OSLO – Norwegische Wissenschaftler fanden heraus, dass bis zum Jahre 2100 der Meeresspiegel um bis zu 1,5 Meter ansteigen könnte.

Dieser Wert liegt deutlich über den bisherigen Prognosen. Wie Dicovery News berichtet, hat eine Studie des norwegischen Arctic Monitoring and Assessment Project (AMAP) die Temperaturentwicklung in der Aktis untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die letzten sechs Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen die wärmsten waren.

Dramatischer Anstieg

Verursacht durch die Wärme in der Aktis könnte der globale Meeresspiegel in den nächsten Jahrzehnten bis zu 1,5 Metern ansteigen. Damit handelt es sich um einen deutlich höheren Anstieg, als noch im Jahre 2007 vorhergesagt. Zu diesem Zeitpunkt hatte das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) der VN noch einen Anstieg von 18 bis 59 Zentimeters für das Ende des Jahrhunderts vorhergesagt.

Ganze Inselnationen könnten verschwinden

In den letzten Jahren waren schmelzendes Eis und Schnee schon für vierzig Prozent des Anstiegs des Meeresspiegels verantwortlich. In den nächsten Jahren werde es noch eine größere Rolle spielen, so die Wissenschaftler des AMAP. Nach den Ergebnissen der Studie könnte in dreißig bis vierzig Jahren das Nördliche Eismeer während der Sommermonate eisfrei sein.

Das Anwachsen des Meeresspiegels würde dazu führen, dass kleine Inselnationen verschwinden. Zudem würde die Gefahr von Hurricans und andere extreme Wettersituationen zunehmen.

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