Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

30 Jahre Greenpeace Deutschland

1980 kam es in Nordenham zur ersten Greenpeace-Aktion in Deutschland – Aktivisten in Schlauchbooten protestierten gegen die Verklappung giftiger Dünnsäure in der Nordsee.

30 Jahre Greenpeace Deutschland – das sind 30 Jahre spektakuläre Aktionen und Erfolge für die Umwelt. Hunderttausende Menschen unterstützen uns heute. Sie helfen als Förderer finanziell oder sind ehrenamtlich aktiv in einer von rund 90 regionalen Greenpeace-Gruppen.

Den runden Geburtstag nehmen wir als Anlass, unseren Förderern und Freunden Dank zu sagen, aber auch der interessierten Öffentlichkeit einen Einblick in die Greenpeace-Welt zu geben. Wir besuchen vom 28. August bis zum 9. Oktober 2010 insgesamt sieben deutsche Städte, um mit Ihnen ins Gespräch zu kommen und von unseren noch immer aktuellen Herausforderungen zu berichten. Lernen Sie Greenpeace näher kennen und besuchen Sie uns. Wir freuen uns auf Sie!

Mehr Informationen zu den einzelnen Veranstaltungsorten und Terminen finden Sie weiter unten.

Besuchen Sie uns in …

* : Samstag/Sonntag, 28. und 29.08.2010: Hamburg
* : Samstag, 04.09.2010: München
* : Samstag, 11.09.2010: Stuttgart
* : Sonntag, 19.09.2010: Frankfurt
* : Samstag, 25.09.2010: Köln
* : Samstag, 02.10.2010: Dresden
* : Samstag, 09.10.2010: Berlin

Quelle: Greenpeace Deutschland

Turtle vs Tata, Kreativer Protest mit einem Computerspiel

Meeresschildkröte gegen Großkonzern – Greenpeace Indien geht mit einem Computerspiel kreative Wege, um auf die Gefahren des Dhamra Hafens aufmerksam zu machen. Der Spieler muss seine Schildkröte (engl. Turtle) zu möglichst viel Fressen führen und dabei den „Tata-Dämonen“ aus dem Weg gehen. In der Realität stehen die Chancen der Meeresschildkröten nicht so gut: Der riesige Dhamra Hafen, den Tata Steel zusammen mit L&T entwickelt, ist keine fünf Kilometer von ihren Nistplätzen entfernt. Der Schiffsverkehr wird die vom aussterben bedrohte Art zusätzlich belasten. Tata hat nun beim Obersten Gerichtshof in Neu Delhi eine Klage gegen Greenpeace eingereicht. Turtle vs. Tata schädige das Ansehen des Konzerns.

„Diese Klage ist ein verzweifelter Versuch, die wachsende Kritik an dem Projekt zu ersticken und die Aufmerksamkeit von dem eigentlichen Problem abzulenken. Denn das ist die bedrohte Artenvielfalt“, sagt Ashish Fernandes, Meeres-Expertin von Greenpeace Indien. 1990 begann der Mischkonzern Tata mit der Planung für den Hafen in Dhamra an der Ostküste Indiens. In ein paar Wochen soll er in Betrieb genommen werden. Von Anfang an waren Umweltschützer und Wissenschaftler gegen den Bau, weil der Hafen keine 15 Kilometer von dem Gahrimatha Meeresschutzgebiet entfernt ist.

Hier legen die Oliv-Bastardschildkröten jedes Jahr ihre Eier ab – und machen aus dem Strand den größten Massennistplatz der Welt. Auch Indiens zweitgrößter Mangrovenwald, der Bhitarkanika Nationalpark, und seine seltenen Salzwasserkrokodile sind von dem Hafen bedroht. Denn der Nationalpark ist weniger als fünf Kilometer vom Dhamra Hafen entfernt.

Doch Umweltschützer, Politiker und Wissenschaftler geben nicht auf. Denn 300 weitere Häfen dieser Dimension sind bereits angedacht. „Das Dhamra Hafen Projekt steht stellvertretend für alle Projekte, die Indiens Küsten bedrohen“, sagt Fernandes. „Wir wollen verhindern, dass die Fehler von Dhamra wiederholt werden. Deshalb fordert Greenpeace, dass neue Häfen einen Mindestabstand von 25 Kilometern zu ökologisch sensiblen Bereichen haben. Die dort bereits existierenden Häfen dürfen nicht vergrößert werden.“

Bereits seit sieben Jahren setzt sich Greenpeace gegen den Bau des Hafens ein. Mit dem Computerspiel Turtle vs Tata ging Greenpeace Anfang Juni neue Wege, um die Menschen für Umweltthemen zu interessieren. Bereits über 25.000 Menschen haben das Spiel, das an Pac-Man erinnert, gespielt.

Greenpeace Online-Experte Avijit Michael sagt: „Greenpeace glaubt an eine gewaltfreie, kreative Konfrontation. Turtle vs Tata ist das Resultat dieser Denkweise.“ Wegen übler Nachrede und unerlaubter Nutzung des Markenzeichens hat Tata Greenpeace nun auf 1,6 Millionen Euro verklagt. Bis zum 12. August hat Greenpeace Zeit, dazu schriftlich Stellung zu nehmen. Solange darf Greenpeace das Spiel nicht weiter verbreiten. Nach Meinung von Areeba Hamid, Meeres-Expertin von Greenpeace Indien, ist die Klage nicht gerechtfertigt. Bis das Gericht es anordne, werde das Spiel nicht abgeändert werden, sagt sie

Quelle: Greenpeace Deutschland

 

Rettung von 70.000 Meeresschildkröten-Eiern vor der Ölpest läuft

Rettung von 70.000 Meeresschildkröten-Eiern vor der Ölpest läuft

Am Golf wird eines der weltweit größten Rettungsaktionen von Meeresschildkröten-Eiern gestartet. Die U.S. Fish and Wildlife Service (US Fischerei- und Naturschutz-Behörde) wird mit Dutzenden von freiwilligen Helfern die mehr als 70.000 Eier aus den bis zu 800 Nestern der Unechten Karettschildkröte (Caretta caretta) an den Stränden von Florida Panhandle Alabama ausgraben und umsiedeln.

Diese stark bedrohten Schildkröten haben um diese Jahreszeit ihre Eier abgelegt, aus denen nun in den nächsten Wochen die Jungen schlüpfen werden. Junge Schildkröten laufen nach dem Schlüpfen sofort ins Meer … sie würden direkt in den Ölteppich geraten! Wahrscheinlich würde dadurch eine ganze Generation der bedrohten Meeresschildkröten sterben, fürchtet Chuck Underwood of the U.S. Fish and Wildlife Service.

Umsiedlung von Schildkröten-Eiern
Das Ausgraben der Eier muss sehr vorsichtig erfolgen, damit die empfindlichen Schalen nicht zerbrechen. Um den Embryo im Innern des Eis zu schützen, dürfen die Eier nicht herumgerollt oder zu stark bewegt werden. Anschließend werden die Eier in „Ersatznester“ aus feuchtem Sand in Styropor-Container gesetzt und in ein 500 km entferntes Gebäude im Kennedy Space Center in Florida gebracht. Unmittelbar vor dem Ausschlüpfen der jungen Schildkröten werden die Eier an Floridas Ostküste an den Strand gesetzt, so dass die Jungtiere dann in einen ölfreien Ozean schwimmen können.

Der Nachwuchs der ebenfalls im Golf von Mexico lebenden und stark bedrohten Karibischen Bastardschildkröte (Lepidochelys kempii) ist von der Ölpest nicht unmittelbar bedroht, da diese Nester an Stränden angelegt sind, an denen noch kein Öl angespült worden ist.

Dutzende tote Schildkröten durch Ölpest?
Durch die Ölpest sind bereits jetzt Dutzende Schildkröten gestorben, manche aufgrund von Verölung, andere aus noch nicht genau geklärten Gründen.Dabei könnten die Öl auflösenden Chemikalien, Dispergatoren, durchaus eine Rolle gespielt haben: „Dispergierte Öltröpfchen können von Fischen, Korallen und von bodenlebenden Organismen leichter aufgenommen werden, was zu Beeinträchtigung der Organismen führen kann“, so Dierk-Steffen Wahrendorf von der Bundesanstalt für Gewässerkunde in Koblenz im Gespräch mit „DIE ZEIT“ (http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2010-05/oelbekaempfung-chemikalien?page=1).

Man kann nur hoffen, dass ein Teil der diesjährigen Brut der Unechten Karettschildkröte gerettet wird und die Ölpest endlich eingedämmt wird.
Die ökologische Katastrophe im Golf von Mexico wird noch unzählige weitere Todesopfer fordern. Die Öl-Industrie ist auch tatsächlich höchst besorgt … wegen des Versuchs der US-Regierung, weitere Tiefsee-Bohrungen zunächst auszusetzen.
Bettina Wurche

Wale können sich nicht wehren

Wale können sich nicht wehren und die Internationale Walfang-Kommission (IWC) lernt nichts dazu… GSM und DUH kämpfen weiter:

14.06.2005 Radolfzell (ots)

Für die Wale geht es um alles, wenn vom 20.-24. Juni im koreanischen Ulsan die „Internationale Walfang-Kommission“ (IWC) ihre 57. Jahrestagung abhält. Sie steht unter keinem guten Omen. „Wir befürchten, dass auch das Gastland Korea wieder offiziell in das gnadenlose Geschäft mit den bedrohten Meeressäugetieren einsteigen will“ erklärt Petra Deimer, Walexpertin bei der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM). Bislang waren den Fischern in Korea jährlich etwa 100 Zwergwale rein „zufällig“ in die Netze gegangen. Wie in Japan, landen solche Beifänge zum Verkauf auf dem Fischmarkt, auch wenn das eine oder andere Opfer hätte gerettet werden können.

Die 20 Jahre dauernden Schutzbemühungen für die Wale lassen nach. In der inzwischen ca. 60 Mitgliedsstaaten starken IWC haben jetzt die Walfänger das Sagen. „Zwar ist das ‚Moratorium’ von 1985/86 noch in Kraft, doch dieses Fangverbot zu kommerziellen Zwecken droht zu kippen“, so Jörg Dürr-Pucher, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH). „Es ist kein Geheimnis mehr, dass Japan über seine Entwicklungshilfe das Mehrheitsverhältnis beeinflusst.“ Das Zünglein an der Waage sind bei diesem Deal vor allem kleine Karibikstaaten.

Auf der Abschussliste für die jetzige Saison stehen mehr als 2000 geschützte Wale: Zwergwale, Bryde´s Wale, Sei- und Pottwale, sowie wieder unter allen erdenklichen Konventionen geschützte Finn- und Buckelwale. Der Direktor des japanischen Instituts für Walforschung in Tokio, Dr. Hiroshi Hatanaka, begründet die Ausweitung der Fänge mit einer Zunahme der Bestände, während die Meeresbiologin Petra Deimer von der Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) dazu sagt: „Vor Beginn des kommerziellen Walfangs, um 1910, gab es in der Antarktis hochgerechnet 500000 Finnwale, um 1990 nur noch 2000. Von einer Erholung der Population kann keine Rede sein. Und die Situation der Buckelwale ist nicht besser.“

Japan und seine Anhänger werden sich bemühen, bestehende Wal-Schutzgebiete und wichtige Arbeitsgruppen der IWC abzuschaffen. Dazu gehören Bereiche, wie Umweltschutz und Klima, Abenteuertourismus und Whale Watching, akustische Umweltverschmutzung und Schiffsunfälle mit Walen oder Beifang. Der Wissenschaftsausschuss hat 2002 festgestellt, dass hochgerechnet 650000 Meeressäugetiere pro Jahr im Beifang der Fischerei umkommen; in etwa zur Hälfte Robben und Wale und Delfine. Ein 2003 anlässlich der 55. Jahrestagung in Berlin ins Leben gerufenes „Conservation Committee“, das sich künftig mit Belangen des Walschutzes befassen soll, wird vermutlich das Ulsan-Meeting nicht überleben.

Auch während des Moratoriums haben sich die Walfang-Nationen Japan, Norwegen und Island stets zu helfen gewusst und insgesamt mehr als 25000 Wale abgeschossen. Hinzu kommen ein paar hundert, die von Einheimischen Alaskas, Kanadas, Russlands und Grönlands unabhängig vom „kommerziellen Fangverbot“ gefangen werden. Die Statuten der IWC machen dies möglich: Während Norwegen fristgerecht gegen das Moratorium einen „Vorbehalt“ eingelegt hat – und sich nicht daran gebunden fühlt, haben die Söhne Nippons mit dem großen Appetit auf Seegetier ihre Fänge als Wissenschaft deklariert. Walfang für die Wissenschaft ist Ländersache. Allerdings meint die IWC damit Einzelfänge und keine Massenanlandungen, z.B. um den kommerziellen Walfang während des Fangverbots über Wasser zu halten. Island ist dem Wissenschafts-Beispiel gefolgt, nachdem seine Harpunen von 1990 bis 2003 ruhten. Island würde besser auf das unblutige Geschäft mit den Walen setzten, auf Whale Watching.

Während die Walfänger zu Beginn des „Waffenstillstands“ in den Weltmeeren hauptsächlich Zwergwale harpunierten, hat Japan das Feuer seit einigen Jahren auch wieder auf jährlich 50 Bryde´s, 10 Pott- und 50 Seiwale (plus 150 Zwergwale im Nordpazifik) eröffnet. Jetzt will Nippon nicht nur die Quote für antarktische Zwergwale von 440 in etwa verdoppeln, sondern zusätzlich je 50 Finn- und Buckelwale im Schutzgebiet Antarktis abschießen.

Nachdem das Fleisch der Fänge im Namen von Wissenschaft und Forschung über die Seziertische der Labors gegangen ist, darf es übrigens für harte Yen (umgerechnet bis 400,-€ pro Kilo) über die Ladentische gehen.

 

Deutsche Umwelthilfe
Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere

https://www.presseportal.de/pm/22521/690083

 

WWF : Lidl setzt erneut auf falsche Fisch-Palette

WWF kritisiert Darstellung der Fisch-Palette der Supermarktkette

Bremen, 14.06.2005: Vor drei Wochen erst waren es die Haifische, nun folgen Rotbarsch, Shrimps und Alaska-Seelachs: Seit dieser Woche wirbt die Supermarktkette Lidl offensiv für den Kauf dieser Fischsorten. Das besonders Delikate daran: Angesichts des „Hai-Eklats“, in dessen Folge Lidl seine Hai-Produkte kürzlich auf Druck von Umweltschützern aus dem Sortiment nehmen musste, wirbt Lidl nun bei seinem Angebot von Speisefischen mit ausgezeichneter ökologischer Qualität.

Die Umweltfreundlichkeit der angebotenen Produkte ist nach Ansicht des WWF allerdings mehr als zweifelhaft: Die Fischerei-Experten des WWF weisen darauf hin, dass die Bestände des Rotbarsches seit vielen Jahren stark überfischt sind. Das Gleiche gilt für Alaska-Seelachs aus russischen Beständen. Auch der Verzehr von Shrimps ist laut WWF kaum ökologisch, denn beim Fang dieser kulinarischen Leckerbissen werden Unmengen anderer Meeresbewohner ungewollt mit gefangen. Der Beifang führt manche Arten an den Rand des Aussterbens. Langfristig leiden ganze Ökosysteme unter dieser Art der Fischerei.

Heike Vesper, Fischerei-Expertin des WWF, ist empört: „Lidl hat einfach nichts dazu gelernt. Erst vor wenigen Wochen musste die Firmenleitung bei den Haien klein beigeben – und jetzt gaukeln sie den Verbrauchern vor, bei Speisefisch besonders auf die Umweltverträglichkeit zu achten.“ Vesper erläutert, dass der WWF bereits seit langem das Gespräch mit Lidl sucht, um die Fischpalette in den Supermärkten nach ökologischen Kriterien auszuwählen. Bisherige Gesprächsangebote wurden jedoch von Lidl abgelehnt. Der WWF stellt bei der aktuellen Debatte ausdrücklich klar, dass die Lebensmittelqualität der neuerdings von Lidl beworbenen Fisch-Produkte durchaus gut sein möge, ökologisch einwandfrei seien sie aber leider nicht.

Der WWF gibt seit vielen Jahren einen Fisch-Einkaufsführer heraus, dem Verbraucher entnehmen können, welchen Fisch man ökologisch bedenkenlos essen kann. Die nun von Lidl beworbenen Fischsorten gehören nicht dazu. Heike Vesper kritisiert auch die unsaubere Darstellung der vermeintlich ökologischen Produkte: Bei Alaska-Seelachs-Filet natur wirbt Lidl mit einer guten Beurteilung, die allerdings für Atlantik-Seelachs ausgesprochen wurde. „Das ist eine ganz andere Fisch-Art. Der eine Seelachs lebt im Atlantik, der andere im Pazifik. Das ist Irreführung der Verbraucher“, sagt Vesper.

https://www.presseportal.de/pm/6638/690122

 

Gier nach Öl bedroht Naturparadies

© Spiegel; Seeschlacht: Das Boot „Torbas“ versucht mit einer riesigen Wasserkanone zu verhindern, dass Greenpeace Aktivisten auf die Plattform Brent Spar absetzt. Der Weltkonzern Shell erntet europaweit Entrüstung für sein ruppiges und gefährliches Vorgehen, denn mit den Wasserkanonen wird auch auf Greenpeace-Männer und den Hubschrauber geschossen.

 

Gier nach Öl bedroht Naturparadies

Greenpeace: Zehn Jahre nach Brent Spar hat Shell nichts dazugelernt

Die unberührte Inselgruppe der Lofoten vor Norwegen ist akut von Erdölförderprojekten bedroht. Greenpeace warnt heute in 15 Städten, darunter Berlin, Rostock, Kiel und Karlsruhe, vor der Bedrohung und sammelt Unterschriften zum Schutz des Gebietes. Zugleich erinnern die Umweltschützer an den wirkungsvollen Protest von Verbrauchern gegen die Versenkung der ausgedienten Ölplattform Brent Spar vor zehn Jahren. Der Ölkonzern Shell wollte mit der Brent Spar die erste Plattform aus der Nordsee in den Nordost-Atlantik schleppen und dort versenken. Nach 52 Tagen der Auseinandersetzung gab Shell am 20. Juni schließlich auf. An der geplanten Ausbeutung der Ölfelder um die Lofoten ist auch Shell beteiligt.

„Es geht um die Rettung eines der wenigen noch unberührten Gebiete. Aber es geht auch darum, dass die Industrie nicht jede Grenze überschreiten darf, um Profit zu machen“, sagt Greenpeace Ölexperte Christian Bussau. „Die Ölförderung hat bereits die Nordsee in ein Industriegebiet verwandelt, Leckagen und Ölteppiche sind dort Alltag. Nun droht die Ausbeutung weiterer Regionen. Und Shell ist dabei – offensichtlich hat der Konzern nach Brent Spar nichts dazugelernt.“

Das Greenpeace-Schiff „Esperanza“ war im April in den arktischen Gewässern der Lofoten unterwegs, um auf deren Bedrohung aufmerksam zu machen. Die Ölförderung wird dort tausende Seeadler, Kormorane und Papageientaucher gefährden, die auf den Fischreichtum des Meeres angewiesen sind. Greenpeace fordert, dringend großflächige Schutzgebiete einzurichten, die das Vordringen der Ölindustrie in die letzten intakten Ökosysteme verhindern. „Nur Schutzgebiete können die Naturparadiese vor der Zerstörung retten. Dazu kann jeder mit seiner Unterschrift beitragen“, erklärt Bussau. So sollen auch 40 Prozent der Nordsee und Ostsee unter Schutz gestellt werden.

In der Nordsee hat die alltägliche Verschmutzung stark zugenommen. 2002 leiteten die Plattformen etwa 300.000 Tonnen Chemikalien und 14.000 Tonnen Öl ein. Das entspricht einem Tankerunfall. Bei Überflügen im März hat Greenpeace wie in den Jahren zuvor Ölteppiche entdeckt, die von den Plattformen ausgehen. Schon im letzten Jahr fielen die Verschmutzungen der von Shell betriebenen Dunlin-Plattform auf. Der Ölfilm gefährdet besonders Vögel: Er verklebt ihr Gefieder und dringt in ihre Nahrungskette ein. Greenpeace fordert die Ölkonzerne auf, die Einleitungen drastisch zu reduzieren.

Greenpeace konnte mit der Brent Spar-Kampagne erreichen, dass der Nordost-Atlantik nicht als Müllkippe für Industrieschrott missbraucht wird: 1998 wurde ein generelles Versenkungsverbot von Offshore-Anlagen für die Meeresregion durchgesetzt. Es betrifft etwa 500 Plattformen in der Nordsee und im Nordost-Atlantik. Die damals von der Ölindustrie vorgebrachten technischen Probleme spielen heute keine Rolle mehr. Die Entsorgungsindustrie kann heute selbst große Plattformen an Land zerlegen. So wird demnächst die 37.000 Tonnen schwere BP-Plattform North-West-Hutton abgewrackt. Der eigentliche Boom beginnt allerdings erst im Jahr 2010: Ab dann sollen pro Jahr 20 Stahlkolosse an Land zerlegt werden.

https://www.greenpeace.de/presse/presseerklaerungen/gier-nach-ol-bedroht-naturparadies

SeaOrbiter: Raumschiff für die Weltmeere

© www.seaorbiter.com/Jaques Rougerie

Futuristisches Raumschiff für die Weltmeere

Paris (rpo). U-Boote und Unterwassersiedlungen üben eine Faszination auf ihn aus, Jules Vernes liebt er abgöttisch: Der französische Architekt Jacques Rougerie will eine futuristische Mischung aus Raumfähre, Schiff und U-Boot zur Forschung in die Unterwasserwelt schicken. Schon in drei Jahren soll der 51 Meter hohe SeaOrbiter wie ein Seepferdchen senkrecht durchs Meer treiben. Doch bis dahin muss der Franzose weitere Geldgeber finden.

„Es wird eine neue Art sein, die Unterwasserwelt zu sehen“, schwärmt Rougerie – „ein Abenteuer für Forscher.“ Auch 130 Jahre nach dem phantastischen Vernes-Roman „20.000 Meilen unterm Meer“ sind weite Teile der Ozeane nicht erforscht. Wissenschaftler vermuten, dass sich in ihnen zahlreiche noch unbekannte Lebenswesen tummeln. Bisher mussten die Forscher mit Unzulänglichkeiten kämpfen: Tauchgänge sind wegen des Sauerstoffvorrats zeitlich begrenzt, Forschungs-U-Boote klein und unbequem, die Motorengeräusche vertreiben die Tiere. Der SeaOrbiter soll dagegen still mit der Strömung treiben. Eine „Oase des Lebens“ werde sich um das Gefährt bilden, verspricht Rougerie – schwimmende Gegenstände ziehen neugierige Meeresbewohner magisch an.

So hofft der Visionär auf einen einzigartigen Beobachtungsplatz für Forscher. Rougerie will aber auch die breite Öffentlichkeit für die Unterwasserlandschaften begeistern – und auf die Gefahren durch Umweltverschmutzung hinweisen. Kameraaufnahmen des SeaOrbiters sollen zum Beispiel ins Internet gestellt werden. Nur ein Drittel der Forschungsstation soll über Wasser zu sehen sein, die restlichen 30 Meter ragen unter die Wasseroberfläche und werden mit Sichtfenstern ausgestattet sein. Biologen und Akustiker können sich auf aufwändig ausgestattete Labore freuen. Ferngesteuerte Kameras sollen Aufnahmen in bis zu 600 Meter Tiefe ermöglichen.

In Teilen des Schiffs wird der Luftdruck dem Unterwasserdruck angepasst. „Wenn die Forscher etwas Interessantes sehen, brauchen sie sich nur einen Tauchanzug überzuziehen und durch eine Schleuse ins Wasser hinauszugleiten“, erläutert Rougerie. Der Hochdruckbereich bietet acht von insgesamt 18 Besatzungsmitgliedern Platz. Mehrere von ihnen sollen Astronauten sein – der SeaOrbiter sieht nicht nur aus wie ein Raumschiff, er soll auch Trainingsstation für Weltraumbesucher sein. „Im Wasser nähern sich die Bewegungen denen im All an“, erläutert Rougerie. „Und der Bereich für die Astronauten kommt dem einer Raumkapsel ziemlich nahe.“ Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat bereits Interesse an Trainingsgängen angemeldet.

Schon jetzt ist die NASA über ihr Tiefseeforschungsprogramm NEEMO am SeaOrbit-Projekt beteiligt. NEEMO-Leiter Bill Todd gehört zu dem Team von gut 15 Mitarbeitern, das die von Rougerie vor zehn Jahren erstmals entworfene Idee vorantreibt. Beteiligt sind auch Vertreter des norwegischen Marineforschungsinstituts Marintek und des Pariser Ozeanographischen Instituts. Rougeries Büro befindet sich auf einem Schiff auf der Seine in Paris. Aber vor allem das Leben unter Wasser zog ihn immer wieder magisch an: So entwarf er schon in den 70er Jahren Siedlungen auf dem Meeresgrund oder futuristisch anmutende U-Boote.

Dass Rougerie jetzt mit seinem SeaOrbiter an die Öffentlichkeit geht, hat einen Grund: Zur Umsetzung seines großen Traums fehlt ihm noch das Geld. 25 Millionen Euro veranschlagt der ambitionierte Architekt für den Bau des Wundergefährts und die erste Reise, die in den Golfstrom führen soll. Zwei Financiers will er schon gefunden haben: Eine auf Unterwassertechnik spezialisierte Firma aus Marseille und den französischen Bau- und Energiekonzern Vinci. Wie viel Geld noch fehlt, wird nicht verraten. Die Planungen sollen aber bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, dann könnte der SeaOrbiter 2008 in See stechen.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/unterwasserstation-riesen-seepferdchen-soll-im-atlantik-treiben-a-357649.html

https://rp-online.de/panorama/wissen/forschung/futuristisches-raumschiff-fuer-die-weltmeere_aid-17131343

weiterführende Informationen:

http://www.seaorbiter.com/

Chinas Boom-Regionen wachsen auf aufgeschütteten Flächen im Meer

Chinas Boom-Regionen wachsen auf aufgeschütteten Flächen im Meer
Forscher und Ämter beklagen Küstenzerstörung
von Johnny Erling

Peking – Kaiserliche deutsche Geschwader eroberten 1897 die ostchinesische Bucht Kiaotschou und bauten Qingdao zu ihrem kolonialen Großhafen aus. Doch heute schütten chinesische Baukonzerne die Bucht wieder zu. Von der 1928 noch 535 Quadratkilometer weiten Meerenge sind noch 367 Quadratkilometer Gewässer übrig. Auch am Hafen wird immer mehr Land aufgeschüttet. An 20 Projekten der Auffüllung wird gleichzeitig gearbeitet. Die Stadtregierung Qingdao holt sich 16 Quadratkilometer Bauland aus dem Wasser, berichtet die Tageszeitung „China Daily“.

Die nordchinesische Hafenstadt Tianjin plant, dem Meer gleich 79 Quadratkilometer für moderne Chemiekomplexe zu entreißen. Auch Südchinas Provinz Guangdong läßt massiv Land für Großindustrien gewinnen – die Küstenregionen „expandieren ins Meer“.

All dies sind Zeichen einer für chinesische Umweltschützer, Raumplaner und Meeresbiologen alarmierenden Entwicklung. „China Daily“ zitiert einen Forschungsbericht des Staatlichen Ozeanamts, wonach die Landgewinnung ein „wahnwitziges Tempo“ angenommen habe. Zusammen mit den in die Ozeane geleiteten Abwässern seien die Folgen für den Küstenschutz und das Ökosystem Küste unabsehbar, so Amtsdirektor Lin Shaohua. Chinas Strände hätten sich um die Hälfte reduziert. 80 Prozent der Korallenriffe und die Hälfte der Mangrovensümpfe seien stark beschädigt. „Im letzten Jahrzehnt nahmen die Planktonvorräte und der Fischreichtum dramatisch ab und wurde die Küstenbiologie ruiniert. Dies gilt besonders für die großen Flußdeltas des Jangtse, des Gelben Stroms und des Perlflusses.“

In den Mündungsgebieten finden Landentwickler leichtes Spiel. Sie können die Lößerde zum Aufschütten nutzen, die von den riesigen Strömen in die Mündungsgebiete geschwemmt werden. Erosion, als Folge von Raubbau, Monokulturen und Industrialisierung, hat die Schlammengen in Flüssen erhöht.

Nach offiziellen Statistiken wurden in drei großen Kampagnen zur Landgewinnung seit den fünfziger Jahren 1,2 Millionen Hektar Acker- und Nutzflächen aus dem Meer gewonnen, mehr als in jedem anderen Land. Findige Bauspekulanten und geldgierige Lokalregierungen verschärfen das Problem. Sie wichen auf die Meere aus, als ihnen Chinas Regierung verbot, die Ackerböden der Bauern zu Bauentwicklungsland zu machen. Vor dem neuen „Aufschüttungsboom“ warnt Xin Rongmin, Provinzdirektor für Meeresforschung in Shandong. „Sie verschlucken unser blaues Territorium.“

2002 hatte die Zeitschrift für Kartographie „Ditu“ auf Grundlage von Satellitenfotos erstmals Vergleichskarten des Vermessungsamtes veröffentlicht. Sie zeigten dramatische Veränderungen seit 1949. Küstenlinien und Inseln hatten sich ausgedehnt. Seen verschwanden oder verkleinerten sich. 50 Jahre reichten in China für Wandlungen, für die andere Kontinente Jahrhunderte brauchen. Das staatliche Meeresamt will nun bis 2009 Chinas Küsten systematisch untersuchen und erfassen.

Artikel erschienen am Fr, 27. Mai 2005
https://www.welt.de/print-welt/article672628/Chinas-Boom-Regionen-wachsen-auf-aufgeschuetteten-Flaechen-im-Meer.html

Deutsch-britische Messkampagne zum Golfstrom

Forschungsschiff auf hoher See: Ausbringen und Einholen der Verankerungen auf "Charles Darwin"

© J. Marotzke, MPI-M

Deutsch-britische Messkampagnen zur Untersuchung der Stärke des
„Golfstroms“

Max-Planck-Institut für Meteorologie

Prof. Dr. Jochem Marotzke, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg, kehrte gerade von einer Messkampagne auf einem britischen Forschungsschiff („Charles Darwin“) zurück, die der Untersuchung der thermohalinen Zirkulation im Nordatlantik galt.

Prof. Marotzke, der im Jahre 2003 vom Southampton Oceanography Centre (jetzt National Oceanography Centre Southampton) an das MPI-M kam, hat enge Kontakte zur britischen Forschung. Das Forschungsprojekt RAPID MOC hat er selbst noch in Großbritannien initiiert.
In dem Forschungsprojekt wird anhand von verschiedenen ausgebrachten Verankerungen die meridionale nordatlantische Zirkulation, die sowohl die nordwärts gerichtete warme Strömung als auch das in die Tiefe absinkende südwärts strömende Wasser umfasst, untersucht. Dieses Strömungssystem ist verantwortlich für das milde Klima in Nordwesteuropa. Plötzliche Änderungen in der atlantischen Zirkulation können zu Abkühlungen in unseren Breiten um 3-5°C führen. Dies haben Szenarienrechnungen einiger Klimamodelle sowie paleoklimatische Daten gezeigt. Das Projekt RAPID MOC will in erster Linie ein Prototyp-System entwickeln, mit dem man die Stärke und Struktur der MOC (Meridional Overturning Circulation) beobachten kann.
Dazu wurden im April 2004 19 Verankerungen entlang von 26.5°N quer durch den Atlantik ausgebracht, um die Gesamtzirkulation zwischen den Bahamas und der afrikanischen Küste zu vermessen. An diesen Verankerungen können von der Wasseroberfläche bis zum Boden Dichteprofile gemessen werden. Bis 2008 werden die Verankerungen jährlich aufgenommen und wieder ausgebracht. Das Projekt ist ein Gemeinschaftprojekt, an dem das National Oceanography Centre Southampton, die Universität Miami, das Atlantic Oceanographic and Meteorological Laboratory, das Spanish Institute of Oceanography und das Max-Planck-Institut für Meteorologie teilnehmen.
Prof. Marotzke hat bisher an beiden Messkampagnen im April 2004 und 2005 teilgenommen. Im April 2005 wurden 12 von 13 Verankerungen aufgenommen und 14 Verankerungen sowie 4 Bodendruckmesser ausgebracht. Die verloren gegangene Verankerung wurde offenbar von Fischereischiffen abgerissen.
Mit ersten Ergebnissen wird Ende 2005 gerechnet.

Weitere Informationen:
http://idw-online.de/pages/de/news113925

http://www.schattenblick.de/infopool/natur/klima/nkfor184.html

Naturdramen auf griechischer Urlauberinsel

Naturdramen auf griechischer Urlauberinsel

Trotz europaweiter Proteste: Meeresschildkröten werden auf Zakynthos an Eiablage gehindert

Radolfzell. Weil Sonnenschirme und Liegestühle auf der griechischen Insel Zakynthos den Zugang zu den über Jahrtausende angestammten Eiablageplätzen der Unechten Karettschildkröte versperren, sind die Tiere noch stärker bedroht. Wie die internationale Umweltstiftung Euronatur mitteilte, musste der 1999 eingerichtete Meeresnationalpark Zakynthos im März 2004 seine Pforten schließen. Die Umweltstiftung Euronatur berichtet von unhaltbaren Zuständen. So ist der bisherige Präsident des Parks seines Amtes enthoben worden, Mitarbeiter der Parkverwaltung bekommen kein Gehalt, der griechische Staat kommt den EU Naturschutzverpflichtungen nicht nach.

Im Rahmen einer Unterschriftenaktion konnten Euronatur und die Schildkrötenschutzorganisation Medasset 17.000 Unterschriften zum Schutz der Unechten Karettschildkröte sammeln. Vertreter beider Organisationen übergaben diese im März 2005 an den griechischen Premierminister Kostas Karamanlis. Doch geändert hat sich nichts. „Griechenland tritt den Naturschutz und das eigene Naturerbe mit Füßen“, sagte Gabriel Schwaderer, Geschäftsführer von Euronatur. Der Meeresnationalpark kämpft um das Überleben und ist – trotz Ernennung eines neuen Präsidenten vor rund 4 Wochen – nicht funktionsfähig, teilte Euronatur mit. Die gesamte Infrastruktur des Parks liegt nach rund einjähriger Pause völlig brach. Viele der Hinweis- und Verbotstafeln wurden in der letzten Saison demontiert, um freien Zugang zu den Stränden zu gewährleisten. Die Türme, von denen aus Wächter die Einhaltung von Betretungsverboten überwachen sollen, sind in desolatem Zustand, und es steht kein geschultes Personal zur Verfügung, um die Türme zu besetzen.

„Die Eiablagestrände der Insel, die zu den wichtigsten im gesamten Mittelmeerraum zählen, blieben bereits in der letzten Saison unbewacht. Es ist nicht vertretbar, dass die Gelege der Unechten Karettschildkröte wieder von unwissenden Touristen zerstört werden. Für die stark bedrohte Art ist ein umfassender Schutz der Strände überlebensnotwendig“, betonte Schwaderer.

Kernproblem ist nach wie vor die mangelnde finanzielle Unterstützung des Meeresnationalparks durch den griechischen Staat. Seit Gründung des Parks hat dieser mit 170.000 Euro im Jahr nur rund die Hälfte der ursprünglich zugesagten und ohnedies knapp bemessenen Summe zur Verfügung gestellt. Im Jahr 2003 wurden die Zahlungen sogar völlig eingestellt und die Parkverwaltung konnte Abgaben für Sozialversicherung und Steuer ihrer Mitarbeiter nicht zahlen. Dies führte dazu, dass auch die EU Fördermittel einbehielt.

Der Staat Griechenland kommt seinen Verpflichtungen, Maßnahmen zum Erhalt EU-weit geschützter Arten durchzuführen, immer noch nicht nach, beklagen die Umweltschützer. Grund genug für Euronatur und Medasset, ihre Unterschriftenkampagne fortzusetzen (www.euronatur.org). „So lange keine grundlegende Verbesserung der Situation für den Naturschutz in Griechenland eintritt, bleiben unsere zentralen Forderungen bestehen“, erklärte Gabriel Schwaderer. Dazu zählt, dass eine langfristige Finanzierung der Verwaltungen von Schutzgebieten gewährleistet und durch eine übergeordnete Stelle innerhalb des Umweltministeriums unterstützt werden muss. Des Weiteren fordern Euronatur und Medasset die griechische Regierung auf, den rechtlichen Rahmen zur Durchsetzung der Naturschutzgesetze in Griechenland zu schaffen.

Nur, wenn es zu einer Stärkung des Natur- und Umweltsektors innerhalb des Ministeriums für Umwelt, Raumordnung und öffentliche Arbeiten kommt, wird sich die Situation für die Unechte Karettschildkröte im Meeresnationalpark Zakynthos wie auch für die vielen anderen bedrohten Tier- und Pflanzenarten in den anderen 26 Naturparken verbessern.

Bei Rückfragen:

Stiftung Europäisches Naturerbe (Euronatur)
Konstanzer Str. 22
78315 Radolfzell
Tel. 07732 – 92 72 0
Fax 07732 – 92 72 22
Email info@euronatur.org
www.euronatur.org

https://www.euronatur.org/ueber-euronatur/presse/pressemitteilungen/detail/news/naturdramen-auf-griechischer-urlauberinsel/

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