Forschung

Was die Forschung untersucht und herausfindet, wird durch  Wissenstransfer greifbar und verständlich.
Und ermöglicht so sinnvolles und effektives Handeln für die Meere .

Korallenriffe in Europa

© Solvin Zankl für GEO; Lophelia pertusa; An manchen Stellen geht das von der Art Lophelia pertusa gebildete Riff in mit Gorgonien besiedelte Bereiche über. Während deren rote, blasige Oberfläche von zahlreichen Gorgonenhäuptern (planktonfangende Schlangensterne) besetzt wird, scheinen sich zwischen den Lophelia-Ästen besonders Krebse wohl zu fühlen

 

Die Kinderstube unserer Speisefische – Korallenriffe in Europa (ZDF.umwelt Sendung vom 05.06.2005)

Korallenriffe gedeihen nicht nur in den Tropen. Auch in den lichtlosen Tiefen des nordatlantischen Beckens haben sie sich ausgebreitet. Ihre Größe ist immens: Das Gebiet dehnt sich von den Azoren bis nach Nordnorwegen. Es birgt so manche Überraschung.

Als sich Prof. Freiwald von der Universität Erlangen vor rund elf Jahren mit einem kleinen Forschungsprojekt über Kalke der Nordmeere beschäftigte, erlebte er eine Überraschung: In den unerforschten Tiefen von 1000 und mehr Metern entdeckte er riesige Riffstrukturen, gebaut von der Steinkoralle Lophelia pertusa.

Artenreichtum in der Tiefe

Was man gemeinhin nur als artenreichen Lebensraum in sonnendurchfluteten tropischen Küstengewässern kennt, zieht sich auch im Atlantik über viele hundert Kilometer vom Süden bis in den Norden Europas. Der Wissenschaftler und sein Team konnten damit nachweisen, dass Korallen auch in dunklen Meerestiefen leben können. Zudem entdeckten sie im Laufe der Jahre, dass es sich bei dem Riffgürtel um ein großes, zusammenhängendes System handelt.

Die Tiefseekorallen bestimmen die Forschungsarbeit von Prof. Freiwald noch immer. Es geht dabei sowohl um die Bestandsaufnahme – große Areale sind noch gar nicht erforscht – als auch um weiterführende Fragen. Freiwald und seine Kollegen wollen wissen, wie Riffe im ewigen Dunkel überhaupt entstehen können und welche Lebensgemeinschaften dort existieren.

Zerstörung auf dem Meeresgrund

Mit der systematischen Erforschung des Riffsystems kamen seitdem auch Tiefseeroboter zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe kam Licht ins Dunkel der unwirtlichen Tiefe. Es stellte sich Erstaunliches heraus: An den Riffen tummeln sich zahlreiche Lebewesen. Kleine Krebse wurden entdeckt, die eine leuchtende Flüssigkeit ausstoßen, wenn sie in Gefahr sind. Zudem wurde deutlich, dass viele Speisefische, beispielsweise Rotbarsch, Kabeljau oder Heilbutt, dort ihre Kinderstube haben. Der Nachwuchs findet im Riff Schutz vor Räubern und wird durch die starke Strömung mit Nahrung versorgt.

Doch der Einblick in das Tiefseetreiben hat den Forschern auch Erschreckendes offenbart. Dem Tiefseebiotop droht die Zerstörung durch die Hochseefischerei. Ihre tonnenschweren Schleppnetze durchpflügen großflächig den Meeresgrund und zermalmen die Korallenriffe. Damit geht nicht nur ein wertvolles Biotop verloren. Die Fischer schaden sich auch selbst, denn den nachfolgenden Fischgenerationen wird jegliche Lebensgrundlage entzogen.

Tiefseeforschung in den Kinderschuhen

Wissenschaftler wie Prof. Freiwald arbeiten darum mit Hochdruck an der Suche nach weiteren Riffen und ihrer Kartierung. Denn nur was bekannt ist, kann auch geschützt werden. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit, denn die Erforschung der Tiefseekorallen steht ganz am Anfang.

https://www.welt.de/wissenschaft/article1010749/Geheimnisvolles-Leben-im-arktischen-Eismeer.html

https://www.scinexx.de/service/dossier_print_all.php?dossierID=91651

weiterführende Informationen zu „Kaltwasserkorallen – aus der Grundlagenforschung auf die politische Agenda“ siehe hier:

Freiwald2014_KWK

Nördlichstes Meeresforschungslabor

Nördlichstes Meeresforschungslabor der Welt fertig gestellt

In Ny-Ålesund auf Spitzbergen wird der norwegische Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik am 1. Juni in Anwesenheit zahlreicher nationaler und internationaler Gäste das nördlichste Meeresforschungslabor der Welt einweihen. Das neue Labor wird von Kings Bay AS betrieben, einem norwegischen Staatsunternehmen, das die Infrastruktur im Forschungsstandort Ny-Ålesund zur Verfügung stellt. Die Baukosten von umgerechnet etwa 4 Mio. Euro wurden zum Großteil vom norwegischen Staat aufgebracht.

Spitzbergen gehört zu einer der nördlichsten Inselgruppen der Arktis. Der frühere Bergbauort Ny-Ålesund an der Westküste ist heute ein internationales Zentrum der modernen Arktisforschung und Umweltüberwachung. Insgesamt acht Nationen, die mit ihren Forschungsstationen dauerhaft in Ny-Ålesund vertreten sind, waren an der Planung des Meereslabors beteiligt. Nach der Grundsteinlegung im Juni 2004 entstand in nur einjähriger Bauzeit ein speziell auf die biologische Forschung ausgerichtetes Labor, das als neustes Gebäude den arktischen Forschungsstandort Ny-Ålesund komplettiert. “Das ist ein großer Tag für Kings Bay AS und die Arktisforschung, da wir nun so weit sind, dass auch das letzte und wichtige naturwissenschaftliche Fachgebiet seine Einrichtung hat³, so Knut M. Ore, Aufsichtsratsvorsitzender der Kings Bay AS.

Jedes Jahr nutzen Forscher aus rund 20 Nationen die idealen Bedingungen in Ny-Ålesund, um biologische Forschung mit Untersuchungen der Atmosphäre und der Geologie der Arktis zu verknüpfen. Damit ist der Standort bestens geeignet, um globale Umweltveränderungen und deren Auswirkungen zu verfolgen. Seit 1988 arbeiten Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Ny-Ålesund. Im August 1991 wurde die deutsche Forschungsstation “Koldewey³ eingeweiht. Das Alfred-Wegener-Institut betreibt seit 2003 mit dem französischen Polarforschungsinstitut Paul Emile Victor (IPEV) in Ny-Ålesund eine kooperative Forschungsbasis. Mit über zehn Jahren Forschungserfahrung in Ny-Ålesund standen die Meeresbiologen des Alfred-Wegener-Instituts bei Planung und Bau des neuen Labors als wissenschaftliche Partner zur Seite.

Das Meeresforschungslabor stellt den Wissenschaftlern mehrere Laborräume mit speziell auf die Meeresforschung ausgerichteter Ausstattung zur Verfügung. Dazu gehören Hälterungsbecken mit direkter Frischwasserversorgung aus dem Fjord, mehrere Wärme- und Kälteräume sowie eine mit eigener Druckkammer ausgestattete wissenschaftliche Tauchbasis. Das Labor stand lange auf der Wunschliste der Arktisforscher und wartet mit seinem hohen technischen Standard jetzt auf die Nutzung von Meeresforschern aus aller Welt.

https://www.awi.de/ueber-uns/service/presse-detailansicht/presse/noerdlichstes-meeresforschungslabor-der-welt-fertig-gestellt.html

https://www.awi.de/expedition/stationen/awipev-forschungsbasis.html

Das Alfred-Wegener-Institut forscht in der Arktis, Antarktis und den Ozeanen der gemäßigten sowie hohen Breiten. Es koordiniert die Polarforschung in Deutschland und stellt wichtige Infrastruktur wie den Forschungseisbrecher Polarstern für die internationale Wissenschaft zur Verfügung. Das Alfred-Wegener-Institut ist eines der fünfzehn Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, der größten Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

SeaOrbiter: Raumschiff für die Weltmeere

© www.seaorbiter.com/Jaques Rougerie

Futuristisches Raumschiff für die Weltmeere

Paris (rpo). U-Boote und Unterwassersiedlungen üben eine Faszination auf ihn aus, Jules Vernes liebt er abgöttisch: Der französische Architekt Jacques Rougerie will eine futuristische Mischung aus Raumfähre, Schiff und U-Boot zur Forschung in die Unterwasserwelt schicken. Schon in drei Jahren soll der 51 Meter hohe SeaOrbiter wie ein Seepferdchen senkrecht durchs Meer treiben. Doch bis dahin muss der Franzose weitere Geldgeber finden.

„Es wird eine neue Art sein, die Unterwasserwelt zu sehen“, schwärmt Rougerie – „ein Abenteuer für Forscher.“ Auch 130 Jahre nach dem phantastischen Vernes-Roman „20.000 Meilen unterm Meer“ sind weite Teile der Ozeane nicht erforscht. Wissenschaftler vermuten, dass sich in ihnen zahlreiche noch unbekannte Lebenswesen tummeln. Bisher mussten die Forscher mit Unzulänglichkeiten kämpfen: Tauchgänge sind wegen des Sauerstoffvorrats zeitlich begrenzt, Forschungs-U-Boote klein und unbequem, die Motorengeräusche vertreiben die Tiere. Der SeaOrbiter soll dagegen still mit der Strömung treiben. Eine „Oase des Lebens“ werde sich um das Gefährt bilden, verspricht Rougerie – schwimmende Gegenstände ziehen neugierige Meeresbewohner magisch an.

So hofft der Visionär auf einen einzigartigen Beobachtungsplatz für Forscher. Rougerie will aber auch die breite Öffentlichkeit für die Unterwasserlandschaften begeistern – und auf die Gefahren durch Umweltverschmutzung hinweisen. Kameraaufnahmen des SeaOrbiters sollen zum Beispiel ins Internet gestellt werden. Nur ein Drittel der Forschungsstation soll über Wasser zu sehen sein, die restlichen 30 Meter ragen unter die Wasseroberfläche und werden mit Sichtfenstern ausgestattet sein. Biologen und Akustiker können sich auf aufwändig ausgestattete Labore freuen. Ferngesteuerte Kameras sollen Aufnahmen in bis zu 600 Meter Tiefe ermöglichen.

In Teilen des Schiffs wird der Luftdruck dem Unterwasserdruck angepasst. „Wenn die Forscher etwas Interessantes sehen, brauchen sie sich nur einen Tauchanzug überzuziehen und durch eine Schleuse ins Wasser hinauszugleiten“, erläutert Rougerie. Der Hochdruckbereich bietet acht von insgesamt 18 Besatzungsmitgliedern Platz. Mehrere von ihnen sollen Astronauten sein – der SeaOrbiter sieht nicht nur aus wie ein Raumschiff, er soll auch Trainingsstation für Weltraumbesucher sein. „Im Wasser nähern sich die Bewegungen denen im All an“, erläutert Rougerie. „Und der Bereich für die Astronauten kommt dem einer Raumkapsel ziemlich nahe.“ Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat bereits Interesse an Trainingsgängen angemeldet.

Schon jetzt ist die NASA über ihr Tiefseeforschungsprogramm NEEMO am SeaOrbit-Projekt beteiligt. NEEMO-Leiter Bill Todd gehört zu dem Team von gut 15 Mitarbeitern, das die von Rougerie vor zehn Jahren erstmals entworfene Idee vorantreibt. Beteiligt sind auch Vertreter des norwegischen Marineforschungsinstituts Marintek und des Pariser Ozeanographischen Instituts. Rougeries Büro befindet sich auf einem Schiff auf der Seine in Paris. Aber vor allem das Leben unter Wasser zog ihn immer wieder magisch an: So entwarf er schon in den 70er Jahren Siedlungen auf dem Meeresgrund oder futuristisch anmutende U-Boote.

Dass Rougerie jetzt mit seinem SeaOrbiter an die Öffentlichkeit geht, hat einen Grund: Zur Umsetzung seines großen Traums fehlt ihm noch das Geld. 25 Millionen Euro veranschlagt der ambitionierte Architekt für den Bau des Wundergefährts und die erste Reise, die in den Golfstrom führen soll. Zwei Financiers will er schon gefunden haben: Eine auf Unterwassertechnik spezialisierte Firma aus Marseille und den französischen Bau- und Energiekonzern Vinci. Wie viel Geld noch fehlt, wird nicht verraten. Die Planungen sollen aber bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein, dann könnte der SeaOrbiter 2008 in See stechen.

https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/unterwasserstation-riesen-seepferdchen-soll-im-atlantik-treiben-a-357649.html

https://rp-online.de/panorama/wissen/forschung/futuristisches-raumschiff-fuer-die-weltmeere_aid-17131343

weiterführende Informationen:

http://www.seaorbiter.com/

Wieviel CO2 gelangt ins Meer?

Wieviel CO2 gelangt ins Meer?

Neues DFG-Projekt an der Universität Hamburg zum Klimawandel
Seit Anfang Mai arbeiten Wissenschaftler im Zentrum für Meeres- und Klimaforschung (ZMK) der Universität Hamburg zusammen mit Kollegen an der Universität Heidelberg in dem neuen Projekt „Einfluss von Wind, Regen und Oberflächenfilmen auf die CO2-Transfergeschwindigkeit zwischen Atmosphäre und Ozean“, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bis Ende April 2008 mit ca. 230 000 Euro gefördert wird.

Beim sogenannten Treibhauseffekt binden Kohlendioxid (CO2) und einige andere Gase einen Teil der Sonnenenergie in der Erdatmosphäre – und können dadurch klimatische Bedingungen wie Hitze und Kälte, Regen und Dürre oder Häufigkeit und Stärke von Stürmen weltweit verändern. Inwiefern und in welchem Zeitraum der stetig steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre sich auf das globale Klima auswirken wird, kann gegenwärtig nur grob vorhersagt werden.
Der Grund dafür ist, dass die Anteile von CO2, die in der Atmosphäre verbleiben oder vom Ozean unter unterschiedlichen Bedingungen aufgenommen bzw. freigesetzt werden, nur ungenügend bekannt sind. Dieses Wissen ist jedoch eine Voraussetzung für die Verbesserung der komplexen Simulationsmodelle, die physikalische und chemische Zustandsänderungen in der Atmosphäre und im Ozean berechnen und Vorhersagen über künftige Klimaänderungen ermöglichen.

Grundlegende Informationen zum Gastaustausch zwischen Luft und Wasser können nur unter kontrollierten Experimentalbedingungen gewonnen werden, wie sie im Windwellenkanal der Universität Hamburg gegeben sind. Weltweit gehört er zu den wenigen Forschungseinrichtungen, die derartige Untersuchungen in großem Stil zulassen. Im Rahmen des neuen Forschungsprojektes sollen nun mit Hilfe dieser Versuchsanlage neuartige Gasaustauschexperimente unter kontrollierten physikalischen Randbedingungen durchgeführt werden, um den CO2-Transfer zwischen Ozean und Atmosphäre und seine Abhängigkeit von Umweltbedingungen besser zu verstehen.

Für Rückfragen:
Dr. Martin Gade
Universität Hamburg, Zentrum für Meeres- und Klimaforschung
Institut für Meereskunde
Tel.: (040) 428 38-54 50
E-Mail: gade@ifm.zmaw.de

https://www.uni-hamburg.de/en/newsroom/presse/2005/pm52.html

weiterführende Informationen:

https://d-nb.info/1049281535/34

https://www.physi.uni-heidelberg.de/Einrichtungen/FP/anleitungen/F54.pdf

Deutsch-britische Messkampagne zum Golfstrom

Forschungsschiff auf hoher See: Ausbringen und Einholen der Verankerungen auf "Charles Darwin"

© J. Marotzke, MPI-M

Deutsch-britische Messkampagnen zur Untersuchung der Stärke des
„Golfstroms“

Max-Planck-Institut für Meteorologie

Prof. Dr. Jochem Marotzke, Geschäftsführender Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) in Hamburg, kehrte gerade von einer Messkampagne auf einem britischen Forschungsschiff („Charles Darwin“) zurück, die der Untersuchung der thermohalinen Zirkulation im Nordatlantik galt.

Prof. Marotzke, der im Jahre 2003 vom Southampton Oceanography Centre (jetzt National Oceanography Centre Southampton) an das MPI-M kam, hat enge Kontakte zur britischen Forschung. Das Forschungsprojekt RAPID MOC hat er selbst noch in Großbritannien initiiert.
In dem Forschungsprojekt wird anhand von verschiedenen ausgebrachten Verankerungen die meridionale nordatlantische Zirkulation, die sowohl die nordwärts gerichtete warme Strömung als auch das in die Tiefe absinkende südwärts strömende Wasser umfasst, untersucht. Dieses Strömungssystem ist verantwortlich für das milde Klima in Nordwesteuropa. Plötzliche Änderungen in der atlantischen Zirkulation können zu Abkühlungen in unseren Breiten um 3-5°C führen. Dies haben Szenarienrechnungen einiger Klimamodelle sowie paleoklimatische Daten gezeigt. Das Projekt RAPID MOC will in erster Linie ein Prototyp-System entwickeln, mit dem man die Stärke und Struktur der MOC (Meridional Overturning Circulation) beobachten kann.
Dazu wurden im April 2004 19 Verankerungen entlang von 26.5°N quer durch den Atlantik ausgebracht, um die Gesamtzirkulation zwischen den Bahamas und der afrikanischen Küste zu vermessen. An diesen Verankerungen können von der Wasseroberfläche bis zum Boden Dichteprofile gemessen werden. Bis 2008 werden die Verankerungen jährlich aufgenommen und wieder ausgebracht. Das Projekt ist ein Gemeinschaftprojekt, an dem das National Oceanography Centre Southampton, die Universität Miami, das Atlantic Oceanographic and Meteorological Laboratory, das Spanish Institute of Oceanography und das Max-Planck-Institut für Meteorologie teilnehmen.
Prof. Marotzke hat bisher an beiden Messkampagnen im April 2004 und 2005 teilgenommen. Im April 2005 wurden 12 von 13 Verankerungen aufgenommen und 14 Verankerungen sowie 4 Bodendruckmesser ausgebracht. Die verloren gegangene Verankerung wurde offenbar von Fischereischiffen abgerissen.
Mit ersten Ergebnissen wird Ende 2005 gerechnet.

Weitere Informationen:
http://idw-online.de/pages/de/news113925

http://www.schattenblick.de/infopool/natur/klima/nkfor184.html

Vor der Entdeckung schon ausgestorben – Fazit des UN Millinenniumreports

http://www.taz.de/pt/2005/05/21/a0186.nf/text

Vor der Entdeckung schon ausgestorben

Die UNO hat das weltweite Ökosystem untersucht und kommt zu dem Schluss: Noch nie sind so viele
Arten so schnell verschwunden wie heute

So seien seit Beginn des industriellen Fischfangs etwa 90 Prozent des Bestands verschwunden, heißt es in dem gestern in Nairobi
veröffentlichten Millennium Ecosystem Assessment – einer der größten bislang angestellten Untersuchungen des weltweiten Ökosystems, erstellt im Auftrag des UN-Umweltprogramms (Unep).

„Wären Wälder oder Korallenriffe vergleichbar mit Museen und Universitäten, dann würde deren Zerstörung als
grober Vandalismus gelten“, erklärte in Nairobi Klaus Töpfer, Direktor des Umweltprogramms. „Der
Verlust von Artenvielfalt ist wirtschaftlicher Selbstmord.“

Das ist auch das Fazit des Berichtes: Die Menschheit beraube sich notwendiger Leistungen der Natur,
beispielsweise der natürlichen Reinigung von Luft und Wasser und des Schutzes vor Naturkatastrophen.
Die Autoren – beteiligt sind neben der Weltbank diverse UNO-Fachorganisationen und Wissenschaftler
aus aller Welt – beziffern diesen wirtschaftlichen Suizid auch: ein Hektar Mangrovensumpf „erarbeite“ für die Menschheit einen materiellen Gegenwert von knapp 800 Euro. Legt man diesen Hektar trocken, um ihn landwirtschaftlich zu nutzen, sinkt sein produktiver Wert auf weniger als 100 Euro.

….
http://www.millenniumassessment.org/en/index.aspx

http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,357232,00.html

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