Golf von Mexiko
Studie weist 35 Kilometer lange Ölfahne nach

US-Wissenschaftler haben im Golf von Mexiko einen riesigen unterseeischen Ölschwaden analysiert, der aus dem BP-Leck stammen soll. Der Fund vom Juni nährt den Verdacht, dass das Öl weniger schnell verschwindet, als Wissenschaftler der US-Regierung berechnet haben.

Washington – 35 Kilometer lang und zwei Kilometer breit ist die Ölfahne, die durch den Golf von Mexiko wabert. Rund 900 Meter unter der Wasseroberfläche entdeckten Experten des Meeresforschungsinstituts Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI) den Schwaden aus einem Öl-Wasser-Gemisch, dessen Existenz bislang nur vermutet worden war. Er soll aus dem kürzlich geschlossenen BP-Bohrloch stammen.

Die im Fachmagazin „Science“ veröffentlichte Untersuchung nährt mit dem konkreten Fund neue Zweifel an den optimistischen Regierungsangaben. Drei Viertel der rund 780 Millionen ausgelaufenen Liter Rohöl seien bereits verschwunden, lautete kürzlich eine umstrittene Schätzung der US-Wetter- und Ozeanbehörde NOAA.

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http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,712791,00.html

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