Kultur

Von Moby Dick, der Titanic bis hin zum Schimmelreiter,
das Meer in Theater, Literatur, Film, Musik und Kunst öffnet uns die Augen über uns und unsere Rolle auf diesem Planeten.

 

Neuer biogeografischer Atlas des Südlichen Ozeans

atlas-southern-ocean

Biogeographic Atlas of the Southern Ocean
Der Atlas beinhaltet etwa 100 Fotos und 800 Karten und mehr als 9000 Arten wurden erfasst. Quelle: SCAR Biogeographic Atlas of the Southern Ocean

Neuer biogeografischer Atlas des Südlichen Ozeans

Mehr als 9000 Spezies leben im Südlichen Ozean, der auch als Südpolarmeer
oder Antarktischer Ozean bekannt ist. Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler erforschen zum Teil seit Jahrhunderten ihre Verbreitung und
besonderen Eigenschaften. Heute stellte das Scientific Committee on
Antarctic Research (SCAR) einen Atlas vor, der diese Ergebnisse bündelt und
quasi einen Zensus dieses Meeres darstellt. 147 Autorinnen und Autoren aus
22 Ländern haben Beiträge verfasst. Mit ihrer Forschungsarbeit am
Zoologischen Museum der Universität Hamburg haben Prof. Dr. Angelika Brandt
und Dr. Stefanie Kaiser zu dem Werk beigetragen.

Ziel des Biogeografischen Atlas ist es, den aktuellen Stand der
wissenschaftlichen Forschung zu Verteilungsmustern der Lebewesen, die im
Südlichen Ozean vorkommen, darzustellen und einen veralteten Atlas von 1969
zu ersetzen. Ein besonderer Fokus liegt dabei u. a. auf den Meeresschichten
direkt über dem Grund, der sogenannten Tiefsee, in die kein Licht dringt und
die auf den ersten Blick keine Grundlage für die Ansiedlung von Leben zu
bieten scheinen. Doch tatsächlich hat sich dort eine große Anzahl an
Organismen angesiedelt.

Prof. Dr. Angelika Brandt etwa befasst sich in ihrem Aufsatz „Deep sea
communities“ mit allgemeinen Trends, die in der Verbreitung verschiedener
Organismengruppen unterhalb von 3000 Metern Tiefe zu beobachten sind. Die
Beispiele erstrecken sich dabei durch die häufigsten wirbellosen Tiergruppen
aller Größenklassen – von kleinsten Fadenwürmern über Krebse und
Meeresborstenwürmer bis hin zu Stachelhäutern wie Seesternen, Seeigeln oder
Seegurken.

Eine spezielle Tiergruppe, die Meeresasseln, beschreibt Dr. Stefanie Kaiser
in ihrem Aufsatz „Crustacea: Isopoda“. Während ihrer Promotion am
Zoologischen Museum der Universität Hamburg erforschte Kaiser, die
inzwischen am Senckenberg-Zentrum für Marine Biodiversitätsforschung in
Wilhelmshaven tätig ist, die Verbreitung der Isopoden, besser bekannt als
Asseln, die im marinen Lebensraum in allen Tiefen vorkommen und sich durch
eine hohe Anpassung und Artenvielfalt auszeichnen. Sie stellt dar, welche
morphologischen Ausprägungen zum evolutionären Erfolg der 440
Isopoda-Spezies, die im Südlichen Ozean bisher beschrieben wurden, geführt
haben.

„Dieser Atlas wird für die Antarktisforschung von großer Bedeutung sein“,
erklärt Prof. Angelika Brandt. Die Informationen darüber, wo welche
Lebewesen vorkommen, seien zudem für andere Bereiche hochinteressant, etwa
beim Erkennen und Verstehen der Auswirkungen von Umweltveränderungen, zur
Überwachung der Biodiversität und zum Erhalt der Ökosysteme. Im Vergleich zu
den Forschungsansätzen vorheriger Jahrzehnte basieren die wissenschaftlichen
Erkenntnisse, die im Atlas zusammengetragen wurden, auf deutlich
umfangreicheren Datensätzen sowie neuen molekularen und genetischen
Untersuchungen. Auch die Methoden der Analyse, Visualisierung, Modellierung
und Vorhersage entsprechen den modernsten Standards.

Anstoß für den Atlas waren zwei große Forschungsprojekte der vergangenen
Jahre, in denen die „Volkszählung der Meeresorganismen“ des Antarktischen
Eismeers umfassend untersucht wurde. Der „Census of Antarctic Marine Life
(CAML)“ untersuchte von 2005 bis 2010 die Eigenschaften, das Vorkommen und
die Häufigkeit aller lebenden Organismen des Südlichen Ozeans. In enger
Verbindung mit diesem Projekt initiierte das SCAR Marine Biodiversity
Information Network (SCAR-MarBIN) ein Netzwerk aus Datenbanken, die
historische und aktuelle Forschungsergebnisse verbinden und ein umfassendes
Register antarktischer Meeresspezies bilden.

Quelle:
Universität Hamburg

Weitere Quellen:
Der Atlas mit dem Titel „Biogeographic Atlas of the Southern Ocean“ beinhaltet etwa 100 Fotos und 800 Karten. Er wird am Montag, den 25. August 2014 in Auckland (Neuseeland) auf der SCAR Open Science Conference vorgestellt.

http://www.awi.de/de/aktuelles_und_presse/pressemitteilungen/detail/item/new_atlas_of_southern_ocean_marine_life/?cHash=2b08f3f3b4d856275f9d6e35061a5fc4

Gewinnspiel: 3 x 2 Freikarten für den Film WATERMARK zu gewinnen

Gewinnspiel: Jetzt Mitglied werden und eins von 3 Filmpaketen sichern

Unter allen neuen DEEPWAVE-Mitgliedern verlosen wir bis 30. Mai 2014 je ein Filmpaket (2 Eintrittskarten plus Filmposter) für den Film „Watermark“.

watermark-ot-poster

WATERMARK – ab 15. Mai 2014 im Kino!

Wasser ist Grundlage jeden Lebens und hat seit jeher eine starke Anziehungskraft auf den Menschen. Es ist wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, Lebensraum für viele Tiere, dient als Energieerzeuger und ist nicht zuletzt Sehnsuchtsort vieler Menschen. Wasser hat unseren Planeten geschaffen und ihm Form verliehen, doch der Umgang des Menschen mit dem kostbaren Element verändert und prägt das Gesicht unserer Erde. WATERMARK erzählt in 20 Geschichten, gefilmt in 10 Ländern rund um den Globus, von der Lebensnotwendigkeit und der Schönheit des Elements Wasser. In teils aus der Luft aufgenommenen Bildern schlägt WATERMARK einen eindrucksvollen Erzählbogen vom größten Staudamm der Welt im chinesischen Xiluodu, über das ausgetrocknete Flussdelta des einst mächtigen Colorado und den Surf U.S. Open in Huntington Beach, bis hin zum bewegenden Kumbh Mela-Fest in Allahabad (Indien), wo sich 30 Millionen gläubige Hindus bei einem gleichzeitigen rituellen Bad im Ganges reinwaschen.

Ohne Wasser gibt es kein Leben, keine Zivilisation, keine wirtschaftliche Entwicklung. Wasser wird gestaut, um Energie zu gewinnen, es wird umgeleitet, um Wüste in Farmland zu verwandeln und Städte bewohnbar zu machen – meist mit verheerenden Konsequenzen. Der Dokumentarfilm WATERMARK der mehrfach ausgezeichneten Regisseurin Jennifer Baichwal und dem international bekannten Fotografen Edward Burtynsky lädt auf eine beeindruckende Reise zu verschiedenen Orten auf der Welt ein, die der menschliche Eingriff in den Wasserkreislauf tiefgreifend verändert hat. Burtynsky ist bekannt für seine hochauflösenden Fotos, die die weitreichenden Folgen menschlichen Wirkens auf die Natur dokumentieren und stellt dies in WATERMARK unter Beweis. Der Film zeigt den Zuschauern in faszinierenden Bildern die universelle Bedeutung von Wasser für den Menschen und welchen Stellenwert diese wichtige Ressource für die Zukunft hat. WATERMARK ist Abschluss von Burtynskys fünfjähriger Beschäftigung mit dem Thema „Wasser“, das u.a. den Bildband „Burtynsky: Water“ (Steidl Verlag) beinhaltet, und gleichzeitig das Nachfolgeprojekt des Dokumentarfilms „Manufactured Landscapes“ (2006) ist, das die Regisseure gemeinsam mit Kameramann Nicholas de Pencier, der auch Produzent des Films ist, umsetzten. WATERMARK ist eine Produktion der Sixth Wave Productions, als Executive Producer zeichnen Edward Burtynsky und Daniel Iron verantwortlich.

Alle Infos zum Film finden Sie auch hier: www.watermark.senator.de

Fotoausstellung: Expedition in unerforschte Tiefen

Vipernfisch. Foto: Solvin Zankl

Vipernfisch. Foto: Solvin Zankl

Fotoausstellung: Expedition in unerforschte Tiefen

Seit mehr als 15 Jahren bereist der Kieler Fotograf Solvin Zankl alle Erdteile, um die Schönheit der Natur, aber auch ihre Gefährdung zu dokumentieren. Zusammen mit dem GEO-Redakteur Lars Abromeit gab er 2013 den Bildband „Ozeane – Expedition in unerforschte Tiefen“ heraus. Eine Fotoausstellung zeigt jetzt 35 der faszinierendsten Aufnahmen aus diesem Buch. Erste Station der Ausstellung ist das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Die Ausstellung wird am Freitag, 4. April eröffnet.

Pinguine, die auf dem Wasser zu tanzen scheinen. Filigrane Quallen, die knapp unter der Wasseroberfläche durch einzelne Lichtstrahlung schweben. Transparente Fische mit riesigen Fangzähnen, die scheinbar aus einer anderen Welt stammen. Der Kieler Naturfotograf Solvin Zankl hat sie alle abgelichtet. Seit Jahren reist er um die Erde, sucht Inseln, Küsten und die offene See auf, um die Bewohner der Ozeane in all ihrer Pracht zu dokumentieren. Zusammen mit Texten des GEO-Redakteurs Lars Abromeit ist daraus im vergangenen Jahr der faszinierende Bildband „Ozeane“ entstanden, der seine Leser auf eine Expedition in unerforschte Tiefen entführt. Begleitend zum Bildband zeigt jetzt eine Fotoausstellung 35 atemberaubende Aufnahmen von ganz unterschiedlichen Meeresbewohnern. Sie ist ab kommenden Freitag, 4. April 2014, am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, Standort Ostufer, zu sehen.

Wie das Buch seine Leser, so begleitet auch die Ausstellung ihre Besucher durch die Meere der verschiedenen Klimazonen, angefangen in den tropischen Meeren, über die subtropischen und kühlen bis hin zu den polaren Meeren. Ein eigenes Kapitel ist dem größten und gleichzeitig geheimnisvollsten Lebensraum der Erde, der Tiefsee, gewidmet. Viele der Fotos sind auf wissenschaftlichen Expeditionen entstanden, die Solvin Zankl als Fotograf begleiten konnte. So hat er unter anderem an einer Fahrt des Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung mit dem Forschungseisbrecher POLARSTERN in den Südatlantik teilgenommen, wo einige der einmaligen Fotografien von Tiefseeorganismen entstanden sind. Während einer Expedition des GEOMAR mit dem Kieler Forschungsschiff POSEIDON und dem Tauchboot JAGO vor der Norwegischen Küste hat Zankl Kaltwasserkorallenriffe vor die Linse bekommen, die für normale Taucher unzugänglich sind. „In dem Spagat zwischen Wissenschaft und Fotografie fühle ich mich zuhause“, sagt Zankl, der zunächst biologische Meereskunde in Kiel studierte, bevor er 1998 sein Hobby Fotografie zum Hauptberuf machte.

Am GEOMAR ist die Ausstellung von Freitag, 4. April, bis Freitag, 13. Juni zu sehen. Der Eintritt ist frei, die Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag und Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 15:30 Uhr und Freitag von 8 bis 15 Uhr.

Ausstellungseröffnung am GEOMAR (öffentlich):
Zeit: Freitag, 4. April 2014, 13 Uhr
Ort: GEOMAR, Foyer Standort Ost, Wischhofstraße 1-3, 24148 Kiel
https://www.geomar.de/news/article/fotoausstellung-expedition-in-unerforschte-tiefen/

Grußwort: Prof. Dr. Peter Herzig, Direktor des GEOMAR
Einführung in die Ausstellung: Solvin Zankl

Das Buch „Ozeane – Expedition in unerforschte Tiefen“ von Solvin Zankl und Lars Abromeit, 264 Seiten, ca. 220 Abbildungen, Format 26,8 x 28,9 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, ist im Federking & Thaler Verlag erschienen (ISBN-13: 978-3-89405-977-4)

Bis zum letzten Fang – Das Geschäft mit dem Fisch ARTE-Dokumentation

Bis zum letzten Fang – Das Geschäft mit dem Fisch
ARTE Dienstag, 07. Januar um 20:15 Uhr (62 Min.)
Dokumentation von Jutta Pinzler und Mieke Otto

Seit Jahrzehnten plündert eine Armada von Fangflotten mit verheerenden Folgen die Weltmeere. Experten schätzen, dass 90 Prozent des Mittelmeers überfischt sind. Die Dokumentation ergründet, wie schlecht es um die Meere steht und welche Folgen der ständig steigende Konsum für die Europäer, aber auch für die Menschen in Afrika und Asien, hat.
Jahrelang waren die Länder der Europäischen Union an der extremen Ausbeutung der Weltmeere beteiligt. Die zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki räumt inzwischen Fehler ein und hat eine Reform auf den Weg gebracht, die diese Entwicklung stoppen soll. Die Dokumentation hinterfragt, was sich in Zukunft verändern soll.

Doch reichen europäische Entscheidungen aus? Ein Großteil des in Europa konsumierten Fischs wird aus Afrika und Asien importiert. In Thailand werden Fisch und Garnelen oft unter katastrophalen Bedingungen gefangen, gezüchtet oder verarbeitet. Nichtregierungsorganisationen berichten immer wieder über Sklaven- und Kinderarbeit.

Auch mit afrikanischen Staaten schließt die EU seit Jahrzehnten Fischereiabkommen ab, um dort fangen zu dürfen. Doch auch hier kommt zu dem legalen der illegale Fischfang hinzu. Experten gehen davon aus, dass der Anteil der Piratenfischerei an der westafrikanischen Küste 40 Prozent des Gesamtfangs beträgt. Das Meer ist dort inzwischen so weit leergeräumt, dass für die kleinen einheimischen Fischer nur wenig übrig bleibt.

Den Filmemachern Jutta Pinzler und Mieke Otte ist es gelungen, die senegalesische Marine auf der Suche nach Piratenfischern zu begleiten. In Thailand konnten sie mit Kindern sprechen, die in der Shrimps-Industrie gnadenlos ausgebeutet werden. Und sie haben Menschen getroffen, die in der Fischindustrie unter unwürdigen Bedingungen arbeiten müssen.
Die Dokumentation verfolgt nicht nur den Weg des Fischs auf die Teller der Verbraucher, sondern konfrontiert die Verantwortlichen aus Handel und Politik mit den vielen Missständen beim Fang und der Verarbeitung. Die Antworten sind zum Teil skandalös.

Wiederholung am Donnerstag, 16.01. um 9:00 Uhr
Mehr Informationen: Dossier http://future.arte.tv/de/fisch#article-anchor-10141

Doku und Gesprächsrunde im Anschluss:
Auf der Suche nach dem glücklichen Fisch
Ist es überhaupt noch möglich, ohne schlechtes Gewissen Fisch zu essen? Der Filmemacher Frank Diederichs hat weltweit nach Fisch gesucht, den man ohne Bedenken essen kann. Und es gibt ihn tatsächlich: sowohl wild als auch gezüchtet, sowohl im Meer als auch in Teichen.
Dokumentation von Frank Diederichs (D 2013, 42 Min.): 7. Januar um 21.20 Uhr
Gesprächsrunde
Dienstag, 07. Januar um 22:00 Uhr (20 Min.)
Gäste: -Gérard Romiti, Präsident der französischen Fischereibehörde CNPMEM -Sandrine Bélier, Europa-Abgeordnete (DIE GRÜNEN)

Verlosung DVD „MAGIC OF BIG BLUE“ unter allen neuen Mitgliedern

Jetzt Mitglied bei Deepwave e.V. werden und eine DVD „Faszinierende Unterwasserwelt MAGIC OF BIG BLUE“ gewinnen.

MAGIC OF BIG BLUE – Geheimnisse der Ozeane erscheint am 27. September 2013 bei Koch Media auf DVD, BLU-RAY und 3D BLU-RAY.

Der renommierte Unterwasserfotograf Darek Sepiolo nimmt den Zuschauer in dieser siebenteiligen Reihe mit auf eine unvergessliche Reise durch die Weltmeere. Produziert von Discovery Channel und Animal Planet ist MAGIC OF BIG BLUE – Geheimnisse der Ozeane nach „Unser blauer Planet“ und „Unsere Ozeane“ das neue Dokumentarfilm-Highlight diesen Jahres!

Touched by a shark – A Film for Shark protection

Touched by a shark

München, 9.10.2013 – „Touched by a shark“ ist eine 25-minütige Dokumentation über eines der faszinierendsten Tiere der Welt: den Hai. Der Film zeigt den König der Meere in der freien Natur und räumt mit Vorurteilen auf. Die Zuschauer sehen die Meeresbewohner durch die Augen der Freitaucher und gewinnen ein besseres Verständnis für die Gefahren, denen Haie weltweit täglich ausgesetzt sind, und deren wichtige Rolle für ein ausgeglichenes Ökosystem der Ozeane.

Pro Sekunde werden weltweit drei Haie getötet.
Haie gehören zu den erfolgreichsten und gleichzeitig zu den bedrohtesten Tierarten. Heute gibt es mehr als 400 bekannte Haiarten, von denen bereits etwa die Hälfte in ihrer Existenz gefährdet oder vom Aussterben bedroht ist. Der Film klärt auf – mit zum Teil erschreckenden Zahlen und Bildern: Jährlich werden knapp 70 Millionen Haie getötet. Die Dunkelziffer liegt allerdings weit höher. Eine besonders grausame Fangmethode ist das „Finning“, bei der dem lebendigen Hai die Flossen abgetrennt werden. Danach wird der Körper des Hais zurück ins Meer geworfen, wo das Tier zu Boden sinkt und qualvoll verendet. Die weltweit große Nachfrage nach Haifleisch kommt vor allem aus dem asiatischen Raum, wo die  Haifischflossensuppe als Delikatesse gilt. Dabei ist die Existenz des Haies Grundvoraussetzung für das Bestehen der Ozeane. Sie stehen an der Spitze der maritimen Nahrungskette und sind enorm wichtig für die Aufrechterhaltung des ökologischen Gleichgewichts im Meer. Verschwinden die Haie aus den Ozeanen, nimmt das Ökosystem irreparablen Schaden mit katastrophalen Folgen für das weltweite Klima.

Begegnungen mit dem Hai
Verschiedene Meeresbiologen und Haiforscher berichten in dieser Dokumentation über ihre persönlichen Begegnungen mit Haien und wie diese ihr Leben veränderten. Dr. Folkart Schweizer, Gründer des Vereins Rette den Hai e.V. wurde selbst am Tigerbeach vor den Bahamas von einem Hai gebissen. Er schwamm reglos auf der Wasseroberfläche und beobachtete die Könige der Meere als einer der Haie ihn für Beute hielt und zubiss. Obwohl in seinem Taucheranzug waren 14 Löcher waren, blieb Schweizer trotzdem unverletzt. Denn beim Hai befinden sich die Geschmacksknospen am Gaumen, daher müssen sie alles ins Maul nehmen um herauszufinden ob es „fressbar“ ist. Nach diesem Erlebnis begann er das negative Image der Haie zu hinterfragen und gelangte zur Überzeugung, dass die Knorpelfische viel gefährdeter als gefährlich sind. Seitdem widmet er sich der Aufklärung und dem Schutz der Tiere. Die Tigerhai-Dame „Emma“, die Schweizer „probiert“ hat, ist mittlerweile das Maskottchen seines Vereins. Weitere Informationen zum Verein unter: www.rette-den-hai.de

Auf www.comeo.de/pr/kunden/verbaende-institutionen/rette-den-hai/bildarchiv.html ist ein kurzer Filmausschnitt der Dokumentation „Touched by a shark“ online gestellt. Wenn Sie Interesse haben, den kompletten Film anzuschauen oder redaktionell zu verwenden, senden wir Ihnen gerne eine kostenlose DVD zu.
Bitte kontaktieren Sie dazu Jasmine Danso, COMEO Pressearbeit für „Rette den Hai e.V., unter Telefon: 089 74 888 2 – 40 oder per Mail unter: danso@comeo.de

Blackfish – ein Film für der Schutz der Meeressäuger

Blackfish – ein Film über den Schutz der Meeressäuger

Am 07. November startet nun auch in Deutschland der Film „Blackfish“. Erzählt wird die Geschichte des in Gefangenschaft lebenden Orcas Tillikum, der unter anderem die Sea World Trainerin Dawn Brancheau tötete. Der Dokumentarfilm war schon auf zahlreichen Filmfestivals zu sehen und problematisiert das Thema „Meeressäuger in Gefangenschaft“.
Den vielversprechenden Trailer finden Sie auf folgender Website: http://blackfishmovie.com/about

Buchbesprechung: Wale und Robben in der Ostsee

Wale und Robben in der Ostsee
Meer und Museum, Band 23

Buchbesprechung von Jan Herrmann

Schon als Band 23 der Schriftenreihe Meer und Museum auf meinem Schreibtisch lag wusste ich, dass meine Rezensionszusage leichtfertig gegeben war. Dieser Band überragt schon physisch die anderen in meiner Bibliothek stehenden Stücke dieser Reihe um einiges. Nimmt man z.B. den in diesem Werk häufig zitierten Band 7 mit dem Beitrag von Gerhard Schulze „Wale an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern“ zur Hand, wird einem das schnell deutlich: Hier haben wir es mit 64 Seiten bei einem Gewicht von gerade mal zwei Tafeln Schokolade zu tun. Der Band „Wale und Robben in der Ostsee“ hingegen versammelte 336 Seiten in fast 1,3 Kilogramm Gewicht und passte so gar nicht zu meinen zeitlichen Ressourcen um in adäquater Zeit eine Besprechung vorlegen zu können. So wurde dieser Band 23 zu einem treuen Begleiter auf meinen Bahnreisen der letzten zwölf Monate. Heute kann ich mit großer Überzeugung sagen, dass es sich gelohnt hat, mein Reisegepäck um dieses Kilogramm Meeressäugerkunde anzureichern.

….

Fazit

Dieses Buch ist ein echter Lichtblick unter den deutschsprachigen Veröffentlichungen über Meeressäuger. Dabei gelingt es den vielen, wissenschaftlich hochkarätigen Autoren spannend und unterhaltsam zu schreiben und dabei viel Wissen über den Lebensraum Ostsee und die darin lebenden Meeressäuger zu vermitteln. Ähnlich wie es Anspruch der oben erwähnten Neuen Brehm Bücherei ist, wissenschaftlich korrekte und fundierte Informationen gut verständlich anzubieten, gelingt dieses auch mit diesem Band.
Man muss kein expliziter Meeressäugerspezialist sein, um die Artikel mit Gewinn lesen zu können. Ich denke, dass jeder, der das Buch in die Hand nimmt nach wenigen Seiten in den Bann der interessanten, kurzweiligen und hervorragend illustrierten Artikel gezogen wird.
Nach der Lektüre wird man über aktuelle Arbeitstechniken in der Walforschung genauso informiert sein wie über diesen besonderen Lebensraum Ostsee. Ein noch tieferes Studium ermöglichen die Literaturangaben zu jedem Aufsatz. Dieser Band ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz des Ostsee-Schweinswales, weil hier seriös, unaufdringlich und vor allem tiefgehend informiert wird.

Quelle und mehr: http://www.cetacea.de/artikel/review/2013/mum_wale_robben_ostsee.php

TV: „Phantome der Tiefsee – Monsterhaie“ (Tiefseehaie vor Japan)

Es gab heute bei Terra X eine m.E. hochinteressante Sendung über Tiefseehaie vor Japan. Hier die Links zur Webseite und zu der der Sendung als Video:

Webseite:
http://www.zdf.de/Terra-X/Phantome-der-Tiefsee-Monsterhaie-28431204.html

Flash-Version:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1951430/Phantome-der-Tiefsee—Monsterhaie#/beitrag/video/1951430/Phantome-der-Tiefsee—Monsterhaie

HTML-Version:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1951430/Phantome-der-Tiefsee—Monsterhaie?flash=off

The last Ocean – Filmvorführung und Diskussion zum Antarktisschutz

Filmvorführung und Diskussion zum Antarktisschutz: „The last Ocean“

Regie: Peter Young / Land: Neuseeland / Länge: 87 min
http://www.lastocean.org/

Die antarktische Ross-See ist das letzte von der menschlichen Gier nahezu unberührte Meer. Wale, Seehunde und Pinguine bevölkern die polare See über und unter Wasser. Doch das zerbrechliche Ökosystem der Antarktis ist in Gefahr: Eine internationale Fischfangflotte hat das Gold der Ross-See gefunden. Sie ist auf der Jagd nach “Schwarzem Seehecht”, der weltweit in Upperclass-Restaurants als chilenischer Barsch verkauft wird. Wissenschaftler fordern die Fischerei in der Ross-See zu verbieten, nicht weniger als ihr natürliches Gleichgewicht steht auf dem Spiel.
Im Film kommen diese Wissenschaftler aber auch viele Vertreter von Umweltschutzorganisationen zu Wort und unterstreichen den notwendigen Schutz der antarktischen See.

Im Anschluss an beide Filme diskutieren wir mit
Thilo Maack – Campaigner für Meere, Greenpeace Deutschland
Moderation: Karin Heuer – umdenken Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e.V.

Programm unter
http://event.boell-net.de/OrgClient/Downloads/12801.pdf

Trailer hier:
http://www.youtube.com/watch?v=bKQUmlV6cSk

Eintritt: 8 € / ermäßigt 5 € – Kartenreservierung Tel. 040 8000 7010

Veranstalter Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg
Veranstaltungsort
RIALTO Kino
21107 Hamburg, Vogelhüttendeich 30

//