8.Juni 2011:

Welttag der Ozeane

Im Dezember 2008 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen per Resolution, den 8. Juni zum Welttag der Ozeane auserkoren. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon äußert, dass dieser Tag eine Gelegenheit sei, um sich die Bedeutung der Ozeane für die nachhaltige Entwicklung der Menschheit bewusst zu machen. Es sei ebenso an der Zeit, die vielen schweren Herausforderungen im Zusammenhang mit den Ozeanen zu erkennen.

Die Ozeane als gemeinsames Erbe der Menschheit zu begreifen ist ein edles Ziel. Jedoch ist die gegenwärtige Situation alles andere als beruhigend. Der Ausbeutung und Verschmutzung der Meere sind kaum Grenzen gesetzt. Gut gemeinte internationale Einrichtungen und Bündnisse zum Schutz des Ökosystems greifen nicht wirkungsvoll, weil oftmals die Zusammenarbeit der verschiedenen Staaten unzureichend ist. Es ist in der Praxis beispielsweise juristisch äußerst schwer, selbst dokumentierte Straftaten wie das illegale Einleiten von öligen Substanzen gerichtlich zu ahnden.

Einer stetig wachsenden Weltbevölkerung mit einem unstillbaren Hunger nach Fisch schwinden die Ressourcen. 99% der Gesamtfläche der Ozeane steht ihrer Ausbeutung hilflos gegenüber. Selbst in den wenigen bestehenden Schutzzonen finden zum Teil illegale Fischfangaktivitäten statt. Zudem sind die Meere zur weltweit größten Müllkippe verkommen und auch in der Tiefsee – einem weithin unbekanntem Terrain ? werden tagtäglich Rohstoffe ausgebeutet. Zudem wird den dort beheimateten Lebewesen massiv nachgestellt, ohne die vorherrschenden, biologischen Zusammenhänge zu verstehen.

Die Ozeane produzieren den größten Teil des Sauerstoffs den wir atmen, sie dienen uns als Nahrungsquelle, zur Energiegewinnung und sind existenziell für den internationalen Handel.

Es muss zukünftig mehr passieren, als die bloße Einführung eines Gedenktages für ein Ökosystem, ohne dass die Menschheit nicht existieren kann.

Bitte unterstützen Sie unsere aktuelle Kampagne ?Müll im Meer geht uns alle an?, um die alltäglich an den Meeren begangenen Verbrechen öffentlich zu machen. Hintergrundinformationen zu dieser Aktion finden Sie auf unserer Webseite unter www.projectbluesea.de

Quellen:
Project Blue Sea e.V., http://www.un.org/en/events/oceansday/, Staatsanwaltschaft Hamburg / Symposium Öl im Meer ?Risiken, Vorsorge und Bekämpfung


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