Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

DRINGEND FREIWILLIGE HELFER GESUCHT

DRINGEND FREIWILLIGE HELFER GESUCHT
Heute hat uns ein Hilferuf aus einer befreundeten Seehundstation in den Niedrelanden erreicht. Dort werden derzeit sehr viele verletzte oder kranke Robben eingeliefert, sodass dringend weitere freiwillige Helfer gesucht werden. Kost und Logis werden selbstverständlich gestellt.
Die hohe Belastung der Nordsee mit Umweltgiften macht auch die Meeressäuger immer anfälliger für Krankheiten. Außerdem verletzten sie sich immer wieder schwer in Fischernetzen oder durch Schiffsschrauben.
Wer Interesse hat vor Ort eine zeitlang mitzuhelfen, melde sich bitte schnellstmöglich bei Katharina: Telefon 0179 6740714 oder per eMail neeb@wildtierstation-hamburg.de. Danke!

Quelle: http://www.facebook.com/photo.php?fbid=278343215553476&set=a.115179788536487.30617.114195805301552&type=1&theater

Wenn es Fische regnet

Wenn es Fische regnet

Janice Jakait, die erste deutsche Ruderin über den Atlantik, leidet derzeit unter Fliegenden Fischen, wie sie schreibt:

Es geht mir gut, auch wenn ich mächtig unter den fliegenden Fischen leide. In der Regel liegen sie am Morgen im Boot. Manchmal schlagen sie aber auch am Tag ein während ich rudere. Und manchmal, ja, manchmal sogar treffen sie mich, wenn ich im Scheinwerferspotlicht mein Equipment repariere. Nein, nicht lustig. Ich habe wirklich vor Schreck geschrien. Man rechnet ja mit allem, nicht aber dass man von einem 20cm großen Fisch getroffen wird. Heute morgen sah ich einen Schwarm, fliegend, ca. 100 Tiere und mehr Wow! Wunderschön, solange sie nicht aufs Deck einschlagen. Zauberhafte Fische dabei, in einem strahlenden Blau etwa. Aber die meisten sind Grau bis Silber.

http://www.rowforsilence.com/de/2012/01/es-regnet-fische/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=es-regnet-fische&utm_medium=twitter&utm_source=twitterfeed

Fliegende Fische sind in der Tat besondere Wesen der Hochsee.

Anbei ein Artikel dazu aus der mare-Zeitung

http://www.mare.de/index.php?article_id=2918

Row for Silence: Habe ich Antigua gesagt?

Nur noch etwa drei Tage, und ich habe exakt die gleiche direkte Distanz von meiner gegenwärtigen Position zum Start-, wie auch zum Zielpunkt. Halbzeit also. Das wird jetzt etwas verwirren, wo ihr auf die Karte schaut. Ich weiss. Es gibt da noch eine Information die fehlt: Bereits im Oktober entschied ich unter logistischem Zwang (Kosten!), den Zielhafen zu ändern. Ich informierte daher die offiziellen Stellen darüber, dass ich nun beabsichtige nach Barbados zu rudern, Port. St. Charles. Ich bat auch darum diese Information vorerst diskret zu behandeln, um so kurz vor Abfahrt nicht noch unnötig Verwirrung zu stiften. Ich meinte, die neue, deutlich längere und anspruchsvollere Route von Portugal anstatt von den Kanarischen Inseln, sorgte bereits für Verwirrung genug. Da sich an der Gesamtstrecke kaum etwas ändert, die Herausforderung die gleiche bleibt, entschied ich mich die Info vorerst zurückzuhalten. Nun ist also der Zeitpunkt gekommen euch zu informieren. Ich steuere also die schöne Insel Barbados an, sicher auch ganz nett *g

Quelle und vollständiger Beitrag:
http://www.facebook.com/notes/oceancare/habe-ich-antigua-gesagt/10150443312031759

Originalkommentar von Janice Jakait:

„… this time while rowing … nice. „

Quelle: http://twitpic.com/827lft

Row for Silence: „Kontrastdramaturgie“ am 31.12.2011

Kontrastdramaturgie
Dezember 31, 2011

Pferden kann man offensichtlich problemlos beibringen, sich auf Kommando auf eine Seite fallen zu lassen. Nur auf eine einzige Seite allerdings. Ist das Pferd erst einmal ein linksfallendes Tier, so ist dies auch nicht mehr zu ändern – worin im Übrigen auch der Grund zu suchen ist, weshalb für Filme mit epischen Reiterschlachten, immer die gleiche Anzahl links- wie rechtsfallende Tiere gecastet werden. Sagt man. Bei meinem Ruderboot funktioniert dies jedenfalls leider nicht, es “fällt” und halst immer auf die andere, die falsche Seite … ganz gleich welche das ist, ganz gleich was ich anstelle.

Die Herausforderung bei starkem Wind (aktuell Böen bis Windstärke 8, im Schnitt 6 Meter Wellen und auch noch hochchaotische, opulente Kreuzsee) besteht darin, den Winkel zum Wind so klein zu halten, dass das Boot in keinem Falle quer in den Wellen zum liegen kommt und kentert. Das Dilemma: Meilenrausch! Ein etwas größerer Winkel bringt das Boot zügiger voran. Schwieriger Spagat und Eiertanz. Wo ich nicht mehr rudere, bleibt mir nur das Steuerruder, Treibanker und die Gewichtstrimmung übrig, um diesen Winkel festzulegen.

Ich bevorzuge 30° bis riskante 45° Grad zum Wind, dieser an Backbord (also Links!). Da die Wellen aber nicht einer Parade folgen, läuft im Moment alles etwas aus dem Ruder. Wenn nicht achtsam genug, liegt schnell mal das Boot quer. Und die nächste Welle nutzt glatt die Chance: Einschlag, volle Breitseite! Wie das ausschaut seht ihr ja auf den neuen Fotos. Das Deck, die Bilge läuft voll. Hunderte von Litern an Wasser, die nur zum Teil wieder sofort herausschwappen wo dass Boot nun komplett auf der Seite (und darüber) liegt und wieder hochkatapultiert wird. Pumpen also, und warten das das Deck freiläuft.

….

Das absolute Highlight nachts ist aber ein ganz anderes: Die Toilette Der Eimer an Deck. Draußen. Und meine Nieren arbeiten bei dem ganzen Eiweiss in der Nahrung, bei den Unmengen an Wasser die ich trinke auf Hochtouren. Einfach traumhaft. Bei 6 Meter hoher See – man ahnt nur so ungefähr was da auf einen vom Horizont her zurauscht und zurollt. Das Boot rollt ebenfalls und stampft. Mit der Eimershow bekämme ich eine Clownsnummer beim Cirque du Soleil. Zweifellos. Aber wartet erst bis ihr seht wie ich im Moment wieder diesen Blogeintrag hier tippe *g

So, genug für heute. Wirklich nicht so einfach zu schreiben im Moment. Ich wünsche euch nun frohes neues Jahr! Macht was draus! Geht mal rudern … toller Sport 🙂

Quelle und mehr:
http://www.rowforsilence.com/de/2011/12/kontrastdramaturgie/

Kommentar:

Auf diesem Weg Janice Jakait alles Gute für den Start ins Jahr 2012 und weiterhin alles Gute!

Row for Silence: Weihnachten auf hoher See

Kam vor wenigen Minuten von Janice Jakait:

I am late, sorry! I wish you all a Merry Christmas from the Ocean. Little wind today, but nice swell for rowing on such a day.

Auf diesem Weg auch an Janice Jakait „Frohe Weihnachten“ und alles Gute für die weitere Fahrt!

Blogbericht von Janice Jakait von gestern:
http://www.rowforsilence.com/en/2011/12/ein-weihnachtsmrchen-in-grn/

(Quelle des Bildes: Screenshot http://www.rowforsilence.com/de/tracking/ am 24.12.2011 ca. 20:30h, ergänzt durch mich mit Datumsangabe)

Weihnachten alleine auf hoher See

Rudern für die Stille – Weihnachten alleine auf hoher See

Einen Monat befindet sich Janice Jakait in den Weiten des Atlantischen Ozeans bei ihrem Versuch, diesen als erste Deutsche alleine in einem Ruderboot zu queren. Während die Menschen in Europa noch hektisch ihre Weihnachtseinkäufe tätigen und sich auf unterschiedliche Art und Weise auf die Feiertage bei Familie, Freunden und Bekannten vorbereiten, rudert Janice über den offenen Ozean.

Atlantik, 19. Dezember 2011: Begegnungen mit Delphinen und das Geniessen absoluter Stille gehörten bislang genauso dazu wie mehr als acht Meter hohe Wellen, intensive Seekrankheit in den ersten Tagen und die Nacht auf den 13. Dezember, als sich ihr Ruderboot in Fischereigerät verfing und es fast zu einer Kollision mit einem Fischtrawler kam. Das Schiff war nicht beim Identifikationssystem (AIS) angemeldet und hatte den Funk ausgeschaltet. Auf Janices Signale reagierte es nicht adäquat, erst 50 Meter vor der Kollision – gerade noch ausreichend – drehte es ab.

Die 34-jährige Deutsche war somit einer Gefahr ausgesetzt, die zehntausende Kleinwale jedes Jahr das Leben kostet. Gleichzeitig macht sie mit Ihrer Aktion „Row for Silence“ auf die Bedrohung der Meerestiere durch Unterwasserlärm aufmerksam und unterstützt die Aktivitäten der Meeresschutzorganisation OceanCare. Dieser Tage ruderte Janice an den Kanarischen Inseln vorbei, wo vor vier Jahren nach zahlreichen Walstrandungen der Einsatz von leistungsstarken Sonaren durch das Militär in einem Umkreis von 50 Seemeilen verboten wurde. Nahezu zeitgleich erfolgten jedoch erneut Walstrandungen im Mittelmeer: Insgesamt sieben bedrohte Schnabelwale strandeten vor wenigen Tagen auf der griechischen Insel Korfu sowie an der italienischen Küste des Ionischen Meeres. Alle Indizien deuten auf Unterwasserlärm als Ursache der tödlichen Strandungen hin.

„Row for Silence“ heisst das Projekt, das Janice Jakait nach mehrjähriger Vorbereitung am 23. November 2011 in Angriff nahm, um als erste Deutsche den Atlantik alleine in einem Ruderboot überqueren: von Portugal in die Karibik, über 6500 Kilometer nonstop in vier Monaten, mit mehr als 1 Mio. Ruderschlägen.

Eindrücke, Erlebnisse und Gedanken von Janice lesen Sie in ihrem BLOG: www.rowforsilence.com
Informationen über die Auswirkungen des Unterwasserlärms auf Meeressäuger: www.oceancare.org

Row for Silence: A little Scary! – Beinahe Kollision mit einem Schiff

Gestern Nacht habe ich was durch! Ich wollte euch eigentlich etwas ganz anderes schreiben, aber eine Beinahekollision mit einen Schiff in der verregneten Nacht erschien mir dann doch einen Tick spannender als Blogeintrag. Die Meldung auf Facebook kam ja bereits in Echtzeit, wie auch das Fotomaterial noch letzte Nacht von mir hochgeladen wurde. Also was war nun genau passiert?

Vom Regen durchnässt machte ich daran das Boot zum Mondaufgang zu sichern, als ich am Horizont ein blinkendes Licht erblickte. Rot und Weiß. Ok, das irritierte mich dann erstmal, da ich kein einziges Schiff auf dem AIS hatte, und sich auch keine Leuchttürme mit relevanter Tragweite auf den Inseln befanden. Hmmm. Seltsam. Vielleicht doch ein Stern? Ich meine ist nicht so, dass Sterne und Mond hier nicht doch ab und an für Spannung sorgen. Aber definitiv: Rot und Weiß. Kein Stern. Und es wurde zweifelsfrei heller, bewegte sich in meine Richtung … oder ich mich in seine. Okay. Und siehe da, plötzlich tauchten weitere Lichter auf. Der ganze Horizont füllte sich vor mir. Steuerbord und Backbord. Teilweise querab. Ach Du Sch*****!!! Was um Himmels Willen??? Ein Licht war besonders auffällig, oder sagen wir: Es schienen zwei oder drei Lichter an einem Punkt zu sein, die Lichtsignale gaben. Ohne Sinn. Und dieser Lichtpunkt kam besonders schnell auf mich zu. Was tun? Ich ahnte es müssen Bojen sein, möglicherweise Treibnetze und ein Trawler. Aber AIS: Fehlanzeige. Funkgerät, Schiff gerufen: Fehlanzeige. Allgemeiner Sicherheitsanruf: ebenfalls Fehlanzeige. Radar Zielverstärker an, Alle Lichter gezeigt. Nix. Mist! Und nun?

Ich drehte ab und ruderte auf die Mitte zwischen zwei Bojen zu, wo ein etwaiges Netz am tiefsten unter der Wasserlinie treiben dürfte. Drehte ab nach Lee. Doch das helle weiße Licht kam näher und näher. Direkt in meine Richtung. Und plötzlich erkannte ich, dass es sich um Suchscheinwerfer handelt. Toplichter oder gar Positionslichter waren weiterhin nicht zu erkennen. Die Lichter drehten um ca. 90 grad, was für reichlich Verwirrung bei dem Seegang sorgte. Zumal ich den Kurs des Bootes nur schätzen konnte, selbst wie eine Eierschale in den Wellen wippte. Ohne Positionslichter konnte ich sowieso nicht urteilen. Wie Ihr auf den Bildern erkennt, steuerte das Boot weiterhin frontal auf mich zu, wo ich die Spotlights am Bug erwartete. Ich sprang eigentlich ständig hin und her. Zwischen Rudersitz und Funkgerät: Hoffnungslos. Der Radaralarm begann plötzlich zu schreien.

Kollisionsvermeidung hatte jetzt oberste Priorität, ….

Quelle und mehr: http://www.rowforsilence.com/de/2011/12/a-little-scary-deen/

Row for Silence: 2 Wochen auf See

O-Ton von Janice Jakait ist einfach nicht zu toppen:

Zwei Wochen auf See
Dezember 7, 2011

Zwei Wochen auf See und alles rostet. Je edler das Metall, desto edler der Rost. Plane schon eine neue Karriere als Rost- und Salzverkäuferin. Sehe gerade, dass sich meine superrostfreien Notmesser nun auch schon zerstäuben. Sollte ich jemals in einer Leine verfangen sein, und muss mich da rausschneiden – ich tippe ganz stark auf Blutvergiftung, die ich dann beim Versuch davontragen werde.

Na, was ein Humor heute. Dabei rauschen die Wellen doch mit besonders hohen und schicken Schaumkronen nach Südwesten heute. Sollte doch richtig gut drauf sein!? Aber ich hatte eine furchtbare Nacht, und eben schlägt nach dem Rudern die Müdigkeit gewaltig zu. Und doch, ich wollte noch bloggen.

Heute Nacht bin ich gegen 3:15 Uhr aus dem Schlaf gerissen wurden. Und nein, es war diesmal kein Tanker, der mich wie sonst wieder regelmäßig mit seinem AIS Alarm geweckt hat. Ich war also schon reichlich übermüdet. Aber dann, heute Morgen der Gau: Es schrie jemand verzweifelt Hilfe draußen im Windgebrüll – ich bekomme das im Halbschlaf mit. Ach du Sch*****. Im Ersten Moment schießt natürlich das Adrenalin durch Körper. Der Wind kreischt und singt unter den Solarzellen, die Wellen schlagen an Backbord ein, das Ruder klopft und quietscht: Ich war mir sicher, da spielt mir mein Kopf wieder einen Streich. Habe das bestimmt geträumt. Aber ich meine was machst Du in so einer Situation – denkst ja nicht wirklich erst alle Szenarien durch. Also doch raus, angegurtet, mit den Taschenlampen und dem Vollmond bewaffnet in den Wellen gesucht, irgendwie an Deck mit den Beinen verklammert … und immer wieder gelauscht. Und so gering die Reichweite der Lichtkegel war, so sicher war ich mir auch, dass ich das geträumt haben muss, dass mir das Gequietsche wieder unterbewusst etwas induziert hat. Aber da stehe ich dann trotzdem in der Dunkelheit und muss den Adrenalinschub erstmal abarbeiten. Ist schon so eine blöde Sache, auch wenn es absolut unwahrscheinlich war, das Gewissen lässt nicht locker. Könnte ja doch sein dass… Sind ja genug Tanker um mich herum, wer weiß. Und erst Stunden vorher hatte ein Frachter mit dem Namen TIMOR Steuerbord mit CPA (Geringste erwartete Distanz) von 0,4 Seemeilen alarmgeschlagen. Als ich mit meinem Eierkurs um Kurskorrektur bat, zeigte mir das AIS den Frachterstatus als “Gefährlich” an. Womöglich hing diese Meldung auch noch irgendwo bedeutungslos im Hinterkopf fest und suchte nach einer nutzlosen Synapse zum andocken. …

Vollständiger Artikel: http://www.rowforsilence.com/de/2011/12/zwei-wochen-auf-see/

„Recently a journalist asked me what i do with my rubbish. Well, i told only half the story: “

Quelle: http://twitpic.com/7pvog2

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