das gilt für die nationale deutsche Strategie zur biologischen Vielfalt wie die EU-Strategie wie die weltweiten Versuche, das Artensterben zu bremsen. Es gibt ja bereits eine UN-Konvention zur biologischen Vielfalt und zwar so lange, wie es auch eine gegen den Klimawandel gibt, seit mehr als 25 Jahren also. Nur war die bisher kaum ein gesprächswertiges Thema. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Tagesschau: https://www.tagesschau.de/

„Wir dachten, der Stint wäre unerschöpflich“

© Axel Heimken/dpa

Die Nachfrage nach Stint ist hoch, gerade in den Hamburger Restaurants. Seit 50 Jahren fischt Walter Zeeck in der Elbe. Er berichtet, dass immer weniger Stint im Netz landet. Viele Fischereibetriebe müssen nun um ihre Existenz fürchten, wenn der Fischbestand weiter sinkt…

ZEIT ONLINE, 14.03.2019, Autor: Folko Damm

Der Stintbestand in der Elbe geht zurück, viele Fischer bangen um ihre Existenz – auch Walter Zeeck. Der 70-Jährige ist Elbfischer im Ruhestand, er arbeitet noch immer im Familienbetrieb seiner Söhne Claus und Harald im niedersächsischen Geversdorf mit. Er blickt auf über ein halbes Jahrhundert Stintfischerei zwischen Cuxhaven und Hamburg zurück und sagt: „So schlecht wie heute war es noch nie“ – trotzdem würde er jungen Menschen nicht vom Beruf abraten. 

„Ich bin als 15-Jähriger an Bord gekommen, das war 1964. Ich habe bei meinem Vater gelernt, mit 18 meinen Gesellenbrief gemacht und mit 20 mein Kapitänspatent. Mit 23 oder 24 wurde ich dann Kapitän auf dem Kutter meines Vaters, mit einem Matrosen an Bord. So habe ich angefangen, selbstständig zu fischen. Damals hat die Elbfischerei im Winter von den Stinten gelebt. Am Altonaer Fischmarkt wurden früher bis zu 1.000 Tonnen Stint in der Saison angelandet. Meistens haben wir den Fisch zur Auktion nach Cuxhaven gebracht.

Die Technik war aber nicht so weit fortgeschritten, dass wir immer hinkamen, wo wir hinwollten, weil wir kein Radar hatten. Wenn Nebel und Eis waren, konnten wir nicht raus, bei Sturm sowieso nicht. Dann kam es schon mal vor, dass man nicht jeden Tag Stint reinbringen konnte. Das war aber kein großes Problem, weil dafür andere Tage ertragreich waren. Wir konnten so viel Stint fangen, dass wir uns sogar selber beschränkt haben. Wenn der Preis runterging, haben wir eben nur 20 oder 30 Zentner abgeliefert, nicht mehr, damit wir den Preis hochhalten. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZEIT ONLINE: https://www.zeit.de/index

 

 

 

 

DEEPWAVE Filmfestival zum Schutz der Meere

© Kirsten Jakobsen/Joachim Jakobsen

Wir freuen uns euch zum ersten DEEPWAVE Filmfestival am 24. Mai 2019 in Hamburg mit faszinierenden Filmen und interessanten Gästen begrüßen zu dürfen.

Seit 2013 haben wir von DEEPWAVE e.V. zusammen mit Studierenden das internationale Beneath the Waves -Kurzfilmfestival nach Hamburg gebracht und mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft Diskussionsrunden geführt. Nach zwei Jahren Pause werden wir nun 2019 zum ersten Mal in eigener Regie das DEEPWAVE Filmfestival ausrichten.

Wir zeigen eine Auswahl von Filmen aus insgesamt 300 Einreichungen aus über 60 Ländern. Schwerpunktthemen sind die Tiefsee – mit bisher kaum gesehenen Aufnahmen und Dokumentationen zur Tiefseeforschung und ökologischen Aspekten des Tiefseebergbaus – und Korallen – ihre Schönheit und ökologische und soziale Bedeutung sowie ihre Gefährdung durch Versauerung und Klimawandel.

Unsere Referent*innen zu diesen Themen sind u.a.: Prof. Dr. Antje Boetius (AWI – Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven), Dr. Götz Reinicke (Stiftung Deutsches Meeresmuseum, Stralsund), Dr. Sebastian Ferse (ZMT – Leibniz Zentrum für Marine Tropenforschung; Bremen).

Weitere Filme thematisieren Überfischung, Öl- und Plastikverschmutzung – und die ergreifende Schönheit der für uns unsichtbaren Wälder der Meere.

DEEPWAVE  Filmfestival zum Schutz der Meere
Termin: Freitag, 24. Mai 2019
Einlass: 17 Uhr
Beginn: 17:30 Uhr
Ende: 22:30 Uhr
Ort: Lichtmess-Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
Eintritt frei!
Die Filme sind teils in englischer Sprache verfasst.
Unser Kooperationspartner ist die Friedrich-Ebert-Stiftung.

Informationen zum Programm und Zeitplan findet ihr hier.

Weitere Informationen:

http://www.lichtmess-kino.de/daten2019/519/24.05.html

https://www.facebook.com/deepwave.org

 

 

 

 

Flucht in der Karibik – Die ersten Inseln versinken im Meer


© Lichterbeck

Die karibische Insel Gardi Sugdub, vor der Küste Panamas, steht vor dem Untergang im Meer. Die Bewohner*innen dieser Insel sind Menschen, die vor dem steigenden Meeresspiegel bzw. dem Klimawandel fliehen müssen. In den kommenden 30 Jahren werden bis zu 200 Millionen Menschen vor den Auswirkungen des Klimawandels auf der Flucht sein und müssen ihre Heimat zu verlassen. Es wird größtenteils die Menschen treffen, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind: „Der Klimawandel trifft die Armen viel stärker als die Reichen“, so Loitza Brown, Bewohnerin der Insel Gardin Sugdub.

Der Tagesspiegel, 11.04.2019

Loitza Brown braucht keine Klimastudien, um festzustellen, dass die Umwelt sich verändert. Die kleine, kompakt gebaute Frau steht unter gleißender Sonne auf einem Landungssteg und zeigt aufs türkisblaue Meer hinaus.

„Jeden Winter wirft sich die Karibik mit mehr Wucht gegen unsere Insel“, sagt sie. „Es ist an der Zeit, fortzugehen. Sonst werden wir verschluckt.“

Loitza Brown ist Lehrerin und 41 Jahre alt. Genauso lange lebt sie schon auf der Insel Gardi Sugdub rund drei Kilometer vor der Küste Panamas. Auf Korallen gebettet, ragt das Eiland, das vom indigenen Volk der Kuna bewohnt wird, nur 40 Zentimeter aus dem Golf von Guna Yala heraus; mit lediglich 300 Metern Länge und 150 Metern Breite ist es zudem winzig. Und den Launen des Meeres gnadenlos ausgesetzt. „Das Meer“, sagt Brown, „wird immer wilder.“

Man kann die Krabbeninsel, wie sie auf Deutsch heißt, als Vorläufer für das betrachten, was sich auf der Erde anbahnt. Sie mag klein sein, aber wie durch ein Brennglas lässt sich hier beobachten, was im großen Maßstab schiefläuft. Denn zum einen ist die Bevölkerung von Gardi Sugdub so stark angewachsen, dass kein Platz mehr da ist und die Natur durch die Versuche, Land zu gewinnen, enorm geschädigt wird.

„Wir sind die ersten Opfern der Erderwärmung“

Gleichzeitig versinkt die Insel langsam aber sicher in der Karibik. Daran, so haben Experten keinen Zweifel, ist der Klimawandel schuld. Erst vor wenigen Tagen teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, mit, dass der Meeresspiegel 2018 um den neuen Rekordwert von 3,7 Millimeter im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist. Insgesamt hat sich der Meeresspiegel damit seit 1993 um rund acht Zentimeter erhöht. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Der Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/

 

 

Nothing To Say – Extinction Rebellion

Die zivile Widerstandsbewegung „Extinction Rebellion“ setzt sich für dafür ein, dass die Regierung den ökologischen Notstand erklärt und den nötigen gesetzlichen Rahmen schafft, um ihre Forderungen umzusetzen.

„Wer liebt, kann nicht mehr anders als kämpfen. Alles, was ich liebe, ist bedroht. Alles, was ich liebe, ist in Gefahr zu verschwinden, nicht lautlos, sondern unter Leid und Schmerzen. Die Natur ebenso wie die menschliche Kultur. Das Leben selbst ist gefährdet.“
– Wolf Slatner von Extinction Rebellion

Extinction Rebellion, 08.04.2019, Autor: Wolf Slatner

Mit viel Schwung hatte ich den ersten Blog hier geschrieben. Doch dann kam nichts mehr. Tausend Ideen, Notizen, Anregungen … ich hatte mir einen festen Rhythmus vorgenommen. Doch stattdessen bin ich erst einmal verstummt.

Es ist die Flut der Nachrichten, von der ich nicht mehr wusste, wie ich sie bewältigen sollte. Der Zustand der Regenwälder in Brasilien oder Indonesien, die plastikvermüllten Ozeane, die weiter steigenden CO2-Emissionen, die schmelzenden Pole, der ansteigende Meeresspiegel … wozu das noch kommentieren? Es sind Fakten, und Tausende Wissenschaftler mahnen täglich, dass es in unserer Hand liegt… noch in unserer Hand liegt, das Schlimmste abzuwenden. Was gibt es dem hinzuzufügen? Was soll uns denn mehr aus der Apathie aufrütteln als das? Fast dreiviertel der deutschen Bevölkerung fürchtet am meisten die Klimakrise. Muss man da noch aufklären? Zigtausende Schüler gehen auf die Straße und klagen ihre Zukunft ein. Was dazu schreiben? Es spricht für sich.

Und doch geht noch alles so weiter wie bisher. Der Hambacher Forst wird wieder geräumt. Der Personenflugverkehr nimmt ständig zu. Der ADAC fordert breitere Parkplätze für SUVs. Der Kohleausstieg ist verschoben auf die Zeit, wo der Gewinn vorbei ist, mit dem Hintertürchen, dass man die Bagger noch mal ranlassen kann, sollte man ein Profitchen übersehen haben. Die Regierenden verharren – bestenfalls – in krimineller Untätigkeit. Eher noch schaffen sie die idealen Bedingungen, schnell noch abzugreifen, was geht. So stelle ich mir die Passagiere im Casino der Titanic vor. Der Dampfer ist kollidiert, aber sie hören nicht auf zu zocken. Das Geld zirkuliert, noch ist ja Zeit. Zwei Stunden waren es dort, zehn Jahre sind es heute.

Was ich nicht begreife: Warum denken die Mächtigen, dass sie nicht von der Katastrophe betroffen sein werden? Glauben sie allen Ernstes, sie könnten sich wie seit jeher freikaufen? Irgendwohin in Sicherheit bringen? Was wird ihren Kindern die Ausbildungsversicherung nützen, wenn die Insekten verschwunden sind? […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Extinction Rebellion: https://extinctionrebellion.de/

Werde ein Teil der Extinction Rebellion: https://extinctionrebellion.de/aktiv-werden/

 

 

Mutilated dolphins wash up on French coast in record numbers

© Nicolas Tucat/AFP/Getty Images

Es wurden noch nie so viele tote Delfine an der französischen Atlantikküste angespült, wie in diesem Jahr. Jährlich sterben mehrere Tausend Delfine, die sich in den Fischernetzen der europäischen Fangflotten verheddern und dann ersticken. Die europäische Population von Delfinen ist gefährdet in naher Zukunft auszusterben.

The Guardian, 31.03.2019, Autorin: Kim Willsher

A record number of dolphins have washed up on France’s Atlantic coast in the last three months, many with devastating injures.

Environmental campaigners say 1,100 mutilated dolphins have been found since January, but the real figure could be 10 times higher as many bodies sink without trace. Activists warn the marine slaughter could threaten the extinction of the European dolphin population in the region.

The cause of the deaths is not known but it is thought fishing trawlers catching sea bass off the Atlantic coast may be responsible. Autopsies suggest the dolphins sustain catastrophic injuries attempting to escape nets or when trawler crew attempt to cut them free after they are caught.

Experts at the Observatoire Pelagis, a marine research station at La Rochelle, said the dead mammals showed “extreme levels of mutilation”.

Lamya Essemlali, the president of the ecology campaign group Sea Shepherd, said the real death toll was probably between 6,500 and 10,000 dolphins a year.

She said the animals were being trapped by trawlers working in pairs and dragging a net between them. Sea Shepherd released a video of dolphins caught in trawler nets last month as part of its campaign Operation Dolphin Bycatch.

“These fishing vessels have nets that are not selective at all so when they put their net in the water and the water is full of dolphins they get in the net. Dolphins are not fish, they are mammals, and they need to get to the surface to get air,” Essemlali told Associated Press. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

The Guardian: https://www.theguardian.com/international

Sea Shepherd: https://sea-shepherd.de/

 

 

//