Über 140 Projekte in mehr als 34 Ländern – Aktionsbündnis der
Kunststoffindustrie gegen Müll im Meer wächst schneller als erwartet

Verbände der Kunststoffindustrie aus aller Welt
informierten jetzt in Miami über Fortschritte bei der
Umsetzung der „Joint Declaration for Solutions on Marine Litter“. Ein
Bericht zum Status quo der im März 2011 verabschiedeten Deklaration
nennt nun über 140 abgeschlossene, laufende oder geplante Maßnahmen
zur Vermeidung von Meeresabfällen; ursprünglich waren es 100
Projekte. Enthalten sind zudem Fallstudien und Projektbeispiele, die
auf andere Regionen übertragbar sind. Die Deklaration war im Rahmen
der fünften internationalen Konferenz zur Abfallverschmutzung der
Meere 2011 in Hawaii vorgestellt worden. Sie umfasst klare Ziele für
das Handeln der Industrie und verpflichtet diese zu einer engen
Zusammenarbeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure, um
gemeinsam Fortschritte beim Meeresschutz zu erzielen.

„Kunststoffabfälle dürfen nicht achtlos weggeworfen werden und
haben in Ozeanen und Meeren nichts zu suchen. Im Gegenteil müssen
Kunststoffe auch am Ende ihres Lebenswegs verantwortungsbewusst
eingesetzt, also recycelt oder energetisch verwertet werden. Es freut
mich, dass die von der Kunststoffindustrie initiierten Maßnahmen
frühere Erwartungen übertreffen“, erklärte Wilfried Haensel,
Executive Director von PlasticsEurope, jetzt in Miami. „Der
veröffentlichte Bericht unterstreicht die Entschlossenheit unserer
Industrie, substanzielle Lösungen gemeinsam mit zahlreichen
Stakeholdern zu entwickeln“, unterstrich Steve Russell, Vice
President Plastics des American Chemistry Council.

Die Marine-Litter-Deklaration umfasst eine Sechs-Punkte-Strategie
für das nachhaltige Handeln der Industrie zur Vermeidung von
Meeresabfällen. Schwerpunkte sind die Zusammenarbeit im Rahmen
öffentlich-privater Partnerschaften, mit Wissenschaft und Politik
sowie die Verbreitung des Best-Practice-Ansatzes in der
Abfallwirtschaft, der Verwertung von Kunststoffabfällen sowie der
Eindämmung von Granulatverlusten in der Lieferkette. Mittlerweile
sind über 140 abgeschlossene, laufende oder geplante Aktivitäten im
Aktionsbündnis zusammengefasst. Die weltweiten Maßnahmen reichen von
lokalen Schulungsinitiativen über globale Forschungsprojekte bis hin
zu Beispielen für ökoeffizientes Abfallmanagement und die Vermeidung
von Müll.

Der Statusbericht ist unter http://bit.ly/TJOKVG abrufbar. Weitere
Informationen zu den weltweiten Aktivitäten des Aktionsplans sind auf
www.marinelittersolutions.org zu finden.

PlasticsEurope Deutschland e. V., der Verband der
Kunststofferzeuger in Deutschland, ist Teil der paneuropäischen
Organisation PlasticsEurope. Frankfurt am Main ist Sitz der Region
Central Europe. Sie ist eine der fünf Regionen von PlasticsEurope,
und zu ihr gehören Deutschland, Österreich, Polen, die Schweiz, die
Slowakische Republik, Slowenien, die Tschechische Republik und
Ungarn.

PlasticsEurope ist einer der führenden europäischen
Wirtschaftsverbände. Der Verband unterhält Zentren in Brüssel,
Frankfurt, London, Madrid, Mailand und Paris und kooperiert eng mit
anderen europäischen und nationalen Kunststoffverbänden. Unsere mehr
als 100 Mitgliedsunternehmen produzieren mehr als 90 Prozent der
Kunststoffe in den 27 EU-Mitgliedsstaaten und Kroatien, Norwegen, der
Schweiz und der Türkei.

Pressekontakt:
PlasticsEurope Deutschland e.V.
Sven Weihe
Telefon: +49 (0) 69 2556-1307
sven.weihe@plasticseurope.org

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