Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

DEEPWAVE Fish Shape – Kampagne gegen Überfischung

DEEPWAVE Fish Shape – Kampagne gegen Überfischung

Veranstaltung: Donnerstag der 19. Juli um 18 Uhr.

Ort: Internationales Maritimes Museum, Hamburg

Als Folge der Überfischung gehen die Fischbestände in unseren Meeren immer weiter zurück. Diesen Sommer bieten die Europäischen Fischwochen eine hervorragende Gelegenheit, unseren Politikern deutlich zu machen: Stoppt die Überfischung – sonst droht der Abschied vom Fischfang.

Die Bürger der EU können dabei nun ihre Abgeordneten bei ihrer Beschlussfassung für eine verantwortungsvolle Fischereipolitik besonders unterstützen: DEEPWAVE e.V. ruft dazu auf, sich am Donnerstag den 19. Juli um 18 Uhr zu einem gemeinsamen Foto mit der Europarlamentsabgeordnetin Sabine Wils und anderen Hamburgern Politikern an der Busanbrücke, Koreastrasse 1, vor dem Internationalen Maritimen Museum zu treffen.

Dort werden wir gemeinsam einen Fish-Shape bilden.

Das Foto soll als Ausdruck unserer Besorgnis um die Fischbestände in Europa dienen. Nutzen Sie die Gelegenheit und verschaffen Sie Ihrer Stimme im Rahmen der Europäischen Fischwochen Gehör.

Hintergrund: Die Europäische Fischwoche ist eine Kampagne der Ocean2012 Koalition, ein Zusammenschluss von 169 Organisationen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Überfischung in der Europäischen Union zu beenden. Weiteres zur Kampagne finden Sie unter http://www.ocean2012.eu/

Fotos anderer Veranstaltungen in Europa
http://www.flickr.com/groups/fishweeks2012/pool/

Ein Kurzfilm zur Überfischung:
http://vimeo.com/album/1947503/video/42625000

Kontakt:

DEEPWAVE e. V. Die Meeresschutzorganisation
Sodenkamp 13e, 22337 Hamburg, Tel 0179 1373590 Internet: www.deepwave.org , E-mail: info@deepwave.org

Über Spenden würden wir uns freuen!
Bankverbindung: Hamburger Sparkasse
BLZ 200 505 50 Kto 1208 116 713

Europeans call on their decision-makers to end overfishing

Brussels – Today is World Oceans Day, and OCEAN2012 is launching the third European Fish Weeks, when citizens across Europe will organise public events in 12 EU member states to raise awareness of overfishing and of decision-makers’ responsibility to end it.

Although the situation is slowly improving, many EU fish populations are still being overfished, with 19 percent of assessed stocks below safe biological limits. This is having a devastating impact on both the marine environment and fisheries-dependent communities.

“European Fish Weeks is about explaining why we must end overfishing, or fishing will be over,” said Uta Bellion, director of the Pew Environment Group’s European Marine Programme and OCEAN2012 co-ordinator. “Our leaders have the responsibility to stop overfishing, and citizens have the responsibility to encourage and support them to make the right decisions.”

“Our leaders have the responsibility to stop overfishing, and citizens have the responsibility to encourage and support them to make the right decisions.”
Uta Bellion

According to recently published data:
For the past 30 years, annual fishing quotas have been set one-third higher than recommended as safe by EU fishery scientists.
The value of restoring fish stocks to healthy levels could be worth €3.2bn per year to the EU.
The European Commission’s latest figures indicate that there is less overfishing of assessed EU fish stocks, but there are also fewer stocks that can be reliably assessed.

“We are encouraged by the number of activities planned for the third European Fish Weeks, which demonstrates the growing desire of European citizens to see an end to overfishing,” said Bellion.

http://ocean2012.viewbook.com/album/world-oceans-day-fish-shape

2012 Ostsee-Expedition von Oceana

Die Ostsee hat nicht so eine Artenvielfalt wie andere Meere und bietet auch nicht so spektakuläre Unterwasserbilder wie andere Meere, trotzdem ist sie ein interessantes Meer, allerdings mit diversen menschgemachten Problemen. Daher freut es mich sehr , dass die internationale Meeressschutzorganisation Oceana nach 2011 ein zweites Mal mehrere Wochen in der Ostsee mit einer Expedition unterwegs ist.

Mehr Informationen und auch Fotos und Videos siehe http://baltic.oceana.org/en/bl/expedition/2012

Falscher Fisch auf dem Tisch

Falscher Fisch auf dem Tisch:
Importware und Billigfisch nehmen zu

OCEAN2012-Bericht erklärt, wie Überfischung die Qualität von Fischprodukten in Europa beeinträchtigt – Verbraucher werden bewusst über Art, Qualität und Herkunft der Fische getäuscht – Übermäßige Entnahme von Fisch aus den Gewässern schadet den Meeresökosystemen

Berlin, 26.4.2012: In der Europäischen Union verkaufter Fisch stammt immer öfter aus Importen und ist zunehmend von minderwertiger Qualität. Verantwortlich dafür ist die Erschöpfung vieler europäischer Fischbestände durch Überfischung. Zu dieser Erkenntnis kommt ein heute von OCEAN2012 veröffentlichter Bericht. Dieser kritisiert darüber hinaus, dass in einigen Fällen Arten mit geringem Wert als höherwertige Fischprodukte vermarktet und gekennzeichnet werden, um den Verbraucher zu täuschen. OCEAN2012 ist ein Zusammenschluss von Organisationen, die Überfischung und destruktive Fischfangmethoden beenden und eine angemessene und gerechte Nutzung gesunder Fischbestände durchsetzen wollen.

„Indem man falsch gekennzeichnete Fischprodukte als am Markt wertvollen oder sogar als nachhaltig gefangenen Fisch verkauft, täuscht man bewusst die nichts ahnende Öffentlichkeit“, sagt Nina Wolff, Meeresschutz-Expertin bei der Deutschen Umwelthilfe und Koordinatorin von OCEAN2012 in Deutschland. „Unsere Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten wächst, während die Verfügbarkeit von lokal gefangenem Fisch aufgrund der Überfischung sinkt. So gelangen immer größere Mengen des preiswerteren Importfischs auf den EU-Markt, wo Billigfisch oft durch Verwendung falscher Bezeichnungen ‚aufgewertet’ wird.“

Zwar liegt der jährliche Fischkonsum pro Person in Deutschland mit aktuell knapp 16 Kilogramm unter dem EU-Durchschnitt. Doch auch hierzulande steigt die Nachfrage von Fischprodukten langfristig an. Das führt bei der Versorgung mit Seefisch zu Engpässen, die mit Aquakulturprodukten oder Fischimporten ausgeglichen werden. Besonders der permanente Druck auf den Fischerei- und Verarbeitungssektor sowie den Einzelhandel, neue Quellen für Frischfisch zu finden und steigende Gewinne zu erzielen, schafft einen Anreiz, billigen Fisch falsch auszuweisen und als höherwertige Ware zu verkaufen. Das nicht vorhandene Wissen der Verbraucher über verschiedene Fischarten erleichtert die bewusst falsche Etikettierung zusätzlich. Viele verarbeitete Produkte, etwa Fischgerichte oder panierter Fisch aus dem Tiefkühl-Bereich, unterliegen nicht einmal der EU-weiten Kennzeichnungspflicht. Für Erzeugnisse der Fischerei umfasst diese die Handelsbezeichnung (Fischart), die Produktionsmethode (Meer/Binnengewässer/Aquakultur) und das Fanggebiet der Ware.

„Um nachzuvollziehen, ob es sich um ein naturverträgliches Fischprodukt handelt, sollte künftig zusätzlich die Angabe der Fangmethode verpflichtend sein“, erklärt Nina Wolff. „Vor allem aber muss die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik für einen Wiederaufbau unserer lokalen Bestände sorgen.“

Den OCEAN2012-Bericht „Das ist Fisch, Käpt’n, aber nicht wie wir ihn kennen“ finden Sie im Internet unter http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2836.

Für Rückfragen:

Dr. Nina Wolff, Koordinatorin von OCEAN2012 in Deutschland, Deutsche Umwelthilfe e. V. Hackescher Markt 4, 10178 Berlin
Tel.: 030 2400867-84, Mobil: 0170 8127346, E-Mail: wolff@duh.de

Daniel Eckold, Pressesprecher, Deutsche Umwelthilfe e. V., Hackescher Markt 4, 10178 Berlin
Tel.: 030 2400867-22, Mobil: 0151 55017009, E-Mail: eckold@duh.de

Über die Kampagne OCEAN2012

OCEAN2012 wurde von der Pew Environment Group gegründet und wird von ihr koordiniert. Die Pew Environment Group ist die Naturschutzabteilung des Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Überfischung der Ozeane zu beenden. Zum Lenkungsausschuss von OCEAN2012 gehören: Coalition for Fair Fisheries Arrangements, Ecologistas en Acción, The Fisheries Secretariat, nef (new economics foundation), die Pew Environment Group und Seas At Risk.

In Deutschland sind folgende Organisationen Mitglied von OCEAN2012: DEEPWAVE e. V., Deutsche Umwelthilfe e. V., EuroNatur, Evangelischer Entwicklungsdienst e.V., Fair Oceans, Forum Ökologische und Soziale Marktwirtschaft e. V., Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V., Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e. V., M.E.E.R. e. V., NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.), Pro Wildlife e. V., Reef Check e. V. und Slowfood Deutschland e. V.

Mehr Informationen zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik finden Sie im Internet unter www.ocean2012.eu

Fremder Fisch auf unserem Tisch – Deutschland immer abhängiger von Fischimporten

Fremder Fisch auf unserem Tisch – Deutschland immer abhängiger von Fischimporten

Pressemitteilung (Ocean2012, DEEPWAVE e.V)

Ab dem morgigen Freitag (20. April 2012) übersteigt der deutsche Fischkonsum unsere legalen Fangmöglichkeiten in europäischen Gewässern – Abhängigkeit der EU von Fischimporten nimmt weiter zu – Bündnis OCEAN2012 fordert Ende der Überfischung – Rückgang europäischer Fischbestände führt zu Ausbeutung der Gewässer im Ausland

Berlin, 19. April 2012: Auch in diesem Jahr wird in Deutschland viel mehr Fisch gegessen als heimische Fischer in den europäischen Gewässern fangen können. Weil die Nachfrage das Angebot immer stärker übersteigt, wächst die deutsche Abhängigkeit von Fischimporten. Bereits am morgigen Freitag ist der so genannte „Fish Dependence Day“ erreicht, der Tag, von dem an bis zum Ende des Jahres jeder hierzulande konsumierte Fisch rechnerisch aus dem Ausland stammt. Darauf machen die Mitgliedsverbände der Kampagne OCEAN2012 aufmerksam.

„Die Fischereigewässer der EU könnten zu den reichsten der Welt gehören – doch überwiegend werden sie verantwortungslos bewirtschaftet“, sagt Nina Wolff, die Meeresschutz-Expertin der Deutschen Umwelthilfe und Koordinatorin von OCEAN2012 in Deutschland. „Wie wir dieser zerstörerischen Tendenz entgegenwirken können, liegt auf der Hand: Die europäischen Fischbestände müssen endlich wieder so weit aufgebaut werden, dass sie nachhaltig befischt werden können.“

Ab dem 20. April 2012 ist Deutschland statistisch gesehen für den Rest des Jahres vollständig auf den Import von Fisch und Meeresfrüchten angewiesen. Der Befund ergibt sich aus einem gemeinsamen Bericht der englischen New Economics Foundation (nef) und OCEAN2012. Die Studie ermittelt für die Europäische Union und jeden einzelnen Mitgliedstaat das Maß der Selbstversorgung. Der auf Kalendertage umgerechnete Eintritt der Abhängigkeit von Einfuhren wird als „Fish Dependence Day“ des jeweiligen Staates bezeichnet.

„Der Bericht zeigt: In der Debatte um unseren wirtschaftlichen Gesundungskurs wird die Bedeutung unserer natürlichen Ressourcen vernachlässigt“, erklärt Rupert Crilly von der New Economics Foundation und OCEAN2012, der den Bericht mitverfasst hat. „Die Bundesrepublik ist damit beschäftigt, die wirtschaftliche Schräglage in Europa gerade zu rücken. Es ist Zeit, sich auch um die Bilanz der natürlichen Ressourcen zu kümmern. Für das Wohl Deutschlands und Europas ist es unerlässlich, dass die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik die notwendige Sanierung der europäischen Fischbestände bewirkt.“

Die EU insgesamt ist während der Hälfte des Jahres auf Fisch von außerhalb angewiesen. Seit dem Jahr 2000 rückt das errechnete Datum der EU-weiten Abhängigkeit von Fischimporten kontinuierlich im Kalender nach vorne. Heute wird der Fish Dependence Day fast einen Monat früher erreicht als noch zur Jahrtausendwende – was unsere zunehmende Abhängigkeit von Fischen aus auswärtigen Gewässern unterstreicht.

„Um unseren wachsenden Appetit auf Fisch zu stillen, exportieren wir die Überfischung in andere Teile der Welt“, kritisiert Francisco Mari, Fischereiexperte des Evangelischen Entwicklungsdienstes. „Die Hälfte der europäischen Fischimporte stammt aus Gewässern von Entwicklungsländern, wo die Menschen auf Fisch als wichtige Eiweißquelle und als Grundlage für ihren Lebensunterhalt angewiesen sind.“

In den Kühltheken der Supermärkte ist die Überfischung für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht sichtbar, auch weil die Importe aus Drittstaaten dazu beitragen, die Schrumpfung heimischer Bestände zu verschleiern. „Jeder Einzelne kann sich mit der Wahl von Fisch aus heimischen und nachhaltigen Beständen aktiv am Erhalt der Meeresökosysteme beteiligen“, sagt Dr. Ursula Hudson, die amtierende Vorsitzende von Slow Food Deutschland. „Zugleich dürfen wir nur so viel verbrauchen, wie wir den Beständen nachhaltig entnehmen können.“

Im Rahmen der Reform der europäischen Fischereipolitik fordert OCEAN2012 die Überfischung und destruktive Fischfangmethoden zu beenden. Der Zusammenschluss von Organisationen setzt sich darüber hinaus für eine angemessene und gerechte Nutzung der Fischbestände ein.

Hinweise für Redaktionen:

Den vollständigen Bericht der News Economics Foundation (nef) in englischer Sprache sowie ein ausführliches Hintergrundpapier zum Fish Dependence Day finden Sie im Internet unter www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2828

Um auf die Problematik der zunehmenden Überfischung aufmerksam zu machen, veranstaltet die Deutsche Umwelthilfe am 20. April 2012 um 18.00 Uhr unter dem Motto „Der letzte Fisch“ ein Fischessen in der Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg. Weitere Informationen finden Sie unter www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=2826.
Fotos der Veranstaltung erhalten Sie auf Anfrage unter Tel. 0151 550 17 009.

Über die Kampagne OCEAN2012

OCEAN2012 wurde von der Pew Environment Group gegründet und wird von ihr koordiniert. Die Pew Environment Group ist die Naturschutzabteilung des Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Überfischung der Ozeane zu beenden. Zum Lenkungsausschuss von OCEAN2012 gehören: Coalition for Fair Fisheries Arrangements, Ecologistas en Acción, The Fisheries Secretariat, nef (new economics foundation), die Pew Environment Group und Seas At Risk.

In Deutschland sind folgende Organisationen Mitglied von OCEAN2012: DEEPWAVE e. V., Deutsche Umwelthilfe e. V., EuroNatur, Evangelischer Entwicklungsdienst e.V., Fair Oceans, Forum Ökologische und Soziale Marktwirtschaft e. V., Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V., Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e. V., M.E.E.R. e. V., NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.), Pro Wildlife e. V., Reef Check e. V. und Slowfood Deutschland e. V.

Über nef

Die New Economics Foundation (nef) ist eine unabhängige Stiftung und Denkfabrik, die sich für eine nachhaltige Wirtschaft einsetzt. Sie fördert Lebensqualität durch innovative Lösungsansätze und fordert dadurch gängige Meinungen zu wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Fragen heraus. In Zusammenarbeit mit ihren Partnern unterstützt nef den Schutz von Mensch und Natur.

Für Rückfragen:

Dr. Nina Wolff, Koordinatorin von OCEAN2012 in Deutschland
Projektleiterin Meeresnaturschutz, Deutsche Umwelthilfe e. V.
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin, Tel.: +49 (0) 30 2400867-84, Mobil: 0170
8127346, E-Mail: wolff@duh.de

Rupert Crilly, Ökonom, nef
3 Jonathan Street, London SE11 5NH
Tel.: +44 (0) 2078206389, E-Mail: rupert.crilly@neweconomics.org

Francisco Mari, Referent für Agrarhandel und Fischerei,
Evangelischer Entwicklungsdienst e.V.,
Ulrich-von-Hassell-Straße 76, 53123 Bonn
Tel.: +49 (0) 228 8101-2503, Mobil 0179 4621783, E-Mail: francisco.mari@eed.de

Anke Klitzing, Presseverantwortliche Slow Food Deutschland e.V.
Luisenstr. 45, 10117 Berlin,
Tel.: +49 (0) 30 609886761, E-Mail: a.klitzing@slowfood.de

Daniel Eckold, Pressesprecher Deutsche Umwelthilfe e. V.
Hackescher Markt 4, 10178 Berlin
Tel.: +49 (0) 30 2400867-22, Mobil: 0151 55017009, E-Mail: eckold@duh.de

Der letzte Fisch – Ein Essen mit Sterne-Köchen

Der letzte Fisch – Ein Essen mit Sterne-Köchen

Berlin, 17. April 2012. Die Deutschen lieben Lachs, Kabeljau und Co. – so sehr, dass die Eigenproduktion der deutschen Seefischerei drei Mal höher sein müsste als derzeit möglich ist, um unseren Appetit zu stillen. Statt aber unsere Nachfrage dem Angebot anzupassen, fischen wir die europäischen Meere weiter leer und werfen unsere Netze vermehrt in ausländischen Gewässern aus. Damit lösen wir das Problem nicht, sondern exportieren die Überfischung in die ganze Welt. 2012 wird Deutschland die eigenen Fänge für das laufende Kalenderjahr rechnerisch am 20. April aufgebraucht haben und auf Einfuhren angewiesen sein. Wir nennen diesen Tag Fish Dependence Day.

Um der Überfischung Einhalt zu gebieten, muss Europas Gemeinsame Fischereipolitik dringend reformiert werden. Aus diesem Grund setzen sich OCEAN2012, Slow Food Deutschland, der Evangelische Entwicklungsdienst, die Deutsche Umwelthilfe und die Lighthouse Foundation gegen destruktive Fangmethoden ein und kämpfen für eine angemessene und gerechte Nutzung gesunder Fischbestände.

In Zusammenarbeit mit der Markthalle Neun in Berlin Kreuzberg möchten wir unter dem Motto „Der letzte Fisch“ auf die Überfischung der Meere aufmerksam machen. Neben einem kleinen Fischmarkt mit Fisch aus der Region und deutschen Küstengebieten wollen wir mit Ihnen an einer langen Tafel über die Zukunft der Fischereipolitik und des deutschen Fischkonsums diskutieren. Gleichzeitig können Sie die Fischgerichte der Sterneköche Alexandro Pape (Fährhaus Sylt) und Thomas Kammeier (Hugos Berlin) sowie des Fischers und Kochs Jan Meyer von der Initiative Fisch vom Kutter genießen. Wer noch nach einem Gericht für das Wochenende sucht, kann sich beim Fischkauf von den nachhaltigen Anbietern Fisch Anton, Saveur Champagne, dem Hiddenseer Kutterfisch und der Erzeugergemeinschaft Nordsee beraten lassen.

Datum: Freitag, 20. April 2012 ab 18.00 Uhr
Ort: Markthalle Neun in Kreuzberg
Eisenbahnstraße 42/43, Pücklerstraße 34, 10997 Berlin

Über Ihre Teilnahme und eine Anmeldung per E-Mail an eckold@duh.de würden wir uns freuen.
Daniel Eckold Pressesprecher, Deutsche Umwelthilfe e.V.

Meeresschutzbericht Antarktis veröffentlicht: Rossmeer muss geschützt werden

Pressemitteilung

Meeresschutzbericht Antarktis veröffentlicht
Koalition von Umweltverbänden fordern Schutzgebiet

Hamburg, 28 Februar – Eine Koalition von Umweltorganisationen zum Schutz der Antarktischen Meere veröffentlichte heute einen Bericht, der den dringenden Schutz der Antarktischen Meere anmahnt. Besonders das Ross-Meer sollte demnach geschützt werden, da es von zentraler ökologischer Bedeutung ist.

„Fast alle unsere Meere sind kommerziell überfischt“ sagt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe des IFAW (Internationaler Tierschutz-Fonds). „Einige Länder wollen nun die noch weitgehend unberührten Meere rund um die Antarktis stärker kommerziell nutzen. Dieses Ökosystem ist aber sehr wichtig für Wale, Robben, Pinguine und viele andere Arten. Deswegen ist es so entscheidend diese Gebiete zu schützen.“
„Auch die kommerzielle Fischerei nimmt in dieser Region zu,“ erklärt Dr. Onno Groß von der Organisation DEEPWAVE. „Ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten rund um die Antarktis ist wichtig, um das vielfältige Geflecht von Leben in den Ozeanen zu erhalten. Sie würden auch die Widerstandsfähigkeit der Ozeane gegen den Klimawandel und andere Gefahren erhöhen.“

Die Meere rund um die Antarktis machen etwa zehn Prozent der weltweiten Gewässer aus und sind noch weitgehend unberührt. Beinahe 10.000 Tierarten, beispielsweise fast alle Pinguinarten und die meisten Robben- und Walarten leben dort. Die Meere sind durch die kommerzielle Befischung und die Klimaerwärmung bedroht. Die Koalition Antarctic Ocean Alliance fordert den Schutz von 19 kritischen Lebensräumen im Südpolarmeer, darunter das Ross-Meer, das als erstes unter Schutz gestellt werden soll.

„Es gibt kaum mehr Fische in großen Anzahlen nahe der von Menschen bewohnten Gebiete, die Antarktischen Meere sind daher für die industrielle Fischerei attraktiv geworden“ sagt Sylvia Earl, weltbekannte Ozeanographin. „Wir wissen, dass wir ein Problem haben und wir wissen, dass wir handeln müssen. Deswegen rufen wir die Menschen dazu auf, mit uns diesen noch unberührten Lebensraum zu schützen.“

Die Zwischenstaatliche Kommission zum Schutz der lebenden Marinen Ressourcen in der Antarktis – CCAMLR (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources) – ist zuständig für diese Region. Sie hat zugestimmt ein Netzwerk von mehreren Meeresschutzgebieten im Südlichen Ozean einzurichten. Deutschland ist Mitglied dieser Kommission.

„Deutschland hat sich im bisherigen Prozess zurück gehalten“ so Sonntag weiter. „Wir fordern von der Bundesregierung, sich stärker zu engagieren und sicherzustellen, dass wichtige marine Lebensräume in der Antarktis geschützt werden. Der Schutzstatus sollte ein umfassendes Nutzungsverbot für diese Gebiete beinhalten.“

„Das Schicksal der antarktischen Meeresumwelt wird demnächst entschieden und die Weltöffentlichkeit weiß davon nichts“ so Groß. „Wir haben die einmalige Gelegenheit, rechtzeitig für einen ausreichenden Schutz zu sorgen. Das schaffen wir aber nur mit Unterstützung vieler engagierter Menschen, die bei unserer Kampagne „Join the Watch“ mitmachen.“

Umweltschutzorganisationen aus der ganzen Welt haben sich in der Koalition Antarctic Oceans Alliance zusammen geschlossen, um für ein Netzwerk von Meeresschutzgebieten im Südlichen Ozean zu kämpfen, in denen keinerlei Fischerei oder Walfang stattfinden darf.

Zu der Koalition gehören 15 Umweltschutzorganisationen darunter DEEPWAVE, Greenpeace, der IFAW und WWF. Unterstützt wird sie durch weltweit bekannte Persönlichkeiten wie der Aktivist und UN Botschafter für Biodiversität Edward Norton, Ozeanographin Sylvia Earle, Unternehmer Richard Branson und Ted Turner.

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Für mehr Informationen:
www.antarcticocean.org

Hochauflösende Photos und Videos erhalten Sie gerne auf Anfrage bei IFAW oder DEEPWAVE e.V. Eine Zusammenfassung des Ross-Sea- Reports finden Sie auf der Website.

KONTAKT
Andreas Dinkelmeyer, IFAW: (+49) 040-86650015, adinkelmeyer@ifaw.org
Deepwave: 0179 1373590, info@deepwave.org
Blair Palese, AOA: +61414659511, blair@antarcticocean.org

Row for Silence: „Erledigt!!!“

Man sollte noch ab und zu bei Row for Silence hineinschauen:

Ich treffe kaum eine Taste, kann fast nicht mehr laufen und eiere durch den Raum, habe keinen Tränen mehr übrig, bin absolut abgebrannt und von der Sonne v-e-r-brannt, habe Schmerzen in jedem Muskel, bin todmüde, verhungere und verdurste ABER ich versuche wenigstens einen kurzen Blogeintrag zustande zu bringen. ES IST VOLLBRACHT! Ich habe heute, nach 90 Tagen, den Hafen von Barbados erreicht. Ein unglaublich anstrengender Tag, nach einer unglaublich anstrengenden Nacht. Ein gewaltiges Stück Arbeit, das am Ende fast noch schief gegangen wäre, als der Wind im Hafen mich gegen eine Multimillionendollar-Yacht drücken wollte. Unter reichlich Applaus, der ganze Hafen fieberte mit, gelang mir der Befreiungsschlag, und ich quälte mich mit längst aufgerissenen Handflächen doch noch an den Steg und machte mein Boot fest. 90 Tage, 3500 Seemeilen. Im Ruderboot von Portugal nach Barbados. Höhen und Tiefen. Alles endet an einem winzigen Steg im Hafen von Port St. Charles in türkisfarbenem Wasser mit einem einzigen wankelmütigen Schritt in rettenden Arme. Ich bin emotional im Moment total überfordert, kann nichts analysieren oder beschreiben. Ich bin körperlich angekommen, jetzt warte ich auf meinen Kopf. Ich werde sicher eine Weile brauchen um das alles zu verarbeiten. Gebt mir ein wenig Zeit. Die ersten Bilder sind online und ich endlich in einem Bett, in dem ich mich nicht mehr angurten muss und von Haien geweckt werde. Bis in Kürze ….

Quelle: http://www.rowforsilence.com/de/2012/02/erledigt/

Row for Silence: Ziel erreicht!

Wenn die Informationen des Tracking stimmen und davon gehe ich aus, hat Janice Jakait ihren Zielhafen Port St. Charles Marina an der Westküste von Barbados erreicht.

Im Namen der Blogger bei DEEPWAVE e.V. Herzlichen Glückwunsch!!!!!!!!

Screenshot 21.02.12, 20:20h

Meldung bei Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,816720,00.html

Meldung bei Focus Online:
http://www.focus.de/panorama/welt/freizeit-ruderin-nach-atlantikueberquerung-am-ziel_aid_716349.html

Nach 90 Tagen nehme ich jetzt das Titelbild heraus und mache Platz für neue Themen. Dank an Janice Jakait für Berichte und Fotos!

Zur Erinnerung an 90 spannende Tage:

Wer noch einmal lesen möchte:
http://www.rowforsilence.com/de/blog/

oder hier im Blog:
http://www.deepwave-blog.de/tags/row-for-silence/

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