Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

Wieder ist ein Delphin im Connyland gestorben

Wieder ist ein Delphin im Connyland in der Schweiz gestorben

Erneut meldet das Connyland den Tod eines seiner Delphine. Es ist das siebte Tier, das innert drei Jahren verendet ist. OceanCare ist empört über die Zustände im Freizeitpark. Wiederholt hat die Organisation auf die tierschutzwidrigen Zustände hingewiesen. 2010 reichten OceanCare und die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) diesbezüglich eine Strafanzeige gegen die Parkbetreiber ein.

Immer wieder steht die Delphinhaltung im letzten Delphinarium der Schweiz in der Kritik. Zurecht, wie es scheint. Wenn innert drei Jahren sieben Delphine – darunter 3 Kälber – sterben, ist das ein sehr schlechtes Zeichen. Aufgrund detailliert dokumentierter, gravierender Verstösse gegen das Tierschutzgesetz reichten OceanCare und die Stiftung für das Tier im Recht 2010 Strafanzeige gegen die Betreiber des Connyland ein. Dieses Jahr gehen bereits zwei tote Delphine auf das Konto des Freizeitparks – und die Anzeige ist noch immer hängig.

„Es ist angesichts des Todes so vieler Delphine unglaublich, dass sowohl seitens der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau sowie des kantonalen Veterinäramtes wiederholt beteuert wird, dass alles in Ordnung sei mit der Delphinhaltung im Connyland. Wie viele Beweise braucht es denn noch?“, fragt Dr. Sylvia Frey, wissenschaftliche Mitarbeiterin von OceanCare.

Der nun verendete Delphin „Shadow“ wurde 2003 als Nachzucht im Connyland geboren. Er erreichte gerade einmal das Alter von 8 Jahren und war damit noch nicht einmal erwachsen. In Freiheit werden Grosse Tümmler bis 50 Jahre alt, in Gefangenschaft sterben die meisten Tiere dieser Art schon vor der Geschlechtsreife. „Shadow“ reiht sich in diese traurige Statistik ein. Und doch hält die Delphinarienindustrie –
wider alle neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse – an ihrem Credo fest, die Delphine hätten in Gefangenschaft ein gutes Leben.

„Delphine sind Publikumsmagneten und damit die Goldesel der Parkbetreiber. Es ist unfassbar, dass der Profit über das Wohl der Tiere gestellt wird und dass dies von behördlicher Seite sogar noch mit getragen wird“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Dieser Meinung sind auch Zehntausende Menschen in der Schweiz, welche die Petition von OceanCare gegen den Handel und Import von Delphinen sowie für ein Verbot von Delphinarien in der Schweiz unterzeichnet haben. Die Petition wird kommende Woche zuhanden des Schweizer Parlaments im Bundeshaus eingereicht. Sie stützt die Motion für ein „Importverbot für Cetacea (11.3850)“ von BDP-Nationalrätin Brigitta Gadient, welche von 50 Nationalräten aller Fraktionen unterstützt wird.

Medienkontakt:
OceanCare
Dr. Sylvia Frey, Tel. +41 (0)79 742 93 23, sfrey@oceancare.org

Über OceanCare:
Seit 1989 setzt sich OceanCare für den Schutz der Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Engagement im Bereich der Gesetzgebung verschafft sich die Organisation weltweit Gehör und setzt Verbesserungen durch. www.oceancare.org

Abstimmen und Spenden für DEEPWAVE sammeln

Liebe Freunde der Meere,
liebe Förderer von DEEPWAVE e.V.

als kleiner Verein sind wir immer auf Unterstützung angewiesen und wir danken daher allen bisherigen treuen Mitgliedern und Förderern an dieser Stelle für Ihr Vertrauen.

Jedoch – aus aktuellem Anlass – sind wir bis Ende des Jahres dringend auf neue Spenden angewiesen, damit wir unsere Arbeit fortsetzen können. Denn ohne diese Mittel können wir nicht expandieren und unsere Werbung durch Flyer etc. und öffentliche Veranstaltungen vorantreiben. Bisher geschieht dies ehrenamtlich, aber manchmal braucht es notwendige Expertisen, die wir extern einholen müssen.

Helfen Sie uns daher indem Sie weiter Werbung für DEEPWAVE machen. Bei Ihrer Familie, bei Kollegen und all ihren meeresbegeisteren Freunden. Ihre Spende wird 100prozentig für unsere Meeresschutzarbeit eingesetzt.
Gerne senden wir Ihnen weiteres Informationsmaterial postalisch zu.

Oder aber Sie unterstützen uns aktuell mit Ihrer Stimme bei einem Wettbewerb einer Bank:

Deine Stimme zählt! Mein Verein DEEPWAVE e.V. hat die Chance, 1.000 Euro für die Vereinskasse zu gewinnen. Denn die ING-DiBa spendet je 1.000 Euro an die beliebtesten 1.000 Vereine. Wer die meisten Stimmen hat, gewinnt. Also gleich abstimmen!

Hier können Sie für uns abstimmen:

https://verein.ing-diba.de/umwelt/20457/deepwave-ev

Es grüßt aus Hamburg
Ihr Dr. Onno Groß
1. Vorsitzender DEEPWAVE e.V.

PS: Schauen Sie auch auf unseren Veranstaltungskalender, wenn Sie uns treffen möchten:
http://www.deepwave-blog.de/tags/veranstaltung/

Do not eat Babies


Foto des Tages

Babyhaie auf dem Fischmarkt der Seychellen c) Nina Zietsche/VDST

Herzlichen Dank an den VDST!

TEDTalk: Strandplastik als Schmuck

Eine gute Rede!

Wer mitmachen will: Wir haben hier bei DEEPWAVE e.V. viel gesammeltes Plastik aus der Elbe und Nordsee und veranstalten gerne mal bei Interesse einen Abend zum Schmuckmachen. Einfach melden unter info@deepwave.org

„Schillerlocke“ und „Seeaal“ ist Fleisch vom Dornhai : OnlinePetition unterschreiben

Artenschutz – „Schillerlocke“ und „Seeaal“ = Fleisch vom Dornhai

An: Deutschen Bundestag in Deutschland

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass der Handel mit der Ware „Seeaal“ und „Schillerlocke“ gestoppt wird.

Sollte ein Verkauf nicht gestoppt werden, beantrage ich eine Änderung der Namensgebung zu veranlassen. Es handelt sich nicht um einen Aal, also sollte das Produkt auch als Hai gekennzeichnet werden.

Begründung: Der Seeaaal und die Schillerlocke werden aus dem Dornhai hergestellt, welcher vom Aussterben bedroht ist. Der Stop des öffentlichen Verkaufs ist der erste Schritt zur Rettung des Dornhais.

Im Namen aller Unterzeichner.

http://www.openpetition.de/petition/online/artenschutz-schillerlocke-und-seeaal-fleisch-vom-dornhai

48 Stunden zur Rettung unserer Ozeane

Yes we can! Bitte spenden Sie für DEEPWAVE e.V. – Die Meeresschutzorganisation –
damit solche Nachrichten weiter gestreut werden können!

https://www.deepwave.org/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=23&Itemid=259&lang=de

48 Stunden zur Rettung unserer Ozeane

Unsere Ozeane werden zerstört — Tiefseeschlepper zerpflügen unsere Meeresböden und hinterlassen ausgedehnte Ödnis. In 48 Stunden findet ein wichtiges UN-Treffen statt — es könnte der Wendepunkt im Kampf gegen die sinnlose Ozeanzerstörung sein, aber nur, wenn genug von uns sich jetzt dafür einsetzen. Unterzeichnen Sie hier und leiten Sie die Email weiter:

Unterzeichnen
Unsere Ozeane werden systematisch zerstört und uns bleiben nur 48 Stunden, um Alarm zu schlagen. Die Fischereiindustrie benutzt beschwerte Grundschleppnetze, deren Scherbretter aus Metall am Meeresboden entlangpflügen und dabei alles vernichten, was ihnen in den Weg kommt. Grundschleppnetzfischerei entspricht der Abholzung eines Waldes nur um einen Papagei zu fangen — und nur unser Aufschrei der Empörung kann ihr ein Ende setzen.

In zwei Tagen treffen sich Entscheidungsträger der UN zur Beratung über die Auswirkungen dieser todbringenden Fischfangmethode. Die Inselstaaten des Pazifik kämpfen für die Rettung der Ozeane und haben sich an die Mitglieder von Avaaz gewandt, um ihnen beizustehen. Dies ist unsere Chance, zu gewinnen — wenn genug von uns jetzt die Stimme erheben stärken wir ihre Position gegenüber den großen Fischereistaaten. Außerdem ermutigen wir wichtige Akteure wie die USA und Australien, die Grundschleppnetze in ihren Gewässern bereits verboten haben, sich für den Schutz des Meeresbodens überall einzusetzen.

Lassen Sie uns gemeinsam und dringlich nach einem Stop der sinnlosen Zerstörung unserer Ozeane rufen — Delegierte werden unsere Stimmen direkt zum UN-Treffen bringen. Unterzeichnen Sie jetzt und lassen Sie uns zusammen in den nächsten 48 Stunden 500.000 erreichen:

http://www.avaaz.org/de/stop_ocean_clear_cutting/?vl

Riesige Schleppnetzfischer ziehen systematisch von einem Tiefseeökosystem zum nächsten, wo sie Korallenriffe zermahlen, alles Leben vertilgen und enorme Wüsten zurücklassen, die hunderte von Jahren brauchen werden, um sich zu regenerieren. Auf einen Streich können manche Schiffe Flächen so groß wie 5000 Fußballfelder zerstören. Kanada, Russland und Spanien sind die größten Verbreiter dieser Zerstörung in unseren vielfältigsten und wervollsten Gewässern.

Die wichtigsten Fischereinationen hatten bereits 6 Jahre Zeit um sich mit den Auswirkungen der Grundschleppnetzfischerei zu befassen und zu nachhaltigeren Methoden zu wechseln. Die meisten von ihnen haben versagt, ihren Versprechen zum Schutz der Ozeane nachzukommen, und leiten weiterhin riesige Subventionen — mehr als 162 Millionen Dollar pro Jahr — in die Verwüstung der Ozeane.

Das UN-Treffen diese Woche bietet uns die Möglichkeit, einen Gezeitenwechsel bei dieser Zerstörung zu erzielen. Ein internationales Meereswissenschaftlerteam hat vor kurzem ein permanentes Ende der Tiefseefischerei gefordert, und die EU Fischerei-Kommissarin hat sich gegen Regierungssubventionen zu Tiefseeschleppern ausgesprochen. Das Momentum wächst, aber wir benötigen einen massiven Ruf der Empörung damit dieses Un-Treffen zu einem wichtigen Moment der Verantwortungsübernahme wird. Retten wir gemeinsam unsere Ozeane — unterschreiben Sie jetzt die Petition und leiten Sie diese Email an Ihre Freunde weiter:

http://www.avaaz.org/de/stop_ocean_clear_cutting/?vl

Letztes Jahr haben Avaaz-Mitglieder Großbritannien entscheidenden Rückhalt für die Einrichtung des weltgrößten Meeresschutzgebietes gegeben. Wir haben außerdem dazu beigetragen, das Augenmerk auf das Thema Wale zu lenken und eine Verlängerung des weltweiten Walfangverbots zu erwirken. Wenn wir zusammenarbeiten können wir ausschlaggebenden Wandel zum Schutz unserer Meere und der Fülle seiner Lebewesen erzielen. Unterstützen wir die pazifischen Inselstaaten und alle Schützer der Ozeane um eine neue Ära des Meeresschutzes in Gang zu bringen.

Voller Hoffnung,

das ganze Avaaz-Team

Weitere Informationen:

Fischereibiologen warnen vor Tiefseefischerei (FocusOnline)
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/wissenschaft-fischereibiologen-warnen-vor-tiefseefischerei_aid_665016.html

Industrielle Fangmethoden zerstören größtes Ökosystem des Ozeans (Scinexx)
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13875-2011-09-09.html

Wissenschaftler fordern Ende der Tiefseefischerei (Washington Post, auf englisch)
http://www.washingtonpost.com/national/health-science/scientists-call-for-end-to-deep-sea-fishing/2011/08/30/gIQApPJc7J_story.html

Deep Sea Conservation Coalition
http://www.savethehighseas.org/

Die Hälfte der Fische werden tot über Bord geworfen

Die Hälfte aller in der Nordsee gefangenen Fische werden tot über Bord geworfen.

Kampagne rund um den Fernsehmoderator Hugh Fearnley-Whittingstall

http://www.fishfight.de/brief

Mit der Unterstützung dieser Kampagne, wird Ihr Name auf eine Deklaration hinzugefügt, welche an EU
Kommissarin Maria Damanaki, EU Parliamentsabgeordnete und weitere
Entscheidungsträger geschickt werden wird.

Die Fish Fight Kampagne startete offiziell im Januar 2011 in Großbritannien und ist seit Juni 2011 europaweit aktiv. 750 000 Menschen haben bisher unterschrieben. Helfen Sie uns, diese wahnsinnige Verschwendung zu stoppen.
Fügen Sie Ihren Namen hinzu

http://fishfight.de/

Im Januar 2011 wurde das Fernsehprogramm Hughs Fish Fight von Hugh Fearnley-Whittingstall auf dem britischen Channel 4 ausgestrahlt. Hugh ist ein beliebter britischer Autor, Rundfunksprecher und Lebensmittelrechtler. Er ist bekannt für sein kompromissloses Engagement im Bereich saisonaler, ethisch produzierter Lebensmittel und konnte sich in Großbritannien durch seine River Cottage Fernsehserien und Bücher eine große Fangemeinde aufbauen.

Hughs Fish Fight konzentriert sich auf die Problematik von
Rückwürfen. Aufgrund von verrückten Gesetzen der EU wird die Hälfte
aller Fische, die in der Nordsee gefangen wird, tot wieder über Bord
geworfen. Die Hughs Fish Fight Filme wurden im Rahmen der Big Fish Fight
Staffel ausgestrahlt, die Programme von anderen populären britischen
Köchen, wie beispielsweise Jamie Oliver, Gordon Ramsay und Heston
Blumenthal enthielten und das Ziel verfolgten, nachhaltigen Fischfang
und weniger bekannte Sorten von köstlichem Fisch hervorzuheben.

Hughs Fish Fight rief eine Online Petition ins Leben, um ein Ende
dieser Rückwürfe zu starten, das von einer breiten Koalition von
Umweltorganisationen außerhalb der Regierung (NGOs) und zudem von einer
wachsenden Zahl an Fischern, Industriebereichen und politischen
Entscheidungsträgern unterstützt wird.

Die Programme konnten den Nerv der britischen Öffentlichkeit treffen,
die bei der Aussicht dieser Abfälle und der EU-Gesetze, die Fischer
dazu zwingen, Fisch wegzuwerfen, empört war. Innerhalb weniger Tage
hatten hunderttausende Menschen die Online Petition unterzeichnet, indem
sie ihre Namen in einen Brief an die Kommissarin für Fischerei, Maria
Damanaki, sowie weitere Abgeordnete schrieben.

Im Laufe der weiteren Monate schritt die Kampagne
immer weiter fort. Fish Fighter aus ganz Großbritannien sendeten
E-Mails an ihre Abgeordneten, um sie zu ermutigen, einen
parlamentarischen Vorstoß zur Unterstützung der Kampagne zu
unterzeichnen. Mehr als 245 britische Politiker unterzeichneten
schließlich und im Mai wurde der Vorstoß im britischen House of Commons
debattiert und erfolgreich verabschiedet.

Die Verkäufe von Fisch aus nachhaltigem Fang sind in britischen
Supermärkten angestiegen und aktuell haben sich mehr als 675.000
Menschen der Kampagne angeschlossen.

weiterlesen:

http://www.utopia.de/blog/wissen-aendert-das-denken/die-haelfte-aller-in-der-nordsee-gefangenen-fische-werden

AVAAZ Petition: Nur 24 Stunden um Europa’s Meere zu retten!

Source:
AVAAZ.org 18 July 2011

European seas face catastrophe if industrial fishing boats continue plundering and obliterating fish stocks. We have just 24 hours to call for stronger safeguards before EU decision makers begin closed-door sessions on a new policy.

The EU Fisheries Commissioner is committed to protecting our seas and developing strong new rules, but the industrial fishing lobby is out in full force to protect its outrageous subsidies and profits. Only an urgent and massive public outcry now could prevent the total collapse of future fishing.

The EU public consultation on fishing quotas ends tomorrow — let’s flood it with messages, and urge our decision-makers to take urgent measures to stop industrial ransacking of fish stocks and impose strict, scientifically calculated catch levels. Click below to send an urgent message to save our seas and forward this email to everyone:

88% of Europe’s seas are dangerously overfished, and the current EU fisheries policy is a disaster, allowing countries to catch well over their quotas, discard thousands of tonnes of fish and profit from overfishing. Setting viable fishing quotas is a crucial step to helping stocks recover, but the fishing industry is lobbying hard, even seeking to set its own catch limits instead of accepting sustainable science-based ones.

Experts fear that within 40 years our oceans could be completely fished out. Industrial fishing companies say efforts to limit catches are hostile to fishermen — but on the contrary, only a strong, science-based commitment to resuscitating fish stocks will prevent the total collapse of fishing interests in the coming years. More and many links here……

Früher war mehr Fisch: Zurück in die Zukunft

Gemeinsame Pressemitteilung

Früher war mehr Fisch: Zurück in die Zukunft

Nach wie vor ist die Mehrzahl der europäischen Fischbestände überfischt, viele außerhalb sicherer biologischer Grenzen – die OCEAN2012-Kampagne fordert, bei der bevorstehenden Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik Lehren aus Geschichte und Gegenwart zu ziehen und der Meeresumwelt Vorrang einzuräumen – Bundesministerin Ilse Aigner muss für Deutschland gegen die Überfischung eintreten.

Berlin, 03.06.2011: Die zweite European Fish Week findet im Vorfeld der Veröffentlichung des Vorschlags der Europäischen Kommission für eine reformierte Gemeinsame Fischereipolitik in Europa und in zeitlichem Zusammenhang mit dem Weltozeantag (8. Juni) vom 4. bis zum 12. Juni 2011 statt. Über hundert OCEAN2012-Mitgliedsverbände wenden sich unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ an die Öffentlichkeit.

So weit der Mensch zurückdenken kann, gab es in Europa mehr Fische, mehr Boote und mehr Regionen, die von der Fischerei leben konnten als heute. Wegen der anhaltenden Überfischung sind einige Fischbestände auf einen dramatisch niedrigen Stand gesunken. Während der diesjährigen Aktionswoche mit Ausstellungen und Veranstaltungen in ganz Europa laden die OCEAN2012-Verbände die europäischen Bürgerinnen und Bürger ein, mit anzusehen, wie die Überfischung die Meeresumwelt, die Zusammensetzung mariner Lebensgemeinschaften und auch die wirtschaftlichen Verhältnisse der von der Fischerei lebenden Menschen an den Küsten negativ verändert hat.

„Das große Interesse an der zweiten European Fish Week ermutigt uns“, sagt Uta Bellion, Direktorin der European Marine Programme der Pew Environment Group und OCEAN2012-Koordinatorin. „Die EU-Kommission wird bald ihren Vorschlag für eine reformierte Gemeinsame Fischereipolitik veröffentlichen. Dies ist ein wichtiger Moment für die Mitgliedsverbände von OCEAN2012, um darauf hinzuweisen, dass Menschen in ganz Europa von der Politik eine Beendigung der Überfischung erwarten. Während der European Fish Week appellieren wir an die für Fischerei verantwortlichen EU-Minister, bei der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik der ökologischen Nachhaltigkeit Vorrang einzuräumen – auch, weil nur so die von der Fischerei abhängigen Küstengemeinschaften bewahrt werden können. “

Die Nachweise für das Schwinden der europäischen Fischereien sind vielfältig. Einige Beispiele:

1.Um die Wende zum 20. Jahrhundert betrug die durchschnittliche Länge von Kabeljau in der Nordsee 1 bis 1,5 Meter bei einem Durchschnittsalter von acht bis zehn Jahren. Heute messen die angelandeten Kabeljaue im Durchschnitt lediglich fünfzig Zentimeter, und das Durchschnittsalter ist jünger als drei Jahre.

2. Im Jahr 1949 erreichte die Blauflossenthun-Fischerei in Nordeuropa ihren Höhepunkt mit einer Jahresfangmenge von 5485 Tonnen – heute gibt es in Nordeuropa keine kommerzielle Blauflossenthun-Fischerei mehr.

3.Um 1640 umfasste die niederländische Heringsflotte sieben- bis achthundert Fangschiffe mit insgesamt 11.000 bis 12.000 Mann Besatzung. Heute könnte die Fangmenge von damals mit einem einzigen Trawler und einer zehn bis elf Fischer starken Mannschaft erwirtschaftet werden.
„Während der europäischen Fischwoche erinnern wir uns gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern an den vergangenen Reichtum der Meere und Küstengemeinschaften. Wir wenden uns an Bundesministerin Aigner mit der Botschaft: Das wollen wir wiederhaben – We want it back!“, so Nina Wolff, Fischerei-Expertin der Deutschen Umwelthilfe und Koordinatorin der OCEAN2012-Kampagne in Deutschland. „Die Geschichte der Fischerei ist eine Geschichte der übermäßigen Nutzung. Insbesondere im Laufe der letzten drei Jahrzehnte wurden der Reichtum der Meere, ihre Produktivität sowie die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Küstengemeinschaften bis weit über ihre Grenzen überdehnt. Die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik könnte diesen Trend umkehren.“

Hinweise für Redaktionen:

Die European Fish Week in Deutschland:
4.6. bis 12.6., Berlin: Die Fotoausstellung „Zurück in die Zukunft“ mit historischen Fotos sowie Gegenwartsfotografien des Künstlers und Fischers Corey Arnold wird in Berlin am Aquadom (DomAquarée Spandauer Str./Ecke Karl-Liebknecht-Str.) gezeigt.

9.6., Hamburg: DEEPWAVE Ocean Talk: Prof. Hans Fricke „50 Jahre Forschung in der lautlosen Welt“ ab 19:30, Deck 07 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg, Kaispeicher B, Koreastraße 1
9.6., 19:00-22:00 Uhr, Berlin: „Früher war mehr Fisch…“ Maritimer Abend rund um den Aquadom (DomAquarée Spandauer Str./Ecke Karl-Liebknecht-Str.): Podiumsdiskussion mit echten Kennern der See, anschließend Shanties und Getränke von der Küste

10.6., Hamburg, ab 19:00 Uhr: Deep Rave auf der MS Stubnitz, “An extraordinarily journey into the ocean of light and sound“, MS Stubnitz, Baakenhafen, Hamburg Ex-U-Boot Museum, Versmannstraße 23c

OCEAN2012 ist ein Zusammenschluss von Organisationen, die im Rahmen der Reform der europäischen Fischereipolitik Überfischung und destruktive Fischfangmethoden beenden und eine angemessene und gerechte Nutzung der Fischbestände durchsetzen wollen. OCEAN2012 schlägt einen neuen, sich an Grundprinzipien orientierenden Denkansatz für das Fischereimanagement in den Gewässern der EU und für die EU-Flotte weltweit vor.

OCEAN2012 wurde von der Pew Environment Group gegründet und wird von ihr koordiniert. Die Pew Environment Group ist die Naturschutzabteilung des Pew Charitable Trusts, einer Nichtregierungsorganisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Überfischung der Ozeane zu beenden. Zum Lenkungsausschuss von OCEAN2012 gehören: Coalition for Fair Fisheries Arrangements, Ecologistas en Acción, The Fisheries Secretariat, nef (new economics foundation), die Pew Environment Group und Seas At Risk.

In Deutschland sind folgende Organisationen Mitglied von OCEAN2012: DEEPWAVE e. V., Deutsche Umwelthilfe e. V., EuroNatur, Evangelischer Entwicklungsdienst e.V., Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V., Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e. V., M.E.E.R. e. V., NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.), Pro Wildlife e. V. und Reef Check e. V.

Für Rückfragen:

Dr. Nina Wolff, Koordinatorin von OCEAN2012 in Deutschland, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Tel.: 030 2400867-84, Mobil: 0170 8127346, E-Mail: wolff@duh.de

Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik und Presse, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Tel.: 030 2400867-0, Mobil: 0171 5660577, E-Mail: rosenkranz@duh.de

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